Deutsche Bibelgesellschaft

Mann

Wie im Alten Orient ist auch die Gesellschaftsordnung in Israel patriarchal. Dies spiegelt sich in den Gesetzestexten des Alten Testaments wider, in denen nur dem Mann volle Rechte in wirtschaftlicher, kultischer und juristischer Hinsicht zugestanden werden. Dagegen besitzen Mann und Frau im Verhältnis zu Gott die gleiche Würde, wie sich der Darstellung der Gottebenbildlichkeit im ersten Schöpfungsbericht entnehmen lässt (1. Mose 1,26; vgl. 1. Mose 5,1-2).

Im Neuen Testament wird die patriarchale Ordnung der Antike nicht aufgehoben. Der Mann als Haushaltsvorstand nimmt gegenüber Frauen, Kindern und → Sklaven eine höhere soziale Stellung ein (Kol 3,18; 1. Tim 2,8-15). Dem entspricht auch die in 1. Kor 11,3 und Eph 5,22 vertretene Unterordnung der Frau unter den Mann. Sie wird nur insofern aufgehoben, als der Umgang von Mann und Frau nicht an der Herrschaft, sondern an der Liebe orientiert wird, so wie sich Christus für seine Gemeinde hingegeben hat (Eph 5,25). Durch seinen Tod hat Christus jedoch die verlorene Gottebenbildlichkeit wiederhergestellt (2. Kor 3,18). Deshalb gilt in der Gemeinschaft mit Christus auch die Gleichstellung der Geschlechter (Gal 3,28).

Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.4
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