BasisBibel (BB)
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Andere nicht verurteilen

Lukas 6,37-42
71»Ihr sollt andere nicht verurteilen,damit Gott euch nicht verurteilt7,1 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..2Denn das Urteil, das ihr fällt, wird euch treffen.Und der Maßstab, den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.

3Du siehst den Splitter im Auge deines Gegenübers.Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?4Wie kannst du zu deinem Gegenüber sagen:›Komm her! Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹Dabei steckt doch in deinem eigenen Auge ein Balken!5Du Scheinheiliger!Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge.Dann hast du den Blick frei,um den Splitter aus dem Augedeines Gegenübers zu ziehen.«

Wertvolle Perlen

6»Gebt das, was heilig7,6 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. ist, nicht den Hunden7,6 Hund: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Wer streunende Hunde fütterte, musste damit rechnen, dass sie wiederkommen und vor Hunger über ihn herfallen.!Werft eure Perlen nicht vor die Schweine7,6 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen.!Sonst zertreten sie die Perlenund reißen euch in Stücke.«

Gott voll Vertrauen um etwas bitten

Lukas 11,9-13
7»Bittet und es wird euch gegeben!Sucht und ihr werdet finden!Klopft an und es wird euch aufgemacht!8Denn wer bittet, der bekommt.Und wer sucht, der findet.Und wer anklopft, dem wird aufgemacht.9Wer von euch gibt seinem Kind einen Stein,wenn es um Brot bittet?10Oder eine Schlange,wenn es um einen Fisch bittet?11Ihr Menschen seid böse.Trotzdem wisst ihr, was euren Kindern guttut,und gebt es ihnen.Wie viel mehr Gutes wird euer Vater im Himmel7,11 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt.denen geben, die ihn darum bitten.«

Eine einfache Grundregel

Lukas 6,31
12»Behandelt andere Menschen genau so,wie ihr selbst behandelt werden wollt.Denn so steht es im Gesetz und bei den Propheten7,12 im Gesetz und bei den Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.

Das weite und das enge Tor

Lukas 13,23-24
13»Geht durch das enge Tor!Denn das Tor zum Verderben ist weit,und der Weg dorthin ist breit.Diesen Weg wählen viele Menschen.14Aber wie eng ist das Tor zum Leben7,14 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm.,und wie schmal ist der Weg dorthin!Diesen Weg finden nur wenige Menschen.«

Warnung vor falschen Propheten

Matthäus 12,33-37; Lukas 6,43-44
15»Nehmt euch in Acht vor den falschen Propheten7,15 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun.!Sie kommen zu euch und verhalten sich wie Schafe.Aber im Innern sind sie Wölfe,die auf Raub aus sind.16An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen:Oder erntet man Trauben von einem Dornbuschund Feigen7,16 Feigen: Wichtiges Nahrungsmittel im östlichen Mittelmeerraum, das getrocknet als Vorrat für die obstlose Zeit diente. von einer Distel?17Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor.Aber ein schlechter Baumbringt schlechte Früchte hervor.18Ein guter Baum kannkeine schlechten Früchte hervorbringenund ein schlechter Baum keine guten Früchte.19Ein Baum, der keine guten Früchte bringt,wird umgehauen und ins Feuer geworfen.20Also gilt: An ihren Früchtenwerdet ihr die falschen Propheten erkennen.«

Den Willen Gottes tun

Lukas 13,26-27
21»Nicht jeder, der zu mir sagt: ›Herr, Herr7,21 Herr, Herr: Anrede, die zum Ausdruck bringt, dass jemand Jesus mit Ernst und Hingabe als seinen Herrn anerkennt.!‹,wird in das Himmelreich7,21 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommen.Sondern das gilt für diejenigen,die den Willen meines Vaters im Himmel7,21 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt. tun.22Am Tag des Gerichts7,22 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. werden viele zu mir sagen:›Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namenals Propheten7,22 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. geredet?Und haben wir nicht in deinem NamenDämonen7,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. ausgetrieben?Und haben wir nicht in deinem Namenviele Wunder7,22 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. getan?‹23Dann werde ich ihnen frei heraus sagen7,23 frei heraus sagen: Im Folgenden wird aus Psalm 6,9 zitiert.:›Ich kenne euch überhaupt nicht!Macht, dass ihr fortkommt,ihr mit eurem gesetzlosen7,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Treiben!‹«

Das Gleichnis vom Hausbau

Lukas 6,47-49
24»Wer diese Worte7,24 diese Worte: Meint die gesamte Bergpredigt in Matthäus 5–7. von mir hört und sie befolgt,ist wie ein kluger Mann:Er baute sein Haus auf felsigem Boden.25Dann kam ein Wolkenbruch.Die Flüsse traten über die Ufer,die Stürme tobten und rüttelten an dem Haus.Doch es stürzte nicht ein,denn es war auf felsigem Untergrund gebaut.26Wer diese Worte von mir hört und sie nicht befolgt,ist wie ein dummer Mann:Er baute sein Haus auf sandigem Boden.27Dann kam ein Wolkenbruch.Die Flüsse traten über die Ufer,die Stürme tobten und prallten gegen das Haus.Da stürzte es ein und fiel völlig in sich zusammen.«

Die Menschen erkennen die Vollmacht von Jesus

28So beendete Jesus7,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Verkündigung.Die Volksmenge war von seiner Lehre tief beeindruckt.29Denn an seiner Lehre erkannten sie,dass Gott ihm die Vollmacht dazu gegeben hatte –ganz anders als bei den Schriftgelehrten7,29 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..
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Jesus vollbringt Wunder

Matthäus 8,1–9,34

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Markus 1,40-45; Lukas 5,12-16
81Jesus8,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. stieg vom Berg8,1 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. hinab und zog weiter.Eine große Volksmenge folgte ihm.2Da kam ein Mann zu Jesus, der an Aussatz8,2 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. erkrankt war.Er fiel vor ihm auf die Knie und flehte ihn an:»Herr8,2 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., wenn du willst,kannst du mich rein8,2 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. machen.«3Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:»Ich will. Sei rein!«Im selben Augenblick wurde der Mannvon seinem Aussatz geheilt und rein.4Jesus sagte zu ihm:»Pass auf, dass du niemandem davon erzählst!Geh, zeige dich dem Priester8,4 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes.und bring die Opfergabe8,4 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott., die Mose vorgeschrieben hat8,4 die Mose vorgeschrieben hat: Die Anweisungen für die Opfer anlässlich einer Heilung von Aussatz finden sich in 3. Mose/Levitikus 14,1-32..Dadurch sollen alle erfahren,dass du geheilt worden bist.«

Der Hauptmann von Kapernaum

Lukas 7,1-10; 13,28-29; Johannes 4,46-53
5Jesus8,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging nach Kapernaum8,5 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Da kam ihm ein römischer Hauptmann entgegen.Er sagte zu Jesus:6»Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause.Er hat furchtbare Schmerzen!«7Jesus antwortete:»Ich will kommen und ihn gesund machen.«8Der Hauptmann erwiderte:»Herr! Ich bin es nicht wert8,8 wert: Einige Juden vermieden den Kontakt mit Nicht-Juden. Deshalb wollte der Hauptmann es Jesus nicht zumuten, zu ihm nach Hause zu kommen.,dass du mein Haus betrittst!Aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund!9Denn auch bei mir ist es so,dass ich Befehlen gehorchen muss.Und ich selbst habe Soldaten, die mir unterstehen.Wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹,dann geht er.Und wenn ich zu einem anderen sage: ›Komm!‹,dann kommt er.Und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu das!‹,dann tut er es.«

10Als Jesus das hörte, staunte er.Er sagte zu den Leuten, die ihm gefolgt waren:»Amen8,10 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Bei niemandem in Israel8,10 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.habe ich so einen Glauben8,10 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gefunden!11Ich sage euch: Viele werden aus Ost und West kommen.Sie werden mit Abraham, Isaak und Jakob8,11 Abraham, Isaak, Jakob: Stehen zusammenfassend für die Anfänge Israels, wie sie in 1. Mose/Genesis 12–50 erzählt werden.im Himmelreich8,11 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. zu Tisch liegen8,11 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen..12Aber die Erben des Reiches8,12 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.werden hinausgeworfen in die völlige Finsternis.Da draußen gibt es nur Heulen und Zähneklappern.«13Dann sagte Jesus zum Hauptmann:»Geh! So wie du geglaubt hast, soll es geschehen!«In derselben Stunde wurde sein Diener gesund.

Jesus heilt die Schwiegermutter von Petrus und viele andere Menschen

Markus 1,29-34; Lukas 4,38-41
14Jesus8,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging in das Haus von Petrus8,14 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus..Er sah, dass die Schwiegermutter von Petrusmit Fieber im Bett lag.15Da nahm er ihre Hand, und das Fieber verschwand.Sie stand auf und brachte ihm etwas zu essen.16Am Abend brachten die Leute viele Menschen zu Jesus,die von Dämonen8,16 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen waren.Er trieb die bösen Geister8,16 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. durch sein Wort aus,und alle Kranken machte er gesund.17So ging in Erfüllung,was der Prophet Jesaja gesagt hat8,17 was der Prophet Jesaja gesagt hat: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.:»Er hat unsere Leiden von uns genommenund die Krankheiten weggeschafft.«

Sich ganz auf Jesus einlassen

Lukas 9,57-60
18Jesus8,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sah, wie groß die Volksmenge um ihn herum war.Deshalb befahl er seinen Jüngern8,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Lasst uns wegfahren ans andere Ufer des Sees8,18 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.19Doch da kam ein Schriftgelehrter8,19 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und sagte zu ihm:»Lehrer8,19 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich will dir folgen8,19 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen., wohin du auch gehst!«20Jesus antwortete ihm:»Die Füchse haben ihren Bau,und die Vögel haben ihr Nest.Aber der Menschensohn8,20 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. hat keinen Ort,an dem er sich ausruhen kann.«

21Ein anderer, einer von den Jüngern8,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten., sagte zu ihm:»Herr, erlaube mir,zuerst noch einmal nach Hause zu gehenund meinen Vater zu begraben.«22Aber Jesus8,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihm: »Folge8,22 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben!«

Im Sturm auf die Probe gestellt

Markus 4,35-41; Lukas 8,22-25
23Jesus8,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. stieg in das Boot, und seine Jünger8,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. folgten ihm.24Plötzlich brach ein starker Sturm auf dem See8,24 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. los.Die Wellen drohten das Boot unter sich zu begraben.Aber Jesus schlief.25Die Jünger gingen zu ihm und weckten ihn.Sie riefen: »Herr, rette uns! Wir gehen unter!«26Jesus sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Angst?Ihr habt zu wenig Vertrauen!«Dann stand er auf und bedrohte den Wind und den See.Da wurde es ganz still.27Die Leute wunderten sich und sagten zueinander:»Wer ist er eigentlich?Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm!«

Jesus befreit zwei Männer, die von Dämonen beherrscht werden

Markus 5,1-20; Lukas 8,26-39
28Jesus8,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam auf die andere Seite des Sees8,28 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.in das Gebiet von Gadara8,28 Gadara: Eine der Zehn Städte im Gebiet östlich und südlich des See Gennesaret, die nicht unter der Herrschaft des Statthalters von Jerusalem standen..Da kamen ihm aus den Grabkammern8,28 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. zwei Männer entgegen,die von Dämonen8,28 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen waren.Sie waren so gefährlich,dass niemand es wagte, diesen Weg zu benutzen.29Als sie ihn sahen, schrien sie laut auf:»Was willst du von uns, Sohn Gottes8,29 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.?Bist du gekommen,um uns schon vor der Zeit8,29 vor der Zeit: Die Dämonen erkennen, dass Jesus im Auftrag Gottes handelt. Sie wissen, dass sie im Gericht Gottes verurteilt werden. Nur der Zeitpunkt überrascht sie. zu quälen?«

30In einiger Entfernung von ihnenweidete eine große Schweineherde.31Die Dämonen8,31 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. baten Jesus:»Wenn du uns schon vertreibst,dann schick uns in die Schweineherde.«32Jesus8,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu ihnen: »Geht!«Sogleich verließen die Dämonen die beiden Männerund fuhren in die Schweine8,32 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen..Da stürzte sich die ganze Herde den Abhang hinabin den See8,32 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. und ertrank im Wasser.

33Die Schweinehirten ergriffen die Fluchtund liefen in die Stadt. Sie erzählten alles,was mit den beiden Männern geschehen war,die von den Dämonen8,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. beherrscht waren.34Daraufhin kamen alle aus der Stadt herausund gingen Jesus8,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. entgegen. Als sie ihn sahen,forderten sie ihn auf, ihre Gegend zu verlassen.
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Jesus vergibt Sünden und heilt

Markus 2,1-12; Lukas 5,17-26
91Jesus9,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. stieg wieder ins Bootund fuhr auf die andere Seite des Sees9,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Dort ging er nach Kapernaum9,1 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., wo er wohnte.2Da brachten Leute einen Gelähmten zu ihm.Er lag auf einer Trage.Jesus9,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sah, wie groß ihr Glaube9,2 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. war,und sagte zu dem Gelähmten:»Nur Mut, mein Kind! Deine Sünden9,2 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. sind dir vergeben!«3Aber einige der Schriftgelehrten9,3 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. dachten:»Das ist Gotteslästerung9,3 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott.4Jesus durchschaute ihre Gedanken und sagte zu ihnen:»Warum habt ihr so böse Gedanken?5Was ist denn einfacher?Zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben!‹,oder: ›Steh auf und geh umher!‹?6Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn9,6 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.von Gott Vollmacht bekommen hat.So kann er hier auf der Erdeden Menschen ihre Sünden vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:»Steh auf, nimm deine Trage und geh nach Hause!«7Da stand der Mann auf und ging nach Hause.8Die Volksmenge sah es und erschrak.Alle lobten Gott,dass er den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

Jesus beruft Matthäus und isst mit Zolleinnehmern

Markus 2,13-17; Lukas 5,27-32
9Jesus9,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging von Kapernaum9,9 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. weiter.Da sah er einen Mann an seiner Zollstation9,9 Zollstation: Vor allem an Stadttoren eingerichtete Haltepunkte, an denen die Steuern auf transportierte Waren eingesammelt wurden. sitzen.Er hieß Matthäus.Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge9,9 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«Da stand er auf und folgte ihm.

10Später war Jesus9,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. im Haus zum Essen.Viele Zolleinnehmer9,10 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. und andere Leute,die als Sünder9,10 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. galten, kamen dazu.Sie aßen mit Jesus und seinen Jüngern9,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..11Als die Pharisäer9,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. das sahen,sagten sie zu seinen Jüngern:»Warum isst euer Lehrer9,11 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. mit Zolleinnehmern und Sündern?«12Jesus hörte das und antwortete:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.13Überlegt doch einmal,was es bedeutet, wenn Gott sagt9,13 Gott sagt: Zitat aus Hosea 6,6.:›Barmherzigkeit will ich und keine Opfer9,13 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.!‹Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten9,13 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. zu rufen,sondern die Sünder9,13 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Markus 2,18-22; Lukas 5,33-39
14Danach kamen die Jünger von Johannes9,14 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu Jesus9,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sie fragten:»Warum fasten9,14 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. wir und die Pharisäer9,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. so oft,aber deine Jünger9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nicht?«15Jesus antwortete ihnen:»Sollen die Hochzeitsgäste etwa trauern,solange der Bräutigam9,15 Bräutigam: Bild für Jesus. Die Jünger sollen sich freuen, dass der Sohn Gottes bei ihnen ist. bei ihnen ist?Aber es wird eine Zeit kommen,da wird ihnen der Bräutigam weggenommen.Dann werden sie fasten.

16Niemand näht neuen Stoff auf einen alten Mantel9,16 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Sonst wird der neue Stoff vom Mantel abreißen,und der Riss wird größer als vorher.17Niemand füllt neuen Wein9,17 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche9,17 Weinschlauch: Aus Tierhäuten zusammengenähter Schlauch, der in der Antike zum Transport von Flüssigkeiten wie Wein diente..Sonst platzen die Schläuche.Der Wein läuft aus,und die Schläuche werden unbrauchbar.Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche.So bleiben beide erhalten.«

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Markus 5,21-43; Lukas 8,40-56
18Während Jesus9,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit den Jüngern von Johannes9,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. sprach,kam einer der führenden Männer des Ortes dazu.Er warf sich vor ihm nieder und sagte:»Meine kleine Tochter ist gerade gestorben.Bitte komm mit und leg ihr deine Hand auf.Dann wird sie wieder lebendig.«19Jesus stand auf und folgte ihm.Auch seine Jünger9,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen mit.

20Da drängte sich eine Frau von hinten an Jesus9,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. heran,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.Sie berührte eine Quaste9,20 Quaste: An den Ecken des Gebetsmantels sind Quasten angebracht, die an die Gebote Gottes erinnern sollen; vgl. 4. Mose/Numeri 15,37-41. seines Mantels9,20 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..21Denn sie sagte sich: »Wenn ich nur seinen Mantel berühre,werde ich gesund.«22Jesus drehte sich um.Als er sie sah, sagte er: »Nur Mut, meine Tochter!Dein Glaube hat dich gerettet!«Von diesem Augenblick an war die Frau gesund.

23Dann kam Jesus9,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in das Haus des führenden Mannes.Er sah die Flötenspieler9,23 Flötenspieler: Das Spielen von Musik gehörte damals zu den Trauerbräuchen. und die aufgeregten Menschen.24Er sagte: »Geht hinaus!Denn das Mädchen ist nicht tot, sie schläft nur.«Da lachten die Leute ihn aus.25Er aber warf all die Menschen hinaus.Dann ging er zu dem Mädchen hineinund nahm ihre Hand.Da stand sie auf.26Die Nachricht darüberbreitete sich in der ganzen Gegend aus.

Jesus heilt zwei Blinde

27Von dort ging Jesus9,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. weiter.Zwei Blinde folgten ihm.Sie riefen: »Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids9,27 Sohn Davids: Hier Jesus. David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.28Jesus ging ins Haus.Doch auch dorthin folgten sie ihm.Da sagte Jesus zu den Blinden:»Glaubt9,28 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. ihr, dass ich euch helfen kann?«Sie antworteten: »Ja, Herr!«29Er berührte ihre Augen und sagte:»Wie ihr geglaubt habt, soll euch geschehen.«30Da wurden ihnen die Augen geöffnet.Jesus befahl ihnen streng:»Seht zu, dass niemand etwas davon erfährt!«31Aber sie gingen hinausund erzählten in der ganzen Gegend von Jesus.

Jesus heilt einen Stummen

32Die geheilten Männer waren gegangen.Da brachten Leute einen stummen Mann zu Jesus9,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,der von einem Dämon9,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen war.33Jesus trieb den Dämon aus,und der Mann begann zu sprechen.Die Volksmenge wunderte sich und sagte:»So etwas hat man in Israel9,33 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. noch nicht gesehen.«34Aber die Pharisäer9,34 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. sagten:»Der Oberste der Dämonen hilft ihm,andere Dämonen auszutreiben.«

Der Auftrag an die Jünger

Matthäus 9,35–11,1

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Markus 3,13-19; Lukas 6,12-16
35Jesus9,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog durch alle Städte und Dörfer des Landes.Er lehrte in ihren Synagogen9,35 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.und verkündete die Gute Nachricht9,35 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. vom Himmelreich9,35 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..Dazu heilte er jede Krankheit und jedes Leiden.36Jesus sah die große Volksmengeund bekam Mitleid mit den Menschen.Denn sie waren erschöpft und hilflos –wie Schafe, die keinen Hirten9,36 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. haben.37Deshalb sagte er zu seinen Jüngern9,37 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Hier ist eine große Ernte9,37 Ernte: Tätigkeit, die in einem bestimmten Zeitraum erledigt werden muss. Im übertragenen Sinn ist die Ernte hier ein Bild für das Gericht Gottes, bei dem Gott als Herrscher über die ganze Welt am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.,aber es gibt nur wenige Erntearbeiter.38Bittet also den Herrn dieser Ernte,dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt!«