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Zur Deutschen Bibelgesellschaft
Ina Kanyau

Ich habe als Kind keine Schule besucht, weil ich bei der Feldarbeit gebraucht wurde.

Bei einem Kurs der Bibelgesellschaft habe ich nun doch noch lesen gelernt: In der Heiligen Schrift entdecke ich so vieles, das mein Herz dankbar und fröhlich macht! Wenn ich mich mit der Bibel beschäftige, staune ich, wie liebevoll und großzügig Gott zu den Menschen ist!


256
Mio. Einwohner
9,9%
Christen
15,6
Mio. Analphabeten

Zahlen zum Projekt

Indonesien ist mit 17.508 Inseln der weltweit größte Inselstaat. Gleichzeitig zählt Indonesien durch die geografische Lage am Äquator zu den größten Regenwaldgebieten der Welt. Die Wege der Menschen zu Bildungseinrichtungen wie Schulen sind weit - oft zu weit. Außerdem fehlt es in vielen abgelegenen Gegenden des Inselstaats an Lehrern. Deshalb können nur wenige Menschen lesen und schreiben. 


Lehrerin Bineti

Den Weg zu Gott öffnen

Lesen zu können öffnete Ina Kanayu den Weg zur Bibel – und damit zu Gott. Für viele Christinnen und Christen ist es ein bewegendes Erlebnis, wenn sie zum ersten Mal selbst die Bibel lesen können! Wer an den Alphabetisierungskursen der Indonesischen Bibelgesellschaft teilnimmt, lernt anhand von biblischen Geschichten lesen und schreiben. Denn wer mithilfe von Texten lernt, die für das eigene Leben von Bedeutung sind, lernt schneller und nachhaltiger. Und welcher Text könnte für Christen bedeutsamer sein als die Bibel?

Gemeinsames Lernen fördert den Zusammenhalt

Ina ist eine von 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die im vergangenen Jahr einen Kurs auf der Insel Sulawesi im Regierungsbezirk Parigi Moutong absolviert haben. 21.000 Menschen sind dort Analphabeten. Die Bibelgesellschaft führt in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden vor Ort solche Kurse durch. Dabei ist sie dringend auf die Hilfe aus Deutschland angewiesen. Die 15-jährige Teilnehmerin Murni  konnte keine Schule besuchen, weil die nächste staatliche Schule  viel zu weit entfernt war: „Unser Pastor hat den Kurs extra für unser Dorf organisiert und  durchgeführt. Um uns lesen und schreiben beizubringen,musste er zuvor selbst erst einen Kurs bei der Bibelgesellschaft belegen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar! Es war gut, dass wir keinen  fremden Lehrer hatten. Das hat mir meine Angst genommen und ich habe mir viel Mühe gegeben! Zweimal in der Woche haben wir uns dann getroffen. Fast alle  Erwachsenen und Kinder unseres Dorfes waren dabei, darunter auch mein Papa und meine Mama. Neun Monate lang haben wir zwölf Kurshefte durchgenommen. Das war manchmal echt schwierig. Aber oft auch sehr lustig, wenn wir Kinder bei Erwachsenen Fehler entdeckt haben, die dann in der Gruppe besprochen wurden. Ich kann inzwischen recht gut lesen und das ist aufregend! Vorher hatten wir die biblischen Geschichten im Gottesdienst nur gehört. Jetzt kann ich meine Lieblingsgeschichte sogar selbst lesen: Jesus hat mit nur fünf Broten und zwei Fischen 5.000 Menschen zu essen gegeben. Ich habe gelernt: Gott liebt und sorgt für uns Menschen. Es ist genug für jeden da. Auch für uns!“

Lesen können verändert Leben

Das Leben in den Dörfern im Urwald ist nicht leicht.  Die Menschen bauen Palmöl, Kautschuk und Reis an. Das reicht oft mehr schlecht als recht für den Lebensunterhalt. Viele Christen sind Analphabeten, obwohl sie sich wünschen, Gottes Wort selbst lesen zu können. Doch sie haben keinen Zugang zu Bildung: Denn leider gibt es in den abgelegenen Dörfern auf den 17500 Inseln Indonesiens sehr wenig staatliche Schulen. Deshalb organisiert die Bibelgesellschaft dort kostenlose Leselernkurse. Durch verschiedene Methoden werden die Christen dazu ermutigt, sich eigenständig oder gemeinsam mit Texten zu beschäftigen, sie zu verstehen und sie sich anzueignen. Dabei helfen Spiele mit Wörterkarten, Rollenspiele oder das Suchen von Wörtern in Zeitungen oder Magazinen. Die gesamte Gruppe diskutiert dann, was die Geschichten der Bibel mit ihrem Alltag zu tun haben. Als Leiter werden meist Pastoren geschult. Vor jeder Unterrichtsstunde wird gesungen und gebetet. AmEnde des Kurses erhält jeder Teilnehmer seine eigene Bibel, denn das Einkommen reicht meist nicht, um sich ein eigenes Exemplar zu kaufen. Für die Lehrmaterialien sowie die gesamte Organisation sorgt die Bibelgesellschaft. 

Lehrerin Bineti (43): „Ich unterrichte  biblische Leselernkurse, weil ich den Menschen damit unmittelbar helfen kann. Sie werden selbstbewusster und wer die Bibel lesen kann, beteiligt sich aktiver am Gemeindeleben. Außerdem können sie auf den Märkten ihre Waren besser verkaufen und werden nicht länger übervorteilt, weil wir ihnen auch grundlegende Rechenkenntnisse beibringen. Was mich besonders bewegt, sind die Kinder in meinem Unterricht, die sonst keine Schule besuchen würden: Ich hoffe, dass eine im Glauben gestärkte neue Generation heranwächst!“

»Tragen Sie dazu bei, damit Menschen wie Ina Kanyau und Murni die Freude an Gottes Wort erleben können.« 


Sigit Triyono, Generalsekretär der Indonesischen Bibelgesellschaft

Mit Ihrer Hilfe können 12.000 Menschen auf Sumba lesen und schreiben lernen!

Bei unseren Kursen stellen wir immer wieder fest: Die Bibel zu lesen ermutigt und motiviert die  Menschen sehr, am Lesen dranzubleiben. Als ein Teilnehmer zum ersten Mal die biblischen Geschichten las, sprudelten die Fragen nur so aus ihm heraus: ‚Wer ist Gott? War er schon da, als noch nichts da war? Kann er uns immer sehen? Spricht Gott mit den Menschen?‘ Wer sich  eigenständig mit der Bibel beschäftigen kann, verspürt noch stärker ihre existenzielle und  persönliche Bedeutung. Viele fühlen sich Gott dadurch näher. Das ist ein großer Segen! Es stiftet in den Dörfern eine innigere Gemeinschaft und führt meist zu einem aktiveren Gemeindeleben. Deshalb wollen wir auf Sulawesi noch mehr Kurse durchführen. 

Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer Spende, damit Gottes Wort die Herzen der Menschen mit großer Freude erfüllen kann.

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