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Zur Deutschen Bibelgesellschaft
Viktoria Raychynets leitet Freizeiten für Kinder und Jugendliche

Manchmal kommen mir die Tränen

Viele unserer Kinder wachsen ohne Eltern und Angehörige auf, weil diese im Krieg gestorben sind. Andere Kinder werden von ihren Eltern vernachlässigt, weil sie von Alkohol oder Drogen abhängig sind. Auf unseren Freizeiten begegnen wir immer häufiger sogenannten ‚Problemkindern‘. Die Not ist groß. Manchmal kommen mir die Tränen, wenn ich mehr über das Leben dieser Kinder erfahre. Manche von ihnen sind vollkommen in sich gekehrt: Sie reden kaum und spielen nicht. Andere werden von einer Sekunde auf die andere gewalttätig, stehlen oder lügen. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Sie sehnen sich nach Liebe und Geborgenheit.

Deshalb schenken wir ihnen in der gemeinsamen Zeit so viel Nähe wie möglich. Ganz bewusst lesen wir den Kindern aus der Bibel vor und erzählen ihnen von Gottes Liebe. Den meisten ist neu, dass sie in Gottes Augen wertvoll und seine geliebten Kinder sind. Wenn wir mit ihnen beten, ist es für viele das erste Mal. Sehr oft spüren wir: Beten hilft den Kindern, ihre Sorgen an Gott abzugeben und ihre eigene Situation besser anzunehmen. Das setzt bei manchen einen Prozess in Gang, bei dem seelische Wunden langsam anfangen zu heilen.

Bitte beten Sie für diese Kinder, die dringend unsere Hilfe brauchen!


42,8
Mio. Einwohner
66%
Christen
ab 2013
bewaffneter Konflikt

Zahlen zum Projekt

Vor über 30 Jahren, am 26. April 1986, explodierte in dem Atomkraftwerk im ukrainisch-weißrussischen Grenzgebiet ein Reaktor. Radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa. In der Ukraine häufen sich seither Krebserkrankungen und viele Kinder werden bis heute mit körperlichen oder geistigen Behinderungen geboren. Weil viele Eltern mit der Situation nicht zurechtkommen, leben diese Kinder oft in staatlichen Einrichtungen.

Durch die Bürgerproteste auf dem Maidan-Platz und den danach folgenden bewaffneten Konflikt hat sich die Situation der Familien drastisch verschlechtert. Mitarbeitende der Bibelgesellschaft besuchen Familien und die Kinder in Waisenhäusern. Sie bringen ihnen Kinderbibeln und biblische Spiele vorbei, damit Gottes Wort sie erreicht und tröstet.


Kindern Geborgenheit schenken

Der Dauerkonflikt an der Ost-Grenze des Landes ist in der Ukraine allgegenwärtig: Täglich wird geschossen und Millionen Menschen müssen fern ihrer Heimat in Notunterkünften leben, weil es zuhause zu gefährlich ist. Die Familien haben nicht viel zum Leben – besonders betroffen sind die Kinder. Ihnen mit Gottes Wort beizustehen, das wollen die Mitarbeitenden der Ukrainischen Bibelgesellschaft zusammen mit Kirchen und christlichen Organisationen. Liebevoll kümmern sich Freiwillige auf Freizeiten um die Kinder, damit sie Trost finden und Hoffnung schöpfen.

Gottes Wort für Familien in Not

Früher gingen Svetlana und ihr Mann Pavlo mit ihren Kindern Anastasia (8) und Kiril (5) nie in die Kirche. Doch dann begann der Krieg. Die Familie floh aus der umkämpften Provinz Donezk nach Lemberg. Svetlana erzählt:  „In unserer Verzweiflung und auf der Suche nach Trost besuchten wir Gottesdienste. Dort lernten wir Christen kennen. Sie sind heute unsere engsten Freunde. Sie geben uns Kleidung und Essen und helfen, wo sie können. Wir reden viel über Gott und lesen zusammen in der Bibel. Das gemeinsame Beten und Gottes Wort machen uns Mut und geben uns Hoffnung, dass wir diese schwierige Zeit gemeinsam durchstehen können. Eigene Bibeln können wir uns nicht leisten. Doch Mitarbeitende der Bibelgesellschaft besuchten unsere Kirche und haben uns Bibeln geschenkt, damit wir jederzeit darin lesen können. Das bedeutet uns sehr viel!“

Ost-Ukraine aktuell

  • Täglich kommt es an der sogenannten „Kontaktlinie“ in der Ost-Ukraine zu Schusswechseln und Explosionen von Granaten. Eigentlich soll die Pufferzone, festgelegt vom Minsker Friedensabkommen, Kämpfer beider Seiten trennen.
  • 1,5 Millionen Menschen aus dem Osten der Ukraine leben in Notunterkünften in anderen Landesteilen.
  • 3,4 Millionen Menschen in der Ukraine sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – zum größten Teil Frauen und Kinder. 

Bei 250 kirchlichen Kinder- und Jugendfreizeiten sollen dieses Jahr 20.000 Kinderbibeln weitergegeben werden!

Jelena (11) nimmt an einer kirchlichen Freizeit für Kinder teil, deren Familien unter dem Krieg leiden. Sie hat angefangen, regelmäßig zu beten, weil sie glaubt: „Gott kann unsere Not beenden und Frieden schenken.“


Oleksandr Babiychuk, Leiter der Ukrainischen Bibelgesellschaft

Die Kinder liegen uns am Herzen

Bei uns in der Ukraine wächst eine Generation von Kindern heran, die nichts anderes kennt als Krieg. Sie sind die Schwächsten in diesem Konflikt, der kein Ende findet.

Ich bitte Sie daher heute dringend um Ihre Unterstützung! Damit die Kinder und Erwachsenen in der Ukraine für ihren schwierigen Alltag Hoffnung aus der Bibel schöpfen können. Danke für Ihre Hilfe!

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