Deutsche Bibelgesellschaft

Segen

Eine heilschaffende Kraft, die Fruchtbarkeit, Leben, Glück, Wohlergehen und Frieden bewirken kann. Urheber des Segens ist immer Gott, auch wenn er durch Menschen vermittelt wird. Durch die Segenshandlung (Handauflegung) erhält der Gesegnete Anteil an der Wirkmächtigkeit Gottes. Im Alten Testament spielt der Segen in den Erzelterngeschichten des ersten Buches Mose eine besondere Rolle: Zu nennen sind der Abrahamsegen (1. Mose 12,1-3), der Jakobsegen (1. Mose 27,9-11; vgl. 1. Mose 32,27) der Segen über Manasse und Ephraim (1. Mose 48,13-16) und die Segenssprüche über die Stämme Israels (1. Mose 49,1-28). Gegenpol zum Segen ist der → Fluch. So soll der Seher Bileam das Volk Israel verfluchen, doch Gott verwandelt den Fluch in Segen für sein Volk (4. Mose 22–24). Die Segen- und Fluchreihen am Ende des deuteronomischen Gesetzes (5. Mose 27–28) werden an den Gehorsam bzw. Ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes gebunden (5. Mose 29,15-18). Von herausgehobener Bedeutung ist der »aaronitische Segen«, den die → Priester zum Abschluss des Gottesdienstes der Gemeinde spenden (4. Mose 6,22-27). Sein Wortlaut ist auch auf zwei Silberamuletten überliefert (um 600 v. Chr.), die im Hinnomtal von Jerusalem gefunden worden sind.

Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.4
Folgen Sie uns auf: