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9. Tag: Matthäus 7,1-29

In 40 Tagen durch das Matthäusevangelium

Bibeltext(e)

Vom Richten

1Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. 2Denn wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.

3Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? 4Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! – und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? 5Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.

6Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.

Von der Zuversicht beim Beten

7Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 8Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

9Oder ist ein Mensch unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? 10Oder der ihm, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? 11Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!

Die Goldene Regel. Von den zwei Wegen

12Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.

13Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. 14Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!

Warnung vor den falschen Propheten

15Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. 16An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? 17So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. 18Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. 19Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

21Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. 22Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten getan? 23Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet!

Vom Hausbau

24Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. 25Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.

26Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. 27Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.

28Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre; 29denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

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Basis Christsein – Gottes Willen tun
In einem ersten Schritt muss man in Erfahrung bringen, was Gott eigentlich will. Sonst kann man seinen Willen logischerweise nicht tun. Wie soll ich mich verhalten?« Diese Frage ist wichtig und muss ganz ernsthaft beantwortet werden. Aber dabei darf man nicht stehen bleiben. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo man in die Tat umsetzen muss, as man erkannt hat. Gottes Willen zu tun heißt schlicht und ergreifend, seine Gebote zu befolgen. Sicherlich gibt es manche schwierige Situation, in der man nicht sicher ist, was nun richtig ist. Aber in den meisten Fällen ist ganz klar, was zu tun ist.

Zum Text
Eine einfache Grundregel, die für viele Fälle hilft, findest du in Matthäus 7, 2. Damit kommt man schon ziemlich weit. Gottes Willen zu tun ist übrigens eine Lebensaufgabe. Damit ist man nie fertig.
Immer wieder und in unzähligen Situationen sind Christen gefordert, sich für das zu entscheiden, was Gottes Wille ist. Kommen dir solche Situationen (Vers 3) bekannt vor? Immer wieder kann das passieren. Und das muss nicht mal böse Absicht sein, wie Vers 5a unterstellt. Manchmal ist man einfach betriebsblind. Oder lässt sich von solchen (Vers 15) blenden. Man hat ja nicht immer Zeit, um zu warten, bis sich das (Vers 20) zeigt. Und dann ist man schon mitten drin im Schlammassel. Am besten kann man dem Ganzen wohl entkommen, wenn man den Ratschlag von Vers 24a befolgt und es einfach tut. Schließlich will das (Vers 27) wirklich niemand erleben.

die-Bibel.dev.4.19.1
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