BasisBibel (BB)
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Die Rettung kommt durch den Glauben

101Brüder und Schwestern10,1 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,das ist mein Herzenswunsch und meine große Bitte:Gott soll die Menschen retten,die zu meinem Volk10,1 mein Volk: Für Paulus das jüdische Volk. gehören.2Ich kann bezeugen,dass sie sich wirklich für die Sache Gottes einsetzen.Nur haben sie nicht die rechte Erkenntnis.3Sie verstehen nicht,worum es bei der Gerechtigkeit Gottes10,3 Gerechtigkeit Gottes: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. geht.Stattdessen streben sie nach dem,was sie selbst für Gerechtigkeit halten.Deshalb haben sie sich nichtder Gerechtigkeit untergeordnet,die Gott ihnen schenken will.4Denn mit Christus10,4 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. ist das Ziel erreicht,um das es im Gesetz10,4 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. geht:Jeder, der an ihn glaubt10,4 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt., gilt vor Gott als gerecht10,4 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen..

5Mose schreibt10,5 Mose schreibt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 3. Mose/Levitikus 18,5. über die Gerechtigkeit10,5 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.,die wir durch das Gesetz10,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. erlangen können:»Wer seine Vorschriften befolgt,wird durch sie das Leben erlangen.«6Dagegen heißt es10,6 dagegen heißt es: Im Folgenden wird ein Gedanke aus 5. Mose/Deuteronomium 30,12-14 aufgenommen. von der Gerechtigkeit,die wir durch den Glauben10,6 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. erlangen:»Frage dich nicht:Wer wird in den Himmel10,6 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinaufsteigen?«– So als müsste man Christus10,6 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. von dort herabholen! –7»Auch nicht: Wer wird in die Unterwelt10,7 Unterwelt: Meint das Totenreich, das man sich in damaliger Zeit als Ort unter der Erde vorstellte. hinabsteigen?«– So als müsste man Christus von den Toten holen! –8Sondern wie heißt es doch?»Das Wort Gottes ist dir ganz nahe.Es ist in deinem Mund und in deinem Herzen.«Es ist das Wort des Glaubens, das wir verkünden.

9Wenn du also mit deinem Mund bekennst:»Jesus10,9 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. ist der Herr10,9 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.Und wenn du aus ganzem Herzen10,9 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. glaubst:»Gott hat ihn von den Toten auferweckt10,9 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.Dann wirst du gerettet werden.10Denn aus dem Herzen kommt der Glaube10,10 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.,der gerecht10,10 gerecht, als gerecht gelten: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. macht.Und aus dem Mund kommt das Bekenntnis10,10 Bekenntnis: Jemand spricht öffentlich aus, dass er an Jesus Christus glaubt. So wissen alle, dass diese Person ihr Leben in den Dienst von Christus stellt.,das zur Rettung führt.11So steht es ja in der Heiligen Schrift10,11 in der Heiligen Schrift (Vers 11): Das Zitat nimmt Worte aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 28,16 auf.:»Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.«12Das gilt ohne Unterschied für Juden10,12 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. und Griechen10,12 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache..Alle haben ein und denselben Herrn.Und der lässt alle an seinem Reichtum teilhaben,die ihn anrufen.13Denn es heißt10,13 es heißt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Joel 3,5. ja auch:»Jeder, der den Namen10,13 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. des Herrn anruft,wird gerettet werden.«

Nicht alle haben die Gute Nachricht angenommen

14Aber wie kann man jemanden anrufen,an den man nicht glaubt10,14 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.?Oder wie kann man an jemandem glauben,von dem man nichts gehört hat?Und wie kann man von jemandem hören,wenn es keine Verkündigung von ihm gibt?15Wie aber kann es eine Verkündigung geben,wenn niemand dazu ausgesandt wurde? –Gerade darüber steht ja in der Heiligen Schrift10,15 in der Heiligen Schrift (Vers 15): Das Zitat nimmt ein Bild aus Jesaja 52,7 auf.:»Willkommen sind die Boten, die Gutes verkünden!«

16Aber nicht alle haben auf diese Gute Nachricht10,16 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. gehört.So fragt schon Jesaja10,16 fragt Jesaja: Zitat aus Jesaja 53,1.:»Herr10,16 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., wer hat unserer Botschaft geglaubt?«17Also: Der Glaube10,17 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. kommt vom Hören auf die Botschaft.Die Botschaft aber wirkt durch den Auftrag,den Christus gegeben hat.18Ich frage euch: Haben die Menschen aus meinem Volk10,18 mein Volk: Für Paulus das jüdische Volk.etwa die Botschaft nicht gehört?Im Gegenteil!Es heißt10,18 es heißt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 19,5. ja: »Ihr Ruf geht hinaus in alle Länder.Ihre Kunde dringt bis an das Ende der Welt.«19Ich frage noch einmal:Hat Israel die Botschaft etwa nicht verstanden?O doch! Schließlich hat schon Mose als Erster gesagt10,19 Mose sagt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 5. Mose/Deuteronomium 32,21.:»›Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Volk,das gar keines ist‹, spricht Gott.›Auf ein Volk ohne jede Erkenntniswill ich euch zornig machen.‹«20Und Jesaja wagt sogar zu sagen10,20 Jesaja sagt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 65,1.:»›Ich habe mich von denen finden lassen,die mich gar nicht gesucht haben‹, spricht Gott.›Ich habe mich denen gezeigt,die gar nicht nach mir gefragt haben.‹«21Und zu Israel sagt Gott10,21 sagt Gott: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 65,2.:»Den ganzen Tag habe icheinladend meine Hände ausgestreckt –nach einem Volk, das mir nicht gehorchtund das mir ständig widerspricht.«
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Gott hat sein Volk nicht verstoßen

111Nun frage ich: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen?Auf keinen Fall! Ich selbst bin ja ein Israelit11,1 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.,ein Nachkomme Abrahams11,1 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. aus dem Stamm Benjamin.2Gott hat sein Volk nicht verstoßen,das er einst erwählt hat.Oder wisst ihr nicht,was in der Heiligen Schrift11,2 in der Heiligen Schrift: Zitat aus 1. Könige 19,10. über Elija11,2 Elija: Prophet, der im Auftrag Gottes gegen 850 Propheten anderer Gottheiten antritt; vgl. 1. Könige 18,17-40. berichtet wird?Er führte vor Gott Klage gegen Israel11,2 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). und sagte:3»Herr11,3 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., sie haben deine Propheten11,3 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. getötetund deine Altäre11,3 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. niedergerissen.Ich allein bin übrig geblieben,und jetzt wollen sie mich auch noch umbringen.«4Und wie lautete die Antwort Gottes11,4 Antwort Gottes: Zitat aus 1. Könige 19,18.?»Ich habe mir 7000 Mann übrig behalten,die nicht vor Baal auf die Knie gefallen11,4 vor Baal auf die Knie fallen: Die Anbetung eines fremden Gottes war für Israeliten verboten. sind.«5Das Gleiche geschieht jetzt in diesem Augenblick:Aus Gnade11,5 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. hat Gott einen Rest ausgewählt.6Wenn es aber aus Gnade geschah,dann spielen die eigenen Taten dabei keine Rolle.Sonst wäre die Gnade ja nicht wirklich Gnade.

7Was bedeutet das?Israel11,7 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. hat nicht erreicht,worum es sich so sehr bemüht hat.Nur diejenigen, die Gott ausgewählt hat,haben es erreicht.Bei den Übrigen hat er dafür gesorgt,dass sie sich vor ihm verschließen.8So steht es ja auch in der Heiligen Schrift11,8 in der Heiligen Schrift: Das Zitat setzt sich zusammen aus 5. Mose/Deuteronomium 29,3 und Jesaja 29,10.:»Gott hat ihren Geist in tiefen Schlaf versetzt.Er hat ihnen Augen gegeben, die nichts sehen,und Ohren, die nichts hören.Das ist so bis zum heutigen Tag.«9Und David sagt11,9 David sagt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 69,23-24. David, ein bedeutender König Israels, gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete.:»Ihr Tisch soll zur Falleund zum Fangnetz für sie werden.Sie sollen daran Anstoß nehmen,und er wird ihnen zum Verhängnis werden.10Lass ihre Augen dunkel werden,damit sie nichts mehr sehen können.Und lass ihren Rücken gebeugt sein für immer!«

Rettung für Israel und die anderen Völker

11Ich frage also: Sind die Juden11,11 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. am Ende gestolpert,um in ihr Verderben zu stürzen? Auf keinen Fall!Es ist vielmehr so:Ihr Fehltritt11,11 Fehltritt: Meint, dass sie Gottes Angebot zur Rettung ausgeschlagen haben. brachte den anderen Völkern die Rettung.Das sollte sie eifersüchtig machen.12Ihr Fehltritt hat der Welt reichen Gewinn gebrachtund ihre geringe Zahl den Völkern:Wie unermesslich wird der Reichtum erst sein,wenn sie wieder zu voller Zahl angewachsen sind?

13Euch aber, den Völkern, sage ich:Gerade weil ich Apostel11,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Mensch, der dazu berufen ist, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. für die Völker bin,danke ich Gott für meinen Dienst.14Vielleicht trage ich ja gerade dadurch dazu bei,mein eigenes Volk11,14 mein eigenes Volk: Für Paulus das jüdische Volk. eifersüchtig zu machen.So könnte ich wenigstens einige von ihnen retten.15Schon dass sie verloren gingen,hat der Welt die Versöhnung gebracht.Was wird dann erst sein,wenn Gott sie wieder annimmt?Nicht weniger als neues Leben11,15 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. aus dem Tod!

Das Bild vom Olivenbaum

16Ist nicht schon der Teigaus dem ersten Getreide11,16 erstes Getreide: Der erste Teil der Ernte und daraus hergestellte Lebensmittel waren für Gott bestimmt, vgl. 4. Mose/Numeri 15,19-20. jeder Ernte heilig11,16 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen.?Dann ist doch auch jeder weitere Teig daraus heilig.Und wenn die Wurzel heilig ist,dann sind es auch die Zweige.17Einige Zweige sind aus demedlen Olivenbaum11,17 Olivenbaum: Paulus verwendet das Bild vom edlen Olivenbaum in diesem Gleichnis für die Juden. Mit dem wilden Olivenbaum meint er die Nicht-Juden. herausgebrochen worden.Dann hat man dich als Zweig vom wilden Olivenbaumin den edlen eingepfropft11,17 einpfropfen: Das Einsetzen eines fremden Zweigs in eine Pflanze. So kann die Wirtspflanze bessere Früchte tragen..Jetzt wirst du vom Saft aus seiner Wurzel miternährt.18Aber meine nicht,dass du den anderen Zweigen überlegen bist!Wenn du es trotzdem tust,dann denke daran:Nicht du trägst die Wurzel,sondern die Wurzel trägt dich!19Du wirst vielleicht einwenden:»Die Zweige wurden doch herausgebrochen,damit ich eingepfropft werde.«20Ganz recht: Sie wurden herausgebrochen,weil sie nicht zum Glauben11,20 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gekommen sind.Du hast ihren Platz eingenommen,weil du zum Glauben gekommen bist.Aber deshalb darfst du nicht überheblich werden.Vielmehr hast du Grund, dich zu fürchten.21Gott hat schon die ursprünglichen Zweigenicht verschont.Dann wird er dich erst recht nicht verschonen.

22So verhält es sich mit der Güte und Strenge Gottes:Zu denen, die zu Fall gekommen sind, ist er streng.Zu dir ist er gütig,vorausgesetzt, du hältst an seiner Güte fest.Andernfalls wirst auch du wiederaus dem Olivenbaum11,22 Olivenbaum: Im östlichen Mittelmeerraum weitverbreiteter Baum, aus dessen Früchten Öl hergestellt wird. Es gehörte in der Antike zu den Grundnahrungsmitteln. herausgeschnitten.23Umgekehrt werden die anderen wieder eingepfropft11,23 einpfropfen: Das Einsetzen eines fremden Zweigs in eine Pflanze. So kann die Wirtspflanze bessere Früchte tragen.,wenn sie nicht an ihrem Unglauben festhalten.Denn Gott hat sehr wohl die Macht dazu,sie wieder einzupfropfen.24Gott hat dich jaaus dem wilden Olivenbaum herausgeschnitten,auf dem du gewachsen bist.Dann hat er dich in den edlen Olivenbaum eingepfropft,auf dem du nicht gewachsen bist.Also kann er erst rechtdie ursprünglichen Zweige wieder in ihren eigenen,edlen Olivenbaum einpfropfen.

Zuletzt wird ganz Israel gerettet

25Brüder und Schwestern11,25 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,ich will euch über folgendes Geheimnisnicht in Unkenntnis lassen.Denn ihr sollt euch nicht selbsteinen Reim auf die Sache machen:Tatsächlich hat Gott dafür gesorgt,dass sich ein Teil von Israel11,25 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. vor ihm verschließt.Das soll aber nur so lange dauern,bis alle Völker sich ihm zugewandt haben.26Und auf diese Weise wird schließlichganz Israel gerettet werden.In der Heiligen Schrift11,26 in der Heiligen Schrift: Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 27,9 und Jesaja 59,20-21. heißt es ja auch:»Vom Zion11,26 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. her wird der Retter kommenund alle Gottlosigkeit von Jakob11,26 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. nehmen.27Das ist der Bund11,27 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten.,den ich, der Herr11,27 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., mit ihnen geschlossen habe.Er wird erfüllt, wenn ich ihre Sünden11,27 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. von ihnen nehme.«

28Betrachtet man es von der Guten Nachricht11,28 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. her,dann sind sie Gottes Feinde geworden.Und das kommt euch11,28 euch: Meint Nicht-Juden. zugute.Betrachtet man es aber von daher,dass Gott sie erwählt hat,dann bleiben sie von Gott geliebt.Es waren ja ihre Vorfahren,die er einst erwählt hat.29Denn was Gott aus Gnade11,29 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. geschenkt hat,das nimmt er nicht zurück.Und wen er einmal berufen hat, der bleibt es.30Früher habt ihr Völker Gott nicht gehorcht.Aber weil die Juden11,30 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. ungehorsam waren,hat Gott jetzt euch sein Erbarmen geschenkt.31Genauso gehorchen sie jetzt Gott nicht,weil er euch sein Erbarmen geschenkt hat.Dadurch werden künftig auch siesein Erbarmen finden.32Denn Gott hat alle im Ungehorsam festgehalten,weil er allen sein Erbarmen schenken will.

Lobpreis der unergründlichen Weisheit Gottes

33Wie unerschöpflich ist doch der Reichtum Gottes,wie tief seine Weisheit und Erkenntnis!Wie unergründlich sind seine Entscheidungenund wie unerforschlich seine Wege!3411,34 Vers 34: In Vers 34 findet sich ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 40,13. Wer kennt die Gedanken des Herrn11,34 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht.?Wer ist sein Berater gewesen?35Wer hat ihm je etwas gegeben,sodass er es von ihm zurückfordern könnte?36Denn alles hat in ihm seinen Ursprung.Durch ihn besteht alles und in ihm hat alles sein Ziel.Denn er regiert in Herrlichkeit11,36 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. für immer.Amen11,36 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«.
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Das Leben aus der Guten Nachricht

Römer 12,1–15,13

Das Leben als Dienst für Gott

121Brüder und Schwestern12,1 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,bei der Barmherzigkeit Gottes bitte ich euch:Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung.Es soll ein lebendiges und heiliges Opfer sein,das ihm gefällt.Das wäre für euch die vernünftige Art, Gott zu dienen.2Und passt euch nicht dieser Zeit an.Gebraucht vielmehr euren Verstand in einer neuen Weiseund lasst euch dadurch verwandeln.Dann könnt ihr beurteilen,was dem Willen Gottes entspricht:Was gut ist, was Gott gefällt und was vollkommen ist.

Gaben und Aufgaben in der Gemeinde

3Bei der Gnade12,3 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt., die Gott mir geschenkt hat,sage ich jedem Einzelnen von euch:Überschätzt euch nichtund traut euch nicht mehr zu, als angemessen ist.Strebt lieber nach nüchterner Selbsteinschätzung.Und zwar jeder so, wie Gott es für ihn bestimmt hat –und wie es dem Maßstab des Glaubens12,3 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. entspricht.

4Es ist wie bei unserem Körper:Der eine Leib besteht aus vielen Körperteilen,aber nicht alle Teile haben dieselbe Aufgabe.5Genauso bilden wir vielen Menschen,die zu Christus gehören, miteinander einen Leib.Aber einzeln betrachtet sind wir wie unterschiedlicheund doch zusammengehörende Körperteile.6Wir haben verschiedene Gaben,so wie Gott sie uns in seiner Gnade12,6 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. geschenkt hat:Wenn jemand die Gabe hat, als Prophet12,6 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. zu reden,soll er das in Übereinstimmung mit dem Glauben12,6 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. tun.7Wenn jemand die Gabe hat,Aufgaben in der Gemeinde zu übernehmen,soll er ihr diesen Dienst tun.Wenn jemand die Gabe hat zu lehren,soll er als Lehrer wirken.8Wenn jemand die Gabe hat zu ermutigen,soll er Mut machen.Wer etwas gibt, soll das ohne Hintergedanken tun.Wer für die Gemeinde sorgt,soll es mit Hingabe tun.Wer sich um die Notleidenden kümmert,soll Freude daran haben.

Die Liebe als Grundlage für das Verhalten gegenüber allen Menschen

9Eure Liebe soll aufrichtig sein.Verabscheut das Böse und haltet am Guten fest.10Liebt einander von Herzen als Brüder und Schwestern12,10 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde..Übertrefft euch gegenseitig an Wertschätzung.11Lasst nicht nach in eurem Eifer.Lasst euch vom Geist anstecken und dient dem Herrn12,11 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt..12Freut euch, dass ihr Hoffnung habt.Bleibt standhaft, wenn ihr leiden müsst.Hört nicht auf zu beten12,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..13Helft den Heiligen12,13 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus., wenn sie in Not sind.Seid jederzeit gastfreundlich.14Segnet12,14 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. die Menschen, die euch verfolgen.Segnet sie und verflucht12,14 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. sie nicht.15Freut euch mit den Fröhlichen.Weint mit den Weinenden.16Seid alle miteinander auf Einigkeit aus.Werdet nicht überheblich,sondern lasst euch auf die Unbedeutenden ein.Baut nicht auf eure eigene Klugheit.17Vergeltet Böses nicht mit Bösem.Habt anderen Menschen gegenüber nur Gutes im Sinn.18Lebt mit allen Menschen in Frieden –soweit das möglich ist und es an euch liegt.19Nehmt nicht selbst Rache, meine Lieben.Überlasst das vielmehr dem gerechten Zorn Gottes12,19 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten..In der Heiligen Schrift12,19 in der Heiligen Schrift: Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 32,35. steht ja:»›Die Rache ist meine Sache,ich werde Vergeltung üben‹, spricht der Herr12,19 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht.20Im Gegenteil12,20 im Gegenteil: Es folgt ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Sprichwörter 25,21-22.:»Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen.Wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken.Wenn du das tust,häufst du glühende Kohlen auf seinen Kopf12,20 häufst du glühende Kohlen auf seinen Kopf: Der Feind wird durch die guten Taten beschämt, kommt ins Nachdenken und gibt seine feindliche Haltung auf.21Lass dich nicht vom Bösen besiegen,sondern besiege das Böse durch das Gute!