Einführung: Das vierte Buch Mose/Numeri
Der lateinische Name »Numeri« bedeutet »Zahlen«. Er bezieht sich auf zwei Volkszählungen, von denen das 4. Buch Mose berichtet. Die Ergebnisse dieser Zählungen sind als Listen im Buch wiedergegeben. Erzählungen und Gesetzestexte wechseln sich in loser Folge ab.
Im ersten Teil des Buches (1,1–10,10
Das 4. Buch Mose/Numeri zeichnet das Bild eines idealen Volkes Israel, das sich als Verband aus zwölf Stämmen versteht. Es bildet eine Gemeinde, die rund um den »Wohnort Gottes«, das »Zelt der Begegnung«, lebt. Gott selbst ist mitten unter den Israeliten gegenwärtig, auch und gerade auf dem Weg durch die Wüste. Die Gegenwart Gottes erfordert bestimmte Verhaltensweisen, die in den Gesetzestexten vorgeschrieben sind (beispielsweise 5,1–6,27). In diese Bestimmungen eingebettet ist der »Aaronitische Segen« (6,22-27
Das Verhalten der Israeliten gegenüber Gott ist immer wieder von Unzufriedenheit gekennzeichnet. Kurz bevor sie das verheißene Land erreichen, verlieren die Israeliten den Mut und ihr Vertrauen auf Gott (13,25-33
Im Wechsel zwischen Rebellion der Israeliten und Zuwendung Gottes zu ihnen zeigt sich, wie sich die Verheißungen Gottes schrittweise erfüllen. Es sind die Versprechen, die Gott Abraham, Sara und ihrem Sohn Isaak (1. Mose/Genesis 17) sowie Jakob (1. Mose/Genesis 35,1-15
(BasisBibel. Altes und Neues Testament, © 2021 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)