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26. Tag: Markus 14,1-26

In 30 Tagen durch das Markusevangelium

Bibeltext(e)

Der Plan der Hohenpriester und der Schriftgelehrten

1Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest und den Tagen der Ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten. 2Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe.

Die Salbung in Betanien

3Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. 4Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? 5Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an.

6Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. 8Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. 9Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Der Verrat des Judas

10Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Hohenpriestern, dass er ihn an sie verriete. 11Da sie das hörten, wurden sie froh und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte, wie er ihn bei guter Gelegenheit verraten könnte.

Das Abendmahl

12Und am ersten Tage der Ungesäuerten Brote, da man das Passalamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir hingehen und das Passalamm bereiten, damit du es essen kannst? 13Und er sandte zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folgt ihm, 14und wo er hineingeht, da sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge für mich, in der ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern? 15Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der schön ausgelegt und vorbereitet ist; und dort richtet für uns zu. 16Und die Jünger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm.

17Und am Abend kam er mit den Zwölfen. 18Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten. 19Da wurden sie traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich’s? 20Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. 21Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.

22Und als sie aßen, nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. 23Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. 24Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. 25Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr trinken werde vom Gewächs des Weinstocks bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinke im Reich Gottes.

26Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

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Basic Christsein – Abendmahl
Mit dem Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern in der Nacht vor seinem Tod feiert, setzt er gleichzeitig ein Fest für die spätere christliche Gemeinde ein (1 Kor 11,23-24). Das Passafest ist das alttestamentliche Vorbild dieser Feier. Das Passafest wird zur Erinnerung an den Auszug der Israeliten aus Ägypten gefeiert. Damals übte Gott an den Ägyptern Gericht, damit diese die Israeliten ziehen lassen mussten. Um von diesem Gericht verschont zu werden, mussten die Israeliten das Blut eines fehlerlosen Lammes an ihre Türpfosten streichen (2Mose 12,13). Ähnlich wie die Lämmer damals ist Jesus als einmaliges Opfer für die Schuld der Menschen gestorben (1 Kor 5,7). Daran soll das in regelmäßigen Abständen gefeierte Abendmahl erinnern: Jesus ist freiwillig für meine Schuld gestorben, damit ich vor Gott bestehen kann.

Zum Text
Warum hat Jesus ihnen nicht einfach gesagt: »Geht in die Straße soundso. In der Hausnummer soundso ist ganz oben was für uns reserviert.« Wäre doch einfacher gewesen als diese Sache mit dem Wasserträger (Verse 12-16). Auf der anderen Seite war es für die Jünger eine Demonstration von Jesus’ prophetischem Wissen. Eine Stärkung ihres Vertrauens – das können sie für die Zeit, die jetzt vor ihnen liegt, sicher gut gebrauchen! Welch ein Schock allein die Information, die Jesus ihnen beim Essen »so nebenbei« zukommen lässt (Vers 18)! Wie können sie sich so ineinander geirrt haben?

die-Bibel.dev.4.18.8
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