Deutsche Bibelgesellschaft

Johannes 20,19-23 | Pfingstmontag | 25.05.2026

Einführung in das Johannesevangelium

Das Johannesevangelium ist wie ein Fluss, in dem ein Kind waten und ein Elefant schwimmen kann.

Robert Kysar

Das Evangelium „nach Johannes" ist das tiefgründigste und theologisch wie kulturgeschichtlich wirkungsvollste der kanonischen Evangelien. Es unterscheidet sich in Stoff, narrativer Gestalt, Sprache und Theologie signifikant von den Synoptikern. Die Erklärung dieser Besonderheiten sowie die Frage nach seinen Quellen und seinem historischen und theologischen Wert gehören zu den schwierigsten und umstrittensten Fragen der Forschung.

Joh ist wie Mk eine kerygmatische Erzählung vom Wirken, Sterben und Auferstehen Jesu, d.h. ein Evangelium. Es ist programmatisch aus nachösterlicher Perspektive gestaltet, aus der durch den Geist gewirkten „Erinnerung“ (Joh 2,22; 12,16), und es trägt diese Perspektive bewusst in die Erzählung der Geschichte Jesu und seines Todes (19,30), so dass alle Einzel-Episoden schon im Licht des Ganzen des Christusgeschehens, im ‚österlichen Glanz‘, zu lesen sind.

Joh enthält eigentümliche Stoffe (Prolog, Abschiedsreden, ausgedehnte Reden und Dialoge Jesu mit Nikodemus, der Samaritanerin oder Pilatus), Erzählungen wie das Weinwunder (Joh 2), Lazarus (Joh 11), die Fußwaschung (Joh 13). Wichtige synoptische Stoffe (z.B. Geburtsgeschichten, Gleichnisse, Bergpredigt, Endzeitrede) fehlen. Die Tempelreinigung (Joh 2,13-22) ist aus dem Passionskontext an den Anfang umgestellt, der Todesbeschluss des Hohen Rates (Joh 11,45-54) erfolgt ebenfalls schon vor der Passion als Antwort auf die Lazarus-Erweckung. Dies weist auf eine bewusste Umgestaltung der älteren Jesusüberlieferung hin, die auch geschichtliche Sachverhalte in großer Freiheit anders erzählt. Dies zeigt sich auch in der anderen Sprache Jesu, die im Grunde die Sprache aller anderen Figuren und des Autors ist. D.h., auch in Jesu Worten und Reden spricht faktisch der joh Autor.

1. Verfasser

Das „Evangelium nach Johannes“ ist wie alle kanonischen Evangelien anonym überliefert. Die Überschrift ist im 2. Jh. nachgetragen. Traditionell wurde es ab dem späten 2. Jh. dem Apostel und Zebedaiden Johannes zugeschrieben, der mit der Figur des „Jüngers, den Jesus liebte“ (Joh 13,23) identifiziert wurde. Diese Zuschreibung ist erklärlich, weil man diesen ‚Lieblingsjünger‘ (LJ) mit dem ‚unbekannten‘ zweiten Jünger aus Joh 1,35-40 identifiziert hat und (aufgrund von Mk 1,16-20 oder Apg 3-5) in diesem den Zebedaiden Johannes sah. So ‚wurde‘ der LJ zum Augenzeugen der ganzen Erzählung und das Evangelium bekam ‚apostolische‘ Würden. Nach der Johanneslegende (bei Irenäus u.a.) soll dieser Johannes als Greis sein Werk in Ephesus in Kleinasien geschrieben haben, nach Clemens v. Alex. ist es als „geistliches“ Evangelium in Ergänzung und Vertiefung zu den drei eher „leiblichen“ Erzählungen der Synoptiker abgefasst.

Aufgrund von Stoff, Sprache und erzählerischer Gestalt ist allerdings höchst unwahrscheinlich, dass der galiläische Fischer im hohen Alter das Werk verfasst hat. Und selbst wenn er der Autor wäre, wäre schwer erklärlich, warum es sich von der älteren Tradition so unterscheidet.

Nur das wohl als ‚Nachtrag‘ angefügte Kapitel 21 führt die Abfassung auf den LJ zurück, in Joh 1-20 ist dieser zwar an wenigen Stellen ab dem letzten Mahl (13,23; 19,25-27; 20,1-10) Petrus an die Seite gestellt, doch eher als ‚ideale Figur‘, die Jesus näher ist und ihn besser versteht. Der eigentliche „Autor“ ist in Joh 1-20 der „erinnernde“ Geist (Joh 14,25f). Wenn hinter dem LJ auch eine ‚reale‘ Figur im Umkreis der joh Gemeinden stand (wie 21,22f nahelegt), ist fraglich, ob dieser mit einer bekannten Gestalt zu identifizieren ist. Das Joh wäre in dann Fall posthum von Schülern (21,24f) herausgegeben. Wenn der Autor des Joh mit dem von 1-3Joh identisch ist, wäre der autoritativ schreibende „Presbyteros“ aus 2Joh 1; 3Joh 1 am ehesten mit dem bei Papias von Hierapolis (Eus., h.e. 3,39,4) als Traditionsträger in der Asia erwähnten „Presbyteros Johannes“ zu identifizieren. Die spätere Zuschreibung an den Zebedaiden wäre dann in einer Verwechslung oder eher intentionalen Überblendung der Namen erfolgt.

Schriftzitate und Anspielungen belegen eine gute Kenntnis des AT, das aber höchst selektiv benutzt wird. Analog ist auch für die übrigen Traditionen eine sehr eigenständige Verwendung anzunehmen. Nichts ist nur ‚abgeschrieben‘, Joh 20,30f bezeugt eine bewusste Auswahl des Autors aus den ihm verfügbaren Stoffen. Daraus folgt aber: Die Eigenständigkeit in Stoff und literarischer Ausgestaltung belegt keine ‚Unabhängigkeit‘ von der synoptischen Tradition. Jede Rekonstruktion schriftlicher Quellen (z.B. einer ‚Semeia‘-Quelle mit Wundergeschichten oder eines eigenen Passionsberichtes) ist m.E. unmöglich, doch sind neben den Synoptikern (v.a. Mk) mündliche und schriftliche Gemeindetraditionen anzunehmen, die aber alle eigenständig umgestaltet sind. Der Autor kennt das Mk (wie z.B. die Anspielungen auf die Gethsemane-Episode in 12,27f; 14,31 und 18,11 zeigen) und setzt die Kenntnis auch bei seinen Lesern voraus (s. 3,24), evtl. kennt er auch Lk oder Stoffe daraus, eine Kenntnis des Mt ist nicht zu belegen. Er ist gleichfalls vertraut mit jüdischen Bräuchen und wohl auch mit Gegebenheiten in Jerusalem. Vielleicht ist er ursprünglich ein Palästiner, der dann im Zuge des jüdischen Krieges nach Kleinasien kam.

2. Adressaten

Das Joh ist wohl in Gemeindekreisen entstanden, die auch in 1-3Joh greifbar sind. Diese Gemeinden (oder die ‚Joh. Schule‘) in Kleinasien sind erst im letzten Drittel des 1. Jh. greifbar, sie hatten eigene Traditionen, aber nahmen auch synoptische und paulinische Motive auf. Ein Teil der joh Christusgläubigen entstammte wohl der Diasporasynagoge, und die traumatischen Spuren einer erfolgten Trennung (aposynagogos: Joh 9,22; 12,42; 16,2) sind wahrnehmbar, hingegen waren andere wohl Nichtjuden („Griechen": Joh 7,35; 12,20). Der Kontext steht also ein Verband ‚gemischter‘ Gemeinden, wohl im urbanen Raum, in dem neben diesen joh Christusgläubigen auch anders geprägte Gruppen koexistierten (z.B. Apk, Eph, Pastoralbriefe).

Nach den Abschiedsreden erscheinen die Adressaten selbst verunsichert ‚in der Welt‘, so dass Jesu Wort und das ganze Joh im Durchgang durch die Geschichte Jesu eine Antwort darauf bietet. Zugleich ist das Joh nicht nur als konkretes Wort an einen begrenzten, gar ‚sektiererisch‘ abgeschlossenen Gemeindekreis zu lesen, vielmehr zielt es auch auf Lesende in einem weiteren Rahmen, ja auf die Welt der Bücher, wenn es in 1,1 die Genesis überbietend aufnimmt und in 21,25 mit einem Hinweis auf viele Bücher endet.

3. Entstehungsort

Die Herausgabe des Evangeliums wird seit der altkirchlichen Tradition in Ephesus angesetzt. Dies ist im Joh und den drei Briefen nicht positiv zu belegen, und sachlich wäre jeder urbane Kontext im östlichen Mittelmeerraum denkbar, doch weist das frühe Zeugnis des Papias von Hierapolis, Polykarp u.a. auf den Raum Kleinasiens, ebenso die frühe Verbindung mit der dort situierten Apokalypse. Andere Vorschläge (Alexandrien wegen der Rede vom Logos; Syrien wegen vermeintlicher Nähe zu gnostischen Traditionen; Ostjordanland wegen der Bedeutung der ‚Juden‘) sind ebensowenig zu belegen. Kleinasien bleibt die wahrscheinlichste Option.

4. Wichtige Themen

Wichtige Themen der exegetischen Interpretation sind die hohe Christologie: Jesus ist der eine Offenbarer Gottes, ja er ist ‚Gott‘. Er gibt Leben, gibt den Geist. Sein Tod ist ‚Vollendung‘ der Schrift und des Willens Gottes (19,30), seine Sendung (ans Kreuz) der Erweis der ‚Liebe‘ Gottes zur Welt (3,16). Auffällig ist die ‚Vergegenwärtigung‘ der Eschatologie: Das ‚ewige Leben‘ ist schon jetzt im Glauben gegeben (5,24), das Gericht ergeht jetzt in der Begegnung mit Jesus (3,18). Zentrale Bedeutung hat der Geist, der als ‚Beistand‘ (Paraklet) der nachösterlichen Gemeinde diese begleitet, erinnert und zum Zeugnis befähigt. Joh entwickelt eine Art, von Vater, Sohn und Geist in personaler Unterscheidung zu reden, die bereits in die Richtung der späteren Trinitätslehre führt. Das alles wird in Bezug auf die Schriften Israels entfaltet, die nach Joh sämtlich von Jesus zeugen. Daher beansprucht der joh Jesus Exklusivität als Offenbarer (1,18; 14,6), während alle anderen Wege, auch der der nicht an Jesus glaubenden Schüler Moses (9,28) nicht „zum Vater“ führen. Die schroffe antijüdische Polemik ist z.T. Ertrag der schmerzhaften Trennungs- und Identitätsbildungsprozesse. Für die Gemeinde ergibt sich daraus eine innere Trennung von der ‚Welt‘, der mit einer (Familien-)Ethik der (nicht nur, aber vorrangig) auf die eigene Gruppe gerichteten Liebe begegnet wird.

5. Besonderheiten

Das Joh will, dass seine Leser:innen besser und tiefer verstehen. Diesem Ziel dient die literarische Ausgestaltung durch ein eine Vielzahl literarischer Gestaltungsmittel: die Vor-Information durch den Prolog lässt die Leserschaft stets ‚wissender‘ sein als die textlichen Figuren, deren ‚dumme‘ Fragen oft Verwunderung auslösen. Die Wundergeschichten sind durch textliche Verweise so ausgestaltet, dass sie nie nur als Bericht eines vergangenen Ereignisses gelesen werden können, sondern stets auf das Ganze des Heilsgeschehens bezogen sind. Explizite und implizite Erzählerkommentare und Erläuterungen lenken den Blick auf textliche und theologische Bezüge. Narrative Figuren bieten Identifikationsangebote und provozieren durch ihre Ambivalenz zur Stellungnahme. Miteinander vernetzte, z.T. breit symbolisch ausgestaltete Metaphern (wie Wasser, Brot, Hirte, Weinstock, aber auch Geburt, Familie, Tempel, Garten) verstärken das Wirkungspotential des Textes und laden die Lesenden ein, ihn „zu bewohnen“ (Ricœur). Als subtiler literarischer Text spiegelt das Joh nicht nur die hohe Kunst seines Autors, sondern wurde selbst zur Weltliteratur.

Literatur:

  • Meyers KEK: Jean Zumstein, Das Johannesevangelium, Göttingen 2016; C.K:Barrett, Das Evangelium nach Johannes, Üs. H. Balz (KEK Sonderband), Göttingen 1991.
  • Martin Hengel, Die johanneische Frage, WUNT 67, Tübingen 1993.
  • Jörg Frey, Die Herrlichkeit des Gekreuzigten. Studien zu den johanneischen Schriften 1, WUNT 307, Tübingen 2013: https://www.mohrsiebeck.com/buch/die-herrlichkeit-des-gekreuzigten-9783161527968?no_cache=1
  • Francis Moloney, The Gospel According to John, Sacra Pagina 4, Collegeville MN 1998; Marianne Meye Thompson, John: A Commentary, NTL, Louisville KN 2015.

A) Exegese kompakt: Johannes 20,19-23

19Οὔσης οὖν ὀψίας τῇ ἡμέρᾳ ἐκείνῃ τῇ μιᾷ σαββάτων καὶ τῶν θυρῶν κεκλεισμένων ὅπου ἦσαν οἱ μαθηταὶ διὰ τὸν φόβον τῶν Ἰουδαίων, ἦλθεν ὁ Ἰησοῦς καὶ ἔστη εἰς τὸ μέσον καὶ λέγει αὐτοῖς· εἰρήνη ὑμῖν. 20καὶ τοῦτο εἰπὼν ἔδειξεν τὰς χεῖρας καὶ τὴν πλευρὰν αὐτοῖς. ἐχάρησαν οὖν οἱ μαθηταὶ ἰδόντες τὸν κύριον. 21εἶπεν οὖν αὐτοῖς [ὁ Ἰησοῦς] πάλιν· εἰρήνη ὑμῖν· καθὼς ἀπέσταλκέν με ὁ πατήρ, κἀγὼ πέμπω ὑμᾶς. 22καὶ τοῦτο εἰπὼν ἐνεφύσησεν καὶ λέγει αὐτοῖς· λάβετε πνεῦμα ἅγιον· 23ἄν τινων ἀφῆτε τὰς ἁμαρτίας ἀφέωνται αὐτοῖς, ἄν τινων κρατῆτε κεκράτηνται.

Johannes 20,19-23NA28Bibelstelle anzeigen

Übersetzung

Als es nun Abend war an jenem ersten Tag nach dem Sabbat und die Türen verschlossen waren dort, wo die Jünger waren, wegen der Furcht vor den Juden, da kam Jesus und stellte sich in die Mitte und spricht zu ihnen: „Friede [sei] euch!“ 20 Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sich die Jünger, da sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus zu ihnen wiederum: „Friede [sei] euch! Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich auch euch. 22 Und als er das gesagt hatte, blies er in sie und sagt zu ihnen: „Empfangt heiligen Geist! 23 Welchen immer ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; welchen immer ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

1. Fragen und Hilfen zur Übersetzung

19        Οὔσης οὖν ὀψίας: ein genetivus absolutus, der für einen Temporalsatz steht.

19        μιᾷ σαββάτων: der erste Tag nach dem Sabbat. Der Genetiv markiert das Danach.

19        ἔστη: Der Aorist ist hier inkohativ: „Er stellte sich hin…“ (= präsentierte sich).

19.21   εἰρήνη ὑμῖν: Das Verb ist ausgelassen. Im Deutschen wird oft der Konjunktiv verwendet „Friede sei mit euch!“, doch ist der Ausdruck in seiner Kürze kräftiger, der „Friede“ (schalôm in der Fülle der Bedeutung des Wortes) ist kein ‚frommer Wunsch‘, sondern eine Gabe.

21        ἀπέσταλκέν hier als Perfekt. Der Fokus ist nicht auf dem vergangenen Akt der Sendung, sondern auf Jesu Gesandtsein, seiner gegenwärtigen und bleibenden Vollmacht.

22        ἐνεφύσησεν: Das Verb ἐμφυσάω = „in“ etwas hinein „atmen/blasen.“ Das häufig in Übersetzungen gebrauchte „anhauchen“ ist zu schwach. Mit dem Akt ist eine Kraftübertragung verbunden (oft auch in magischen Kontexten), eine Ermächtigung (s. u. die Erklärung).

23        ἄν + Konj. – ein Eventualis („was auch immer“) – eine sehr generelle Zusage

2. Beobachtungen zur literarischen Gestaltung und Kontext

Die Erscheinung des Auferstandenen im Kreis seiner Jünger (der bei Joh nicht klar definiert ist und nicht zwingend die Zwölf umfassen muss) ist durch Jesu aktive Rolle und dann durch seine Worte geprägt. Zielpunkt ist die Mitteilung des Heiligen Geistes und die Beauftragung zur Weiterführung des Wirkens Jesu in der Zusage (und Verweigerung) von Sündenvergebung.

Der Abschnitt schließt unvermittelt an die Szene mit Maria Magdalena (V. 11-18) an. Er bildet die dritte von vier Szenen der joh Ostererzählung in Joh 20. Auf dem Hintergrund von V. 18, wo Maria den Jüngern verkündigt „Ich habe den Herrn gesehen“, ist die noch immer bestehende Furcht der Jünger erstaunlich, ein Zeichen ihres noch anhaltenden Unglaubens, der erst durch die Begegnung mit Jesus selbst weicht.

Der Einsatz wirkt etwas überladen mit mehreren Umstandsangaben, die den Hintergrund bilden für den Hauptsatz, der Jesu souveränes Handeln beschreibt. Er „erscheint“ nicht nur, sondern „stellt sich in die Mitte“. Er ist die Mitte der Szene, die Mitte des Jüngerkreises und der Kirche.

Nicht im Fokus, und lediglich zu erschließen ist, dass Jesus durch verschlossene Türen kommt. Jesu Erscheinen ist ein souveräner Akt der Offenbarung, nicht eine allgemein menschliche Möglichkeit. Er ist nicht einfach physisch greifbar und erkennbar (vgl. V. 11-18), er gibt sich durch Worte und Zeichen zu erkennen, hier den Friedensgruß und (die) Zeichen seiner Kreuzigung.

Der Friedensgruß Jesu greift innerhalb des Joh zurück auf Jesu Zusagen in den Abschiedsreden (Joh 14,27; 16,33), aber auch auf die parallele Erzählung bei Lukas (Lk 24,36), er ist erstes, aber nicht vollständiges Identifikationsmerkmal Jesu; die Zeichen seiner Kreuzigung kommen dann hinzu, durch sie wird klar: der Erscheinende ist der Gekreuzigte. Erst jetzt „freuen sich“ die Jünger, d.h. sie erkennen ihn und sind nun auch (wie zuvor schon der ideale ‚Lieblingsjünger‘ und Maria Magdalena) österlich Glaubende.

3. Literarischer Kontext und historische Einordnung

Zwei intertextuelle Bezüge sind wesentlich, der zu Lk 24,36-49 und für V. 23 der zu Gen 2,7.

Die Erscheinung Jesu im Jüngerkreis ist früh bezeugt in 1 Kor 15,5. Mk bietet solche Erzählung noch nicht (bzw. nur im sekundären Nachtrag Mk 16,14-18), Mt bietet sie als Schluss-Szene Mt 28,16-20. Strukturell unserem Abschnitt am nächsten ist Lukas, der ausführlicher erzählt. Auch dort tritt Jesus in ihre Mitte und entbietet den Friedensgruß. Dort wird explizit von der Furcht der Jünger gesprochen, die Erscheinung könnte ein Gespenst sein. Jesus beteuert, dass er selbst es sei, zeigt seine Hände und Füße und isst zum Erweis seiner ‚Realität‘ ein Stück Fisch. Auch bei Joh zeigt Jesus die Male der Kreuzigung (hier: Hände und Seite), hingegen fehlt die ‚antidoketische‘ (d.h. die volle Leiblichkeit besonders betonende) Zuspitzung des Essens. Anstelle der lk. Belehrung über die Erfüllung der Schriften findet sich hier die Geistverleihung und Sendung. Trotz der größeren Breite bei Lukas spricht vieles dafür, dass die joh Darstellung von jener abhängig ist, sie kürzt und anders zuspitzt, auf das ‚johanneische Pfingsten‘ am Ostertag, und auf die Frage nach der ‚Zeit danach‘, der Weiterführung des Werkes Jesu durch die Jüngerinnen und Jünger.

V. 22 bietet eine Neuinszenierung der in Gen 2,7 berichteten Menschenschöpfung. Dort bläst Gott dem Lehmkloß Atem des Lebens in die Nase (LXX: ἐνεφύσησεν … πνοὴν ζωῆς), so dass er ein lebendiges Wesen wird, hier bläst Jesus Heiligen Geist in die Jünger (wohlgemerkt: die Gruppe, nicht die Individuen), so dass sie als österlich Glaubende neu belebt werden. Sieht man dazu die intertextuelle Verbindung von Joh 19,30 an Gen 2,2, so steht Jesu ganzes Wirken im Horizont der Schöpfungserzählung, es ist Neu-Schöpfung. Als Geist-Geber handelt Jesus als Neu-Schöpfer in Analogie zu Gottes erstem Schöpfungshandeln. Wie der Atem das Medium physischen Lebens ist, so ist der Heilige Geist die Kraft des neuen Lebens. Wie Jesus zuvor durch sein Wort (spirituell) Tote zum Leben erweckte und Gericht übte (Joh 5,21f..26) und darin Gottes Werke tat, so sollen nun die Jünger analog das Werk Jesu weiterführen und so Gottes Werk tun.

Das Beauftragungswort Joh 20,23 steht in enger Parallele zu den matthäischen Worten vom Binden und Lösen (an Petrus Mt 16,19; an die Jünger Mt 18,18). Es gilt nicht einem, sondern allen Jüngerinnen und Jüngern nach Ostern.

4. Schwerpunkte der Interpretation

Die diversen Szenen in Joh 20 zeigen, wie es zum österlichen Glauben kommen kann. Der Auferstandene ist nicht einfach „vorhanden“, er offenbart sich. Die Jünger hatten das Zeugnis Marias gehört und noch nicht geglaubt. Entscheidend ist, dass eine Begegnung hinzukommt. In dem ihnen Begegnenden erkennen sie Jesus – nicht nur dass er es wirklich ist (so Lk), sondern als den Gekreuzigten. Das Erkennungszeichen sind hier neben dem Friedensgruß die Male (oder Narben) der Kreuzigung, Zeichen leiblicher Identität. Diese Zeichen müssen die Jünger deuten: Sie „freuen sich“, Thomas formuliert später ein Bekenntnis (Joh 20,28). Das Zeugnis anderer (oder auch des Evangelien-Buches) und eine eigene Begegnung mit Jesus sind (auch nach Joh 1,35-51 oder 4,40-42) die Konstitutionsbedingungen des Glaubens in nachösterlicher Zeit, wobei dann an die Stelle der leiblichen Begegnung mit Jesus später die (nicht weniger leiblich-konkrete) Begegnung mit seinen Nachfolgern tritt, deren Worte und Taten (in Liebe) Jesus imitieren und Glauben und Erkenntnis Gottes ausbreiten sollen.

Wichtig ist, dass der Kreis der Jüngerinnen und Jünger bei Joh nie abschließend definiert ist. Wer hier in Joh 20 dabei ist, ist offen, auch in Joh 21,1-14 ist der Kreis unabgeschlossen, es sind nicht die Zwölf, und zwei Jünger ohne Namen sind Teil der Siebenergruppe. Dies weist auf die generelle Offenheit und Transparenz des joh Bildes der Jünger für alle Nachfolgenden späterer Generationen (vgl. 17,20) hin. Der Geist ist nicht nur den unmittelbaren Osterzeugen gegeben, sondern allen in der Nachfolge Jesu. Auch der Auftrag zur Weiterführung der Sendung und des Handelns Jesu ist allen gegeben; alle sind bevollmächtigt und beauftragt, nicht nur Petrus, die Zwölf oder ‚direkte‘ Jünger Jesu, auch nicht spezifische Amtsträger, sondern alle Glaubenden. Der Auftrag ist ein doppelter: Vergebung zuzusagen ist das eine, sie nicht zuzusagen, das andere, das für uns schwerer zu akzeptieren ist. Woran ist hier gedacht? Die Kirche hat Formen der Zurückweisung (von Vergebung, Sakramenten etc.) entwickelt, oft v.a. zur Disziplinierung der Mitglieder. Die Grundlage von V. 23 ist aber die grenzenlose Liebe Gottes zur „Welt“ (Joh 3,16), der universale Heilswille Gottes. Alle sollen Heil erfahren. Dennoch kann die Zusage von Vergebung von Sünden und neuem Anfang nicht nach dem ‚Gießkannenprinzip‘ erfolgen, sonst wäre sie belanglose Information. Vorausgesetzt ist – wie in der Entstehung österlichen Glaubens – eine Begegnung mit Jesus (durch das Wort und das gelebte Leben seiner Beauftragten), in der es zu Erkenntnis und Einsicht kommt. Wo diese fehlt oder verweigert wird, kann das Neue nicht aufkeimen, das Alte „bleibt“ (vgl. 3,36). Diese ernste Rückseite gehört unaufgebbar zur Heilsverkündigung des Evangeliums.

5. Kurzcharakteristik des Textes – von der Exegese zur Predigt

Was würde fehlen, wenn wir diesen Text nicht hätten? Zunächst die Verankerung von Pfingsten im Ostergeschehen, vielleicht auch der Gedanke, dass die Inkarnation nicht nur eine Episode war, nicht nur die Zeit des irdischen Wirkens betrifft, sondern dass bleibend der Auferstandene, Erhöhte, ja der «Gott» Jesus (Joh 20,28) an den Malen seiner Kreuzigung, an den Spuren des tiefsten Punktes seines Menschseins, zu erkennen ist. Schließlich auch die große Weite der Beauftragung, das unhierarchische, ‘demokratische’ Verständnis des ‘Schlüsselamtes’.

An Pfingsten wird von Ostern erzählt. Die österliche Freudenzeit wird hier abgeschlossen. Anders als Lukas (Lk 24; Apg 1), der die Geist-Gabe an die Jünger am Wochenfest, 7 Wochen nach Ostern, situiert, ist dieses Ereignis nach Johannes narrativ und theologisch engstens mit der Auferstehung Jesu verbunden. Der Auferstandene (als Träger und Geber göttlichen Lebens) gibt den Geist, bevollmächtigt, beauftragt. Und wir sind – auch als längst Nachgeborene – die Beschenkten, Ermächtigten, Beauftragten. Nicht nur die bestallten und bezahlten Pfarrpersonen sollen Jesu Werk weiterführen und anderen Menschen zur Freiheit, zur Freude des Glaubens und zu neuen Lebenshorizonten helfen, sondern alle! Und wir sind dazu als Gemeinde Christi befähigt und ermächtigt durch Jesus und den Geist. Das ist Pfingsten!

B) Praktisch-theologische Resonanzen

1. Persönliche Resonanzen

Oft wurde und wird bei der joh Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern das wundersame Auftauchen Jesu hinter den verschlossenen Türen fokussiert. Als wäre die Auferstehung selbst nicht Wunder genug, wird ein weiteres überaus dingliches Wunder ergänzt: Jesus könne durch verschlossene Türen gehen. Im übertragenen Sinne lässt sich dieses Bild zwar auf das Erleiden und Überwinden des Todes anwenden, aber die Exegese setzt den Lichtkegel nicht auf das Übernatürliche, sondern das Zukunftsträchtige: Wie geht es weiter nach Ostern? Die Übersetzungshinweise zur kraftvoll-performativen Friedensgabe, die über einen bloßen konjunktiv-frommen Friedenwunsch hinausgeht, und zum vollmundigen kraftübertragenden „Blasen“ des Geistes lassen mich ganz neu auf das Geschehen an jenem Sonntagabend blicken. Hier wird nicht bloß eine erstaunliche Begegnung nacherzählt. Hier passiert etwas, das Auswirkungen und Konsequenzen für das nachösterliche Leben hat. Die losen Ränder der Jüngergruppe bestätigen diese narrative Tendenz. Was wir dort erfahren, bleibt nicht im verschlossenen Raum, es hat Folgen auch auf unsere Beauftragung als Spätnachfolgende Christi.

2. Thematische Fokussierung

„Friede euch!“, das ist das erste Wort des Auferstandenen an die furchtzitternden Jünger. Nicht: „Möge die Macht mit euch sein!“, nicht „Fürchtet euch nicht!“, nicht: „Alles wird gut!“  Nein, „Friede euch!“- das erste Wort nach der Kreuzigung an sie. Und das Wort ward Fleisch und er zeigte ihnen seine Wundmale. Jesus kommt in den Raum, in dem auch jene stehen, die ihn verleugnet haben, die ihn nicht begleitet haben bis ans Kreuz, die ihn aus lauter Angst im Stich gelassen haben. Er sagt: „Friede euch!“ und markiert damit den Weg, wie es zukünftig zugehen soll. Erst Friede dann Kraftübertragung. Erst Friedensgabe dann Geistgabe und ja auch die Gabe großer Macht: Die Macht zur Sündenvergebung und Sündenanrechnung. Dieses einfache „Friede euch!“ setzt die Leitplanken, wie mit den Sünden anderer umzugehen ist. Das Ziel bei jeder Sündenbetrachtung und -verrechnung ist: Frieden. Wenn „einfach so“ Sünden vergeben werden, per „Gießkannenprinzip“, wie die Exegese so schön ins Bild fasst, dann kann nicht Frieden werden. Denn was ist mit denen, die Leid erfahren haben? Ihnen soll ebenso Gerechtigkeit widerfahren, nicht bloß „Ist doch jetzt alles gut!“-Vertröstung. Deshalb zeigt Jesus die Wundmale. Er weist genau hin auf die Verletzungen, übergeht sie nicht. Er – das vermeintliche Opfer – gibt sich in aller Souveränität zu erkennen, mutet den Jüngern den Anblick der Verletzungen zu. Und die Jünger halten aus, ja sie freuen sich sogar. Sie nehmen wahr: Frieden ist möglich, trotz massiver Verletzungen. Nicht ohne weiteres, der Weg Jesu ans Kreuz war und ist lang. Aber Frieden ist möglich. Und wer daran glaubt, wird anders weiterleben, gar von neuem geboren werden, wie Nikodemus nach der Begegnung mit Jesus anders weiterlebt (Joh 3,1-21; Joh 7,50ff., Joh 19,39), neugeboren wird.

Die Begegnung des Auferstandenen mit den Jüngern ist kein Zufallsgeschehen, nach dem Motto: „Ich war gerade in der Gegend.“ Es ist Offenbarung und damit Auftrag: Gott ist als unser Gott erkennbar an seinem Friedenswunsch inmitten tiefer Verletzung und Kränkung. Christus verleiht Kraft und Geist dazu, sowohl zum Vergeben als auch zum „Behalten“ oder „Vorhalten“. Auf dass seine Jünger in diesem seinem Geist wissen, was „dran“ ist: Vergeben oder Verletzungen kenntlich machen. Beides kann ein Schritt auf dem gleichen Weg sein.

3. Theologische Aktualisierung

In einer Welt, die sich über die Maße nach Frieden sehnt in großen politischen Zusammenhängen wie im persönlichen Leben, ist diese Erzählung als solche eine besondere Gabe des Geistes bis auf den heutigen Tag. Sie leuchtet den Weg aus, den Christus für uns gegangen ist. Den Weg, auf dem Christus, nachdem so viel zerbrochen ist (auch durch verschlossene Türen hindurch – um dieses Bild doch zu bemühen), Neuanfänge setzt und Begegnung ermöglicht. Welch ein Zuspruch: „Friede euch!“, sagt der Verwundete. Er kaschiert die Wunden nicht, er legt sie offen und gibt doch Frieden, wünscht ihn nicht bloß. Er geht auch auf die Untreuen zu, auch auf die, die sich nicht um ihn gekümmert haben, als es hart auf hart kam, die sich lieber „in Sicherheit“ gebracht haben.

Für den weiten Sprung in unsere Gegenwart hilft es natürlich, dass die Jüngergruppe offen, ja auch anschlussfähig ist – anschlussfähig in ihrer Furcht vor „Eindringlingen“, vor den eigenen Glaubensbrüdern gar, anschlussfähig in ihrer Isolation und Abschottung, in ihrem Sicherheitsbedürfnis; offen mit ihren losen Rändern, an die sich ohne Weiteres jeder und jede im Geiste dazustellen kann.

Durch die Geistgabe bleibt Christus für uns Spätgeborene gegenwärtig im gemeinsam gelebten und weitergetragenen Glauben, auch in der Vergebung, ebenso im Hinweis auf die Wunden der Menschheit, im Friedenswunsch. Wie die Exegese deutlich macht: Inkarnation ist nicht bloß eine Episode. Christus weist weiterhin auf die Male des Menschseins hin und gibt darin Frieden.

Die schöpferische Geistübertragung macht überdies deutlich: Die Aufteilung in Ehren- und Hauptamt geschieht allein der Ordnung willen, nicht aufgrund von Glaubensfähigkeit oder Begeisterung. Der Heilige Geist ist nicht begrenzt, so wie Frieden als echter schalôm (= Ganzheit, Vollkommenheit, Heil) keine Grenzen kennt. Natürlich ist mit dem Geist zur Sündenvergebung eine ungeheure Macht verbunden. Aber sie bleibt rückgekoppelt an die Friedens(vor-)gabe und die Wundmale Jesu, sie findet darin ihr Korrektiv und ihr Kriterium: Die Wundmale, die Verletzungen schützen vor Machtmissbrauch. Ich kann Sünden nur dann vergeben, wenn ich das Leid auch überblicke, mich selbst hineinversetzt habe. Und ich kann Sünden nur dann vorhalten, wenn das Ziel Frieden bleibt.

4. Wie prägt der Text den Sonn- oder Feiertag im Kirchenjahr?

Pfingsten wird als Geburtstag der Kirche begangen. Es setzt neue Perspektiven, wenn in der Geburtsstunde der Kirche einerseits die Friedensgabe steht und andererseits die Beauftragung, genau auf Sünden, Verletzungen, Wunden und Beziehungshindernisse zu schauen. Nicht Machtkalkül, keine Geistbegabung, die uns über andere stellt, sondern Geistbegabung, die uns in die Menschenmitte stellt als Verknüpfer:innen, Bindungsglieder. Der Wochenspruch fügt sich wunderbar darin ein: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ (Sach 4,6b) Oder auch der aufgeschlossene Gruß: „Wir segnen euch vom Haus des Herrn.“ des Wochenpsalms 118,26.

Durch diese besondere Geistgabe ist Pfingsten, wie die Exegese deutlich macht, nicht nur Geburtstag, sondern Neugeburts-Tag – immer wieder. Pfingsten kann nicht isoliert gefeiert werden, als großes Überfließen von Kräften und Begabungen, sondern ist eng rückgekoppelt an Karfreitag und Ostern, an Kreuz und Auferstehung. Begeisterung geht nicht ohne Kreuz. Charismatische Kirche nicht ohne Wundmale und Friedensansage.

Gerade Pfingstmontag wird oft eben nicht im stillen Kämmerlein gefeiert, sondern draußen oder ökumenisch oder besonders. Da sollte doch auch erwähnt werden, dass die Kirche nicht aus purer Begeisterung entstanden ist. Da war zunächst auch Furcht und das Gefühl der Bedrohung und Enge. Diese Enge wird von Christus aufgebrochen durch ein schlichtes: „Frieden euch!“.

Der Friedensgruß taucht in manchen Abendmahlsliturgien noch auf. Dieser liturgische Gruß ließe sich einmal reflektieren: Es kann durchaus eine Portion Überwindung kosten, den anderen/den „Fremden“ in meiner Umgebung Frieden zuzusprechen. Diese Erfahrung machen viele, besonders wenn sie zum ersten Mal in eine Gemeinde mit liturgischem Friedensgruß kommen. Es kostet Überwindung und man sollte es nicht ohne Weiteres abverlangen. Und was wäre erst, wenn da mal tatsächlich jemand kirchenmilieufremdes neben mir säße, der sich nicht nach „unseren“ Regeln verhält, nicht nach unseren Gewohnheiten gekleidet ist oder riecht? Es ist gut, in einer Gemeinde mit losen Rändern die Sitznachbarin und den Sitznachbarn wahrzunehmen als Brüder und Schwestern im Glauben, selbst wenn sie mir nicht vertraut sind.

Der atl. Lesungstext aus 4. Mose 11,11–12.14–17.24–25(26–30) lässt einen weiteren Aspekt der vollmundigen Geistgabe aufscheinen: Wenn wir uns als Einzelne:r einmal zu schwach fühlen, eine Begabung oder Beauftragung zu tragen, so kann das Wissen um die Geistgabe an die Jüngergruppe „mit losen Rändern“ entlastend wirken. Da sind viele, die Kraft ihres Glaubens Sünden vergeben und Sünden vorhalten können. Wenn ich allein es einmal nicht vermag, wird doch ein anderer zu meiner Rechten oder Linken stehen und mitentscheiden können, was recht und friedensdienlich ist.

Autoren

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Frey (Einführung und Exegese)
  • Dr. Olivia Rahmsdorf (Praktisch-theologische Resonanzen)

Permanenter Link zum Artikel: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/500195

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