(»Lade Gottes« 1. Sam 3,3; »Lade des Zeugnisses« Jos 4,16) Ein hölzerner Kasten, der nach den biblischen Angaben aus Akazienholz gearbeitet war und die Maße 1,25 m x 0,75 m x 0,75 m hatte (2. Mose 25,10-22; 37,1-9). Es handelt sich wohl um ein Kultgerät, das die Gegenwart Gottes repräsentierte. Der Begriff »Bundeslade« bezieht sich darauf, dass die Lade auch als Aufbewahrungsort der Tafeln mit den Zehn Geboten gelten konnte (5. Mose 10,5). Nach alttestamentlicher Darstellung liegen die Ursprünge der Lade in der Wüstenzeit. Sie wurde dann später im Heiligtum von → Silo aufbewahrt (1. Sam 3,3) und konnte das Heer bei Kriegszügen begleiten und des göttlichen Schutzes versichern (1. Sam 4,3-4). → David ließ die Lade nach → Jerusalem überführen (2. Sam 6), → Salomo stellte sie ins Allerheiligste des → Tempels (1. Kön 8,3.6). Vermutlich ist die Lade bei der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar zerstört oder weggebracht worden. Über ihren Verbleib ist nichts bekannt und eine neue Lade wurde nicht angefertigt.