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7.04. Die Makkabäerbücher

Name

Von den vier in der Septuaginta überlieferten Makkabäerbüchern hat die christliche Kirche das erste und zweite als inspiriert angesehen und daher in ihren Kanon aufgenommen. Der Name der Bücher ist eine spätere Sammelbezeichnung, die erst aus christlicher Zeit belegt ist. Sie orientiert sich an dem Titelhelden Judas, der nach 1Makk 2,4 den Beinamen der Makkabäer hat, was etwa „der Hammerartige“ bedeuten kann. (Daher rührt auch der Name für die ganze Aufstandsbewegung.) Der ursprüngliche Name des ersten Buches war möglicherweise „(Buch des) Fürsten des Hauses der Söhne der Mutigen“, so ist er jedenfalls bei dem Kirchenvater Origenes belegt.

Thema

Das Thema der Bücher sind die Ereignisse in der Makkabäer- und frühen Hasmonäerzeit, als unter der Herrschaft des syrisch-hellenistischen Seleukidenkönigs Antiochus IV. Epiphanes um 167 v. Chr. der Tempel in Jerusalem entweiht wurde. Darauf brach ein von Judas Makkabäus geleiteter Aufstand los, der nach langen Kämpfen zunächst zur Wiedereinweihung des Tempels und letztlich zur Souveränität des jüdischen Hasmonäerstaates führte (vgl. dazu auch das Themenkapitel „Nachexilische Geschichte Israels“). Das kanonische Danielbuch spielt in seiner Endfassung auf dieselben Ereignisse um die Tempelentweihung an, betrachtet die Makkabäer aber nur als „kleine Hilfe“ (Dan 11,34).

Kapitel zu den Makkabäerbüchern:

Digitale Bibelkunde

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Die Texte auf dieser Seite sind mit freundlicher Genehmigung übernommen aus:

Cover der Bibelkunde des Alten Testaments von Martin Rösel

Rösel, Martin: Bibelkunde des Alten Testaments. Die kanonischen und apokryphen Schriften. Mit Lernübersichten von Dirk Schwiderski, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 11., veränd. Aufl. 2021.

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