Die Leviten gelten als Nachfahren → Levis (1. Mose 29,34), einem der zwölf Söhne → Jakobs. Sie hatten keinen Landanteil, sondern waren vielmehr für → priesterliche Dienste bestimmt (4. Mose 3,14-51; 18,23-24; 5. Mose 10,8-9). Nach der Kultreform des Königs → Josia (640–609 v. Chr.), durch die → Jerusalem zum ausschließlichen religiösen Zentrum wurde, verloren die levitischen Landpriester ihre Funktion und Einkünfte und sanken auf die Stufe von Tempeldienern am Jerusalemer Heiligtum herab (2. Kön 23,8-9). Nach 1. Chr 25–26 waren sie am Tempel v. a. als Sänger, Torhüter und Schatzmeister tätig; in späterer Zeit scheinen sie auch in der religiösen Unterweisung tätig gewesen zu sein (Neh 8,7-8).