Sprachwahl: DE EN
Sprachwahl: DE EN

Die Bibel – das verbotene Buch

Sonderausgabe des „Bibelreport“ über verfolgte Christen und ihre Bibel

Stuttgart. In mehreren Ländern der Welt darf das „Buch der Bücher“ weder gedruckt noch erworben werden. In anderen Ländern gelten für biblische Schriften besondere Einschränkungen. Die diesjährige Sonderausgabe der Zeitschrift Bibelreport geht der Frage nach, wie Bibelgesellschaften in Ländern eingeschränkter oder fehlender Religionsfreiheit arbeiten und schildert in bewegenden Berichten, wie Männer und Frauen trotz Verfolgung ihren Weg mit der Bibel gehen.

„Es ist für uns völlig selbstverständlich, dass in unserem Bücherregal eine oder mehrere Bibelausgaben stehen“, so Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, zum aktuellen Bibelreport. Dagegen müssen in manchen Ländern Christen ihre Bibeln verstecken und können nur heimlich darin lesen. Die diesjährige Sonderausgabe wolle Einblicke geben, wie in diesen Regionen Bibelgesellschaften unter erschwerten Bedingungen die Bibel zu den Menschen bringen, so Rösel. „Verfolgte Christen in aller Welt brauchen unser Engagement, unsere Solidarität und unser Gebet.“

Der erste Beitrag liefert einen Überblick über die Situation der Bibel in Ländern mit eingeschränkter oder fehlender Religionsfreiheit. Dabei wird unterschieden zwischen Ländern, in denen die Bibel als Buch verboten ist und Länder, in denen sie aufgrund von Beschränkungen als „gefährdetes Buch“ eingestuft werden muss. Die Länder Algerien, Iran, Irak und China werden dabei beispielhaft herausgegriffen und die dortige Situation für Christinnen und Christen sowie für die Arbeit mit und für die Bibel erläutert.

In einem persönlichen Artikel schildert Maryam Parikhahzarmehr die Situation in ihrem Heimatland Iran. Als Christin lebten sie und ihre Familie ihren Glauben heimlich. Der Besitz einer Bibel ist in der Islamischen Republik verboten. Als schließlich bei ihr im Regal eine Bibel gefunden wurde, floh sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Es falle ihr schwer, zurückzublicken und das Erlebte wieder zu durchleben. „Es war die Bibel, die mein Leben verändert hat. Sie hat uns aus unserem Vaterland herausgeführt“, so Parikhahzarmehr.

Dr. Hrayr Jebejian leitet die Bibelgesellschaft in den Golfstaaten und schildert die erschwerten Bedingungen für seine Organisation. Die Situation in der Golfregion sei „unvorhersehbar, unstabil, unsicher und launen-haft“. So sei beispielsweise den Kirchen in Dubai ohne Vorankündigung die Existenzberechtigung entzogen worden, was Auswirkungen auf alle Partnerorganisationen habe. Auch würden Importgenehmigungen von heute auf morgen außer Kraft gesetzt, was die Versorgung mit gedruckten Bibeln teils unplanbar mache.

Welche Möglichkeiten die Digitalisierung für diese Länder mit sich bringt, darüber berichtet Theologin und Bibelreport-Redakteurin Eva Mündlein in ihrem Beitrag. Dank neuer Kommunikationstechnologie sei es einfacher geworden, das „Buch der Bücher“ in abgelegene oder gefährliche Regionen zu bringen. Eine besondere Rolle spiele dabei das Smartphone. Bibeln hier herunterzuladen, zu lesen und zu verbreiten sei einfacher und für viele Menschen eine große Chance. Neben dem Internet spielten aber auch nach wie vor Fernsehen und Radio eine wichitge Rolle, um Christen in Ländern zu erreichen, wo die Bibel verboten oder schwer zugänglich sei.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berichtet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift. Der „Bibelreport“ kann kostenlos auf www.die-bibel.de/shop oder mit einer Mail an bibelreport@dbg.de abonniert werden. Im Internet gibt es unter folgendem Link die digitale Ausgabe:www.die-bibel.de/bibelreport.

28.07.2021/sbi

 

Kontakt

Eva Mündlein
Redakteurin Bibelreport
Deutsche Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Tel: +49 711 7181-245
Fax: +49 711 7181-553-245
E-Mail: muendlein@dbg.de

 

Mehr Informationen

www.die-bibel.de

 

Über die Deutsche Bibelgesellschaft  

Die Deutsche Bibelgesellschaft übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel.

Mit den regionalen Bibelgesellschaften in Deutschland entwickelt sie kreative Bibelprojekte.

Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel.

Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzende der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. h. c. Annette Kurschus.

Jetzt anmelden

Ich habe bereits ein Nutzerkonto:

Einloggen mit Ihrer E-Mail Adresse und Passwort.

Passwort vergessen?