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2. Tag: Markus 1,21-45

In 30 Tagen durch das Markusevangelium

Bibeltext(e)

Jesus in Kapernaum

21Und sie gingen hinein nach Kapernaum; und alsbald am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. 22Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten.

23Und alsbald war in ihrer Synagoge ein Mensch, besessen von einem unreinen Geist; der schrie: 24Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! 25Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! 26Und der unreine Geist riss ihn hin und her und schrie laut und fuhr aus von ihm. 27Und sie entsetzten sich alle, sodass sie sich untereinander befragten und sprachen: Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht! Er gebietet auch den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm! 28Und die Kunde von ihm erscholl alsbald überall in das ganze Land um Galiläa.

29Und alsbald gingen sie aus der Synagoge und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. 30Die Schwiegermutter Simons aber lag darnieder und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr. 31Und er trat zu ihr, ergriff sie bei der Hand und richtete sie auf; und das Fieber verließ sie, und sie diente ihnen.

32Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm alle Kranken und Besessenen. 33Und die ganze Stadt war versammelt vor der Tür. 34Und er heilte viele, die an mancherlei Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus und ließ die Dämonen nicht reden; denn sie kannten ihn.

35Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort. 36Und Simon und die bei ihm waren, eilten ihm nach. 37Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich. 38Und er sprach zu ihnen: Lasst uns anderswohin gehen, in die nächsten Orte, dass ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. 39Und er kam und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.

Die Heilung eines Aussätzigen

40Und es kam zu ihm ein Aussätziger, der bat ihn, kniete nieder und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich reinigen. 41Und es jammerte ihn, und er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will’s tun; sei rein! 42Und alsbald wich der Aussatz von ihm, und er wurde rein. 43Und Jesus bedrohte ihn und trieb ihn alsbald von sich 44und sprach zu ihm: Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst; sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.

45Er aber ging fort und fing an, viel davon zu reden und die Geschichte bekannt zu machen, sodass Jesus hinfort nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte; sondern er war draußen an einsamen Orten; und sie kamen zu ihm von allen Enden.

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Zum Text
Was ist so anziehend an diesem Jesus? Ist es seine göttliche Aura? Oder sind es seine theologischen Kenntnisse? Oder einfach seine guten Taten? Leider kann man die Menschen dazu nicht mehr befragen. Sicher ist aber, dass er was zu sagen hatte (Verse 22+27) – und dass das relevant war für das Leben der Menschen. Sein Handeln verändert Situationen (Vers 34). Wort und Tat gehen Hand in Hand: kein leeres Gelaber, keine netten Zauberkunststückchen, sondern Kraft Gottes in Reinform! Dynamit, hergestellt aus 100 % Liebe und dem Wunsch, dir Gutes zu tun. Hat sich dieses Dynamit schon einen Weg in dein Leben gesprengt?

Basic Jesus – Geheimnisvoller Jesus
Warum soll das, was Jesus tut und wer er ist, geheim bleiben? Warum sollen seine Jünger nicht erzählen, dass Jesus der Messias (siehe 1. Tag) ist (8,30; 9,9)? Ein Grund sind die falschen Erwartungen der Juden. Sie wollen einen Messias, der sie von den Römern befreit. Jesus hat aber ganz andere Ziele. Er weiß: Wenn die Leute hören, dass er der Messias ist, werden sie keine Ohren mehr haben für das, was er ihnen eigentlich anbieten will, nämlich eine intakte Beziehung zu Gott. Aus einem ganz ähnlichen Grund sollen auch Geheilte nicht rumposaunen, dass sie geheilt sind: Jesus will nicht der große Wunderheiler sein; seine Taten sollen seine Botschaft lediglich unterstreichen. Sein großer Bekanntheitsgrad brachte sowieso schon genug Schwierigkeiten und Gefahren mit sich (2,2-4; 6,14+31).

die-Bibel.dev.4.19.1
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