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Zur Deutschen Bibelgesellschaft
Mayra Ugalde, Leiterin der Bibelgesellschaft in Costa Rica

„Wir möchten jeden Tag noch mehr tun!“

„Mit ein paar biblischen Büchern in Braille fing alles an. Doch wir merkten bald, dass noch viel größere Aufgaben auf uns warten. Die Bibel war unser Wegweiser, als wir begannen, betroffene Familien zu beraten. Heute entdecken Eltern zusammen mit ihren Kindern bei unseren regelmäßigen Treffen die unendliche Liebe Gottes; sie lernen auf wunderbare Weise, ihr blindes Kind zu lieben. Bald wurden die Medien auf unsere Aktionen aufmerksam. Für die Regierung sind wir jetzt ein geschätzter Partner, wenn es um die Anliegen blinder Menschen geht. Unsere Nachbarn in Mittelamerika bitten uns um Rat und wollen von uns lernen. Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise Vermittler der biblischen Botschaft sind. Das motiviert uns jeden Tag, noch mehr zu tun.

Die Familienberatung soll weitergehen. Dafür werden immer wieder biblische Geschichten in Braille für kleinere Kinder und biblische Bücher für die größeren gebraucht. Auch die Nachfrage nach der ganzen Bibel ist groß. Denn in Schulen, Bibliotheken und Kirchen werden ebenfalls Braille-Ausgaben gebraucht. Blinde Menschen sollen sich überall zugehörig fühlen, wo man zusammenkommt, um Gottes Wort zu lesen.“

Bitte helfen und beten Sie, dass blinde Menschen in Costa Rica und in den Nachbarländern von Gottes Wort und der Botschaft seiner Liebe erreicht werden können.

 

Ja, ich möchte helfen


5
Mio. Einwohner
96%
Christen
279.000
Blinde Menschen

Zahlen zum Projekt

Über eine Viertelmillion Menschen in Costa Rica sind blind oder stark sehbehindert, darunter auch viele Kinder. 2009 begann die Bibelgesellschaft deshalb, biblische Geschichten in Brailleschrift zu drucken. Doch schnell wurde klar: Es braucht mehr!

Die Eltern der blinden Kinder suchten Beratung und Unterstützung. Für ihre Sorgen und Nöte entwickelte die Bibelgesellschaft deshalb ein spezielles Familienprogramm. Mit besonderen Aktionen macht sie zudem in der Öffentlichkeit auf die Situation blinder Menschen aufmerksam: Bei einer Stadtführung gehen zum Beispiel alle mit verbundenen Augen hintereinander her. Jeder legt seine Hand auf die Schulter des Vorangehenden, um nicht zu stolpern. So machen es blinde Menschen, wenn sie keinen Blindenstock haben. Eine Treppe ist für Ungeübte eine große Herausforderung ...

 


Gottes Liebe: das wertvollste Geschenk

„Ich bin glücklich, denn durch die Bibel weiß ich, dass Gott blinde Menschen genauso liebt wie sehende“, erzählt die kleine Génesis. „Heute hat uns Shirley von der Bibelgesellschaft besucht. Sie hat meiner Mama und mir einen neuen Kalender mitgebracht, den wir beide lesen können. Denn die Bibelverse sind auch in Brailleschrift aufgeprägt.“ Génesis‘ Mutter Katia nimmt regelmäßig am Beratungsprogramm für Familien teil: „Wir als Eltern mit blinden Kindern treffen uns jeden Monat bei der Bibelgesellschaft und tauschen uns aus. Wir helfen uns in praktischen Fragen und lesen in der Bibel. Auch uns Eltern hat das die Augen geöffnet. Denn immer wieder begegnen wir Berührungsängsten und Vorurteilen, sogar bei uns selbst. Doch wir sehen, dass sich die Haltung gegenüber blinden Menschen in unseren Familien und in der Gesellschaft dank des Einsatzes der Mitarbeitenden der Bibelgesellschaft schon deutlich verändert hat.“

Ein Weckruf für die Gesellschaft

Shirley arbeitet bei der Bibelgesellschaft. Sie ist selbst blind: „Wir waren die Ersten in Costa Rica, die zu einem ‚Dinner in the Dark‘ (‚Essen im Dunkeln‘) eingeladen haben. Unsere Gäste sind Geschäftsleute, Medienvertreter, Gemeindevorsteher und Vertreter der Kirchen. Von vielen hören wir, dass sie dabei zum ersten Mal begriffen haben, mit welchen Schwierigkeiten blinde Menschen in ihrem Alltag zurechtkommen müssen. Jetzt haben wir eine neue Aktion begonnen: Wie geht es einem blinden Menschen, wenn er durch die Stadt laufen muss? Ohne Hilfe geht das kaum. Denn die Gehwege sind voller Stolperfallen. Lautsignale an Fußgängerampeln gibt es nicht, überall lauert Gefahr.“

Die Aktionen der Bibelgesellschaft haben die Gesellschaft, aber auch die Medien im Land aufgeweckt. Sie berichten nun regelmäßig und setzen sich für Verbesserungen ein.  Für ihr Engagement hat die Bibelgesellschaft in Costa Rica 2015 den UNESCO-Preis für Inklusion erhalten.

Für Gott ist jeder Mensch wertvoll

„Mein größtes Anliegen ist, dass blinde Menschen von Gottes Liebe erfahren“, erzählt Shirley. „Vor Gott gibt es keine Außenseiter oder Menschen zweiter Klasse; jeder ist wertvoll, jeder hat besondere Gaben und Fähigkeiten. Deshalb ist es so wichtig, dass die biblische Botschaft die Herzen der Menschen erreicht. Im Jahr 2017 wurde das gesamte Neue Testament in Brailleschrift in leicht verständlicher Sprache veröffentlicht. Der inklusive Kalender findet bei Familien mit blinden Kindern großen Anklang. In Zusammenarbeit mit der Nationalen Blindenstiftung sorgen wir dafür, dass die biblische Botschaft regelmäßig in den Medien zu hören ist. Nationale Bibliotheken statten wir mit Bibeln in Brailleschrift aus, damit blinde Menschen dort zusammenfinden und in der Bibel lesen können. Bibeln in Brailleschrift sind etwa fünfzigmal so teuer wie herkömmliche Bücher, deshalb freuen wir uns über die Hilfe von Spenderinnen und Spendern aus Deutschland.“

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