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Redewendungen der Lutherbibel: 22/52

Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig. (Jakobus 1,26, Lutherbibel 2017)

Die Mahnung, die Zunge im Zaum zu halten, will uns daran erinnern, welche verheerende Wirkung leichtfertige bzw. unbedachte Worte haben können. Nichts lässt sich schwerer wieder aus der Welt schaffen als lieblose, unüberlegt dahin gesagte Worte. Sie sind vielleicht gar nicht einmal böse gemeint, aber in ihrer Wirkung können sie wie abgeschossene Pfeile sein, die andere ins Herz treffen und sie verletzen.
So wie der Reiter seinem Pferd den Zaum anlegt, um es auf diese Weise zu zügeln bzw. zu lenken, sollen wir unsere Zunge im Zaum halten und d.h. unsere Worte wohl überlegt wählen und ihre Wirkung bei andern bedenken. Geschieht das, dann können unsere Worte hilfreich und klärend, tröstend und Mut machend sein. Und wir machen zugleich Gott eine Freude damit.

Klaus Jürgen Diehl

Bibeltext(e)

26Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.

Jakobus 1:26LU17Bibelstelle anzeigen

Text im Bild: Die Zunge im Zaum halten. Jakobusbrief 1,26

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