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Opferkasten

Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden.

Insgesamt gab es 13 Opferkästen, die im so genannten Schatzhaus aufgestellt waren. Um einem Diebstahl vorzubeugen, hatten sie die Form von sich nach unten verbreiternden Trichtern und wurden deshalb auch Posaunen genannt. Jeder der Kästen war für einen speziellen Zweck bestimmt. Dabei handelte es sich entweder um die jährlich an den Tempel abzuliefernden Steuern oder um Geld für bestimmte Opfer, die dann von den Priestern im Tempel dargebracht wurden. Einer der Kästen war keinem Zweck zugeordnet. In der Regel wurden von dem Geld, das hier zusammenkam, Opfer bezahlt, für die keine eigenen Spenden vorlagen.
Die Opferkästen waren öffentlich zugänglich. Wer wollte, konnte also beobachten, was die einzelnen Leute in die Opferkästen einlegten (Markus 12,41-44). Da für einen bestimmten Zweck jeweils eine bestimmte Summe nötig war, wurde der Einwurf von Priestern kontrolliert. Man übergab ihnen das Geld und sagte, wofür es bestimmt war. Natürlich konnte man auch mehr geben als jeweils nötig. Für Reiche, die viel spenden konnten, war dies eine Gelegenheit, öffentlich ihre Großzügigkeit zu zeigen und sich damit als besonders fromme Menschen zu präsentieren. Arme, die nicht viel geben konnten, mussten damit rechnen, dass man über sie spottete.


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

die-Bibel.dev.4.20.14
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