Name der von → David eroberten Festung der → Jebusiter (2. Sam 5,7) auf dem Südosthügel des heutigen Jerusalem. Später geht die Bezeichnung »Zion« von der Stadt auf den Tempelberg über (Ps 78,68-69) und wird als Name für das personifizierte Jerusalem und seine Bewohner gebraucht (Jes 1,8; 52,2 u. ö.; vgl. auch Mt 21,5; Joh 12,15). Theologisch bedeutsam ist, dass der Zion in Verbindung mit dem salomonischen → Tempel zum Gottesberg (Ps 48,2-3), zur Wohnung und zum Thronsitz Gottes wird (Ps 9,12; Jes 8,18). Der Zion bietet Schutz, und von ihm kann Hilfe ausgehen (Ps 20,3). Nach der Zerstörung des Tempels wird vom – mythologisch überhöhten – Zion als endzeitlichem Ort der Rettung und des Friedens gesprochen, an dem die Völker sogar das Kriegshandwerk verlernen werden (Jes 2,2-4; Mi 4,1-4). Im Neuen Testament wird der Berg Zion mit dem himmlischen Jerusalem identifiziert (Hebr 12,22; Offb 14,1).