Deutsche Bibelgesellschaft

Einführungen

Einführung: Das Buch Amos

Der Prophet Amos stammt aus Tekoa, einem kleinen Ort in der Nähe von Jerusalem. Er lebt als Schafzüchter im Südreich Juda, bis Gott ihn als Prophet in das Nordreich Israel schickt. Dort soll er in der Hauptstadt Samaria das Gericht über König und Volk ankündigen. Seine Botschaft richtet sich vor allem gegen die Oberschicht, die sich durch Bestechung und Gewalt am wirtschaftlichen Aufschwung bereichert (3,9-11; 4,1-3; 5,10-12). Amos kritisiert aber auch die Gottesdienste, die trotz böser Taten für ein gutes Gewissen sorgen sollen (4,4-6; 5,21-24). Amos wirkte zwischen 760 und 750 v. Chr. Das Buch enthält auch einen kurzen Bericht über den Propheten (7,10-17), der seine Auseinandersetzung mit den religiösen Autoritäten des Landes schildert. Demnach verhängte der Priester von Bet-El, dem wichtigsten Heiligtum im Nordreich, ein Redeverbot gegen Amos und forderte ihn auf, Israel zu verlassen. 

Einführung: Das Buch Daniel

Das Danielbuch ist die jüngste Schrift, die in die hebräische Bibel aufgenommen wurde. Man datiert Daniel in die Regierungszeit des seleukidischen Herrschers Antiochus IV. Epiphanes (175–164 v. Chr.). Als einziges Buch des Alten Testaments gehört es zur apokalyptischen Literatur. Das sind Schriften, die sich mit den Ereignissen am Ende der Zeit befassen und eine umfassende Erneuerung der Welt durch Gott erwarten. Eine weitere Besonderheit des Danielbuchs besteht darin, dass ein längerer Abschnitt (2,4–7,28) in Aramäisch, der damals allgemein verbreiteten Sprache, verfasst wurde. Es gibt auch eine griechische Fassung des Danielbuchs, die umfangreiche Erweiterungen enthält. Darunter sind so bekannte Texte wie »der Lobgesang der drei Männer im Feuerofen«, die Erzählungen von »Susanna im Bad« oder von »Bel und dem Drachen«. In katholischen Übersetzungen finden sie sich als Teil des Buchs Daniel, in evangelischen Bibeln sind sie bei den »Apokryphen« enthalten. Das sind Schriften, die es nur in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments gibt. 

Einführung: Das Buch der Offenbarung

Das letzte Buch des Neuen Testaments stammt aus einer Zeit, in der Christen aufgrund ihres Glaubens in schwere Konflikte mit ihren Mitbürgern und den staatlichen Behörden geraten konnten. Wahrscheinlich ist die Offenbarung um 95 n. Chr. entstanden, gegen Ende der Regierungszeit von Kaiser Domitian (81–96 n. Chr.). Domitian beanspruchte für sich den Titel »Herr und Gott«. Er ließ Statuen von sich errichten, an denen man ihm göttliche Verehrung erweisen sollte. Die Christen konnten und wollten dem nicht nachkommen, denn eine solche Verehrung steht im Widerspruch zu ihrem Bekenntnis zu dem einen Gott, dem Vater von Jesus Christus. Für die Christen begann damit eine Geschichte von Verfolgung und Leid. Die Offenbarung möchte ihnen in dieser schwierigen Situation Trost spenden. Sie ermutigt sie, ihren Glauben auch dann nicht zu verleugnen, wenn ihnen dafür Anfeindungen und Verfolgungen drohen. 

Einführung: Das Buch der Richter

Der Begriff »Richter« bezeichnet Heldinnen und Helden, die in Gottes Auftrag das Volk Israel vor Bedrohungen durch Feinde retten. Ihre Aufgaben reichen viel weiter als die von Richtern im heutigen Sinn, auch wenn Rechtsprechung ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist. Die Richter in Israel werden von Gott ausgewählt. Er verleiht ihnen die Fähigkeiten, die sie brauchen, um das Volk zu leiten und zu retten. Dazu gibt er ihnen etwas von seinem Geist als der Kraft, durch die er in der Welt wirkt. 

Einführung: Das Buch Ezechiel

Das Buch ist nach dem Propheten Ezechiel benannt, für den auch die Namensform Hesekiel gebräuchlich ist. Es besteht aus drei großen Buchteilen mit Gerichtsworten über Israel (1–24), Gerichtsworten über die Völker (25–32) und dem Ausblick auf eine heilvolle Zukunft (33–48). Nach den im Buch enthaltenen Datierungen hat Ezechiel im Zeitraum von 593 bis 572 v. Chr. als Prophet unter den nach Babylonien weggeführten Judäern gewirkt. Seine Botschaft wird in einer fast durchgängigen Ich-Rede dargeboten. Dabei werden Empfang und Weitergabe der Gottesworte durch Formeln gekennzeichnet wie »Das Wort des HERRN kam zu mir« oder »So spricht Gott, der HERR«. Im Kern ist das Prophetenbuch in Babylonien entstanden, und zwar bei den Judäern, die sich dort nach der Wegführung aus Jerusalem 597 v. Chr. angesiedelt hatten. Danach wurde das Buch weiter fortgeschrieben und ist in seinem Umfang deutlich angewachsen. 

Einführung: Das Buch Habakuk

Das Buch trägt den Namen des Propheten Habakuk. In der Buchüberschrift fehlen Angaben zu der Zeit, in der er aufgetreten ist. Doch lässt die Erwähnung der Babylonier als feindlicher Macht (1,6) darauf schließen, dass das Prophetenbuch während der babylonischen Vorherrschaft 605–539 v. Chr. entstanden ist. Zu den ältesten Stücken gehören die fünf Weherufe (2,6-20). Aus dem Buchzusammenhang geht hervor, dass sie als Drohungen gegen die Babylonier gelesen werden sollen. Ähnlich wie beim Buch Nahum lässt sich der Zeitraum, in dem die Bearbeitung des Buches zum Abschluss gekommen ist, nur ungefähr mit 400–300 v. Chr. angeben. 

Einführung: Das Buch Haggai

Das Buch Haggai bildet zusammen mit den folgenden Prophetenbüchern Sacharja und Maleachi den Abschluss des Zwölfprophetenbuchs. Es bezieht sich auf den Neubeginn Israels am Ende der Exilszeit, nach der Rückkehr aus der Verbannung nach Babylonien. Sein Thema ist der Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem. Bereits 539 v. Chr. hatte der Perserkönig Kyros II. durch einen Erlass den Wiederaufbau verfügt, doch seitdem war nichts geschehen. In dieser Lage tritt der Prophet Haggai auf, der zusammen mit Sacharja auch in Esra 5,1 und 6,14 erwähnt wird. Durch die Datierungen (1,1; 2,1; 2,10; 2,20) lässt sich seine Wirkungszeit genau angeben: Die vier Auftritte des Propheten fallen in die Zeit vom 29. August bis 18. Dezember 520 v. Chr. Es ist kein Zufall, dass die Datumsangaben im folgenden Sacharjabuch weitergeführt werden (Sacharja 1,1; 1,7; 7,1). Offenbar sollen die dort geschilderten Visionen als Fortsetzung gelesen werden und die von Haggai angekündigte Wende (2,20-23) vor Augen führen. 

Einführung: Das Buch Hosea

Hosea stammt aus dem Nordreich Israel, das unter Jerobeam II. (787–747 v. Chr.) eine wirtschaftliche Blütezeit erfahren hat. Er wirkte wahrscheinlich in den Jahren 750–730 v. Chr. Manche Worte Hoseas gehören in die Zeit eines Krieges mit dem Südreich Juda (733 v. Chr.). Israel versuchte damals, Juda mit Gewalt zur Militärhilfe gegen die assyrische Großmacht zu zwingen (5,8-14). Nach dem Untergang der Hauptstadt Samaria im Jahr 722 v. Chr. gelangten die Worte Hoseas ins Südreich, wo eine erste Fassung seines Prophetenbuches zusammengestellt worden ist. Es ist das einzige Prophetenbuch, das auf einen Propheten aus dem Nordreich Israel zurückgeht. 

Einführung: Das Buch Jesaja

Im Buch Jesaja lassen sich drei Buchteile unterscheiden: Der erste Buchteil (1–39) vereint ganz verschiedene Texte und bietet Worte des Propheten Jesaja, der im Zeitraum von 740–700 v. Chr. gewirkt hat. Der zweite Buchteil (40–55) setzt die Zerstörung Jerusalems 586 v. Chr. voraus und richtet sich an Judäer, die nach Babylonien weggeführt wurden und dort in der Verbannung leben. Die Verkündigung in diesem Buchteil geht auf einen Propheten zurück, den man auch als »zweiten Jesaja« (griechisch: Deuterojesaja) bezeichnet. Im dritten Buchteil (56–66) folgen prophetische Texte noch späterer Zeit. Die Übersicht zeigt, dass die Botschaft Jesajas über einen langen Zeitraum ergänzt, aktualisiert und fortgeschrieben worden ist. Die Texte wurden schließlich unter dem Namen des Jesaja zu einem einzigen Prophetenbuch vereint. 

Einführung: Das Buch Joel

Über das Leben des Propheten Joel, der in Jerusalem gewirkt hat, ist nichts bekannt. Das Buch, das seinen Namen trägt, ist im Zeitraum von 400 bis 300 v. Chr. entstanden. Juda ist eine persische Provinz. Das jüdische Gemeinwesen wird nicht mehr von einem König, sondern von den Ältesten und Priestern geführt (1,2; 1,13-14; 2,16-17). Speiseopfer und Trankopfer kennzeichnen den täglichen Gottesdienst (1,9; 1,13; 2,14). Anders als die älteren Prophetenbücher bietet das Joelbuch keine Zusammenstellung von Einzelworten, sondern entfaltet mit dem »Tag des HERRN« ein einziges Thema. 

Einführung: Das Buch Jona

Das Buch Jona nimmt unter den Prophetenbüchern eine Sonderstellung ein. Es ist als Erzählung über den Propheten gestaltet und enthält nur einen einzigen Prophetenspruch: »Noch 40 Tage, dann wird Ninive zerstört!« (3,4). Hauptperson der Erzählung ist der Prophet Jona, der auch in 2. Könige 14,25 erwähnt wird. Er wirkt in der Zeit des assyrischen Reichs. Dessen Hauptstadt war Ninive, die 612 v. Chr. von den Babyloniern zerstört wurde. Die Erzählung entstand jedoch erst um 400–300 v. Chr. Darauf verweist auch der Titel »Gott des Himmels« (1,9), der zu dieser Zeit für den Gott Israels in Gebrauch kam. 

Einführung: Das Buch Josua

Das Buch Josua ist nach seiner Hauptfigur benannt. Als Nachfolger von Mose führt Josua die Israeliten in das versprochene (oder verheißene) Land Kanaan. Erzählungen von den Eroberungen der Israeliten wechseln sich mit Reden und genauen Grenzbeschreibungen ab. 

Einführung: Das Buch Nehemia

Das Buch Nehemia bildete ursprünglich eine Einheit mit dem Buch Esra. Es ist nach Nehemia benannt, der ein hoher Beamter am Hof des Königs Artaxerxes I. von Persien (464–424 v. Chr.) war. Artaxerxes schickt Nehemia als »Statthalter«, das heißt als seinen Vertreter, nach Jerusalem. Nehemia hat dieses Amt von 445 bis 433 v. Chr. inne. 

Einführung: Das Buch Obadja

Das kürzeste Buch des Alten Testaments umfasst nur 21 Verse. Die Überschrift »Vision des Obadja« (1) weist auf einen Propheten hin. Doch über Person, Herkunft und Zeit ist nichts weiter bekannt. Thema des Prophetenbuchs ist das Gericht über das Nachbarvolk Edom, dessen Siedlungsgebiet südlich des Toten Meeres liegt. Dabei stehen die bitteren Erfahrungen bei der Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier 586 v. Chr. im Hintergrund. Damals waren die Edomiter ihrem Brudervolk Israel nicht zu Hilfe gekommen. Sie hatten es im Stich gelassen, sich über den Untergang der Stadt Jerusalem gefreut und vielleicht sogar an deren Plünderung teilgenommen. Das Buch schildert die Ereignisse aus einer späteren Sicht. Wann genau es entstanden ist, lässt sich nicht sicher sagen. 

Einführung: Das Buch Rut

Das Buch Rut erzählt die Geschichte von Rut, einer Frau aus Israels Nachbarstaat Moab im Ostjordanland. Sie gibt dem Buch ihren Namen. Die Geschichte zeigt, wie die Gnade Gottes im Leben von Menschen erfahrbar wird, wenn sie füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen. 

Einführung: Das Buch Sacharja

Das Buch Sacharja besteht aus drei Teilen. Nur im ersten Teil (1–8) enthält es Worte des Propheten Sacharja. Im Zentrum seiner Botschaft stehen Visionen über die Zukunft Jerusalems. Der Prophet schaut sie in einer einzigen Nacht, weshalb sie auch als »Nachtgesichte« bezeichnet werden. Sie werden – im Zusammenhang mit dem Buch Haggai – in die Zeit datiert, als der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut wurde (520–518 v. Chr.). Der zweite und dritte Teil (9–11; 12–14) enthalten Texte aus einer späteren Zeit. Anspielungen auf die Eroberung der Stadt Tyros in 9,1-6 geben zu erkennen, dass hier ein Feldzug aus dem Jahr 332 v. Chr. vorausgesetzt ist, durch den Alexander der Große (336–323 v. Chr.) das Land bis nach Gaza in Besitz genommen hat. 

Einführung: Das Buch Zefanja

Die Buchüberschrift datiert das Wirken des Propheten Zefanja in die Regierungszeit von König Joschija (640–609 v. Chr.). Kern seiner Botschaft sind Anklagen gegen Juda und Jerusalem sowie gegen die Völker in ihrem Umkreis. Das Prophetenbuch, wie es heute vorliegt, ist durch einen längeren Prozess der Sammlung, Bearbeitung und Fortschreibung entstanden. Dabei wurden die Gerichtsansagen gegen Juda und Jerusalem (1,4-16) in ein als »Tag des HERRN« bezeichnetes Weltgericht eingebettet, das alle Tiere und Menschen auf der Erde umfasst (1,2-18). Vor dem Hintergrund dieses Weltgerichts sind dem Prophetenbuch an seinem Ende weitere Worte hinzugefügt worden, die dem übrig gebliebenen Gottesvolk auf dem Zion eine neue Perspektive eröffnen (3,11-13) und den unter die Völker zerstreuten Juden die Heimkehr verheißen (3,18-20). Damit macht das Prophetenbuch deutlich, dass das Weltgericht nicht das Ende bedeutet. Vielmehr werden in Gottes Zukunft alle Völker zu ihm kommen und seinen Namen anrufen (3,9). 

Einführung: Das dritte Buch Mose/Levitikus

Der Name »Levitikus« leitet sich ab von einem der zwölf Stämme Israels, dem Stamm Levi. Zu den Nachkommen des Stammvaters Levi zählt neben Mose auch dessen Bruder Aaron. Aaron gilt als erster Hohepriester Israels. Entsprechend geht es im 3. Buch Mose/Levitikus hauptsächlich um die Aufgaben der Priester und Leviten. Das Buch Levitikus verwendet dafür eine besondere Fachsprache, die viele Begriffe nicht erklärt, sondern voraussetzt.

Einführung: Das erste Buch der Chronik

Die beiden Bücher der Chronik waren ursprünglich wohl ein einziges Werk. Wahrscheinlich wurde es in zwei Bände geteilt, damit es nicht zu unhandlich wird. Der Name »Chronik« stammt von dem Gelehrten Hieronymus, der um das Jahr 400 n. Chr. die Bibel ins Lateinische übersetzte. Er nannte die beiden Bücher »chronica« – »Geschichtsbuch«. Das ist eine Übersetzung für den hebräischen Namen der Bücher und gibt ihren Zweck an: Sie erzählen die Geschichte des Volkes Israel von den Anfängen der Welt bis zum Ende der »Verbannung nach Babylonien«. 

Einführung: Das erste Buch der Könige

Das 1. und 2. Buch der Könige bilden einen gemeinsamen Erzählzusammenhang. Der Name ergibt sich aus dem Inhalt: Die Bücher befassen sich mit den Königen von Israel und Juda. 

Einführung: Das erste Buch Samuel

Das 1. und 2. Buch Samuel bildeten ursprünglich ein einziges Werk. Es wurde später geteilt, sodass es nun so etwas wie zwei Bände gibt. Die Trennung erfolgte vielleicht einfach aus praktischen Gründen, damit das Werk nicht zu umfangreich wurde. Die Bücher sind nach einer der Hauptfiguren benannt: Samuel ist der Mann, der die Einführung des Königtums in Israel begleitet hat. Die weiteren Hauptfiguren neben Samuel sind die Könige Saul und David. 

Einführung: Das fünfte Buch Mose/Deuteronomium

Das 5. Buch Mose/Deuteronomium wird in den einleitenden Versen als Sammlung von Reden bezeichnet, die Mose vor den Israeliten gehalten hat (1,1-5). Die Israeliten sind auf ihrem Weg durch die Wüste an der Grenze zum versprochenen Land angekommen. Aber Mose darf das Land nicht betreten, das Ende des Buches berichtet von seinem Tod. Am letzten Tag seines Lebens hält Mose seine »Abschiedsreden«. Weil Mose darin die Gesetze und Gebote aus den ersten vier Büchern der Bibel wiederholt, heißt das Buch »zweites Gesetz«. Das ist die Bedeutung des ursprünglich griechischen Wortes »Deuteronomium«. Das Buch soll zusammen mit den Tafeln, auf denen die Zehn Gebote stehen, in die Bundeslade gelegt werden (31,24-29). 

Einführung: Das vierte Buch Mose/Numeri

Der lateinische Name »Numeri« bedeutet »Zahlen«. Er bezieht sich auf zwei Volkszählungen, von denen das 4. Buch Mose berichtet. Die Ergebnisse dieser Zählungen sind als Listen im Buch wiedergegeben. Erzählungen und Gesetzestexte wechseln sich in loser Folge ab. 

Einführung: Das zweite Buch der Chronik

Das 2. Buch der Chronik setzt das 1. Buch der Chronik nahtlos fort. Allgemeine Informationen und die Gliederung der beiden Bücher sind in der Einleitung zum 1. Buch der Chronik dargestellt. 

Einführung: Das zweite Buch der Könige

Das 2. Buch der Könige schließt nahtlos an das erste Buch an, mit dem es einen gemeinsamen Erzählzusammenhang bildet. Die Gliederung ist in der Einführung zum 1. Buch der Könige dargestellt. 

Einführung: Das zweite Buch Mose/Exodus

Das 2. Buch Mose trägt in der griechischen und lateinischen Übersetzung der Bibel den Namen »Exodus«. Dieser Name bezieht sich auf den wichtigsten Inhalt des Buches: die Geschichte vom »Auszug« der Israeliten aus Ägypten.

Einführung: Das zweite Buch Samuel

Das 1. und 2. Buch Samuel bildeten ursprünglich ein einziges Buch, das später geteilt wurde. Das 2. Buch Samuel ist daher so etwas wie ein zweiter Band. 

Einführung: Der Brief an die Epheser

Ephesus war zur Zeit des Paulus eine bedeutende Hafenstadt. Paulus hat die Stadt am Ende seiner zweiten Missionsreise besucht (Apostelgeschichte 18,19-22) und während seiner dritten Reise mehr als zwei Jahre lang dort gewirkt (53–55 n. Chr.; Apostelgeschichte 19). In der Apostelgeschichte wird berichtet, dass sich die Gemeinde in Ephesus gut entwickelte. Aus den Briefen des Paulus geht aber auch hervor, dass er in Ephesus eine Zeit lang im Gefängnis saß und sein Leben gefährdet war (1. Korinther 15,32; 2. Korinther 1,8-10). 

Einführung: Der Brief an die Galater

Auf seiner zweiten Missionsreise kam Paulus durch Galatien, die Gegend des heutigen Ankara (Apostelgeschichte 16,6). Dort entstanden mehrere Gemeinden, die Paulus auf seiner dritten Reise erneut besuchte (Apostelgeschichte 18,23). Den Brief an die Galater hat er vermutlich um das Jahr 55 n. Chr. von Ephesus aus geschrieben. Er setzt sich darin mit einer Lehre auseinander, die in der Gemeinde für Verwirrung sorgte. Dabei ging es um die Forderung, sich genau an das jüdische Gesetz zu halten. Vor allem sollten die Männer sich beschneiden lassen. Die Beschneidung ist das Zeichen des Bundes, den Gott mit Israel geschlossen hat. Doch nun wurde verlangt, dass sich auch diejenigen beschneiden lassen, die nicht aus dem jüdischen Volk stammen. 

Einführung: Der Brief an die Hebräer

Der Brief an die Hebräer ist seiner Form nach genau genommen kein Brief. Es fehlen die sonst üblichen Angaben zum Absender und den Empfängern. Man könnte die Schrift daher eher als Predigt bezeichnen, die mit einem briefartigen Schluss (13,22-25) endet. Die Predigt ist an eine Gemeinde gerichtet, die im Glauben zu erlahmen droht (12,12-13). In dieser Situation ermahnt der Verfasser die Christen, das empfangene Heil nicht wieder aufs Spiel zu setzen. 

Einführung: Der Brief an die Kolosser

Die Gemeinde in Kolossä in Kleinasien, an die dieser Brief gerichtet ist, wurde nicht von Paulus gegründet, sondern von seinem Schüler Epaphras. Kolossä liegt in unmittelbarer Nähe zu zwei anderen Städten, die auch im Brief genannt werden: Laodizea und Hierapolis (4,13). Auch in Laodizea soll der Brief vorgelesen werden (4,16). Laut Kolosser 4,3 wurde der Brief aus der Haft geschrieben, möglicherweise in Cäsarea oder Rom. Nach Meinung einiger Ausleger hat Paulus den Brief jedoch nicht selbst geschrieben. Sie vermuten aufgrund von sprachlichen und inhaltlichen Unterschieden zu seinen anderen Briefen, dass er von einem seiner Mitarbeiter verfasst wurde, im Namen oder im Auftrag von Paulus. 

Einführung: Der Brief an die Philipper

Paulus besuchte die Stadt Philippi auf seiner zweiten Missionsreise im Jahr 49 n. Chr. Durch seine Verkündigung sind dort viele Menschen zum Glauben gekommen. Doch es gab auch Konflikte mit den Bewohnern der Stadt (Apostelgeschichte 16,11-40). Im Brief an die Philipper ermutigt Paulus die Gemeinde, auch dann am Glauben an Jesus festzuhalten, wenn sie deswegen mit Verfolgungen rechnen muss. Die Gemeinschaft mit Christus ist in allen Bedrängnissen ein Grund zur Freude. 

Einführung: Der Brief an die Römer

Der Brief des Paulus an die Römer steht unter den Briefen im Neuen Testament an erster Stelle. Das liegt zum einen daran, dass der Römerbrief der längste Brief des Neuen Testaments ist. Zugleich ist er auch von besonderer Bedeutung, denn der Apostel Paulus denkt darin sehr grundlegend über die Bedeutung der Guten Nachricht, die Gnade Gottes und den Glauben nach. 

Einführung: Der Brief an Philemon

Der Brief an Philemon ist der kürzeste Brief, der von Paulus erhalten ist. Es ist ein Bittbrief. Paulus legt darin Fürsprache für den Sklaven Onesimus bei dessen Besitzer Philemon ein. Wahrscheinlich hat Paulus den Brief zwischen 53 und 55 n. Chr. geschrieben, als er in Ephesus gefangen war (Vers 9). 

Einführung: Der Brief an Titus

Der Brief an Titus gehört zusammen mit den beiden Briefen an Timotheus zu den sogenannten Pastoralbriefen. Alle drei Briefe enthalten Anweisungen für die Gemeindeleiter, also die Hirten der Gemeinde (lateinisch:

Einführung: Der Brief von Jakobus

Der Brief von Jakobus ist nach seinem Absender benannt: Jakobus. Er war der Bruder von Jesus (Markus 6,3) und leitete gemeinsam mit Petrus und Johannes die Gemeinde in Jerusalem (Galater 2,9). Ob der Brief tatsächlich von Jakobus, dem Bruder von Jesus, stammt, ist aber umstritten. Wahrscheinlich ist er erst zwischen 80 und 90 n. Chr. entstanden. Empfänger sind »die zwölf Stämme Israels, die über die ganze Welt verstreut leben« (1,1). Damit sind Menschen gemeint, die an Jesus Christus glauben und als das neue Gottesvolk unter Menschen anderen Glaubens leben. Der Schreiber des Briefes ermahnt sie, am Glauben festzuhalten und diesen durch entsprechende Taten zu bewähren. 

Einführung: Der Brief von Judas

Der Absender des Briefes stellt sich mit dem Namen Judas und als »Bruder von Jakobus« vor (Vers 1). Jakobus wiederum war der Bruder von Jesus und ein Leiter der Gemeinde in Jerusalem (Galater 2,9). Er hatte ein hohes Ansehen in den frühen Gemeinden. In Vers 17 wird jedoch bereits auf die Zeit der Apostel zurückgeblickt, als ob diese schon eine ganze Weile zurückliegt. Deshalb nimmt man an, dass der Brief aus späterer Zeit stammt. Vermutlich wurde er um das Jahr 100 n. Chr. geschrieben. 

Einführung: Der dritte Brief von Johannes

Der dritte Johannesbrief stammt von demselben Verfasser wie der zweite Johannesbrief: Er nennt sich selbst »der Älteste« und war damals wohl eine bekannte Persönlichkeit. Als Empfänger des Briefes wird ein Mann namens Gaius genannt, über den aber weiter nichts bekannt ist. Der in Vers 12 erwähnte Demetrius ist wahrscheinlich der Bote, der den Brief an Gaius überbracht hat. 

Einführung: Der erste Brief an die Korinther

Korinth war zur Zeit des Paulus eine wichtige Hafen- und Handelsstadt im Süden Griechenlands, in der es große gesellschaftliche Unterschiede gab: Es lebten sehr wohlhabende Menschen, aber auch viele Sklaven in Korinth. Das religiöse Leben in der Stadt war vielfältig. Die Bewohner verehrten verschiedene Gottheiten und brachten ihnen Opfer dar. Auch viele, die später zum Glauben an Jesus gekommen sind und zur Gemeinde gehörten, verehrten davor andere Götter und nahmen an deren Opferfeiern teil. 

Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.5
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