Deutsche Bibelgesellschaft

Jesus, postmoderne Literatur, bibeldidaktisch

Andere Schreibweise: Jesusrezeption in der postmodernen und gegenwärtigen (Jugend-)Literatur, bibeldidaktisch; Jesus im (Jugend)roman; Intertextualität; The Depiction of Jesus in Postmodern Literature (engl.)

(erstellt: Februar 2025)

Permanenter Link zum Artikel: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/400079

Digital Object Identifier: https://doi.org/10.23768/wirelex.400079

Für eine Untersuchung der Jesusrezeption in postmoderner Jugendliteratur unter bibeldidaktischen Gesichtspunkten wird zunächst der Forschungsstand zur Rezeption Jesu in belletristischer Literatur allgemein beleuchtet (1). Anschließend wird geklärt, welche Texte unter die Gattungsbezeichnungen postmoderne Literatur bzw. Gegenwartsliteratur gefasst werden, wodurch sich postmodernes Erzählen auszeichnet und inwiefern die Poetik der Gegenwartsliteratur über den Postmoderne-Begriff hinausgeht (2). Unter Einbeziehung von Beispielen aus Belletristik und jugendliterarischen Texten werden unterschiedliche Arten der Jesusrezeption beleuchtet und konkrete bibeldidaktische Ideen aufgezeigt (3). Im Fazit werden bibeldidaktische und methodische Implikationen für einen möglichen Einsatz der Romane in Bildungskontexten zusammengefasst (4).

1. Forschungsstand zur Jesusrezeption in Literatur

Literarische Verarbeitungen und Verfilmungen des Jesus-Stoffes sind seit der Dissertation Karl-Josef Kuschels (1978), spätestens seit den 1990er Jahren Forschungsgegenstand der Theologie (Kuschel, 1997, 1999; Langenhorst, 1998) und vereinzelt auch der Literaturwissenschaft (Nilges, 2016). Zur Jesus-Rezeption spezifisch in postmoderner Literatur fehlt es bisher an umfassender Bearbeitung, was in der Breite des Gattungsbegriffs begründet sein mag (siehe 2.). Allerdings kann an eine theologische Auseinandersetzung sowohl mit dem Genre des traditionellen Jesusromans als auch mit Jesusrezeptionen in belletristischer Literatur angeknüpft werden, in der mitunter postmoderne Texte aufgegriffen wurden. Der Forschungsstand wird hier beleuchtet, um Entwicklungen im Vergleich mit postmodernen Romanen nachzeichnen zu können (siehe 3.).

Formen der Jesusrezeption in der Literatur des 20. Jahrhunderts reichen vom Genre des historischen bzw. traditionellen Jesusromans über verschlüsselte Darstellungen hin zu fiktionalen Transfigurationen und literarischen Imitationen der Jesusfigur. Bis in die Gegenwart hinein ist der Jesus-Stoff als Teil der kulturellen Prägung auf unterschiedliche Art und Weise auch außerhalb spezifisch christlicher Literatur in fiktionalen Texten verarbeitet. Wie wenige andere Figuren könne Jesus als archetypische Gestalt der Weltliteratur gelten, als „universale Menschheitsgestalt mit unverwechselbarem Profil“ (Kuschel, 1999, 18), die gleichzeitig Möglichkeiten der individuellen Aneignung bietet.

Beim Genre des traditionellen Jesusromans handelt es sich um eine christlich literarische Darstellung des Lebens und Wirkens Jesu von Nazareth (beispielsweise bei den Autoren Emil Ludwig, Lloyd C. Douglas oder Jan Dobraczyński). Es zeichnet ein dogmatisch konformes Jesusbild, mit dem Ziel der Verbreitung der christlichen Botschaft. Neben der direkten Jesusdarstellung (etwa in François Mauriacs Vie de Jésus, 1936), werden auch andere Formen der poetologischen Gestaltung, wie die literarische „Verschlüsselung“ oder die „indirekte Jesusdarstellung“ (Kuschel, 1978, 67) im Sinne einer fiktionalen Transformation gebraucht. Bei dieser sind Charaktere und Handlung „in erkennbarem Maße von den Figuren und Ereignissen vorgeprägt […], die man normalerweise mit dem aus den Evangelien bekannten Leben Jesu verbindet“ (Theodore Ziolkowski übers. n. Langenhorst, 1998, 26). Bis in die 1950er Jahre war der historische Jesusroman für ein Massenpublikum attraktiv gewesen, danach bediente er nur noch Nischen von Erbauungsliteratur. Sein Wert wurde in theologischen Kreisen unterschiedlich eingeschätzt (siehe Kuschel, 1978, 81f.;89; Kantzenbach, 1980). Die Kritik zielt auf die schematische literarische Darstellung sowie die theologische Qualität der Texte (Kuschel, 1978, 49). Als theologisch problematisch können Romane gelten, die die Evangelien nicht als literarisierte Zeugnisse von Glauben verstehen und solche, die den Versuch unternehmen, diese literarisch zu vereinheitlichen und eine Art „fünfte[s] Evangelium“ zu schaffen (Langenhorst, 1994, 74).

Innerhalb der Literatur der Nachkriegszeit (etwa Texte Anna Seghers, Heinrich Bölls, Max Frischs oder Wolfgang Borcherts), die sich an ein breites, nicht nur ein binnenkirchliches Publikum richtet, sind vor allem Transformationen des Jesus-Stoffes als Neukontextualisierung verarbeitet (Kuschel, 1997, 456). Statt Jesus als historische Figur nachzuzeichnen oder als Sohn Gottes darzustellen (Kuschel, 1978, 115), würden theologische Positionen sowie das Jesus-Bild selbst stärker problematisiert. Die Literatur zeigt kein dogmatisch abgesichertes Jesusbild (mehr), sondern folgt ihren eigenen Prinzipien und Intentionen, hebt etwa Aspekte des Provokativen und Sozialen hervor (Kuschel, 1997, 304). Im Vordergrund stünden christologische Motive vom leidenden und verfolgten Christus (→ Christus/Christologie). Jesus würde figural, verschlüsselt gedeutet, in Symbolen, Motiven, Chiffren oder Sinn-Bildern; sein Platz bliebe gleichsam leer, würde umschrieben, ausgespart (Kuschel, 1978, 115;310). Für die 1980er Jahre sei ein wiedergewonnenes Interesse am klassischen Jesusroman zu konstatieren. Einerseits ersichtlich an Neuauflagen von Romanen der 1950er Jahre, andererseits an Neuerscheinungen mit anderen Schwerpunkten. Hier sind etwa Patrick Roths Riverside. Christusnovelle (1991) oder Stefan Heyms Ahashvar (1981) genannt. Die Gestalt Jesu erfüllt u.a. die Funktion der ethischen Warnung und Mahnung (Langenhorst, 1994, 54;73-75).

Ab den 2000er Jahren rücken Diskurse um Religion und Glaube erneut verstärkt in den Fokus der Auseinandersetzung in Literatur und Kunst, was innerhalb der Literatur- und Kulturwissenschaft zur Begriffsprägung religious turn (siehe Nehring/Valentin 2008) geführt hat. In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff des postsäkularen Erzählens (siehe z.B. Horstkotte, 2012; Horstkotte 2013; Stobbe, 2018) relevant. Die Rezeption Jesu ist in belletristischer Literatur dabei zwar weniger präsent als die Gottesfrage oder -erfahrung selbst, eine veränderte Art der Bezugnahme im Vergleich zu vorangegangen Jahrzehnten lässt sich aber erkennbar nachzeichnen. Neben der „Jesus-Imitation“ (Trombiková, 2016, 235) sind intertextuelle Einzelverweise bestimmend.

2. Gattungsbezeichnung Gegenwartsliteratur

Entscheidende Begriffsbildungen, die zur Deutung der Literatur und Gesellschaft der Gegenwart gebraucht wurden und werden, sind Postmoderne, Postsäkularität, religious turn und postsäkulares Erzählen. Gemeinsam ist diesen vier, neben ihrer Unschärfe, dass sie mit einem Aufbrechen der „Grenzen herkömmlicher Erschließung des Wissens in Einzelfächern“ (Nehring/Valentin, 2008, 8) verknüpft sind. Religion ist beispielsweise nicht mehr nur ein Diskurs der Theologie oder Religionswissenschaft, sondern etwa auch der Literatur und Kultur wie auch der dazugehörigen Wissenschaften. Außerdem ist das jeweilige Post nicht im Sinn einer Chronologie, Zurückweisung oder Ablösung von Moderne oder Säkularisierung zu verstehen. Vielmehr verweist es auf Transformationsprozesse (zu Postmoderne Wittstock, 2015, 9).

2.1. Diskurse um postmoderne Literatur und Gegenwartsliteratur

Die Bezeichnung „Postmoderne“ galt lange als kontrovers, unspezifisch, uferlos, als ein „Reizwort“ (Welsch, 1988, 1). Bei Postmoderne handelt es sich nicht nur um eine ästhetische Stilrichtung, sondern auch um ein philosophisches sowie soziales Phänomen, das seinen Ursprung im Erleben einer pluralistischen Gegenwart hat: „Es geht um eine Grunderfahrung unserer Gegenwart: dass die Welt prinzipiell pluralistisch verfasst und kein inneres Band mehr denkbar ist, das die einzelnen Splitter zu einer großen Einheit zusammenbinden könnte“ (Wittstock, 2015, 10). Da sich diese Haltung auch in der Jesusrezeption postmoderner Literatur niederschlägt, werden poetologische Ausprägungen der Postmoderne kurz zusammenfassend dargestellt. Zu soziologischen oder philosophischen Zugängen zum Diskurs siehe beispielsweise Welsch 1988 und 1993.

2.2. Möglichkeiten postmodernen Erzählens und darüber hinaus

Postmoderne ist ein „diskursives Konstrukt“ (Schmitz-Emans, 2013, 115), das zum ersten, „eine kulturgeschichtliche Periode nach der Moderne mit unklarer zeitlicher Eingrenzung und Merkmalsbestimmung“ (Saupe, 2011, 602) bezeichnen, zum zweiten, als Unterbegriff zur Moderne oder zum dritten, als übergeordnete Geisteshaltung (Eco 1988 [1992], 75) klassifiziert werden kann. Postmoderne Texte zeichnen sich in besonderer Weise durch Mehrdeutigkeit, auch Widersprüchlichkeit und Pluralität der Bezugnahmen aus. Weniger der Inhalt des Erzählens als das „Wie“ des Erzählens stehen im Fokus. Während Pluralität und ästhetischer Eklektizismus in unterschiedlichen postmodernen Diskursen wie Architektur eine Rolle spielen, ist innerhalb der Literatur Intertextualität zentrales Konstruktionsprinzip (Pfister, 1991, 214). Intertextuelle und intermediale Bezugnahmen unterschiedlicher intertextueller Horizonte werden mit Selbstverständlichkeit verarbeitet. Sowohl Hochliteratur als auch populäre Massen- und Unterhaltungsliteratur werden zu einem „playful mise en scène of pre-given materials and devices“ (Pfister, 1991, 208) rekombiniert. Das postmoderne Kunstwerk ist damit eine „Collage beliebig vieler Themen, Formen, Verfahren und Sprachen, von bewusst kalkulierter Offenheit und Freiheit“ (Kuschel, 1998, 64). Auf diese Weise gilt in der Postmoderne nicht ein Stil als typisch, sondern eine Vielfalt (Meier, 1017, 7). Dasselbe gilt für den postmodernen Adoleszenzroman. Neben Intertextualität zeichnen ihn das Spiel mit literarischen Motiven und Konventionen aus sowie der zwanglose Umgang mit vermeintlichen Tabus und der Verzicht auf kohärente Sinnstrukturen (Kaulen, 1999 zit. n. Lange, 2000, 72).

Für die Deutung der Literatur der Gegenwart, seit dem Jahr 2000, wird der Postmoderne-Begriff aufgrund seines Bedeutungsspektrums zwar weiterhin genutzt, allerdings hat er seine hegemoniale Stellung als Deutungskategorie verloren (Horstkotte/Herrmann 2013, 7). Postmoderne ist als Konzept bekannt, entsprechend kann metakognitiv damit umgegangen werden. Außerdem weisen bestimmte Gestaltungsmerkmale über die für die Postmoderne typischen Erzählweisen hinaus. Während der postmoderne Text im Bewusstsein verharrt, dass die Grunderfahrung der Gegenwart die einer pluralen Welt ist und jede Deutung per se unzureichend einseitig sein muss, geht die Gegenwartsliteratur zur Erkenntnis über, dass eine geglückte Identitätsfindung dennoch eine subjektive Deutung braucht. Dies kann sich in einer Rückkehr zum zeitlich linearen Erzählen ausdrücken (Schilling 2013).

2.3. Postsäkularität, religious turn und postsäkulare Poetik

Individualisierung und Pluralisierung zeigen sich unterdessen nicht nur in der Literatur, sondern auch in Theorien über Religion (z.B. Neubert, 2011). Folglich können der Bedeutungsverlust institutionalisierter Religion, postsäkulare Haltungen oder Patchwork-Religiosität zur Kontextualisierung der literarisch verarbeiteten Diskurse und Jesusrezeption dienen.

Säkularisierung kann als Transformation verstanden werden, Religion verliert im Zusammenhang mit institutionalisierter Religion an Bedeutung, religiöse Diskurse verschwinden aber nicht, sondern finden sich in anderen Diskursräumen wieder, beispielsweise in Kunst oder auch Literatur. Dies spiegelt die Bezeichnung des religious turns. Mit Blick auf Literatur kann von postsäkularer Poetik gesprochen werden, wenn „[r]eligiöses Wissen und religiöse Semantiken nicht allein in Formen der Intertextualität oder als stoffliches Substrat begegnen, sondern im Kontext phänomenaler Glaubenserfahrungen der Figuren präsentiert werden“ (Horstkotte, 2012, 267). Verbunden wird dies mit unzuverlässigen und unnatürlichen Erzählverfahren, was zu einer systematischen Verrätselung der Texte führt (Horstkotte, 2012, 281).

3. Arten der Jesusrezeption

Dass Tradition zu einem „Steinbruch“ (Schilling, 2013, 176) für postmoderne Literatur wird, zeigt sich in der Verarbeitung von Verweisen auf Jesus (Christus). Traditionelle Jesusdarstellungen sind nicht zu erwarten, dafür ein künstlerischer Umgang mit Anspielungen auf biblische Bezüge, die sich in einem Konglomerat mit anderen intertextuellen Bezügen finden; keine nach Einheitlichkeit strebende Jesusbiografie oder das Evozieren einer bestimmten Deutung von Jesus, sondern das Widerspiegeln unterschiedlicher Rezeptionsstränge ist bestimmend. Bis heute gibt es trotzdem Literatur, die versucht, das Leben Jesu als Biografie darzustellen, z.B. die Neuausgabe der Jesusbiografie Jesus von Nazaret von Alois Prinz (2022), die sich bereits an eine Leserschaft ab 14 Jahre richtet. Statt einer vereinheitlichenden Erzählung aber werden hier Forschungsliteratur einbezogen und unterschiedliche Perspektiven nachgezeichnet.

Mit Blick auf erzählende Literatur sind es Werke wie Patrick Roths Christus Trilogie, bestehend aus Riverside. Christusnovelle (1991), Johnny Shines oder Die Wiedererweckung der Toten (1993) und Corpus Christi (1996), Martin Walsers Muttersohn (2011) oder Der verirrte Messias (2009) von Peter Henisch, die vielfach für Analysen zu Jesusrezeption und Verarbeitung biblischer Intertextualität herangezogen wurden (z.B. Langenhorst, 1994; Horstkotte, 2012; Kopp-Marx/Langenhorst, 2014; Knorr, 2018; Trombikova, 2016; Braun 2018). Dem Vorwurf literarischer Einfachheit oder Schemenhaftigkeit mit denen sich der traditionelle Jesusroman konfrontiert sah, entgehen diese Romane genauso wie dem, dogmatisch vereinnahmend zu sein. Ihre Komplexität und anspruchsvollen Erzählverfahren lassen sie allerdings für Unterrichtskontexte eher ungeeignet erscheinen. Mit Blick auf einen möglichen Ertrag für die Bibeldidaktik erscheint es deshalb sinnvoll hauptsächlich intendierte und erfolgreiche jugendliterarische Texte zu fokussieren, um Textverständnis und Identifikation der Leserinnen und Leser mit den Figuren zu erleichtern.

Im Unterschied zu ausgearbeiteten Transformationen Jesu, denen im Sinn einer Neukontextualisierung (Kuschel, 1997, 456) eine tragende Rolle zukommt, sind es in den postmodernen bzw. gegenwärtigen Jugendromanen zumeist nur noch Versatzstücke, die zum Tragen kommen. Jesus tritt nicht als Figur in den Romanen auf, sondern ordnet sich als Referenz in die westeuropäische Kultur bzw. Erinnerungskultur ein.

Besondere Bedeutung innerhalb der jugendliterarischen Texte kommt den Festen zu, die sich auf Jesu Leben gründen. Kuschel spricht in Bezug auf Weihnachten, Ostern oder Passion von „Knotenpunkten“, von „zentrale[n] Motive[n]“ (Kuschel, 1979, 275) in der Literatur. Innerhalb der gegenwärtigen Jugendliteratur ist – entsprechend seiner Bedeutung innerhalb der post-säkularen Gesellschaft, aber auch mit Blick auf damit verbundene emotionale Deutungen, – besonders das Weihnachtsfest wichtig. Bezüge auf Ostern fallen deutlich spärlicher aus, intertextuelle Bezüge zur Passion gibt es nur in Einzelfällen (z.B. Nils Mohl Stadtrandritter). Die Funktionen, die Weihnachten innerhalb einer Erzählungen erfüllt, reichen von einer schlichten Strukturierung der Handlung, gänzlich ohne eine Verknüpfung des Festes mit der Geburtsgeschichte Jesu (→ Geburtsgeschichten Jesu / Weihnachten, bibeldidaktisch), über das Erfüllen gemeinschaftsstiftender Funktionen im Sinne von Weihnachten als Zeit der → Versöhnung, hin zu einer Neukontextualisierung und Aktualisierung der biblischen Geburtserzählung(en), mit der Möglichkeit einer christlichen Deutung der Handlung und Figuren sowie einer diskursiven Auseinandersetzung. Ein geeignetes (seltenes) Beispiel zur Veranschaulichung der drei letzteren Zugänge bietet Schneeriese von Susan Kreller (2014). Der Vater der Hauptfigur stellt fest, dass man „in der Weihnachtszeit mehr Freunde und Verwandte zugeteilt [bekäme] als das ganze Jahr über. Ungeahnte Leute kletterten aus ihren Verstecken, riefen spätabends an, schrieben Weihnachtskarten aus dem Sonderangebot und fingen schlagartig an zu existieren“ (Kreller, 2014, 107). Der hier eher kritische Ton steht im Kontrast zur Haltung anderer Figuren, beispielsweise der Mutter der Hauptfigur: „[Sie] war die Einzige in der Familie, die freiwillig zur Kirche ging und Gelobt sei Jesus Christ kannte und In Ewigkeit, amen“ (Kreller, 2014, 113). Unmittelbare Bezugnahmen zur Liturgie werden eröffnet. Nur in Ausnahmefällen wird die Wichtigkeit des Weihnachtsfests für die Frömmigkeit einzelner Figuren so deutlich, wie es hier der Fall ist. Neben Geschlechterunterschieden zeigt sich innerhalb der Erzählung auch eine generationale Abnahme der Bedeutung institutioneller Religion. Besonders hervorzuheben mit Blick auf das Weihnachtsfest ist jedoch die Aktualisierung der Geschichte. Adrians Vater stellt jährlich die Krippenfiguren seiner Frau auf ironische Weise um. „Diesmal hatte er die Maria- und die Josef-Figur einfach neben die Jesuskrippe gelegt, damit die beiden ihr Kind im Liegen durch die Nacht bringen konnten, Seite an Seite und direkt neben dem hölzernen Reisebett des Söhnchens“ (Kreller, 2014, 114). In der Art und Weise wie sich Maria und Josef zum Jesuskind verhalten ist eine unmittelbare Vorausdeutung und Parallelisierung von Adrians Eltern zu ihrem Sohn zu sehen, die ihren in der Weihnachtsnacht an einer Lungenentzündung erkrankten Sohn, auf gleiche Weise durch die Nacht begleiten (Kreller, 2014, 140). Nach einer Zeit der Krise nähert sich die Familie zu Weihnachten nun wieder an, Weihnachten steht für Adrian symbolisch für Neubeginn. Weniger Jesus als Sohn Gottes ist in die Rezeption eingeflossen, vielmehr gibt es eine Parallelisierung der Hauptfigur mit dem hilfsbedürftigen Neugeborenen. Außerdem ist die kulturhistorische Prägung des Weihnachtsfestes entscheidend, dies allerdings mit unmittelbarem Rückgriff auf den literarischen Stoff der Geburtsgeschichte. Für eine interkulturelle und -konfessionelle Perspektive kann eine Kontrastierung mit dem georgisch-orthodoxen Neujahrsfest, das innerhalb des Romans die weitere Entwicklung der Hauptfigur bestimmt, gewinnbringend sein.

Mit Blick auf die bibeldidaktische Umsetzung ist anhand von Schneeriese eine Auseinandersetzung im Zusammenhang mit dem Weihnachtsfest über Möglichkeiten der Versöhnung, aber auch Diskussionen über Scheinheiligkeit und Kapitalismuskritik möglich. Außerdem lässt sich die individuelle Bedeutung des Fests herausarbeiten. Dies kann als literarisches Probehandeln geschehen, indem die Perspektive unterschiedlicher Figuren eingenommen wird. Des Weiteren können die verarbeiteten Bezugnahmen zu Liturgie oder Bibelzitaten aus ihrem jugendliterarischen Kontext rückgeführt werden zum Ursprungstext. Die jugendliterarische Umsetzung kann als literarische Aktualisierung der Geburtserzählung Jesu, als Spiegelung von Phänotext und Genotext, vergleichend gelesen werden.

Neben der hervorstechenden Bedeutung von Festen, die sich auf das Leben Jesu gründen und den Jahreskalender auch für Nicht-Christen strukturieren, lassen sich Bezugnahmen zu Jesus innerhalb jugendliterarischer Texte vor allem in diskursiven Auseinandersetzungen finden. Figuren tragen ausgewählte Bezüge zur Bibel ein, um von und über Jesus in Verbindung mit bestimmten Diskursen zu sprechen. Jesus wird nicht in einer komplexen systematisch-theologischen Darstellung hervorgehoben, sondern wird als Zitat eines Rezeptionsstranges verwendet.

Bezüge zu Jesus werden beispielsweise aufgerufen, wenn es Angebote zur Sinnfindung und Kontingenzbewältigung braucht. In der Regel bleiben die Möglichkeiten der Identifikation mit Deutungsangeboten im Zusammenhang mit Jesus aber unausgeschöpft. In Das Schicksal ist ein mieser Verräter erzählt die krebskranke Hauptfigur von einem Museumsbesuch. Die Gemälde, darunter Darstellungen des gekreuzigten Jesu, zeigten ausschließlich Menschen, die für etwas sterben, „an etwas zu sterben [wie es Schicksal der Hauptfiguren ist,] ist kein ehrenwerter Tod“ (Green, 2019, 199). Im Umgang mit Sterben und Tod wird Jesus innerhalb jugendliterarischer Texte in Bezügen zu Gemeinden und Kirchen wichtig. Diese sind Orte der Zusammenkunft, die Funktionen der Kontingenzbewältigung übernehmen können. Im Sinne postsäkularer Haltungen, sind diese Angebote selten für die jugendlichen Hauptfiguren in Gänze passend. Stattdessen positionieren sie sich häufig mit einer ironischen Distanz dazu.

Werden in den Jugendromanen andere, nicht im engeren Sinne postsäkulare Handlungsräume dargestellt, kann sich auch die Bezugnahme auf Jesus ändern. Nicht nur ein Sprechen über oder von Jesus, sondern auch zu Jesus kann dargestellt sein. In der Flavia de Luce-Reihe (Bradley, 2010-2024), die im England der 50er Jahre spielt, sind Gebete und Gottesdienste Teil des Alltags der Figuren, Jesus Christus und Bibelbezüge sind ebenso gewöhnlich und dienen als Vergleiche und zur Figurencharakterisierung. Auch in Wer hat Angst vor Jasper Jones? (Silvey, 2012) einem Roman, der Australien als Handlungsort hat, betet die Gemeinde zu Jesus. Dennoch können in beiden Fällen ironische Einstellungen der Protagonisten zu religiösen Praktiken und Äußerungen anderer Figuren deutlich werden (siehe 4.).

Auch im Zusammenhang mit ethischen Problemen oder interkulturellen und postmigrantischen Diskursen kann Jesus eine Rolle spielen.

Im Roman Tigermilch (de Velasco) wird Jesus von muslimischen Figuren zur Abgrenzung zur christlich geprägten Kultur Deutschlands gebraucht. Was sich etwa in der Erinnerung der Hauptfigur an ihren Freund Amir zeigt: „wie er zum Weihnachtsmann in der Schule sagt Allah ist groß, viel größer als Jesus, seine flinken Beine, die die Linde hochklettern, wie er oben im Baum sitzt und ruft, Allah ist groß, aber ich, ich bin Leonardo DiCaprio, ich bin der König der Welt“ (Velasco, 2013, 156). Neben der Abgrenzung von Islam zum Christentum, wird hier die Vermischung von Religion und Popkultur deutlich. Im interreligiösen Kontext, den Über den Dächern von Jerusalem (Reumschüssel, 2023) zeichnet, ist das Christentum weniger präsent als die religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Judentum und Islam. Auf Jesus Christus wird indirekt Bezug genommen als Gekreuzigter. Das Kruzifix hängt in einem Kloster, das als Lazarett für Verwundete in Jerusalem in den 1940ern fungiert. Implizit wird es als Ort der Versöhnung und der Zuflucht gekennzeichnet. Aber auch explizite Bibelbezüge in Hinblick auf das gesellschaftliche Miteinander werden verarbeitet in den Jugendromanen. Einzelverweise auf das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter spielen etwa innerhalb des menschenfeindlichen Lebensraumes in der Dystopie Nach dem Schnee (Crockett, 2012) eine Rolle. In Wunder (Palacio, 2013) ist das Zitat vom Lamm auf der Schlachtbank für die Gesamtdeutung des Romans wichtig, insofern es eine Parallelisierung der Hauptfigur mit Jesus zulässt. Sie ist Opfer von Mobbing, gleichzeitig aber Vorbild für ethisches Handeln.

Abgesehen von diesen Diskursen, in denen Jesus eine Referenz (unter anderen) darstellt, sind innerhalb jugendliterarischer Texte auch die genuinen Diskurse um Religiosität und biblische Überlieferungen zu Jesu Leben wichtig.

Die Gegenwartsliteratur ist in dem Bewusstsein verfasst, dass es für Gemälde, Filme und Erzählungen Rückgriffe auf und Reinszenierungen von Jesus gibt und gab. Dieses Bewusstsein wird auch explizit thematisiert. In Stadtrandritter etwa antwortet der Pastor, befragt nach seiner Haltung zu Verfilmungen von Jesu Leben, dass es schwer für ihn sei, „an Jesus zu glauben, wenn er in jedem Film von einem anderen Schauspieler gespielt wird“. Gleichzeitig seien „in Wahrheit […] diese ganzen Superhelden meist ja auch bloß Jesus-inkognito-Figuren“ (Mohl, 2013, 417). Innerhalb von dystopischen Romanen kann Jesus Erwähnung finden als wichtige kulturhistorische Figur, die in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben ist. Dabei kommen nur Bruchstücke der Überlieferung zum Tragen, die weniger auf die unmittelbare biblische Grundlage zielen als vielmehr auf eine mündliche Überlieferung: So wird in Dark Canopy, Jesus nicht mehr namentlich erwähnt, sondern nur sagenhaft von einem erzählt, „der übers Wasser lief und aus einem Brot viele machte“ (Benkau, 2012, 166). Die Rezeption biblischer Aussagen Jesu im „playful mise en scène“ postmoderner Literatur kann bis zur Überzeichnung passieren, wenn Zitate fälschlich Jesus zugeordnet werden, wie beispielsweise in Tigermilch: „Wie oben, so unten, hat das nicht Jesus oder so jemand gesagt, genauso ist es, wie oben in der verdammten Kommodenschublade, so unten in unserem modrigen Keller, denke ich und stolpere dabei über mein altes Bobbycar, am kaputten Planschbecken vorbei nach hinten durch bis zum Barbiehaus“ (Velasco, 2013, 196). Jesus gilt hier als deutende Instanz, die auch Nicht-Christen Hinweise zu einem gelingenden Leben geben kann, letztlich aber austauschbar ist. Urheberschaft ist zweitrangig, nur für die Figurencharakterisierung ist die Bezugnahme relevant und als Ausdruck dafür, dass Jesus die Rolle der Bezugsgröße auch in der Gegenwart innehaben kann.

Mit Blick auf Fragen der Überlieferung kann erneut die Geburtsgeschichte – als die Bezugnahme auf Jesus und die Bibel gelten. Dabei wird die Annahme eines realistischen Überlieferungsgehaltes auf Basis der Erfahrungswelt der Jugendlichen infrage gestellt:

Es ging um Weihnachten und darum, ob Jesus wirklich am 24. Dezember geboren wurde. Jameelah hat gesagt, dass im Winter vor dem Stall auf keinen Fall Schafe gestanden haben können, so wie es in der Bibel steht.

In Bethlehem geht man im Winter Ski fahren, hat Jameelah gesagt […]

Die Struck hat gesagt, Jameelah soll nicht in diesem Ton mit ihr reden und die Kirche mal im Dorf lassen. (Velasco, 2013, 46)

In Tigermilch werden die Umstände der Migrationsgesellschaft von der Lehrkraft ausgeblendet. Die im Roman unterbundene persönliche Auseinandersetzung mit dem Lehrplanstoff könnte bibeldidaktisch im Gespräch über das Zitat fruchtbar mit Schülerinnen und Schülern gemacht werden. Wie hätte die Lehrerin reagieren können, statt Jameelah nachsitzen zu lassen? Neben einem Faktencheck, etwa das Wetter in Bethlehem im Dezember zu recherchieren, kann das Textsortenverständnis geschult werden: Mit welchem Ziel wurden bestimmte Motive in die Geburtserzählung aufgenommen?

Gewinnbringend für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern können diese kurzen Zitate sein, um einerseits in die jeweiligen Diskurse einzutreten, andererseits aber, um die Rezeptionsgeschichte der biblischen Texte selbst und deren Textsorten und Bedeutung als Glaubenszeugnisse zu thematisieren.

Gerade, als Spiegel von (Post)säkularität, einer abnehmenden Traditionskenntnis kann postmoderne Literatur zeigen, welche vielfältigen Arten der Rezeptionen möglich sind. Postmoderne Literatur zeichnet nicht mehr das Bild einer historischen Jesus-Gestalt, auch keine vollumfassende Erzählung einer Transformationsfigur. Die Gegenwartsliteratur wählt eklektisch aus, Jesus ist aber nicht mehr zwangsläufig „Gestalt“ oder gar „Archetyp“ mit „unverwechselbare[m] Profil“ (Kuschel). Es ist vielmehr gesellschaftliches und je auch individuelles Konstrukt in einem besonderen Lebenskontext.

4. Bibeldidaktische Implikationen

Laut der Kirchenmitgliedschaftsstudie 2023 teilen zwei Drittel der Kirchen-mitglieder ein „auf Jesus Christus bezogenes Gottesbild nicht oder fühlen sich in so großer Distanz zu dieser Glaubensaussage, dass sie sie nicht ankreuzen“ (2023, 33). Dieser fehlenden Identifikation mit tradierten Glaubenssätzen kann mit dem Einsatz von Gegenwartsliteratur begegnet werden, die differenzierte und kritische Einstellungen genauso spiegelt wie die Bedeutung Jesu für Nicht-Christen, konfessionslose Menschen, oder auch im interreligiösen Miteinander in einer globalisierten Welt. Eine enge Verknüpfung von Jesus Christus im Zusammenhang mit religiöser Praxis ist nicht im traditionellen Sinn, etwa in Form kollektiver Gebete oder Feste, Teil der Literatur. Vielmehr werden metakognitive Diskurse um Jesus als Christus verarbeitet. In dieser Diskurshaftigkeit liegt die religionsdidaktische Stärke. Sie kann Leserinnen und Leser zur Teilnahme am Diskurs einladen und fordert zur subjektiven Stellungnahme heraus. Ebenfalls werden Assoziationen zu Darstellungen anderer Jesus-Figuren in Kunst, Film oder Literatur eröffnet.

Aufgrund der unzusammenhängenden Bezugnahmen ist nur in Einzelfällen eine Lektüre der Ganzschrift nötig. Gewinnbringender scheint die Arbeit mit Textauszügen, die auch kontrastiv gegenübergestellt werden können. Gerade der Gefahr der „künstlichen Vereinheitlichung“ (Roose, 2014; → Jesus Christus, bibeldidaktisch, Grundschule) der Evangelien kann die Gegenwartsliteratur etwas entgegensetzten.

In Bildungskontexten, die auf eine Auseinandersetzung mit den biblischen Ursprungstexten zielen, können die Romane vielleicht nicht mehr sein als ein überraschender Zugang für die Begegnungsphase mit dem Thema Jesus. Handelt es sich im Rahmen der Fiktionalität um Aussagen, die einen biblischen Kern tragen? So können biblische Bezüge aufgedeckt und verglichen und ein textkritischer Umgang angebahnt werden. Ob dies den jugendliterarischen Texten gerecht wird, muss im Blick behalten werden. Ihr eigentlicher religionsdidaktischer Wert liegt in der in der individuellen Aneignung „Jesu“.

Für Jugendliche ist die Perfektheit Jesu eher abschreckend (Höger, 2015; → Jesus Christus, bibeldidaktisch, Sekundarstufe). Gleiches gilt für die Hauptfiguren der Texte. Jesus als „streberhaft gutes“ Kind (Zipfel, 2019, 69) hält kein Identifikationspotential bereit. Mit der Jugendliteratur können die Leserinnen Texte entdecken, in denen Figuren (gleichen Alters) in angelehnter Alltagssprache religiöse Fragen verhandeln (→ Ganzschriften, Kinder- und Jugendliteratur). Jesus ist nicht in systematisch-theologischer Weise Gegenstand der Auseinandersetzung, sondern in individueller. Religiöses Probehandeln durch die Romanfiguren ermöglicht ein Einüben in diese Diskurse, kann dazu ermuntern, mutig eigene Einstellungen zu formulieren und dazu anleiten, selbst kreativ mit biblischer und nicht-biblischer Sprache umzugehen und ausdruckfähig zu werden. Die Literatur kann anregen, die Texte mit den eigenen Vorstellungen von Jesus abzugleichen und zu fragen, welche Vorstellung gegenwärtig individuell am ehesten trägt und wie Textaussagen auf sie wirken. Überraschen oder schockieren sie mich? Verletzen sie gar? Welche Aspekte im Leben und Wirken Jesu halte ich für zentral? Die „Frage nach dem historischen Kern ‚hinter‘ den neutestamentlichen Erzählungen“ (Roose, 2014; → Jesus Christus, bibeldidaktisch, Grundschule) ist als Diskurs explizit in der Jugendliteratur etwa bei Wer hat Angst vor Jasper Jones? verarbeitet. Die Protagonisten machen sich Jesus Christus als „Dschieses Kreist“ zu eigen und diskutieren das „Wiederauferstehungsgedöns“ (Silvey, 2012, 103). Anhand solcher Textausschnitte können Schülerinnen und Schüler eingeladen werden zu theologisieren, passender zu christologisieren, und ihre eigene Christologie oder Vorstellungen vom historischen und nachösterlichen Jesus zu formulieren.

Literaturverzeichnis

  • Braun, Michael, Probebohrungen im Himmel. Zum religiösen Trend in der Gegenwartsliteratur, Freiburg i. Br. 2018.
  • Eco, Umberto, Postmodernismus, Ironie und Vergnügen, in: Wolfgang Welsch (Hg.), Wege aus der Moderne. Schlüsseltexte der Postmoderne-Diskussion, Weinheim 1988 [1982], 75-78.
  • Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Wie hältst du's mit der Kirche?: Zur Bedeutung der Kirche in der Gesellschaft. Erste Ergebnisse der 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, Leipzig 2023.
  • Hansen, Simon/Thielsen, Jill, Tendenzen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – eine Standortbestimmung, in: Hansen, Simon/Thielsen, Jill (Hg.), Tendenzen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Narrative Verfahren und Traditionen in erzählender Literatur ab 2010, Berlin 2018, 7-16.
  • Höger, Christian, Jesus Christus, bibeldidaktisch, Sekundarstufe (2015), in: Das wissenschaftliche religionspädagogische Lexikon im Internet www.wirelex.de (https://doi.org/10.23768/wirelex.Jesus_Christus_bibeldidaktisch_Sekundarstufe.100044, PDF vom 22.08.2024).
  • Horstkotte, Silke, Heilige Wirklichkeit! Religiöse Dimensionen einer neuen Fantastik, in: Horstkotte, Silke/Herrmann, Leonhard (Hg.), Poetiken der Gegenwart. Deutschsprachige Romane nach 2000, Berlin/Boston 2013, 69-82.
  • Horstkotte, Silke, Poetische Parusie. Zur Rückkehr der Religion in die Gegenwartsliteratur, in: Eke, Norbert Otto (Hg.), Deutschsprachige Literatur(en) seit 1989, Berlin 2012, 265-282.
  • Horstkotte, Silke/Herrmann, Leonhard, Poetiken der Gegenwart? Eine Einleitung, in: Horstkotte, Silke/Herrmann, Leonhard (Hg.), Poetiken der Gegenwart. Deutschsprachige Romane nach 2000, Berlin/Boston 2013, 1-11.
  • Kantzenbach, Friedrich Wilhelm, Jesus in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, in: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte32 (1980) 3, 259-261.
  • Knorr, Carolin, Wiederbelebungsversuche. Mediologisches Erzählen in der deutschsprachigen Literatur der 1990er Jahre, Karlsruhe 2018.
  • Kopp-Marx, Michaela/Langenhorst, Georg (Hg.), Die Wiederentdeckung der Bibel bei Patrick Roth. Von der „Christus-Trilogie“ bis „Sunrise: das Buch Joseph“, Göttingen 2014.
  • Kuschel, Karl-Josef, Jesus im Spiegel der Weltliteratur: ein Jahrhundertbilanz in Texten und Einführungen, Düsseldorf 1999.
  • Kuschel, Karl-Josef, Lachen. Gottes und der Menschen in der Kunst, Tübingen 1998.
  • Kuschel, Karl-Josef, Im Spiegel der Dichter. Mensch, Gott und Jesus in der Literatur des 20. Jahrhunderts, Düsseldorf 1997.
  • Kuschel, Karl-Josef, Jesus in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Mit einem Vorwort von Walter Jens, Zürich, München TB-Ausg. 1987 [1978].
  • Lange, Günther, „Was ist das: Dieses Zu-sich-selber-Kommen-des-Menschen?“ Jugendliterarische Adoleszenzromane zur Jahrtausendwende, in: Franz, Kurt/Lange, Günther/Payrhuber, Franz (Hg.), Kinder- und Jugendliteratur zur Jahrtausendwende. Autoren, Themen, Vermittlung, Baltmannsweiler 2000, 68-95.
  • Langenhorst, Georg, „Niemand wie er“. Das wiedererwachte Interesse der Literaten an Jesus, in: Nüchtern, Michael/Stieber, Ralf (Hg.), Verfälschter Jesus? Christentum und Christusbilder: Beiträge einer Tagung der Evangelischen Akademie Baden, Karlsruhe 1994, 52-75.
  • Langenhorst, Georg, Jesus ging nach Hollywood: Die Wiederentdeckung Jesu in Literatur und Film der Gegenwart, Düsseldorf 1998.
  • Meier, Albert, Postmoderne, Philosophie – Literatur, Kiel 2017.
  • Nehring, Andreas (Hg.), Religious turns – turning religions. Veränderte kulturelle Diskurse – neue religiöse Wissensformen, Stuttgart 2008.
  • Nilges, Yvonne (Hg.), Jesus in der Literatur. Tradition, Transformation, Tendenzen – vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Heidelberg 2016.
  • Pfister, Manfred, How Postmodern is Intertextuality?, in: Plett, Heinrich F. (Hg.), Intertextuality, Berlin 1991, 207-224.
  • Prinz, Alois, Jesus von Nazaret, Stuttgart 2022 [2013].
  • Roose, Hanna, Art. Jesus Christus, bibeldidaktisch, Grundschule (2014), in: Das wissenschaftliche religionspädagogische Lexikon im Internet www.wirelex.de (https://doi.org/10.23768/wirelex.Jesus_Christus_bibeldidaktisch_Grundschule.100043, PDF vom 19.08.2024).
  • Saupe, Anja, Postmoderne, in: Schweikle, Günther u.a. (Hg.), Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen, Stuttgart 3. Aufl. 2011, 602-603.
  • Schilling, Erik, Literarische Konzepte von Zeit nach dem Ende der Postmoderne, in: Horstkotte, Silke/Herrmann, Leonhard (Hg.), Poetiken der Gegenwart. Deutschsprachige Romane nach 2000, Berlin/Boston 2013, 173-187.
  • Schmitz-Emans, Monika, Alphabetisch-lexikographische Schreibweisen und die Kriterien der Postmoderne, in: Horstkotte, Silke/Herrmann, Leonhard (Hg.), Poetiken der Gegenwart. Deutschsprachige Romane nach 2000, Berlin/Boston 2013, 115-137.
  • Stobbe, Martin, Postsäkular erzählen. Religion und Unzuverlässigkeit im Roman der Gegenwart, Münster 2018.
  • Trombiková, Martina, Zu intertextuellen Jesus-Verweisen und ihren Funktionen in Martin Walsers Roman „Muttersohn“, in: Nilges, Yvonne (Hg.), Jesus in der Literatur. Tradition, Transformation, Tendenzen – vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Heidelberg 2016, 235-250.
  • Welsch, Wolfgang, Unsere postmoderne Moderne, Berlin 4. Aufl. 1993.
  • Welsch, Wolfgang, Einleitung, in: Welsch, Wolfgang (Hg.), Wege aus der Moderne. Schlüsseltexte der Postmoderne-Diskussion, Weinheim 1988, 1-43.
  • Welsch, Wolfgang (Hg.), Wege aus der Moderne. Schlüsseltexte der Postmoderne-Diskussion, Weinheim 1988.
  • Wittstock, Uwe, Einleitung, in: Wittstock, Uwe (Hg.), Postmoderne in der deutschen Literatur. Lockerungsübungen aus fünfzig Jahren, Göttingen 2015, 9-18.

Jugendliteratur

  • Bradley, Alan, Flavia de Luce, Mord im Gurkenbeet, München 2010.
  • Crockett, Sophie D.,Nach dem Schnee,München 2012.
  • Green, John, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, München 25. Aufl. 2019.
  • Kreller, Susan, Schneeriese, Hamburg 2014.
  • Mohl, Nils, Stadtrandritter. Roman, Reinbek b. Hamburg 2012.
  • Palacio, Raquel J., Wunder, München 2013.
  • Reumschüssel, Anja, Über den Dächern von Jerusalem, Hamburg 2023.
  • Silvey, Craig, Wer hat Angst vor Jasper Jones?, Reinbek b. Hamburg 2012.
  • Velasco, Stefanie de, Tigermilch. Roman, Köln 2013.
  • Zipfel, Dita, Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte, München 2019.

PDF-Archiv

Alle Fassungen dieses Artikels ab Oktober 2017 als PDF-Archiv zum Download:

VG Wort Zählmarke
Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.5
Folgen Sie uns auf: