Gute Nachricht Bibel (GNB)
14

Alkimus bei König Demetrius

(1 Makk 7,1-25)

141Zwei Jahre danach erhielten Judas und seine Leute die Nachricht, dass Demetrius, der Sohn von König Seleukus,14,1 Siehe Anmerkung zu 1 Makk 7,1. mit einer Flotte den Hafen von Tripolis angelaufen habe und mit starken Truppen an Land gegangen sei. 2Er habe Antiochus und Lysias, der mit seiner Erziehung betraut war, getötet und die Herrschaft übernommen.

3In Jerusalem lebte damals ein gewisser Alkimus. Er war früher einmal Oberster Priester gewesen, hatte dann jedoch, zu der Zeit, als die Gefolgschaft des Makkabäers untereinander gespalten war, eine Bluttat begangen, die ihn zur Führung des Amtes untauglich machte. Er wusste genau, dass seine Lage völlig aussichtslos war und dass die Juden ihm niemals gestatten würden, noch einmal an den heiligen Altar zu treten.

4Deshalb begab er sich – es war im Jahr 151 der griechischen Herrschaft14,4 162/161 v.Chr. – zu König Demetrius und überbrachte ihm eine goldene Ehrenkrone, einen Palmzweig und dazu noch Ölbaumzweige, wie sie im Tempelgottesdienst verwendet werden. Über den eigentlichen Grund seines Kommens sagte er vorerst noch nichts. 5Dann aber kam der günstige Augenblick, den er nutzen konnte, um seinen wahnwitzigen Plan voranzutreiben: Alkimus wurde von König Demetrius vor den Kronrat gerufen und gefragt, wie die Stimmung unter den Juden sei und was sie vorhätten.

Alkimus sagte darauf: 6»Unter den Juden gibt es Leute, die sogenannten Hasidäer, die unter der Führung des Makkabäers Judas ständig auf Krieg aus sind, Aufstände anzetteln und das Reich nicht zur Ruhe kommen lassen. 7Sie sind auch schuld daran, dass ich gehindert werde, das hohe Amt auszuüben, das mir aufgrund meiner Abstammung zusteht: das Amt des Obersten Priesters.

Deshalb bin ich jetzt hierhergekommen. 8Es geht mir aufrichtig darum, dass die königlichen Interessen gewahrt werden, des Weiteren aber auch um das Wohl meiner Mitbürger. Der Unverstand der Leute, die ich eben nannte, richtet unser ganzes Volk zugrunde.

9Mein König, lass die Sache in allen Einzelheiten untersuchen und dann kümmere dich um unser Land und unser bedrängtes Volk; deine Güte und Fürsorge gilt ja allen Menschen. 10Solange Judas lebt, wird das Reich keinen Frieden haben.«

Demetrius schickt Nikanor nach Judäa

(1 Makk 7,26-38)

11Nach dieser Rede von Alkimus beeilten sich die Freunde des Königs, denen Judas gleichfalls verhasst war, König Demetrius noch weiter aufzuhetzen. 12Der ernannte sofort Nikanor, den Obersten der Elefanten-Truppe, zum Befehlshaber von Judäa. Er schickte ihn los 13mit dem Auftrag, Judas zu beseitigen, seine Anhänger zu zerstreuen, Alkimus aber als Obersten Priester des größten aller Tempel einzusetzen.

14Alle die Fremden, die in Judäa gelebt hatten, aber vor Judas geflohen waren, schlossen sich Nikanor an. Sie dachten, das Unglück, das jetzt über die Juden hereinbreche, könne für sie nur Glück bedeuten.

Nikanor und Judas werden Freunde

15Die Juden hörten, dass Nikanor im Anmarsch sei und dass zusammen mit ihm auch all die Fremden wieder anrückten. Daher streuten sie sich Erde auf den Kopf und flehten den Herrn um Hilfe an, der sein Volk geschaffen habe, damit es für immer bestehe, und der es immer wieder durch sein sichtbares Eingreifen beschützt habe.

16Dann gab Judas, ihr Anführer, den Befehl zum Aufbruch. Sofort marschierten sie los und trafen bei dem Dorf Dessau auf die Feinde. 17Simeon, der Bruder des Makkabäers, war schon vorher mit den Truppen Nikanors zusammengestoßen und dabei durch einen überraschenden Angriff der Gegner so verwirrt worden, dass er eine leichte Niederlage hatte hinnehmen müssen.

18Trotzdem: Als Nikanor hörte, mit welcher Kühnheit und Entschlossenheit Judas und seine Männer für ihr Land und Volk zu kämpfen pflegten, verzichtete er lieber darauf, die Entscheidung auf dem Schlachtfeld zu suchen. 19Er schickte Posidonius, Theodotus und Mattatias, um mit Judas einen Friedensvertrag auszuhandeln.

20Die Sache wurde gründlich beraten. Nachdem Judas seinen Leuten gesagt hatte, worum es ging, und diese einhellig zugestimmt hatten, konnte der Vertrag geschlossen werden. 21Ein Tag wurde festgesetzt, an dem Nikanor und Judas sich an einem bestimmten Ort unter vier Augen treffen sollten. Von jeder Seite kam ein Wagen herangefahren und Ehrensessel wurden bereitgestellt.

22Judas hatte vorsichtshalber an günstigen Stellen kampfbereite Soldaten in Stellung gebracht für den Fall, dass die Feinde einen heimtückischen Überfall planten. Doch die Unterredung verlief ohne Zwischenfälle.

23Nikanor hielt sich danach einige Zeit in Jerusalem auf und tat nichts, was bei den Juden hätte Anstoß erregen können. Die Verräter, die ihm in Scharen zugelaufen waren, schickte er sogar wieder nach Hause. 24Judas hatte er ständig um sich und er schätzte und liebte ihn wie einen Freund. 25Er riet ihm auch, endlich zu heiraten und eine Familie zu gründen. Das tat Judas und es ging ihm gut; er fing an, das Leben zu genießen.

Nikanors Sinnesänderung

26Alkimus merkte, wie gut Nikanor und Judas sich verstanden. Er verschaffte sich daher eine Abschrift des Vertrages, den die beiden geschlossen hatten, ging damit zu Demetrius und machte ihm klar, dass Nikanor alles andere im Sinn habe, nur nicht die Wahrung der Interessen des Königs. Er habe Judas, diesen Feind des Reiches, zu seinem Nachfolger im Amt des Befehlshabers von Judäa bestimmt.

27Der König glaubte den Verleumdungen des Erzschurken Alkimus. Außer sich vor Wut schrieb er Nikanor, dass er mit dem Vertrag ganz und gar nicht einverstanden sei, und befahl ihm, den Makkabäer auf der Stelle gefesselt nach Antiochia zu schaffen.

28Als Nikanor diesen Brief erhielt, war er sehr betroffen und wusste nicht, was er tun sollte. Es war ihm zuwider, den Vertrag aufzukündigen, zumal doch der Mann, mit dem er ihn geschlossen hatte, sich gar nichts hatte zuschulden kommen lassen. 29Andererseits konnte er aber den Befehl des Königs nicht unbeachtet lassen. So wartete er auf eine Gelegenheit, um mithilfe irgendeiner List den Auftrag des Königs durchzuführen.

30Judas merkte, dass Nikanor ihn abweisender behandelte und von der gewohnten Freundlichkeit immer weniger zu spüren war. Er begriff, dass das nichts Gutes bedeuten könne. Daher sammelte er eine große Zahl seiner Leute um sich und ging erneut mit ihnen in den Untergrund.

31Als Nikanor dahinterkam, dass Judas ihn überlistet hatte, ging er zum größten und heiligsten aller Tempel und forderte von den Priestern dort – sie waren gerade dabei, die vorgeschriebenen Opfer darzubringen –, sie sollten ihm Judas ausliefern. 32Die aber beteuerten unter Eid, sie wüssten nicht, wo er sei. 33Darauf streckte Nikanor seine rechte Hand gegen den Tempel aus und schwor: »Wenn ihr mir nicht Judas gefesselt ausliefert, werde ich diesen Tempel dem Erdboden gleichmachen, auch diesen Altar niederreißen und stattdessen hier einen prächtigen Tempel für den Gott Dionysos errichten!« 34Mit diesen Worten ging er davon.

Die Priester streckten ihre Hände zum Himmel aus und riefen zu dem, der noch zu aller Zeit unser Volk beschützt hat. Sie beteten: 35»Herr, du brauchst wahrhaftig kein Haus, um darin zu wohnen, du bist auf nichts angewiesen; und doch hast du gewollt, dass hier ein Tempel entstehe, in dem du mitten unter uns gegenwärtig bist.

14,35
1 Kön 8,27
Dtn 12,5
36Herr, du allein bist heilig, erst vor Kurzem durften wir diesen Tempel neu einweihen; lass nicht zu, dass er jemals wieder geschändet wird!«
14,36
Jes 6,3

Rasis Freitod

37Unter den Ältesten der Stadt Jerusalem gab es einen Mann namens Rasi. Er half seinen Mitbürgern, wo er nur konnte, und war von allen geachtet. Man nannte ihn liebevoll »Vater der Juden«. Dieser Rasi wurde bei Nikanor angezeigt. 38Er hatte sich schon früher, zur Zeit der Glaubensverfolgung, durch sein entschiedenes und beharrliches Eintreten für den jüdischen Glauben hervorgetan und dabei Leib und Leben gewagt. 39Um den Juden zu zeigen, wie sehr er sie hasste, schickte Nikanor mehr als 500 Soldaten los mit dem Auftrag, Rasi zu verhaften. 40Er meinte, damit den Juden einen schweren Schlag versetzen zu können.

41Die Soldaten versuchten, in Rasis Haus einzudringen, bemühten sich vergeblich, das Hoftor aufzubrechen, und beschlossen endlich, das Tor anzuzünden. Als Rasi sah, dass es für ihn kein Entrinnen mehr gab, stürzte er sich in sein Schwert.

14,41
1 Sam 31,4
42Er wollte lieber in Ehren sterben als diesen Verbrechern in die Hände fallen und eine Behandlung über sich ergehen lassen, die seiner ganz und gar unwürdig war.

43In der Hast aber hatte er sich nicht tödlich getroffen. Die Soldaten stürmten schon durch das Tor, da lief er oben auf die Mauer und stürzte sich unerschrocken in die Tiefe. Die vielen Menschen, die unten standen, 44konnten noch schnell zurückweichen, sodass Rasi zwischen ihnen auf der Erde aufschlug.

45Doch er lebte immer noch. In leidenschaftlicher innerer Erregung stand er auf, lief blutüberströmt und trotz seiner schweren Verletzungen durch die Menge und stellte sich auf einen hochragenden Felsen. 46Dort riss er sich, inzwischen schon fast verblutet, die Eingeweide aus dem Leib, packte sie mit beiden Händen und schleuderte sie unter die Leute. Dabei rief er zu dem Herrn, der Macht über alles Leben hat, er möge sie ihm einst zurückgeben. So ging Rasi in den Tod.

15

Nikanors verbrecherischer Plan

(15,1-36: 1 Makk 7,39-49)

151Nikanor erfuhr, dass Judas und seine Leute sich im Gebiet von Samaria aufhielten. Er beschloss, sie an einem Sabbat anzugreifen, weil sie sich an diesem Tag ja nicht verteidigen durften. 2Die Juden, die gezwungen worden waren, in seinem Heer mitzumarschieren, baten ihn aber, darauf zu verzichten. Sie sagten: »Niemals darfst du so etwas Unmenschliches tun! Achte vielmehr den Tag, den der Herr vor allen anderen als heiligen Tag ausgezeichnet hat! Und bedenke: Dem Herrn entgeht nichts!«

3Da fragte Nikanor, dieser Erzschurke, ob es im Himmel etwa einen Herrn gebe, der befohlen habe, den Sabbat zu feiern.

15,3
8,34

4»Ja«, sagten die Juden, »der lebendige Herr, der Herrscher im Himmel, hat es befohlen.«

15,4
Ex 20,8-10

5Darauf Nikanor: »Auf der Erde bin ich der Herr und ich befehle euch, die Waffen zur Hand zu nehmen und zu tun, was das Interesse des Königs fordert!«

Dennoch sollte es ihm nicht gelingen, sein verbrecherisches Vorhaben auszuführen.

Judas ermutigt seine Leute zum Kampf

6In seiner Anmaßung und Überheblichkeit war Nikanor fest überzeugt, die Waffen und Rüstungen von Judas und seinen Männern schon bald zu einem weithin sichtbaren Siegesmal auftürmen zu können. 7Judas aber gab die Hoffnung nicht auf und vertraute fest darauf, dass der Herr ihm helfen werde.

8Er ermunterte seine Leute, beim Anmarsch der Fremden nicht zu erschrecken. Sie sollten nicht vergessen, dass der Herr ihnen immer wieder geholfen habe. Sie dürften auch jetzt gewiss sein, dass er, der Herrscher der Welt, ihnen den Sieg schenke. 9Judas machte den Männern auch Mut, indem er ihnen aus dem Gesetz Moses und den Schriften der Propheten vorlas und sie obendrein an all die Schlachten erinnerte, die sie schon siegreich geschlagen hätten.

15,9
1 Makk 12,9
10Ferner spornte er sie an durch den Hinweis, dass die Fremden die Verträge nicht gehalten und ihre Schwüre gebrochen hätten. 11So machte er jeden seiner Männer willig und fähig zum Kampf – nicht dadurch, dass er sie auf ihre Schilde und Lanzen verwies, sondern durch die Worte, mit denen er ihnen Mut einflößte.

Er teilte ihnen schließlich noch einen Traum mit, auf den sie ihre Hoffnung gründen dürften und der sie tatsächlich sehr froh machte. 12Judas hatte im Traum nämlich Folgendes gesehen:

Onias, der frühere Oberste Priester, ein hochgebildeter Mann, bescheiden im Umgang, gütig in seinem Wesen, besonnen im Reden, von Jugend auf bestens geübt in allem, was einen Menschen auszeichnen kann – dieser Onias betete mit erhobenen Händen für das ganze jüdische Volk.

15,12
3,1

13Dann sei noch ein anderer Mann erschienen, in weißem Haar, eine prächtige Gestalt von ganz außerordentlicher Hoheit und Würde, 14und Onias habe gesagt: »Dies ist Jeremia, der Prophet Gottes, der uns, seine Brüder, liebt und so oft für unser Volk und die Heilige Stadt gebetet hat.«

15,14
2,1-8
Jer 7,16

15Jeremia habe darauf Judas ein goldenes Schwert übergeben und dabei gesagt:

15,15-16
Jer 46,10
16»Dieses heilige Schwert ist ein Geschenk, das Gott dir macht. Nimm es und vernichte mit ihm deine Feinde!«

Zwischen hochgemuter Hoffnung und tiefer Sorge

17Was Judas sagte, war bestens geeignet, allen seinen Leuten Mut zu machen. Selbst Halbwüchsige fühlten sich stark genug, wie Männer den Kampf zu bestehen. Jerusalem, die Religion, der Tempel waren in Gefahr. So waren denn auch alle entschlossen, nicht erst ein Lager aufzuschlagen, sondern sofort unerschrocken den Kampf aufzunehmen und unter tapferem Einsatz aller Kräfte die Entscheidung herbeizuzwingen. 18Was sie antrieb, war weniger die Sorge um die Sicherheit ihrer Frauen und Kinder oder ihrer Verwandten; zuerst und vor allem trieb sie die Sorge um die Sicherheit des heiligen Tempels.

19Das Volk aber, das in Jerusalem zurückblieb, war tief in Sorge, ob die Feinde in offener Feldschlacht besiegt werden könnten.

Judas betet vor der Schlacht

20Alle warteten auf die Entscheidung, die jetzt fallen musste. Das feindliche Heer rückte in Schlachtordnung an, auf dem rechten und linken Flügel die Reiterei, die Elefanten verteilt auf die günstigsten Stellen der Front. 21Der Makkabäer sah die Menge der Gegner, ihre verschiedenartigen Waffen und die wild daherstampfenden Elefanten. Da streckte er die Hände zum Himmel aus und betete zu dem Herrn, der Wunder wirken kann. Ihm war klar: Diese Schlacht würde nicht durch die Menge der Waffen entschieden, sondern Gott würde den Sieg denen schenken, die ihn in seinen Augen verdient hatten.

22Judas betete: »Als Hiskija König von Juda war, schicktest du, Herr, deinen Engel und er tötete vom Heer Sanheribs 185000 Mann.

15,22
2 Kön 18,17-35
19,35
23So schicke auch uns jetzt, Herr des Himmels, einen guten Engel; er soll unserem Heer vorausziehen und den Feinden Furcht und Schrecken einjagen. 24Vor deiner großen Macht sollen alle erzittern, die es gewagt haben, dich zu lästern und dein heiliges Volk anzugreifen!«

Damit beendete Judas sein Gebet.

Sieg über Nikanor

25Nikanors Truppen rückten unter dem Schall von Kriegstrompeten und mit Schlachtgesängen vor. 26Judas und seine Leute warfen sich ihnen entgegen, indem sie beteten und Gott um Beistand anriefen. 27Mit ihren Händen kämpfend, in ihren Herzen aber zu Gott betend, konnten sie mehr als 35000 Feinde niedermachen und sie jubelten gewaltig über diesen sichtbaren Beweis der Hilfe Gottes.

28Als alles vorbei war und die Juden voller Siegesfreude das Schlachtfeld verließen, entdeckten sie Nikanor, der erschlagen in voller Rüstung dalag. 29Das gab ein Geschrei und einen Tumult! Alle dankten sie dem Herrn in ihrer Muttersprache.

30Judas, der allezeit und überall der Erste gewesen war und der mit Leib und Seele für seine Mitbürger gekämpft und sich die Liebe zu seinem Volk von Jugend auf stets bewahrt hatte, gab den Befehl, Nikanor den Kopf und den rechten Arm abzuschlagen und beides nach Jerusalem mitzunehmen.

31In Jerusalem ließ er das Volk im Tempel zusammenkommen und die Priester mussten sich vor dem Brandopferaltar aufstellen. Dann ließ er die Besatzung aus der Festung herbeirufen. 32Allen zeigte er den Kopf des verruchten Nikanor und den Arm, den dieser Lästerer und Angeber gegen den Tempel des Herrschers der Welt ausgestreckt hatte. 33Dann ließ er die Zunge des Gottlosen herausschneiden und stückchenweise den Vögeln hinwerfen. Nikanors Arm wurde dem Tempel gegenüber aufgehängt – zur Strafe dafür, dass der Wahnsinnige ihn gegen den Tempel erhoben hatte.

34Alle, die versammelt waren, blickten zum Himmel auf und priesen den Herrn, der seine Macht so deutlich gezeigt und den Tempel vor der angedrohten Schändung bewahrt hatte. 35Nikanors Kopf hängte Judas, für alle sichtbar, an der Mauer der Festung auf als Beweis dafür, dass der Herr seinem Volk hilft.

15,35
Jdt 14,1

36Die Versammlung beschloss durch öffentliche Abstimmung, dass dieser Tag nie in Vergessenheit geraten solle. Jedes Jahr sollte er am Tag vor dem Mordechai-Tag, d.h. am 13. Tag des 12. Monats – auf Aramäisch: dem 13. Adar –, festlich begangen werden.15,36 Vgl. Anmerkung zu 1 Makk 7,48.

15,36
Est 9,16-1731

NACHWORT DES VERFASSERS

(15,37-39)

37So also ist es Nikanor zuletzt ergangen.

Jerusalem blieb von da an fest in der Hand des jüdischen Volkes, und ich kann daher mit meinem Bericht hier schließen. 38Ist er geschickt angelegt und findet er Gefallen, so habe ich erreicht, was ich wollte. Ist er dürftig und mittelmäßig, so habe ich doch immerhin getan, was ich konnte.

39Aber bekanntlich ist es auch gar nicht gesund, den Wein pur zu trinken. Nur Wasser zu trinken ist gleichfalls unerfreulich. Erst Wein mit Wasser gemischt schmeckt gut und macht das Trinken zum Genuss.

So wird auch ein Bericht durch die Art, wie er abgefasst ist, zum Genuss für die, die ihn lesen oder hören. Damit möchte ich schließen.