Deutsche Bibelgesellschaft

Feste Israels

Die drei großen Jahresfeste in Israel waren zunächst Erntefeste und wurden dann mit der Erinnerung an Gottes Taten in der Geschichte Israels verbunden: das → Passa (zusammen mit dem Fest der Ungesäuerten → Brote) zum Beginn der Gerstenernte mit dem Gedenken an den Auszug aus Ägypten (2. Mose 12–13; 4. Mose 28,16-25); das → Wochenfest sieben Wochen später zum Beginn der Weizenernte mit der Erinnerung an die Gesetzgebung (3. Mose 23,15-21; 4. Mose 28,26); das Fest der Obst- und Weinernte (→ Laubhüttenfest) im Herbst mit der Bewahrung Israels in der Wüste (3. Mose 23,34-36.39-43). Dazu kamen das Neujahrsfest am ersten Tag des siebten → Monats (3. Mose 23,24-25; 4. Mose 29,1-6) und zehn Tage später der große Versöhnungstag (3. Mose 16), an dem man fastete. Jüngere Feste waren das → Purimfest, an dem man die Errettung der Juden vor der Vernichtung im → Perserreich feierte (vgl. hierzu das Esterbuch), und das Fest der Tempelweihe (= das jüdische Chanukkafest) zum Gedenken an die Wiedereinweihung des → Tempels durch den → Makkabäer Judas (1. Makk 4,59). Die Wallfahrt nach Jerusalem dreimal im Jahr (zum Passafest, zum Wochenfest und zum Herbstfest) ist jüdische Praxis zur Zeit Jesu, an die er sich auch gehalten hat.

Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.4
Folgen Sie uns auf: