Deutsche Bibelgesellschaft

Jerusalem

Die Stadt, deren Name »Gründung des (Gottes) Schalim« bedeutet, bestand schon lange vor David, der sie um 1000 v. Chr. von den kanaanäischen → Jebusitern eroberte (2. Sam 5,6-9). Sie blieb die Hauptstadt des Königreichs Juda, bis sie 586 v. Chr. von den Babyloniern erobert und zerstört wurde, und mit ihr der → Tempel. Von den Rückkehrern aus dem Exil wurde der Tempel in Jerusalem wieder aufgebaut und 515 v. Chr. eingeweiht. Unter Nehemia wurde die Stadt wieder mit einer Mauer umgeben. In hellenistischer Zeit sollte Jerusalem zu einer Stadt nach griechischem Vorbild umgestaltet werden. Der seleukidische Herrscher Antiochus IV. Epiphanes eroberte sie 168 v. Chr. und entweihte den Tempel. Doch gelang es den → Makkabäern, Jerusalem wieder in jüdischen Besitz zu bringen. Von den Römern wurde die Stadt 63 v. Chr. erobert und 37 v. Chr. an → Herodes den Großen übergeben, der in ihr Paläste erbaute und die Tempelanlage vergrößerte. Jerusalem ist Ort der Kreuzigung und Auferstehung Jesu und Versammlungsort der ersten christlichen Gemeinde. Um 70 n. Chr. zerstörten die Römer den Tempel, der seitdem nicht wieder aufgebaut wurde. Die Stadt wurde schließlich in »Aelia Capitolina« umbenannt.

Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.4
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