BasisBibel (BB)
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Wer ist Jesus?

Lukas 7,1-50

Der Hauptmann von Kapernaum

Matthäus 8,5-13; Johannes 4,46-53
71Nachdem Jesus7,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seine Rede vor dem Volk beendet hatte,ging er nach Kapernaum7,1 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..2Ein römischer Hauptmann hatte einen Diener,den er sehr schätzte.Der war schwer krank und lag im Sterben.3Der Hauptmann hörte von Jesusund schickte einige jüdische Älteste7,3 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. zu ihm.Sie sollten ihn bitten, zu kommenund seinen Diener zu retten.4So gingen die Ältesten zu Jesusund baten ihn nachdrücklich:»Der Hauptmann ist es wert, dass du ihm hilfst.5Denn er liebt unser Volk7,5 er liebt unser Volk: Ausdruck, der den Hauptmann als Nicht-Juden kennzeichnet, der dem jüdischen Glauben jedoch nahesteht..Er hat uns sogar die Synagoge7,5 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. gebaut.«6Da ging Jesus mit ihnen.

Aber als er nicht mehr weit vom Haus entfernt war,schickte der Hauptmann Freunde zu ihm.Er ließ ihm ausrichten:»Herr, bemühe dich nicht.Denn ich bin es nicht wert7,6 wert: Einige Juden vermieden den Kontakt mit Nicht-Juden. Deshalb wollte der Hauptmann es Jesus nicht zumuten, zu ihm nach Hause zu kommen., dass du mein Haus betrittst.7Deshalb hielt ich mich auch nicht für würdig,selbst zu dir zu kommen.Aber sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund.8Denn auch bei mir ist es so,dass ich höheren Befehlen gehorchen muss.Und ich selbst habe Soldaten, die mir unterstehen.Wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹,dann geht er.Und wenn ich zu einem anderen sage: ›Komm!‹,dann kommt er.Und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu das!‹,dann tut er es.«9Als Jesus7,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das hörte, staunte er über ihn.Er drehte sich um und sagte zu der Volksmenge,die ihm folgte:»Das sage ich euch: Nicht einmal in Israel7,9 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.habe ich so einen Glauben7,9 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gefunden!«10Die Boten des Hauptmanns kehrten in das Haus zurück.Da sahen sie, dass der Diener gesund war.

Jesus macht einen Toten lebendig

11Danach zog Jesus7,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. weiter zu der Stadt Nain.Seine Jünger7,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. und eine große Volksmenge zogen mit ihm.12Als Jesus sich dem Stadttor näherte,wurde gerade ein Toter7,12 Toter: Es war üblich, Tote außerhalb von Ortschaften zu begraben. herausgetragen.Er war der einzige Sohn einer Witwe7,12 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.13Als der Herr die Witwe sah,bekam er Mitleid mit ihr und sagte:»Hör auf zu weinen!«14Dann trat er näher heran und berührte die Bahre.Die Träger blieben stehen.Jesus sagte: »Junger Mann, ich befehle dir: Steh auf!«15Da richtete der Tote sich auf und fing an zu reden.Und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.16Alle wurden von Furcht erfasst.Sie lobten Gott und riefen:»Ein großer Prophet7,16 Prophet: 1. Könige 17,17-24 erzählt, wie der Prophet Elija den Sohn einer Witwe, die nicht zum Volk Israel gehört, wieder lebendig macht. Am Ende seines Lebens wurde Elija direkt von Gott in den Himmel geholt. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. tritt unter uns auf!Gott ist seinem Volk zu Hilfe gekommen.«17Die Nachricht darüber, was Jesus getan hatte,verbreitete sich überall in Judäa7,17 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und in der ganzen Umgebung.

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Matthäus 11,2-6
18Auch Johannes7,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. erfuhr durch seine Jünger7,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.von all diesen Ereignissen.Da rief er zwei von ihnen zu sich19und schickte sie zum Herrn.Sie sollten ihn fragen:»Bist du der, der kommen soll7,19 der, der kommen soll: Der von Gott als Retter der Welt angekündigte Christus.,oder müssen wir auf einen anderen warten?«20Als die Männer zu Jesus7,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kamen, sagten sie:»Johannes der Täufer schickt uns zu dirund lässt dich fragen:›Bist du der, der kommen soll,oder müssen wir auf einen anderen warten?‹«21Jesus heilte gerade viele Menschenvon Krankheiten, schlimmen Leiden und bösen Geistern7,21 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz..Vielen Blinden schenkte er,dass sie wieder sehen konnten.22Er antwortete den Männern:»Geht und berichtet Johannes,was ihr gesehen und gehört habt:Blinde sehen und Lahme gehen.Menschen mit Aussatz7,22 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. werden rein7,22 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten..Taube hören, Tote werden zum Leben erweckt,und Armen wird die Gute Nachricht7,22 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. verkündet.23Glückselig ist, wer mich nicht ablehnt.«

Was Jesus über Johannes sagt

Matthäus 11,7-19
24Die Boten von Johannes7,24 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gingen wieder weg.Jesus7,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. begann,zu der Volksmenge über Johannes zu sprechen:»Was habt ihr erwartet zu sehen,als ihr zu Johannes in die Wüste gegangen seid?Etwa ein Schilfrohr7,24 Schilf: Pflanze mit dünnem Stängel, die mehrere Meter hoch werden kann. Daher gerät sie leicht ins Schwanken oder knickt um., das sich im Wind bewegt?25Oder was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Menschen in vornehmer Kleidung?Ihr wisst doch:Leute, die prächtige Kleider tragenund im Luxus leben, wohnen in Palästen!26Oder was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen? Einen Propheten7,26 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.?Ja, ich sage euch:Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten!27Johannes ist derjenige,von dem es in der Heiligen Schrift heißt7,27 in der Heiligen Schrift heißt es: Das Zitat setzt sich zusammen aus 2. Mose/Exodus 23,20 und Maleachi 3,1.:›Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her.Der wird dir den Weg bereiten.‹28Das sage ich euch:Kein Mensch, der je von einer Frau geboren wurde,war bedeutender als Johannes.Aber selbst der Unbedeutendste im Reich Gottes7,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.ist bedeutender als er.29Alle aus dem Volkund sogar die Zolleinnehmer7,29 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen.haben Johannes zugehört.Sie haben geglaubt,dass seine Botschaft von Gott kommt.Deshalb haben sie sich von Johannes taufen7,29 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. lassen.30Aber die Pharisäer7,30 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Gesetzeslehrer7,30 Gesetzeslehrer: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Lebensvorschriften des Alten Testaments war, vor allem der fünf Bücher Mose.haben für sich die Rettung abgelehnt,die Gott vorgesehen hatte.Deshalb haben sie sich nicht von Johannes taufen lassen.

31Womit soll ich die Menschendieser Generation vergleichen?Welches Bild passt auf sie?32Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzenund sich beschweren: ›Ihr seid Spielverderber!Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt.Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht geweint.‹33Als Johannes der Täufer7,33 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gekommen ist,aß er kein Brot und trank keinen Wein.Deshalb sagt ihr über ihn:›Er ist von einem Dämon7,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen.‹34Als aber der Menschensohn7,34 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. gekommen ist,aß und trank er. Deshalb sagt ihr über ihn:›Seht nur: Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit Zolleinnehmern7,34 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen.und Sündern7,34 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten..‹35Doch die Weisheit Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich durch alle ihre Kinder7,35 Kinder: Menschen, die die Botschaft von Johannes und Jesus annehmen und an Gott glauben.

Der Pharisäer und die Sünderin

36Einer der Pharisäer7,36 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. lud Jesus7,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zum Essen ein.Jesus ging in das Haus des Pharisäersund legte sich zu Tisch7,36 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen..37In der Stadt lebte eine Frau,die als Sünderin7,37 Sünderin: Frau, die sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. bekannt war.Sie erfuhr,dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war.Mit einem Fläschchen voll kostbarem Salböl7,37 Salböl: Ein mit wohlriechenden Zusätzen vermengtes, kostbares Öl. Es wird bei bestimmten religiösen Handlungen verwendet.ging sie dorthin.38Die Frau trat von hintenan das Fußende des Polsters heran,auf dem Jesus lag.Sie weinte so sehr,dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden.Mit ihrem Haar trocknete sie ihm die Füße,küsste sie und salbte7,38 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen. sie mit dem Öl.

39Der Pharisäer7,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte., der Jesus7,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. eingeladen hatte,beobachtete das alles und sagte sich:»Wenn Jesus ein Prophet7,39 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wäre,müsste er doch wissen,was für eine Frau ihn da berührt –dass sie eine Sünderin7,39 Sünderin: Frau, die sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. ist.«40Da wandte sich Jesus an ihn und sagte:»Simon7,40 Simon: Gemeint ist nicht der Jünger Simon Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte., ich habe dir etwas zu sagen.«Er antwortete: »Lehrer7,40 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sprich!«41Jesus sagte:»Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher:Der eine schuldete ihm fünfhundert Silberstücke,der andere fünfzig.42Da sie es nicht zurückzahlen konnten,schenkte er beiden das Geld.Welcher von den beidenwird den Geldverleiher dafür wohl mehr lieben?«43Simon antwortete: »Ich nehme an der,dem der Geldverleiher mehr geschenkt hat.«Da sagte Jesus zu ihm: »Du hast recht.«

44Dann drehte er sich zu der Frau umund sagte zu Simon7,44 Simon: Gemeint ist nicht der Jünger Simon Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte.: »Siehst du diese Frau?Ich kam in dein Haus,und du hast mir kein Wasser für die Füße7,44 Wasser für die Füße: Das Gehen in Sandalen auf heißen, staubigen Straßen machte das Waschen der Füße beim Betreten eines Hauses nötig. Der Gastgeber ließ dies in der Regel durch einen Diener erledigen. gebracht.Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen nass gemachtund mit ihren Haaren getrocknet.45Du hast mir keinen Kuss7,45 Kuss: Geste, die die gegenseitige Verbundenheit zum Ausdruck bringt. In der Antike war ein Kuss zur Begrüßung und zum Abschied üblich. zur Begrüßung gegeben.Aber sie hat nicht aufgehört,mir die Füße zu küssen, seit ich hier bin.46Du hast meinen Kopf nicht mit Öl gesalbt7,46 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen..Aber sie hat meine Füße mit kostbarem Öl gesalbt.47Deshalb sage ich dir:Ihre vielen Sünden7,47 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. sind ihr vergeben.Darum hat sie so viel Liebe7,47 Liebe: Ausdruck der Dankbarkeit, nicht Ursache der Vergebung. gezeigt.Wem aber wenig vergeben wird,der zeigt auch nur wenig Liebe.«48Dann sagte Jesus7,48 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu der Frau:»Deine Sünden sind dir vergeben.«49Die anderen Gäste fragten sich:»Wer ist dieser Mann, der sogar Sünden vergibt?«50Aber Jesus sagte zu der Frau:»Dein Glaube7,50 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet. Geh in Frieden.«
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Gottes Wort hören und tun

Lukas 8,1-21

Die Zwölf und viele Frauen begleiten Jesus

81In der folgenden Zeit zog Jesus8,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf.Überall verkündete er die Gute Nachricht8,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen.vom Reich Gottes8,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..Die Zwölf8,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. begleiteten ihn.2Es waren auch einige Frauen dabei,die Jesus von bösen Geistern8,2 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz.und Krankheiten geheilt hatte:Maria aus Magdala8,2 Magdala: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret.,die er von sieben Dämonen8,2 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. befreit hatte;3Johanna, die Frau von Chuza,einem Verwalter im Dienst des Herodes8,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.).;Susanna und viele andere.Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger8,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.mit dem, was sie besaßen.

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,1-9; Markus 4,1-9
4Eine große Volksmenge versammelte sich um Jesus8,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,und aus allen Orten strömten die Leute zu ihm.Da erzählte er ihnen ein Gleichnis8,4 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:5»Ein Bauer ging aufs Feld,um seine Saat auszusäen.Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Die Körner wurden zertreten,und die Vögel pickten sie auf.6Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden.Die Körner gingen auf und vertrockneten schnell wieder,weil sie keine Feuchtigkeit hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln8,7 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Die Disteln gingen mit aufund erstickten die junge Saat.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner gingen aufund brachten hundertfachen Ertrag.«Dann rief Jesus noch:»Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,10-23; Markus 4,10-20
9Da fragten ihn seine Jünger8,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Was bedeutet dieses Gleichnis8,9 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.10Er antwortete8,10 er antwortete: Am Ende der Antwort werden Worte aus Jesaja 6,9 aufgenommen.: »Euch ist es geschenkt,das Geheimnis vom Reich Gottes8,10 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. zu verstehen.Aber die anderen Menschen erfahren davonnur in Gleichnissen.Denn sie sollen sehen, ohne etwas zu erkennen,und hören, ohne etwas zu verstehen.

11Dies ist die Bedeutung des Gleichnisses8,11 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:Die Saat ist das Wort Gottes8,11 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..12Was auf den Weg fällt,steht für die Menschen, die das Wort hören.Aber dann kommt der Teufel8,12 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht..Er nimmt es wieder weg aus ihren Herzen,damit sie nicht glauben und gerettet werden.13Ein anderer Teil fällt auf felsigen Boden.Er steht für die Menschen, die das Wort hörenund gleich mit Freude in sich aufnehmen.Aber es schlägt keine Wurzeln.Eine Zeit lang glauben sie.Doch sobald sie auf die Probe gestellt werden,wenden sie sich wieder ab.14Noch ein anderer Teil fällt zwischen die Disteln8,14 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Er steht für die Menschen, die das Wort zunächst hören.Doch dann gehen sie fort.Sie ersticken in Sorgen, in Reichtum und den Freuden,die das Leben bietet.Daher bringen sie keinen Ertrag.15Aber ein Teil fällt auch auf guten Boden.Er steht für die Menschen, die das Wortmit offenem und bereitwilligem Herzen hören.Sie bewahren es und halten durch –und so bringen sie viel Ertrag.«

Das Gleichnis von der Lampe

Matthäus 13,12; Markus 4,21-25
16Weiter sagte Jesus8,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Niemand zündet eine Öllampe8,16 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. anund deckt sie mit einem Gefäß zuoder stellt sie unter ein Bett.Vielmehr stellt man sie auf einen Ständer.So können alle, die hereinkommen, das Licht sehen.17Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen wird.Und es gibt nichts Geheimes,das nicht bekannt wird und ans Licht kommt.18Achtet darauf, dass ihr gut zuhört.Denn wer etwas hat, dem wird noch mehr gegeben.Wer nichts hat, dem wird auch das noch weggenommen,was er meint zu haben.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Markus 3,31-35
19Da kamen die Mutter und die Brüder von Jesus8,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihm.Doch wegen der Volksmengekonnten sie nicht zu ihm durchkommen.20Jesus wurde mitgeteilt:»Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen.Sie wollen dich sehen.«21Aber Jesus antwortete:»Meine Mutter und meine Brüder sind alle,die das Wort Gottes8,21 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. hören und danach handeln.«

Jesus tut Wunder

Lukas 8,22-56

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,23-27; Markus 4,35-41
22Eines Tages stieg Jesus8,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit seinen Jüngern8,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. in ein Boot.Er sagte zu ihnen:»Wir wollen ans andere Ufer des Sees8,22 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. fahren.«So legten sie vom Land ab.23Unterwegs schlief Jesus ein.Plötzlich wühlte ein Sturm den See auf,ein Fallwind8,23 Fallwind: Trockener Wind, der mit großer Geschwindigkeit vom Gebirge hinabfegt. von den Bergen.Wasser schlug in das Boot,und sie waren in großer Gefahr.24Die Jünger gingen zu Jesus und weckten ihn.Sie riefen: »Meister8,24 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., Meister! Wir gehen unter!«Jesus stand auf und bedrohte den Wind und die Wellen.Da hörten sie auf zu toben, und es wurde ganz still.25Jesus fragte die Jünger:»Wo ist euer Glaube8,25 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. geblieben?«Da fürchteten sie sich und staunten zugleich.Sie fragten sich: »Wer ist er eigentlich?Er befiehlt dem Wind und den Wellen,und sie gehorchen ihm.«

Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird

Matthäus 8,28-34; Markus 5,1-20
26Jesus8,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger8,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. fuhren mit dem Bootin das Gebiet der Stadt Gerasa8,26 Gerasa: Blühende Stadt etwa 60 km südöstlich des See Gennesaret auf nicht-jüdischem Gebiet..Das liegt gegenüber von Galiläa8,26 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..27Als Jesus an Land ging,kam ihm aus der Stadt ein Mann entgegen.Er war von Dämonen8,27 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen.Schon lange trug er keine Kleider mehr.Er lebte auch nicht in einem Haus,sondern in den Grabkammern8,27 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde..28Als er Jesus sah, schrie er aufund warf sich vor ihm nieder.Mit lauter Stimme rief er: »Was willst du von mir,Jesus, Sohn des Höchsten Gottes8,28 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.?Ich flehe dich an: Quäl mich nicht!«29Denn Jesus hatte dem bösen Geist8,29 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. befohlen:»Gib diesen Menschen frei!«Der Geist hatte den Mannschon lange in seiner Gewalt.Schon oft hatte man dem MannKetten und Fußfesseln angelegt.So hatte man versucht,ihn in sicherem Gewahrsam zu halten.Doch er hatte die Fesseln immer wieder zerrissen.Der Dämon hatte ihn dann immer wiederin einsame Gegenden getrieben.

30Jesus8,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. fragte ihn: »Wie heißt du?«Er antwortete: »Legion8,30 Legion: Ausdruck für eine sehr hohe Zahl. Eine Legion ist die größte Abteilung des römischen Heeres mit etwa 4000–6000 Mann.Denn viele Dämonen8,30 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. waren in den Mann gefahren.31Die Dämonen baten Jesus:»Verbanne uns nicht in die Unterwelt8,31 Unterwelt: Nach der damaligen Vorstellung ein Strafort, an dem die Gegner Gottes gefangen gehalten werden.32Auf dem Berg in der Näheweidete eine große Schweineherde.Die Dämonen baten Jesus:»Erlaube uns, in die Schweine8,32 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen. hineinzufahren.«Und er erlaubte es ihnen.33Da verließen die Dämonen8,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. den Mannund fuhren in die Schweine.Die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den Seeund ertrank.

34Als die Schweinehirten das sahen,ergriffen sie die Flucht.Sie erzählten davon in der Stadt und in den Dörfern.35Die Leute kamen herbei,um selbst zu sehen, was geschehen war.Sie kamen zu Jesus8,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und fanden den Mann,aus dem die Dämonen ausgefahren waren.Er saß Jesus zu Füßen,war angezogen und ganz vernünftig.Da fürchteten sich die Leute.36Einige hatten aber gesehen, wie der Mannvon den Dämonen geheilt worden war.Diese berichteten den anderen davon.37Die ganze Bevölkerung von Gerasa8,37 Gerasa: Blühende Stadt rund 60 km südöstlich vom See Gennesaret in nicht-jüdischem Gebiet. und aus der Umgebungforderte Jesus daraufhin auf, von ihnen wegzugehen.Denn große Furcht hatte sie erfasst.

Da stieg Jesus8,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ins Boot, um zurückzufahren.38Aber der Mann, aus dem die Dämonen8,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. ausgefahren waren,bat Jesus: »Ich möchte bei dir bleiben.«Doch Jesus schickte ihn fort und sagte:39»Geh zurück nach Hause und erzähle,was Gott für dich getan hat.«Da kehrte der Mann zurück.Er verkündete in der ganzen Stadt,was Jesus für ihn getan hatte.

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Matthäus 9,18-26; Markus 5,21-43
40Jesus8,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kehrte auf die andere Seite des Sees8,40 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. zurück.Dort empfing ihn die Volksmenge.Alle hatten auf ihn gewartet.41Da kam ein Mann namens Jairus zu ihm.Er war der Leiter der Synagoge8,41 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig..Der warf sich vor Jesus nieder und flehte ihn an:»Komm in mein Haus!42Meine Tochter liegt im Sterben!Sie ist mein einziges Kindund gerade einmal zwölf Jahre alt.«

Unterwegs wurde Jesus8,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. von der Volksmenge fast erdrückt.43Unter den Leuten war auch eine Frau,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.Sie hatte ihr ganzes Vermögen für Ärzte ausgegeben,aber keiner hatte sie heilen können.44Sie drängte sich von hinten an Jesus heranund berührte einen Zipfel seines Mantels8,44 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Im selben Augenblick hörte ihre Blutung auf.45Jesus fragte: »Wer hat mich berührt?«Keiner wollte es gewesen sein.Petrus8,45 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. sagte: »Meister8,45 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«.,all die Leute umringen und bedrängen dich.«46Aber Jesus erwiderte: »Jemand hat mich berührt.Ich habe doch gemerkt,dass Kraft von mir ausgegangen ist.«47Da wusste die Frau,dass sie es nicht verheimlichen konnte.Zitternd trat sie vorund warf sich vor Jesus nieder.Vor dem ganzen Volk erklärte sie,warum sie ihn berührt hatte.Und sie erzählte,wie sie im selben Augenblick geheilt worden war.48Jesus aber sagte zu ihr:»Tochter, dein Glaube8,48 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet.Geh in Frieden.«

49Während er noch redete,kam jemand aus dem Haus des Synagogenleiters8,49 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig..Er sagte: »Deine Tochter ist gestorben.Bemühe den Lehrer8,49 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. nicht mehr.«50Als Jesus8,50 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das hörte, sagte er zu Jairus:»Hab keine Angst!Glaube8,50 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. nur, dann wird sie gerettet.«51Als Jesus zum Haus von Jairus kam,ließ er niemanden mit hineingehen –nur Petrus8,51 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., Johannes und Jakobussowie den Vater und die Mutter des Kindes.52Alle weinten und trauerten um das Mädchen.Aber Jesus sagte: »Hört auf zu weinen!Denn das Mädchen ist nicht tot, sie schläft nur.«53Da lachten sie ihn aus.Sie wussten ja, dass sie gestorben war.54Aber Jesus nahm ihre Hand und rief laut:»Mädchen, steh auf!«55Da kehrte das Leben in das Mädchen zurück,und sie stand sofort auf.Jesus ordnete an: »Gebt ihr etwas zu essen!«56Ihre Eltern gerieten außer sich.Jesus aber befahl ihnen:»Erzählt niemandem, was geschehen ist.«
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Nachfolge auf dem Weg des Leidens

Lukas 9,1-50

Jesus sendet seine Jünger aus

Matthäus 10,9-15; Markus 6,7-13
91Jesus9,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. rief die Zwölf9,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zusammen.Er gab ihnen Kraft und Vollmacht,alle Dämonen9,1 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. auszutreiben und Krankheiten zu heilen.2Er sandte sie aus,um das Reich Gottes9,2 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. zu verkündenund die Kranken gesund zu machen.3Er sagte zu ihnen:»Nehmt nichts mit auf den Weg:keinen Wanderstock, keine Vorratstasche,kein Brot, kein Geld und kein zusätzliches Hemd9,3 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd..4Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet,bleibt dort und zieht von dort aus weiter.5Wenn euch die Leute nicht aufnehmen: Verlasst die Stadtund schüttelt den Staub9,5 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. von euren Füßen.Dadurch sollen die Leute erkennen,dass ihr Verhalten Folgen haben wird.«6Die Jünger9,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zogen los und wanderten von Dorf zu Dorf.Überall verkündeten sie die Gute Nachricht9,6 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen.und heilten die Kranken.

Was Herodes über Jesus denkt

Matthäus 14,1-2; Markus 6,14-16
7Der Landesfürst Herodes9,7 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). hörte von all diesen Vorgängen.Er war beunruhigt, denn einige sagten über Jesus9,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Er ist Johannes9,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor., der von den Toten auferstanden ist.«8Andere sagten: »Elija9,8 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. ist aus dem Himmel zurückgekommen.«Wieder andere behaupteten:»Einer der alten Propheten9,8 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ist auferstanden.«9Aber Herodes sagte:»Ich selber habe Johannes den Kopf abschlagen lassen.Wer ist dann der, über den ich solche Dinge höre?«Deshalb wollte er Jesus kennenlernen.

Jesus macht 5000 Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Johannes 6,1-13
10Die Apostel9,10 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. kehrten zu Jesus9,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zurück.Sie berichteten ihm, was sie alles getan hatten.Dann nahm er sie mit sich.Er brachte sie in die Gegend bei der Stadt Betsaida9,10 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus.,um mit ihnen allein zu sein.11Als die Leute davon erfuhren, folgten9,11 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. sie ihm.Jesus ließ sie zu sich.Er erzählte ihnen vom Reich Gottes9,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.und machte alle gesund, die Heilung brauchten.12Als es Abend wurde, kamen die Zwölf9,12 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu Jesus und sagten:»Schick doch die Leute weg. Dann können siezu den umliegenden Dörfern und Höfen ziehen.Dort finden sie eine Unterkunft und etwas zu essen,denn wir sind hier in einer einsamen Gegend.«13Jesus antwortete:»Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen!«Da sagten sie:»Wir haben nicht mehr als fünf Brote9,13 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. und zwei Fische9,13 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Oder sollen wir etwa losgehenund für das ganze Volk etwas zu essen kaufen?«14Es waren nämlich ungefähr 5000 Männer9,14 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren..Da sagte Jesus zu seinen Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.: »Sorgt dafür,dass sich die Leute zum Essen niederlassen –in Gruppen zu etwa fünfzig.«15So machten es die Jünger, und alle ließen sich nieder.

16Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische.Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür.Dann brach er sie in Stücke und gab sie den Jüngern.Die sollten sie an die Volksmenge austeilen.17Die Leute aßen, und alle wurden satt.Dann wurden die Reste eingesammelt,die sie übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll.

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-20; Markus 8,27-30; Johannes 6,67-69
18Einmal hatte Jesus9,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich zurückgezogen,um allein zu beten9,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Nur die Jünger9,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren bei ihm.Da fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«19Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer9,19 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.,andere für Elija9,19 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23..Wieder andere meinen,dass einer der anderen Propheten9,19 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. von früherauferstanden ist.«20Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«Petrus9,20 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. antwortete:»Für den Christus9,20 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., den Gott gesandt hat.«21Aber Jesus schärfte ihnen mit aller Strenge ein:»Sagt das niemandem weiter!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,21-23; Markus 8,31-33
22Dann sagte Jesus9,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Der Menschensohn9,22 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten9,22 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten., die führenden Priester9,22 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und die Schriftgelehrten9,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.werden ihn als Verbrecher behandeln.Sie werden ihn hinrichten lassen.Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferweckt9,22 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. werden.«

Das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 16,24-28; Markus 8,34–9,1
23Dann sagte Jesus9,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu allen Jüngern9,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wer zu mir gehören will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss jeden Tag sein Kreuz auf sich nehmen9,23 Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens.und mir auf meinem Weg folgen9,23 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..24Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer sich aber zu mir bekennt9,24 zu mir bekennt: Jemand spricht öffentlich aus, dass er an Jesus Christus glaubt. So wissen alle, dass diese Person ihr Leben in den Dienst von Christus stellt.und deshalb sein Leben verliert9,24 sein Leben verlieren: Wortspiel mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes »Leben«. Dem biologischen Leben, das man im Ernstfall aufs Spiel setzt, wenn man sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, wird das neue, von Gott geschenkte Leben gegenübergestellt. Es bedeutet, dass man durch den Glauben an Gott bereits in dieser Welt in Gemeinschaft mit ihm lebt., der wird es retten.25Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt –sich aber selbst verliertoder schweren Schaden nimmt?26Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekennt,muss wissen:Der Menschensohn9,26 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird sich auch nicht zu ihm bekennen,wenn er wiederkommt –in seiner Herrlichkeitund in der Herrlichkeit des Vatersund der heiligen Engel