Jesus Christus – bibeldidaktisch II: Sekundarstufe I und II
(erstellt: Februar 2026)
Vorgängerartikel von Christian Höger
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Digital Object Identifier: https://doi.org/10.23768/wirelex.100044
Um sich zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe Jesus Christus im Sinne einer Bibeldidaktik (→ Bibeldidaktik, Grundfragen
1. Lebensweltliche Zugänge Jugendlicher
Die Vergewisserung über die lebensweltlichen Zugänge Jugendlicher zum Thema Jesus Christus gelingt über empirische Studien. Dabei wird der religionspädagogische Begriff der „Teil-Christologien“ Jugendlicher verwendet (Kraft/Roose, 2011, 13-51; Büttner/Dieterich, 2016, 191-206), wonach Heranwachsende über Präkonzepte und partielle Vorstellungen zu Jesus Christus verfügen, die sich auch als „Fragmente“ bezeichnen lassen (Freitag, 2018, 116), auf denen aufgebaut werden kann. Außerdem wird die Unterscheidung zwischen dem eher kognitiven „Jesusbegriff“ und dem eher emotionalen „Jesusglauben“ übernommen (Grom, 2000, 131; Hanisch/Hoppe-Graff, 2002, 9-21).
1.1. Jesusglauben im Jugendalter: Abschied oder Fortbestand?
1.1.1. These eines doppelten Abschieds vom Jesusglauben
Seit mehreren Jahrzehnten hält die Debatte darüber an, ob sich bei Jugendlichen ein Abschied vom Jesusglauben ereigne: zum einen entwicklungspsychologisch (→ Entwicklungspsychologie
1.1.2. Alternativthese: Pluraler Fortbestand des Jesusglaubens
Dieser These zufolge ist Vorsicht geboten mit der Rede eines pauschalen Abschieds vom christlichen Jesusglauben bei Jugendlichen, da ohne klare Kriterien darüber, was genau als jesusgläubig zu gelten hat (zur Gottesfrage Höger, 2008, 22-34; Höger/Roggenkamp, 2025) und ohne genügend quantitative Studien zum Jesusglauben Jugendlicher (Theis, 2005, 189) die Frage nach seiner zukünftigen Entwicklung nur schwer prognostizierbar ist. Demnach ist quantitativ-empirisch von pluralen Jesuseinstellungen auszugehen, die von Zustimmung bis Ablehnung reichen. So konnte Ziegler (2006, 212) bei Schülerinnen und Schülern aus Klasse 11 fünf, etwa gleich häufige, Grundeinstellungen zu Jesus Christus ausmachen: 1. „kritiklos-indifferent“, 2. „kritiklos-zustimmend“, 3. „kritische Ablehnung“, 4. „Unsicherheit bzw. hypothetische Zustimmung“ und 5. „kritische Aufgeschlossenheit“.
Qualitativ-empirisch wurden sechs mögliche „Einbruchsstellen“ des Jesusglaubens (Ziegler, 2001, 111-137) diagnostiziert: 1. „Theodizee-Problem“ (→ Theodizee
Pluralität und Fragmentarität des Jesusglaubens haben auch entwicklungspsychologische Gründe, da bei Heranwachsenden auf der Basis klassischer und zum Teil umstrittener Stufentheorien von einer zunehmenden Reflexivität und Kritikfähigkeit gegenüber unhinterfragten Jesusbildern der Kindheit auszugehen ist (Englert, 1992; Grom, 2000, 234-236; Büttner/Dieterich, 2016, 197-206).
1.2. Empirisch erforschte Teil-Christologien Jugendlicher
Einige Teil-Christologien Jugendlicher werden im Folgenden präsentiert. Aus Platzgründen ausgespart werden die Themen Jesus als Wundertäter (Büttner, 2002; Reiß, 2015, 457-460; Höger, 2024), Gleichnisse Jesu (→ Gleichnisse, bibeldidaktisch
1.2.1. Narrative (Re-)Konstruktionen des Lebens Jesu
Grundsätzlich ist mit einer Tendenz zur Historisierung und Biografisierung, auch hinsichtlich der neutestamentlichen Kindheitsgeschichten, zu rechnen (Ziegler 2006, 290). Auch nehmen Jugendliche Jesus zum Teil durch die Brille einer „Evangelienharmonie“ wahr (Rothgangel/Wilk, 2006, 149f.).
Von 32 Schülerinnen und Schülern aus Klasse 5/6 mit unterschiedlich großem Wissen zum Leben Jesu nannten 20 Betlehem als Geburtsort Jesu – andere Jerusalem, Nazaret oder den Stall (Hanisch/Hoppe-Graff, 2002, 209).
Jugendliche der Sekundarstufe II erzählten am häufigsten die Geburtsgeschichte Jesu (als Kombination von Lk 2,1-20
Dass das Leben Jesu im RU selten vorkommt, zeigt eine Befragung von Schülerinnen und Schülern des Bonner evangelischen Instituts für berufsorientierte Religionspädagogik. Denn dem Statement: Im beruflichen RU „habe ich Kenntnisse über das Leben und Wirken Jesu von Nazareth erhalten“ stimmen von 738 Schülerinnen und Schülern nur gut 12 % voll und knapp 25 % überwiegend zu. Dagegen stimmten knapp 20 % eher nicht und knapp 14 % überhaupt nicht zu, während knapp 30 % antworteten, dass die Jesusthematik überhaupt nicht vorgekommen sei (Obermann, 2023, 13).
1.2.2. Positionen zu Jesus als ethischem Vorbild
Zwei Umfragen von 1997 kommen zu dem Schluss, dass etwa 10- bis 20-jährige Befragte aus Salzburg Jesus als zu 25 % „sehr“ und zu 30 % „etwas“ als Vorbild ansahen, während etwa gleichaltrige Befragte aus Paderborn ihn nur zu 15 % „sehr“ und zu 27 % „etwas“ als Vorbild betrachteten. Verglichen mit Vorbildern aus der Familie oder mit z.B. Greenpeace schnitt Jesus relativ schlecht ab (Bucher/Montag, 1997, 66f.).
In Klasse 11 hielten es knapp 50 % der Befragten für sinnvoll, sich an Jesu Vorbild zu orientieren, während etwa 25 % keine Antwort hierzu gaben. Etwa 25 % empfanden die Ethik Jesu zwar als bedeutsam, nannten aber auch „Gründe, warum ein Leben nach Jesu Vorbild heute schwierig oder unmöglich ist“ (Ziegler, 2001, 123). Sechs von 17 der von Rothgangel/Wilk (2006, 147f.) befragten christlichen Grundkursschülerinnen und -schüler sahen in Jesus ein Vorbild, entweder für andere Menschen oder für sich persönlich.
Generell bereiten die Perfektion und Fehlerlosigkeit Jesu so manchen Jugendlichen angesichts der Wahrnehmung ihrer eigenen Unvollkommenheit Schwierigkeiten (Ziegler, 2008, 64).
1.2.3. Auffassungen der Reich-Gottes-Botschaft Jesu
Nur 4 % der Jugendlichen einer 11. Klasse benutzten von sich aus den Ausdruck „Reich Gottes“ und fassten dieses meist als jenseitigen Ort für die vom Tod Auferstandenen oder selten auch als „irdische Gesellschaftsutopie“ auf. Die für Jesu Reich-Gottes-Verkündigung typische Spannung zwischen dem „schon und noch nicht“ fand sich genauso wenig wie die Feststellung, dass Jesus Gleichnisse verwendete, um auf das Reich Gottes hinzuweisen (Ziegler, 2008, 61).
Auch einige christlich sozialisierte Heranwachsende zwischen 12 und 18 Jahren identifizierten das Reich Gottes mit dem jenseitigen Himmel, vereinzelt verbunden mit einer Reinkarnationsvorstellung. Zudem verorteten sie es in ihrer „Jungen Gemeinde und im Gottesdienst“ sowie dort, „wo Nächstenliebe geübt wird“ (Kunze-Beiküfner, 2008, 214).
Vermutlich korrelieren die Begriffe „Reich Gottes“ und „Himmel“ miteinander, sodass entsprechende Weltbildentwicklungen zu berücksichtigen sind (Schulte, 2008, 183f.; Höger, 2013, 92-98).
2. Biblisch-theologische Klärungen
In der Geschichte der historischen Jesusforschung leuchten diverse Jesusbilder auf (Ebner, 2022, 19-27; Theißen/Merz, 2023, 15-29; Strotmann, 2024, 23-37).
Auf Basis unterschiedlicher nichtchristlicher und christlicher Quellen (Schröter, 2020, 14-33; Strotmann, 2024, 38-55) lassen sich zudem folgende historisch gesicherte Daten zu Jesus auflisten (Theißen/Merz, 2023, 143-172): Die Zeit vor Jesu öffentlichem Wirken liegt historisch-kritisch im Dunkeln, da Mt 1
Das Geburtsjahr des Juden Jesus dürfte – bei aller Unsicherheit – zwischen 6-4 vor Christus liegen (Theißen/Merz, 2023, 143f.; Strotmann, 2024, 64). Der Name „Jesus“ stellt die gräzisierte Form des aramäischen Jeschu oder Jeschua dar und bedeutet „JHWH ist Rettung“. Jesus stammte wahrscheinlich aus dem kleinen und unbedeutenden Nazaret in Galiläa – und nicht aus Betlehem. Seine Eltern hießen laut dem Neuen Testament Josef und Maria, von seinen wohl leiblichen Geschwistern (Mk 6,3
Der Beginn des relativ kurzen öffentlichen Wirkens Jesu, das in allen vier Evangelien mit Johannes dem Täufer zusammengebracht wird, lässt sich etwa zwischen 26 und 30 nach Christus datieren (Theißen/Merz, 2023, 147f.; Strotmann, 2024, 64). Jesus hat vor allem im jüdischen Galiläa an der nordwestlichen Ecke des Sees Gennesaret mit Kafarnaum als Zentrum, aber auch am östlichen Seeufer in mehrheitlich heidnischen Gebieten gewirkt. Da Jesus in den Evangelien mit Ausnahme Jerusalems und eventuell Jerichos keine größeren Städte, wie Sephoris und Tiberias, sondern nur Dörfer aufsuchte, liegt als Vermutung nahe, dass er „die Sammlung Israels ganz unten beim […] einfachen und ungebildeten Volk des Landes“ (Strotmann, 2024, 66) beginnen wollte, um den Menschen, denen es wirtschaftlich schlecht ging, die Botschaft vom Reich Gottes nahezubringen. Gegen Ende seines Lebens betrat Jesus Jerusalem, das religiöse und nationale Zentrums Israels, wo er mit größter Wahrscheinlichkeit im Jahr 30 umkam. Sein Todestag war den Evangelien zufolge ein Freitag, entweder, so die Forschermehrheit, der Rüsttag vor dem Pessachfest am 14. Nisan (Joh 19,14
Die Darstellung von Passion und Kreuzigung des Aufrührers Jesus in den Evangelien ist theologisch stark überformt (Ebner, 2022, 162-168), wobei ein plausibler Grund für das Todesurteil vor allem in Jesu Prophetie gegen den Tempel besteht, „die er durch die typisch prophetische Symbolhandlung der Tempelreinigung unterstrich“ (Theißen/Merz, 2011, 170), da die Regierung der Tempelaristokratie und die Römer die Legitimität ihrer Privilegien durch Jesu tempelkritische Reich-Gottes-Botschaft untergraben sahen. Jesus wurde von der römischen Justiz als politischer Aufrührer zum Tod verurteilt (Schreiber, 2010, 270-274; Theißen/Merz, 2011, 387-410; 2023, 483f.).
Die Erzählung der Bestattung Jesu (Mk 15,42-46
2.2. Die Ethik Jesu
Jesu Ethik ist auf die jüdische Tora, die Weisheit und die Eschatologie bezogen (Theißen/Merz, 2023, 334-378). Er konnte seine ethischen Grundsätze auch deshalb gut weitergeben, weil er als Lehrer, Rabbi bzw. didaskalos gesehen wurde und in den Synagogen (Mk 1,21
Jesus lebte aus der Tora, die als Weisung zu gelingendem Leben die Basis seiner Verkündigung und seines Wirkens darstellte (Strotmann, 2024, 145). Insofern stimmt es keineswegs, dass Jesus sich – wie es von der christlichen Theologie lange behauptet wurde – von der jüdischen Ethik völlig unterschieden hätte: Im ethischen Bereich, z.B. der Sexualmoral, zeigt sich bei Jesus eine Tora-Verschärfung (Mk 5,27f.
2.3. Jesu Botschaft vom Reich Gottes
Jesus verkündigte die basileia tou theou, das Reich bzw. die Königsherrschaft Gottes, als eine heilvolle eschatologische Größe, wozu er die traditionelle israelitische Metapher vom Königtum Gottes (z.B. Jes 6,5
Adressatinnen und Adressaten der Taten und Worte Jesu, die das Reich Gottes ankündigten und erfahrbar werden ließen, sind Menschen mit Defiziten, seien diese sozioökonomisch (Arme, Hungernde, Weinende, Kinder), physisch (Besessene, Kranke, Behinderte) oder moralisch (Steuerpächter, Prostituierte, Sünder) (Strotmann, 2024, 114-117). Exegetische Uneinigkeit herrscht zu der Frage, inwiefern der historische Jesus das Reich Gottes auch Nichtjuden ankündigte (Theißen/Merz, 2011, 251 contra Strotmann, 2024, 116f.).
Jesu Botschaft vom Reich Gottes weist mindestens folgende fünf Merkmale auf (Theißen/Merz, 2011, 232-253):
- Die Gottesherrschaft greift sowohl gegenwärtig (z.B. Lk 11,20
) als auch zukünftig (z.B. Mt 6,10 ), wobei sich im Vaterunser diese futuristische und präsentische Seite in besonderer Weise miteinander verbinden. - Heils- und Gerichtserwartung gehören zusammen, wobei Jesus den Heilswillen Gottes betont, das Gericht aber auch denen androht, die sich vom Heil ausschließen, indem sie das Reich Gottes ablehnen, z.B. selbstsüchtige Reiche und Satte (Lk 6,24f.
) oder die geistliche Elite Israels (Lk 11,37-52 ) (Strotmann, 2024, 120-123). - Durchgesetzt wird es durch Gott selbst mit menschlicher Beteiligung, z.B. bei der Sündenvergebung.
- Die Frage, ob das Reich Gottes eher durch die Vermittlung eines Messias (z.B. als „Menschensohn“) oder rein theozentrisch herbeigeführt wird, ist exegetisch strittig.
- Das Reich Gottes ist weder eine rein spirituelle noch ausschließlich politische Größe, sondern „eine religiöse Erwartung mit politischer Relevanz“ (Theißen/Merz, 2011, 251).
Die Verwirklichung der bereits angebrochenen Gottesherrschaft drückt sich im Neuen Testament darin aus, wenn von Gleichnissen (→ Gleichnisse, bibeldidaktisch
3. Bibeldidaktische Überlegungen
3.1.1. Grundlegende Herausforderungen
Religionslehrerinnen und -lehrer haben bei ihren Schülerinnen und Schülern wohl nicht einfach von einem pauschalen Abschied vom Jesusglauben, sondern von einer Pluralität und Fragmentarität der Jesusglaubensstile und Jesuskonzepte auszugehen (siehe 1.1.), die grundsätzlich zu würdigen und zugleich theologisch hinsichtlich ihrer christologischen Angemessenheit für weitere didaktische Entscheidungen einzuschätzen sind. Auch stellt sich in jedem Einzelfall die Doppelfrage, inwiefern die Jesusbegriffe der Lernenden als Präkonzepte einzustufen und wie sie zu fördern sind.
Ausgehend von einer Subjektorientierung (→ Subjekt
Das zweite Vorzeichen religionspädagogischen Handelns besteht im Sinne einer korrelativen (→ Korrelation
Dementsprechend besteht eine Kernaufgabe für Lehrkräfte darin, komplexe christologische, soteriologische und eschatologische Jesusthemen nicht auszusparen, sondern selbst in ständiger Weiterbildung in die theologischen Diskurse von Geschichte und Gegenwart einzutauchen, um das empirisch erwiesene Interesse Heranwachsender an christologischen Fragen kompetent begleiten und anreichern zu können (Englert/Mette/Zimmermann, 2015; Englert/Schweitzer, 2017). Der Religionsunterricht der Sekundarstufe soll schließlich nicht nur bei historischen Faktenfragen der Jesulogie stehen bleiben, sondern sich im Modus gemeinsamen Christologisierens existentiellen Wahrheitsfragen stellen: So bringen die Lernenden ihre individuellen Begriffe, Emotionen und Einstellungen gegenüber Jesus Christus prozesshaft in den Trialog mit biblischen Traditionen und der Position der Lehrkraft ein (Grom, 2000, 234-238; Kraft/Roose, 2011, 51; Rickers, 2001, 902f.; Roose, 2012; Schambeck, 2013, 314f.; Pemsel-Maier, 2016, 25-39).
Diese doppelte Würdigung der Welt der Bibelleserinnen und -leser sowie der Welt der Bibeltexte zu Jesus Christus (Schambeck, 2009, 122-147) lässt sich einpassen in eine entwicklungsorientierte Bibeldidaktik (Schweitzer, 1999), wonach sich bei Heranwachsenden die Frage nach Jesus Christus in den einzelnen Jahrgangsstufen anders stellt, was typische neuralgische Punkte erwarten lässt (siehe 1.2.): Für die → Unterrichtsplanung
Aus der Polyphonie biblisch-christlicher Jesusbilder könnten einzelne Perspektiven für bestimmte Altersgruppen besonders attraktiv sein, was empirisch noch genauer zu untersuchen wäre, z.B. Jesus als „der Mann, der alle Schemata sprengt“ für das frühe Jugendalter oder Jesus als „wahrer Mensch“ für die Spätadoleszenz und das frühe Erwachsenenalter (Englert, 1992, 40-42).
3.1.2. Globale Ziele und Kompetenzen
In Deutschland, Österreich und der Schweiz erwerben Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe je nach Bundesland bzw. Kanton im Unterricht bestimmte Kompetenzen in Bezug auf das Thema Jesus Christus, wobei zwischen einem konfessionellen bzw. konfessionell-kooperativen bzw. christlichen Religionsunterricht einerseits und einem religionskundlichen Unterricht über Religionen (LER in Brandenburg und ERG in der Schweiz) andererseits zu differenzieren ist. In der erstgenannten Unterrichtsform ist die Lerngruppe – je nach Region – eher noch christlich orientiert, während die zweite Unterrichtsform – wie auch der Berufliche RU (Obermann, 2023) – durch ein multireligiöses Setting charakterisiert ist, was die bibeldidaktischen Kenntnisse und Haltungen von Lehrenden und Lernenden beeinflusst.
Angesichts der Vielfalt vorliegender Jesusdarstellungen ist u.a. das allgemeine Ziel zu verfolgen, dass die Schülerinnen und Schüler diese im Blick auf die Frage ihrer Historizität oder Fiktionalität differenziert beurteilen können (Rickers, 2001, 902f.; Schröter, 2018, 372f.). Weitere spezielle Ziele in Bezug auf die einzelnen Teil-Christologien werden in den Abschnitten 3.2. bis 3.4. formuliert.
3.1.3. Anregungen zum methodischen Vorgehen
Methodisch bietet sich für das → Theologisieren
- Bibelstellen zu den genannten Teil-Christologien,
- historisch fundierte Jesusromane, z.B. „Der Schatten des Galiläers“ (Theißen, 2010; Zimmermann/Sohns, 2010; Schreiber, 2013) und literarische Zugänge (Langenhorst, 1998; Kuschel, 2010; → Jesus, postmoderne Literatur, bibeldidaktisch
), - Kurzfilme (z.B. Peemöller-Schulz/Schulz, 2010) und Spielfilme mit expliziten oder impliziten jesuanischen Erlöserfiguren (Zwick, 1997;2004;2018; Tiemann, 2002;2022; Heil/Kumher, 2003; Langkau, 2007; → Filmarbeit in Unterricht und Erwachsenenbildung
) oder gewalttätigen Kinohelden im Kontrast zu Jesus (Kumher/Schroeders, 2005), - ästhetische Zugänge der bildenden Kunst (z.B. Büttner/Reinert, 2010; Burrichter/Gärtner, 2014, 68-75;118-121;150-157) sowie künstlerische Projekte mit Schülern und Schülerinnen (z.B. Gärtner, 2011, 306f.),
- Songs (Mendl, 2015, 188; Höger, 2024, 310f.),
- Standbilder, Rollenspiele und Bibliodrama (Aldebert, 2002) sowie biblisches → Erzählen
, - Lernortwechsel, z.B. das Aufsuchen eines Kirchenraums (z.B. Rupp, 2010), Friedhofs oder Kruzifixes.
3.2. Zum Thema „Leben Jesu“
Jugendliche kennen mehrere Details aus dem Leben Jesu, die sie vermutlich in den Rahmen einer Evangelienharmonie und eines historisierenden Verständnisses einbetten (siehe 1.2.1.). So ist spätestens in der Sekundarstufe II eine behutsame Hinführung zu einer historisch-kritischen Jesulogie sowie ein kognitives Vertrautmachen mit den Jesusbildern und Methoden der Leben-Jesu-Forschung angezeigt (siehe 2.1.).
Nicht nur für Teilnehmende am RU an berufsbildenden Schulen bietet es sich im Sinne einer Hermeneutik der Jesusgeschichte an, die Schülerinnen und Schüler anhand der Person Jesu Berufsbezüge zwischen Antike und Gegenwart (Dachdecken, Bootsbau) erschließen zu lassen (Obermann, 2023, 182-188).
Ein eher affektives Ziel für Religionsunterricht (→ Religionsunterricht, evangelisch
3.3. Zum Lernen an Jesus und seiner Ethik
Einerseits wird Jesus Christus von katholisch-kirchlicher Seite für Schülerinnen und Schüler als Orientierungsmaßstab zur Beantwortung der Frage nach dem eigenen Lebensweg und der Sinnsuche vor Augen geführt (Die deutschen Bischöfe, 1996, 30f.), andererseits stellen etliche Jugendliche Jesus als ethisches Vorbild in Frage (siehe 1.2.2.). Insofern ist das Angebot, an der besonderen Person Jesu Christi zu lernen, genau zu prüfen: Zum einen wäre eine Idealisierung und Überhöhung biblischer Personen, um sie Heranwachsenden unmittelbar zur Imitation anzubieten, religionspädagogisch äußerst fragwürdig. Zum anderen kann der mehrdimensionale und eben nicht glatte Charakter Jesu für Heranwachsende durchaus individuelle Potentiale zur Orientierung, Spiegelung und Reflexion des eigenen Lebens bieten (Bucher/Montag, 1997, 79; Mendl, 2018, 286f.).
Für ein Vorbild-Lernen eignen sich z.B. folgende Blickwinkel auf Jesus, die von den Jugendlichen je individuell und kreativ als Impulse aufgegriffen werden können: 1. Jesus „als Lehrer der diakonischen Liebe“ (z.B. in Verbindung mit dem Projekt → Compassion
Jesus sollte Jugendlichen daher wohl weniger als perfektes und fehlerloses Vorbild, hinter dessen Maßstab man nur kläglich zurückbleiben kann, vor Augen gestellt, sondern gerade auch in seiner Menschlichkeit gezeigt werden (Ziegler, 2001, 120f.; Langenhorst, 2002, 296).
Auch die Ethik Jesu, das Gebot der Nächsten- und Feindesliebe, kann für Jugendliche überfordernd wirken, wenn nicht der Zuspruch Gottes als Vorzeichen seines Anspruchs verdeutlicht wird (Ziegler, 2001, 125).
3.4. Zur Reich-Gottes-Botschaft Jesu
Die Reich-Gottes-Botschaft Jesu kommt bei Jugendlichen praktisch kaum von selbst in den Blick (siehe 1.2.3.), während sie in den Bildungs- und Lehrplänen der Sekundarstufe groß geschrieben wird (Ritter, 2014, 296f.). Mit dieser Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gilt es sensibel umzugehen, um ein angemessenes Verständnis vom Reich Gottes zu erschließen.
Mit der biblischen Rede vom Reich Gottes kann Jugendlichen eine Hoffnungs-, Trost- und Motivationsperspektive für ihre eigenen Lebenserfahrungen an die Hand gegeben werden (Baldermann, 2012, 31). Anzuzielen ist dabei eine Reich-Gottes-Konzeption, die „jenseits von Science Fiction, politischem Aktivismus und privatem Pragmatismus“ liegt (Ritter, 2014, 297). Schließlich hat Jesus vom „schon und noch nicht“ des Reiches Gottes sowie seiner Unverfügbarkeit gesprochen (siehe 2.3.), die sich bereits im Vaterunser zeigt: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe“ (Ritter, 2014, 299).
Im Religionsunterricht kann vom „Reich Gottes“ einerseits stärker bildhaft, erfahrungsorientiert und narrativ gehandelt werden, was sich besonders für untere Jahrgänge anbietet, andererseits eher begrifflich-abstrakt und argumentativ, was sich zusätzlich bei älteren Schülerinnen und Schülern empfiehlt. Zugangswege zum Erschließen eines Verständnisses für das „Reich Gottes“ können auch über die Begriffe „Himmelreich“, „Gottes Herrschaft“, „Königreich“ oder „Traum und Vision“ verlaufen (Ritter, 2014, 298f.).
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