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Zur Deutschen Bibelgesellschaft

Das Evangelium bewegt Menschen

„Armenien ist ein Land, das in religiöser Hinsicht im Aufbruch ist“, erzählt Dekan Eckart Schultz-Berg, der auf einer Erkundungsfahrt Projekte der Armenischen Bibelgesellschaft besucht hat. „Während der langen Sowjetzeit war die Religionsausübung der Armenischen Kirche stark behindert, sodass sich die Menschen von der Kirche und ihren Glaubensgrundlagen entfremdet haben. Doch das Christentum gehört ganz wesentlich zur Identität Armeniens. Denn der christliche Glaube hat hier eine lange Tradition. Entsprechend groß ist heute der Hunger nach Gottes Wort. Es bewegt die Menschen dazu, sich auf ihre christlichen Wurzeln zu besinnen. Begeistert laden sie auch andere zum Glauben ein.“


3,1
Mio. Einwohner
93,6%
Christen
70
Jahre Kommunismus

Zahlen zum Projekt

Armenien ist eines der ältesten christlichen Länder der Welt, doch dieses reiche Erbe liegt durch die lange Zeit des Kommunismus brach. Durch die Arbeit der Armenischen Bibelgesellschaft diskutieren Menschen bei Versammlungen zum ersten Mal über einen biblischen Text. Je nach Größe des Dorfes kommen zwischen 25 und 300 Menschen.


Projekt »Moving Gospel«: Die Botschaft der Bibel verändert Leben

Arshavir Kapoudjian von der Bibelgesellschaft besucht regelmäßig abgelegene Dörfer an der bergigen Grenze zu Aserbaidschan. Aktive Kirchengemeinden sucht man hier vergeblich. Die Menschen wissen nur wenig über das Christentum und die Bibel. Das Leben abseits der Hauptstadt Jerewan ist beschwerlich, die Armut groß, karge Ernten reichen gerade so zum Überleben.

Dass Kapoudjian extra aus der Hauptstadt zu ihnen kommt, bedeutet den Menschen sehr viel.

Hovik darf aus der Bibel vorlesen

Zusammen mit einem Pastor lädt Kapoudjian die Dorfgemeinschaft zu Versammlungen ein, meist in der örtlichen Schule. Zu Beginn erhalten die Besucher jeden Alters Bibeln und Schriften mit ausgewählten biblischen Texten. Die Menschen hier in der Grenzregion sind so arm, dass sie sich diese nicht leisten könnten. Zum Auftakt der Versammlung dürfen Kinder wie Hovik einen Abschnitt aus der Bibel vorlesen. Dabei hören Erwachsene wie Kinder auf die Gleichnisse und Lehren Jesu und setzen sich anschließend damit auseinander. „Viele diskutieren zum ersten Mal über einen biblischen Text“, berichtet Kapoudjian. „Bei meinen Gesprächen spüre ich großes Interesse: Ganze Familien entdecken, dass besonders Jesu Gleichnisse einen Bezug zu ihrem Leben haben.“ Je nach Größe des Dorfes kommen zwischen 50 und 300 Menschen. Drei Monate lang besucht Kapoudjian jedes Dorf und hält wöchentliche Treffen ab. Am Ende gibt es einen Gottesdienst, der oftmals der Auftakt ist zu einem neu erwachten, aktiven Gemeindeleben.

Das Projekt »Moving Gospel«

  • Jedes Jahr werden sechs bis acht Dörfer besucht
  • Drei Monate lang wöchentliche Versammlungen in jedem Dorf
  • Pro Versammlung kommen 50 bis 300 Menschen
  • Es besteht großes Interesse an den Gleichnissen und Lehren Jesu

Neu: Bibel in moderner Schrift

Die Armenische Bibelgesellschaft hat 2017 eine Bibel in  moderner ostarmenischer Schrift herausgegeben. In den Kirchen werden vorwiegend Bibeln in der klassischen, altarmenischen Schrift aus dem 5. Jahrhundert nach Christus verwendet. Diese ist jedoch für viele Menschen nur schwer verständlich. Besonders Kinder und Jugendliche finden durch die neue Bibel leichter Zugang zur Heiligen Schrift – die Nachfrage in den Kirchengemeinden ist sehr groß! Auch unter Religionslehrerinnen und -lehrern ist die neue Bibel äußerst begehrt: Erst seit 2015 existiert die Vereinbarung zwischen der Regierung und der Armenischen Apostolischen Kirche, dass die Bibel und die Geschichte der Armenischen Kirche an staatlichen Schulen unterrichtet werden. Jüngst haben 80 Lehrerinnen und Lehrer für Ethik und Religion aus der nördlichen Provinz Lori Schulbibeln in der modernen ostarmenischen Schrift erhalten. „Endlich haben wir eine Bibel, die wir problemlos mit unseren Kindern im Unterricht nutzen können“, erzählt eine Lehrerin.


Arshavir Kapoudjian, Armenische Bibelgesellschaft

Gottes Wort bringt reiche Frucht

Die Menschen in Armenien brauchen unsere Hilfe! Armenien ist das älteste christliche Land der Welt, doch dieses Erbe liegt durch 70 Jahre Kommunismus brach. Heute entdecken die Menschen dieses Erbe neu. Weil es für die vielen abgelegenen Dörfer an der Grenze zu wenige Pastoren gibt, unterstützen wir die Kirche dabei, die Botschaft von Gottes Liebe zu den Menschen zu bringen. In den vergangenen Jahren haben wir Bibelkurse in 52 Dörfern angeboten und viele neue Kirchengemeinden sind entstanden. Gottes Wort ist auf guten Boden gefallen und bringt reiche Frucht! Besonders freut uns, dass die jungen Menschen wieder mit der Heiligen Schrift aufwachsen und die Geschichten von Jesus im Herzen tragen.

Die Menschen sehnen sich nach einer eigenen Bibel, in der sie eigenständig und regelmäßig lesen können. Bitte helfen Sie, dass dieser Wunsch für noch mehr Menschen in Erfüllung geht und ihre Herzen vom Licht des Evangeliums erfüllt werden.

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