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Kein Klassiker: 38/52

Auszeit. Einfach mal raus. Wenn man dabei nicht nur an einen Jahresurlaub, sondern über eine längere Auszeit nachdenkt, kommt der Gedanke an ein Sabbatical in den Sinn. In den letzten Jahren ist das fast zur Mode geworden. Pause machen vom Job, reisen oder weiterbilden sind die Hauptmotive für den bezahlten Sonderurlaub und Dank zunehmend flexibler Arbeitszeitmodelle auch möglich. Dabei ist das Sabbatical keine Erscheinung der Moderne. Vom Wortursprung her geht die Bezeichnung Sabbatjahr auf das Hebräische šabat zurück. In der Tora, dem Grundstein des jüdischen Glaubens, wird das Sabbatjahr als eines der göttlichen Gebote beschrieben. Die Arbeit soll ruhen, zum Zeichen dafür, dass das Land Gott gehört und dem Menschen nur zur Nutzung überlassen ist. Aus dem jüdischen Sabbat entstand im Christentum die Feier des Sonntags. Keine große Auszeit, aber dennoch ein Moment des Innehaltens.

Und der Herr sprach zu Mose auf dem Berge Sinai: Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem Herrn einen Sabbat feiern. (3. Mose 25,1-2, Lutherbibel 2017)

Bibeltext(e)

Sabbatjahr und Erlassjahr

1Und der Herr sprach zu Mose auf dem Berge Sinai: 2Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem Herrn einen Sabbat feiern. 3Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln, 4aber im siebenten Jahr soll das Land dem Herrn einen feierlichen Sabbat halten; da sollst du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden.

5Was von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, die ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen; ein Sabbatjahr des Landes soll es sein. 6Was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse, die bei dir weilen, 7dein Vieh und das Wild in deinem Lande; all sein Ertrag soll zur Nahrung dienen.

8Und du sollst zählen sieben Sabbatjahre, siebenmal sieben Jahre, dass die Zeit der sieben Sabbatjahre neunundvierzig Jahre mache. 9Da sollst du die Posaune blasen lassen durch euer ganzes Land am zehnten Tage des siebenten Monats, am Versöhnungstag. 10Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen; es soll ein Erlassjahr für euch sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seinem Besitz und zu seiner Sippe kommen. 11Als Erlassjahr soll das fünfzigste Jahr euch gelten. Ihr sollt nicht säen und, was von selber wächst, nicht ernten, auch, was ohne Arbeit wächst, im Weinberg nicht lesen; 12denn das Erlassjahr soll euch heilig sein; vom Felde weg dürft ihr essen, was es trägt.

13Das ist das Erlassjahr, da jedermann wieder zu seinem Besitz kommen soll. 14Wenn du nun deinem Nächsten etwas verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder übervorteilen, 15sondern nach der Zahl der Jahre vom Erlassjahr an sollst du es von ihm kaufen; danach, wie viel Jahre noch Ertrag bringen, soll er dir’s verkaufen. 16Sind es noch viele Jahre, so darfst du den Kaufpreis steigern; sind es noch wenige Jahre, sollst du den Kaufpreis verringern; denn die Zahl der Ernten verkauft er dir. 17So übervorteile nun keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der Herr, euer Gott. 18Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, dass ihr danach tut, auf dass ihr im Lande sicher wohnen könnt. 19Denn das Land soll euch seine Früchte geben, dass ihr genug zu essen habt und sicher darin wohnt. 20Und wenn ihr sagt: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? Denn wenn wir nicht säen, so sammeln wir auch keinen Ertrag ein! 21Da will ich meinem Segen über euch im sechsten Jahr gebieten, dass er Ertrag schaffen soll für drei Jahre, 22dass ihr sät im achten Jahr und von dem alten Ertrag esst bis in das neunte Jahr, sodass ihr vom alten esst, bis wieder neuer Ertrag kommt. 23Darum soll das Land nicht für immer verkauft werden; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir. 24Und bei all eurem Grundbesitz sollt ihr für das Land die Einlösung gewähren.

3. Mose 25:1-24LU17Bibelstelle anzeigen

Text im Bild: Sabbatical

die-Bibel.dev.4.18.9
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