BasisBibel (BB)

Neues Leben durch Gottes Geist

81Es gibt also keine Verurteilung mehr für die,die zu Christus Jesus8,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. gehören.2Das bewirkt das Gesetz8,2 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose.,das vom Geist Gottes bestimmt ist.Es ist das Gesetz, das Leben8,2 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. schenktdurch die Zugehörigkeit zu Christus Jesus.Es hat dich befreit von dem alten Gesetz,das von der Sünde8,2 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. bestimmt ist und den Tod bringt.3Das alte Gesetz war machtlos.Es scheiterte an unserer menschlichen Natur8,3 menschliche Natur: Wörtlich »Fleisch«. Wer vom Fleisch bestimmt ist, glaubt nicht an Gott und die Versöhnung, die er den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt hat. Er vertraut sich selbst mehr als Gott. Das ist nach biblischer Vorstellung Sünde..Deshalb sandte Gott seinen eigenen Sohn8,3 sein eigener Sohn: Meint Jesus Christus, der im Neuen Testament der Einzige ist, der den Ehrentitel »Sohn Gottes« trägt.in Gestalt eines der Sünde ausgelieferten Menschen.Er sollte sein Leben für unsere Sünden geben8,3 für unsere Sünden geben: Jesus Christus hat durch seinen Tod am Kreuz die Sünden der Menschen weggenommen..So wurde die Sünde verurteilt,die in der menschlichen Natur angelegt ist.4Das tat er,damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt wird.Denn jetzt ist unser Leben nicht mehrvon der menschlichen Natur bestimmt,sondern vom Geist Gottes8,4 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..5Wer von der menschlichen Natur bestimmt ist,strebt nur nach weltlichen Dingen.Wer aber vom Geist Gottes bestimmt ist,strebt nach dem, was der Geist will.6Nach weltlichen Dingen zu streben bringt den Tod.Aber nach dem zu streben, was der Geist will,bringt Leben und Frieden8,6 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht..7Darum bedeutet das Streben nach weltlichen DingenFeindschaft gegen Gott.Es ordnet sich nämlich nicht dem Gesetz Gottes unter –dazu ist es ja gar nicht fähig.8Wer also von seiner menschlichen Natur bestimmt ist,kann Gott unmöglich gefallen.

9Aber ihr seid nicht mehr von der menschlichen Natur8,9 menschliche Natur: Wörtlich »Fleisch«. Wer vom Fleisch bestimmt ist, glaubt nicht an Gott und die Versöhnung, die er den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt hat. Er vertraut sich selbst mehr als Gott. Das ist nach biblischer Vorstellung Sünde. bestimmt,sondern vom Geist Gottes8,9 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..Denn der wohnt in euch.Wer dagegen diesen Geist nicht hat,den Christus8,9 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. gibt,gehört auch nicht zu ihm.10Wenn Christus jedoch in euch gegenwärtig ist,dann ist euer Leib zwar tot aufgrund der Sünde8,10 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann..Aber der Geist erfüllt euch mit Leben,weil Gott euch als gerecht8,10 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. angenommen hat.11Es ist derselbe Geist Gottes,der Jesus8,11 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. von den Toten auferweckt8,11 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. hat.Wenn dieser Geist nun in euch wohnt, dann gilt:Gott, der Christus von den Toten auferweckt hat,wird auch eurem sterblichen Leib das Leben8,11 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. schenken.Das geschieht durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Leben als Kinder Gottes

12Brüder und Schwestern8,12 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde., das bedeutet:Wir sind nicht mehrder menschlichen Natur8,12 menschliche Natur: Wörtlich »Fleisch«. Wer vom Fleisch bestimmt ist, glaubt nicht an Gott und die Versöhnung, die er den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt hat. Er vertraut sich selbst mehr als Gott. Das ist nach biblischer Vorstellung Sünde. verpflichtetund müssen ihr nicht länger folgen.13Wenn ihr nämlich so lebt,wie es der menschlichen Natur entspricht,müsst ihr sterben.Wenn ihr aber mithilfe von Gottes Geist8,13 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.die Gewohnheiten eurer menschlichen Natur tötet,werdet ihr leben.14Alle, die sich von diesem Geist führen lassen,sind Kinder Gottes.15Ihr habt ja nicht einen Geist empfangen,der euch zu Sklaven macht.Dann müsstet ihr doch wieder Angst haben.Ihr habt vielmehr einen Geist empfangen,der euch zu Kindern Gottes macht.Weil wir diesen Geist haben, können wir rufen:»Abba8,15 Abba: Aramäisch für »Vater«.! Vater!«16Und derselbe Geist bestätigt unserem Geist,dass wir Kinder Gottes sind.17Wenn wir Kinder sind, dann sind wir aber auch Erben8,17 Erben: Durch den Glauben an Jesus Christus haben alle Menschen Anteil an dem Erbe, das Gott für sie bestimmt hat. Ursprünglich war das Erbe der Anteil an dem Land, das Gott seinem Volk versprochen hat. Im Neuen Testament ist damit das Leben im Reich Gottes gemeint, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.:Erben Gottes und Miterben von Christus8,17 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..Voraussetzung ist, dass wir sein Leiden teilen.Denn dadurch bekommen wir auch Anteilan seiner Herrlichkeit8,17 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..

Die ganze Schöpfung wartet auf ihre Befreiung

18Ich bin überzeugt:Das Leid, das wir gegenwärtig erleben,steht in keinem Verhältniszu der Herrlichkeit8,18 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor., die uns erwartet.Gott wird sie an uns offenbar machen.19Die ganze Schöpfung wartet doch sehnsüchtig darauf,dass Gott die Herrlichkeit seiner Kinder offenbart.20Denn die Schöpfungist der Vergänglichkeit unterworfen –allerdings nicht durch eigene Schuld.Vielmehr hat Gott es so bestimmt.Damit ist aber eine Hoffnung verbunden:21Denn auch die Schöpfung wird befreit werdenaus der Sklaverei der Vergänglichkeit.Sie wird ebenfalls zu der Freiheit kommen,die Gottes Kinder in der Herrlichkeit erwartet.22Wir wissen ja:Die ganze Schöpfung seufzt und stöhnt vor Schmerzwie in Geburtswehen – bis heute.23Und nicht nur sie: Uns geht es genauso!Wir haben zwar schon als Vorschuss8,23 als Vorschuss: Bezieht sich auf das ewige Leben im Reich Gottes.den Geist Gottes8,23 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. empfangen.Trotzdem seufzen und stöhnen auch wir nochin unserem Innern.Denn wir warten ebenso darauf,dass Gott uns endgültig als seine Kinder annimmt.Dabei wird er auch unseren Leibvon der Vergänglichkeit erlösen.24Denn wir sind zwar gerettet,aber noch ist alles erst Hoffnung.Und eine Hoffnung, die wir schon erfüllt sehen,ist keine Hoffnung mehr.Wer hofft schließlich auf das,was er schon vor sich sieht?25Wir aber hoffen auf etwas,das wir noch nicht sehen.Darum müssen wir geduldig warten.

Der Geist steht denen bei, die erwählt sind

26In gleicher Weise steht uns der Geist Gottes8,26 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. da bei,wo wir selbst unfähig sind.Wir wissen ja nicht einmal, was wir beten8,26 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. sollen.Und wir wissen auch nicht, wie wir unser Gebetin angemessener Weise vor Gott bringen.Doch der Geist selbsttritt mit Flehen und Seufzen für uns ein.Dies geschieht in einer Weise,die nicht in Worte zu fassen ist.27Aber Gott weiß ja, was in unseren Herzen vorgeht.Er versteht, worum es dem Geist geht.Denn der Geist tritt vor Gott für die Heiligen8,27 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. ein.28Wir wissen aber:Denen, die Gott lieben, dient alles zum Guten.Es sind die Menschen,die er nach seinem Plan berufen hat.29Die hat er schon im Vorhinein ausgewählt.Im Voraus hat er sie dazu bestimmt,nach dem Bild seines Sohnes8,29 sein Sohn: Meint Jesus Christus, der im Neuen Testament der Einzige ist, der den Ehrentitel »Sohn Gottes« trägt. neu gestaltet zu werden.Denn der sollte der Erstgeborene8,29 Erstgeburt: Bezeichnet den ersten Sohn, den eine Frau zur Welt bringt, oder das erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. Sie ist für Gott bestimmt.unter vielen Brüdern und Schwestern8,29 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. sein.30Wen Gott so im Voraus bestimmt hat,den hat er auch berufen.Und wen er berufen hat,den hat er auch für gerecht8,30 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. erklärt.Und wen er für gerecht erklärt hat,dem hat er auch Anteil an seiner Herrlichkeit8,30 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. gegeben.

Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen

31Was sollen wir noch mehr sagen?Wenn Gott für uns ist,wer kann sich dann noch gegen uns stellen?32Er hat ja seinen eigenen Sohn8,32 sein eigener Sohn: Meint Jesus Christus, der im Neuen Testament der Einzige ist, der den Ehrentitel »Sohn Gottes« trägt. nicht verschont.Vielmehr hat er ihn für uns alle in den Tod gegeben.Wenn er uns aber seinen Sohn geschenkt hat,wird er uns dann nicht auch alles andere schenken?33Wer kann also Anklage erheben gegen die Menschen,die Gott ausgewählt hat?Gott selbst erklärt sie doch für gerecht8,33 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen.!34Wer kann uns da noch verurteilen?Schließlich tritt doch Christus Jesus8,34 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. für uns ein –der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt8,34 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. wurdeund an der rechten Seite8,34 rechte Seite: Die rechte Seite ist der Ehrenplatz. Gottes sitzt.

35Was kann uns von Christus8,35 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. und seiner Liebe trennen?Etwa Leid, Angst oder Verfolgung,Hunger oder Kälte,Gefahr oder gar die Hinrichtung?36Schließlich heißt es ja in der Heiligen Schrift8,36 in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 44,23.:»Weil wir uns zu dir bekennen,bedroht man uns täglich mit dem Tod.Wie Schlachtvieh werden wir behandelt.«37Doch aus alldemgehen wir als strahlende Sieger hervor.Das haben wir dem zu verdanken,der uns so sehr geliebt hat.38Ich bin zutiefst überzeugt:Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen –nicht der Tod und auch nicht das Leben,keine Engel und keine weltlichen Mächte,nichts Gegenwärtiges und nichts Zukünftigesund auch keine andere gottfeindliche Kraft.39Nichts Über- oder Unterirdischesund auch nicht irgendetwas anderes,das Gott geschaffen hat –nichts von alledemkann uns von der Liebe Gottes trennen.In Christus Jesus, unserem Herrn8,39 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt.,hat Gott uns diese Liebe geschenkt.