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Olha Babichuk, Diakonin

Das Leid ist nach wie vor groß!

Ich betreue die vom Krieg betroffene Familien. Viele Männer wurden und werden verwundet oder getötet – trotz der ausgehandelten Waffenruhe. Die Familien stehen heute vor großen Problemen:

 Als erstes finanziell: Wenn der Mann Militärdienst ableistet, hat die Familie kein Einkommen. Der Sold reicht gerade für Lebensmittel. Zusätzlich steigt die psychische Belastung. Frauen sorgen sich um ihre Ehemänner und finden keine Ruhe. Viele Männer kehren heim und sind traumatisiert, weil sie Schreckliches erlebt haben. Das führt auch zu emotionalen Störungen bei den Kindern: Viele von ihnen leiden unter Schlaflosigkeit und Angstzuständen.

 Die Menschen wenden sich mit ihren Problemen an uns Christen, denn im christlichen Glauben finden sie Trost. Die Herzen der Menschen sind offen für Gottes Wort! Pfarrer und Seelsorger im ganzen Land machen diese Erfahrung und helfen mit gemeinsamen Gebeten, Gesprächen und Bibeln, die sie weitergeben – dank der Hilfe der Bibelgesellschaft."


44,4
Mio. Einwohner
66%
Christen
ab 2013
bewaffneter Konflikt

Zahlen zum Projekt

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, explodierte in dem Atomkraftwerk im ukrainisch-weißrussischen Grenzgebiet ein Reaktor. Radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa. In der Ukraine häufen sich seither Krebserkrankungen und viele Kinder werden bis heute mit körperlichen oder geistigen Behinderungen geboren. Weil viele Eltern mit der Situation nicht zurechtkommen, leben diese Kinder oft in staatlichen Einrichtungen.

Durch die Bürgerproteste auf dem Maidan-Platz und den danach folgenden bewaffenten Konflikt hat sich die Situation der Familien drastisch verschlechtert. Mitarbeitende der Bibelgesellschaft besuchen Familien und die Kinder in Waisenhäusern. Sie bringen ihnen Kinderbibeln und biblische Spiele vorbei, damit Gottes Wort sie erreicht und tröstet.


Biblische Geschichten trösten die Waisenkinder Igor und Jeva

Tausende Kinder, Jugendliche, Mütter und Väter aus dem Osten der Ukraine sind vor dem Krieg geflüchtet und wünschen sich sehnlichst eine Bibel. In dieser schwierigen Zeit schenkt ihnen Gottes Wort Hoffnung und Trost - so wie den Waisenkindern Igor (6) und Jeva (7).
In einem veralteten Gebäude bei Lemberg in der West-Ukraine haben zehn Waisenkinder und ihre vier Betreuerinnen eine provisorische Unterkunft gefunden. Ihr Waisenhaus liegt über 1.000 Kilometer entfernt in der Stadt Mariupol an der umkämpften russischen Grenze. Von dort sind sie geflüchtet. "Schon drei Mal wollten wir zurückkehren, aber uns wurde jedes Mal von Schusswechseln in unserer Heimat berichtet", erzählt die 27-jährige Ilona.

"Vitalij von der Ukrainischen Bibelgesellschaft hat uns einige Kinderbibeln gebracht. Seitdem lese ich unseren Kindern jeden Abend daraus vor – eine halbe Stunde, oft auch länger. Die Kinder vertiefen sich in die biblischen Geschichten und beteiligen sich lebhaft, wenn wir anschließend darüber reden. Jedes Kind hat seine Lieblingsgeschichte: Igor hört am liebsten die Geschichte von dem Hirtenjungen David, der den großen Krieger Goliat mit seiner Steinschleuder besiegt. Ich glaube, das hilft ihm, stark und tapfer zu sein. Als kleines Kind habe ich selbst Geschichten aus der blauen Kinderbibel gehört, die mir heute Halt im Leben geben."

Oleksandr Babiychuk, Leiter der Ukrainischen Bibelgesellschaft: "Ilona ist ein Beispiel dafür, dass die biblischen Worte die Menschen erreichen und verändern. Das hat sie selbst in ihrer Kindheit erfahren und gibt es heute an ihre Waisenkinder weiter. Daran möchten wir anknüpfen, denn aufgrund des Krieges in unserem Land fragen viele Menschen nach Gottes Wort. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, damit Gottes Wort diese Menschen erreicht."

Nazar bekommt Trost durch Psalm 23

In der Ukraine sind viele Männer von heute auf morgen zum Militärdienst verpflichtet worden. Ihre Ehefrauen und Kinder mussten sie zurücklassen. Einer von ihnen ist Nazar. Der 30-Jährige war 90 Tage in Gefangenschaft. Die Wunden an seinem Hals erinnern ihn täglich an diese Zeit. "Während ich in einen Keller gesperrt war und furchtbare Angst hatte, habe ich unablässig gebetet", erzählt Nazar. "Ein Bibelwort aus Psalm 23 hat mir Kraft gegeben, die Gefangenschaft zu überstehen: Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Gott hat mich nicht allein gelassen. Ich bin glücklich, dass ich wieder bei meiner Familie sein kann." Seine Ehefrau Olena ist Ärztin und erzählt: "Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. In der Kirche beteten wir für Nazar und lasen zusammen in der Bibel. Das hat mir sehr geholfen."


Oleksandr Babiychuk, Leiter der Ukrainischen Bibelgesellschaft

Bitte helfen Sie mit einer Spende, damit noch mehr Menschen Gottes Segen durch sein Wort erfahren!

Ilona ist ein Beispiel dafür, dass die biblischen Worte die Menschen erreichen und verändern. Das hat sie selbst in ihrer Kindheit erfahren und gibt es heute an ihre Waisenkinder weiter. Daran möchten wir anknüpfen, denn aufgrund des Krieges in unserem Land fragen viele Menschen nach Gottes Wort. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, damit Gottes Wort diese Menschen erreicht.

Ein Pfarrer erzählte mir, dass er nicht genügend Bibeln für all die Menschen habe, die Zuflucht in Gottes Wort suchen. Als wir ihm Neue Testamente überreichten, war er tief bewegt und nahm sie dankbar entgegen. Die Christen aller Kirchen stehen in dieser schwierigen Zeit zusammen und helfen, wo sie können. Beeindruckt durch diese Fürsorge besuchen viele Menschen, die vor der Krise am Glauben nicht interessiert waren, jetzt die Gottesdienste. Die Kirchen sind voll – auch an Werktagen.

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