Die → Beschneidung gilt in Israel als Zeichen des → Bundes mit Gott (1. Mose 17,7-14). »Unbeschnitten« kann deshalb zu einem Schimpfwort für Angehörige von Völkern werden, die nicht wie Israel in einem besonderen Verhältnis zu Gott stehen. In der alttestamentlichen Überlieferung dient der Begriff als Bezeichnung für die → Philister (1. Sam 17,26). Er kann aber auch auf Völker angewandt werden, die selbst die Beschneidung geübt haben (Ägypten und Tyrus = Phönizien in Hes 32,1-32). Im übertragenen Sinn kann von »unbeschnitten am Herzen« geredet werden, was bedeutet, dass Gottes Wille nicht getan wird (Jer 4,4; Röm 2,25-29).