Einführung: Das zweite Buch Mose/Exodus
Das 2. Buch Mose trägt in der griechischen und lateinischen Übersetzung der Bibel den Namen »Exodus«. Dieser Name bezieht sich auf den wichtigsten Inhalt des Buches: die Geschichte vom »Auszug« der Israeliten aus Ägypten.
Von dieser Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei erzählen die Kapitel 1–18. Sie beginnen mit der Lebensgeschichte der Hauptfigur Mose (1,1–7,7
Der Ausgangspunkt der Erzählungen des Buches liegt in Ägypten. Das vorhergehende 1. Buch Mose/Genesis erzählt in seinem letzten Teil, wie die Vorfahren der Israeliten nach Ägypten kamen. Das 2. Buch Mose/Exodus beginnt mit der Mitteilung, dass sich die Haltung der Ägypter gegenüber den Israeliten geändert hat: Jetzt werden die Israeliten von den Ägyptern unterdrückt (1,8-14
Die eigentliche Rettung der Israeliten aus Ägypten erfolgt in zwei Schritten: Der erste sind die »Plagen«. Gott schickt sie den Ägyptern, um sie dazu zu bringen, die Israeliten freizulassen. Dabei treten Mose und sein Bruder Aaron als Vermittler auf zwischen Gott und dem Pharao, dem König von Ägypten (6,29–7,7
Das Verhältnis zwischen Gott und den Israeliten, das in den Erzählungen von Mose und der Rettung Israels zum Ausdruck kommt, bildet die Grundlage für die weitere Darstellung der Geschichte Israels. Wie schon bei Noah in 1. Mose/Genesis 9,1-17
Das 2. Buch Mose/Exodus ist nur ein Ausschnitt aus dem großen Zusammenhang der geschichtlichen Bücher. Ebenso wie für das 1. Buch Mose/Genesis gilt, dass sich kaum etwas Genaues zur Entstehung sagen lässt. Sicher ist nur, dass Erzählungen, Geschichten und Vorstellungen aus verschiedenen Quellen zusammengestellt wurden.
Das Ziel des »Auszugs aus Ägypten« ist das Land, das Gott bereits Abraham und Sara versprochen hat (1. Mose/Genesis 12,1-9