BasisBibel (BB)
661Darum können wir hierdie Grundbegriffe der Lehre von Christus6,1 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. übergehen.Wir wollen uns dem zuwenden,was zur Vollendung im Glauben6,1 Vollendung im Glauben: Vergebung der Sünden, die durch Christus geschieht und den Menschen den Zugang zu Gott eröffnet. gehört.Die Grundlage brauchen wir nicht noch einmal zu legen:die Abkehr von Werken, die zum Tod führen6,1 Werke, die zum Tod führen: Meint ein Leben, das nicht dem Willen Gottes entspricht.,und der Glaube6,1 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an Gott.2Es geht auch nicht um Fragen wie:die Lehre von den verschiedenen Taufen6,2 verschiedene Taufen: »Taufen« bedeutet wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Diese religiöse Handlung war bei verschiedenen Gruppen üblich und hatte jeweils unterschiedliche Bedeutungen.,das Auflegen der Hände6,2 Auflegen der Hände: Durch das Auflegen der Hände wird Gottes Segen weitergegeben.,die Auferstehung6,2 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten oder das ewige Gericht6,2 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..3Wenn Gott es zulässt,soll es jetzt vielmehr um die Vollendung gehen.

Warnung vor der Abkehr vom Glauben

4Eines allerdings ist nicht möglich.Das betrifft die Menschen,die einmal von Gottes Licht erfüllt6,4 von Gottes Licht erfüllt: Meint die Bekehrung zum Glauben an Jesus Christus, durch den die Menschen aus der Dunkelheit der Gottesferne befreit werden. worden sind.Sie haben die himmlische Gabe schon geschmecktund Anteil am Heiligen Geist6,4 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. empfangen.5So haben sie das gute Wort Gottes6,5 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus mit Gott versöhnt sind.und die Kräfte der kommenden Welt kennengelernt.6Wenn sie dennoch von Gott abfallen, ist es unmöglich,dass sie noch einmal ihr Leben ändern.Denn damit schlagen sie den Sohn Gottes6,6 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.zu ihrem eigenen Schaden noch einmal ans Kreuz6,6 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen..Sie machen ihn öffentlich zum Gespött.7Es ist wie beim Ackerboden:Er nimmt den Regen auf,der immer wieder auf ihn fällt.Wenn er dann nützliche Pflanzen hervorbringtfür die Menschen, die ihn bestellen,empfängt er Gottes Segen6,7 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen..8Wenn er aber Dornbüsche und Disteln hervorbringt,ist er wertlos.Ihm droht der Fluch6,8 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll.,und am Ende wird er durch Feuer vernichtet.

9Auch wenn wir so reden, meine Lieben,sind wir davon überzeugt:Auf euch trifft das Bessere zu,und ihr werdet gerettet werden.10Gott ist ja nicht ungerecht.Er vergisst nicht, was ihr getan habt.Ihr habt eure Liebe zu ihm bewiesen.Denn ihr habt die Heiligen6,10 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. unterstütztund unterstützt sie auch weiter.

11Wir haben aber einen sehnlichen Wunsch:Jeder von euch soll sich mit dem gleichen Eiferfür die Stärkung der Hoffnung einsetzen – bis zum Ende.12Tut doch nicht so begriffsstutzig.Nehmt euch vielmehr die zum Vorbild,die durch Glauben6,12 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. und Ausdauerdas versprochene Erbe6,12 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten.

Die Zuverlässigkeit und Treue Gottes

13Als Gott dem Abraham6,13 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. sein Versprechen gab,schwor er bei sich selbst.Denn er konnte ja bei niemand Größerem schwören.14Er sagte6,14 er sagte: Zitat aus 1. Mose/Genesis 22,17.: »Ich will dich mit meinem Segen segnenund dir zahlreiche Nachkommen geben.«15So wartete Abraham geduldigund erhielt die versprochene Gabe.

16Menschen schwören ja bei einem Größeren.Der Eid dient ihnen zur Bekräftigungund lässt jeden Einwand verstummen.17Deshalb hat Gott sich mit einem Eid verbürgt.Er wollte denen, die das versprochene Erbe6,17 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten,ganz klar zeigen, dass sein Wille unumstößlich ist.18Diese beiden unumstößlichen Tatsachen,bei denen Gott unmöglich lügen kann,sollen uns ermutigen und stärken.Wir haben unsere Zuflucht darin gesucht,an der Hoffnung festzuhalten,die uns in Aussicht gestellt ist.19Sie ist für unser Leben wie ein sicherer und fester Anker.Dieser reicht hineinbis ins Innerste des himmlischen Heiligtums,den Raum hinter dem Vorhang6,19 der Raum hinter dem Vorhang: Im Tempel das Allerheiligste als der Ort der Gegenwart Gottes..20Dorthin ist uns Jesus6,20 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. als Wegbereiter vorausgegangen –er, der zum Hohepriester6,20 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle. für alle Zeit geworden ist,wie Melchisedek6,20 Melchisedek: Der hebräische Name bedeutet »König der Gerechtigkeit«. Nach 1. Mose/Genesis 14,18-20 war er zur Zeit Abrahams König von Salem, dem späteren Jerusalem. es war.
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Melchisedek ist ein Priester wie der Sohn Gottes

71Dieser Melchisedek7,1 Melchisedek: Der hebräische Name bedeutet »König der Gerechtigkeit«. Nach 1. Mose/Genesis 14,18-20 war er zur Zeit Abrahams König von Salem, dem späteren Jerusalem. war König von Salem7,1 Salem: Kurzbezeichnung für Jerusalem.und Priester des Höchsten Gottes.Er ging Abraham7,1 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. entgegen,als dieser von seinem Sieg über die Könige7,1 Sieg über die Könige: Von Abrahams Sieg über die Könige erzählt 1. Mose/Genesis 14. zurückkehrte,und segnete7,1 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. ihn.2Abraham gab ihm den zehnten Teil von allemals seinen Anteil.Der Name »Melchisedek« bedeutet zum einen»König der Gerechtigkeit«.Zum andern bedeutet er aber auch »König von Salem«,das heißt: »König des Friedens7,2 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.«.3Er ist ohne Vater, ohne Mutter und ohne Stammbaum.Sein Leben hat weder einen Anfang noch ein Ende.So gleicht er dem Sohn Gottes7,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.und bleibt Priester für immer.

Melchisedek steht über Abraham und den Priestern nach ihm

4Beachtet doch, wie bedeutend Melchisedek7,4 Melchisedek: Der hebräische Name bedeutet »König der Gerechtigkeit«. Nach 1. Mose/Genesis 14,18-20 war er zur Zeit Abrahams König von Salem, dem späteren Jerusalem. ist:Abraham7,4 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25., der Stammvater Israels,gab ihm den zehnten Teil der Beute.5Zwar haben auch die Nachkommen von Levi7,5 Levi: Einer der Stämme Israels. Seine Nachkommen waren als Priester und Leviten verantwortlich für den Gottesdienst im Tempel in Jerusalem.,denen das Priesteramt übertragen wurde, dieses Gebot:Nach dem Gesetz7,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. nehmen sie den zehnten Teil7,5 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Sie gehört Gott. vom Volk –das heißt von ihren Brüdern und Schwestern,obwohl diese wie sie selbst von Abraham abstammen.6Melchisedek dagegen stammte nicht von ihnen ab,dennoch nahm er von Abraham den zehnten Teil.Außerdem segnete7,6 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. er ihn.Dabei war es doch Abraham,der Gottes Versprechen7,6 Versprechen: Gott verspricht Abraham zahlreiche Nachkommen, vgl. beispielsweise 1. Mose/Genesis 22,15-19. bekommen hatte.7Es ist aber unbestritten,dass der Niedrigere vom Höhergestellten gesegnet wird.8Im ersten Fall sind es sterbliche Menschen,die den zehnten Teil nehmen.Im zweiten Fall ist es dagegen einer,von dem bezeugt wird, dass er für immer lebt7,8 für immer lebt: Die Bibel erzählt nichts über Geburt oder Tod von Melchisedek, was hier als Zeichen für göttliche Herkunft und ewiges Leben gedeutet wird..9Als von Abraham der zehnte Teil gefordert wurde,wurde er damit schon von Levi gefordert –also von dem, der sonst den zehnten Teil bekommt.10Denn weil er von Abraham abstammt,war Levi sozusagen bereits mit anwesend,als Melchisedek diesem entgegenging.

Das Priestertum der Nachkommen von Levi wird abgelöst

11Nehmen wir an,die Vollendung7,11 Vollendung: Meint die Vergebung der Sünden, die den Menschen den Zugang zu Gott eröffnet. wäre bereits erreichtdurch die Priester, die Nachkommen von Levi7,11 Levi: Einer der Stämme Israels. Seine Nachkommen waren als Priester und Leviten verantwortlich für den Gottesdienst im Tempel in Jerusalem. sind.Auf dieser Grundlage beruht ja das Gesetz7,11 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose.,das das Volk erhalten hat.Wozu wäre es dann noch nötig,einen anderen Priester einzusetzen –einen, wie Melchisedek7,11 Melchisedek: Der hebräische Name bedeutet »König der Gerechtigkeit«. Nach 1. Mose/Genesis 14,18-20 war er zur Zeit Abrahams König von Salem, dem späteren Jerusalem. es war?Man hätte doch einen Priesternach der Art Aarons7,11 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. benennen können.12Wenn aber das Priestertum verändert wird,ist es nötig, auch das Gesetz zu verändern.13Tatsächlich gehört der, von dem hier die Rede ist,zu einem anderen Stamm7,13 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen..Aus diesem Stamm hat noch niejemand den Dienst am Altar7,13 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. verrichtet.14Es ist ja bekannt,dass unser Herr7,14 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. aus dem Stamm Juda7,14 Juda: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet lag im judäischen Bergland. hervorgegangen ist.Und über Priester aus diesem Stammhat Mose7,14 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. nichts gesagt.15Noch viel offensichtlicher ist das Ganze,wenn ein anderer Priester eingesetzt wird,der mit Melchisedek vergleichbar ist.16Er ist es nicht aufgrund des Gesetzes geworden,das die leibliche Abstammung der Priester vorschreibt.Er ist es vielmehr deshalb geworden,weil er die Kraft des unzerstörbaren Lebens hat.17Die Heilige Schrift bezeugt7,17 die Heilige Schrift bezeugt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 110,4. über ihn:»Du bist Priester für alle Zeit,wie Melchisedek es war.«18Das frühere Gebot wird außer Kraft gesetzt,weil es schwach und nutzlos war.19Denn das Gesetz hatin keiner Weise die Vollendung gebracht.An seiner Stelle wird eine bessere Hoffnung eingeführt,durch die wir Gott nahekommen können.

Das unvergängliche Priestertum von Gottes Sohn

20Diese bessere Hoffnung wird nicht ohne Eid eingeführt.– Die Nachkommen von Levi7,20 Levi: Einer der Stämme Israels. Seine Nachkommen waren als Priester und Leviten verantwortlich für den Gottesdienst im Tempel in Jerusalem. sind ja Priester7,20 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. geworden,ohne dass Gott einen Eid geschworen hat. –21Dagegen wurde der neue Priestermit einem Eid in sein Amt eingesetzt.Gott hat ihn abgelegt, als er zu ihm sagte7,21 er sagte zu ihm: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 110,4.:»Der Herr7,21 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. hat es geschworen.Seine Zusage wird er nicht bereuen:Du bist Priester für alle Zeit.«22Insofern ist Jesus7,22 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Bürge eines besseren Bundes7,22 besserer Bund: Besteht darin, dass Christus den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden gebracht und ihnen so den Zugang zu Gott eröffnet hat. geworden.

23Bei den Nachkommen von Levi7,23 Levi: Einer der Stämme Israels. Seine Nachkommen waren als Priester und Leviten verantwortlich für den Gottesdienst im Tempel in Jerusalem.folgten viele Priester aufeinander.Denn sie wurden durch den Tod gehindert zu bleiben.24Jesus7,24 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. dagegen bleibt für alle Zeit.Deshalb ist sein Priesteramt unvergänglich.25Daher kann er auch allen, die durch ihn vor Gott treten,die vollständige Rettung bringen.Denn er lebt für immer und tritt bei Gott für sie ein.

Der Hohepriester Jesus ist ohne Sünde

26Das ist ein Hohepriester7,26 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle., wie wir ihn brauchen:heilig7,26 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen., unschuldig, rein,getrennt von Sündern7,26 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. Um die Sünden, die trennend zwischen ihnen und Gott stehen, wegnehmen zu können, muss der Hohepriester selbst frei von Sünden sein.und höher erhoben als der Himmel.27Er hat es nicht nötig, wie die anderen HohepriesterTag für Tag Opfer7,27 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darzubringen –zuerst für seine eigenen Sünden,dann für die Sünden des Volkes:Das hat er nämlich ein für alle Mal getan,als er sich selbst als Opfer darbrachte7,27 sich als Opfer darbringen: Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus Christus den Menschen die Vergebung der Sünden und die Versöhnung mit Gott gebracht. Er ist sowohl Hohepriester, der das Opfer darbringt, als auch das Opfer, das Versöhnung schafft..28Das Gesetz7,28 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. setzt Menschen als Hohepriester ein,die der Schwachheit unterworfen sind.Aber das Wort des Eides, den Gott abgelegt hat,setzt den Sohn7,28 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. ein –und zwar nachdem das Gesetz gegeben worden war.Und der Sohn ist für immer vollendet7,28 vollendet: Die Vollendung von Jesus Christus bedeutet seine Einsetzung zum himmlischen Hohepriester, der durch seinen Tod am Kreuz die Menschen mit Gott versöhnt und ihnen den Zugang zu Gott eröffnet..
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Der himmlische Priesterdienst

81Bei dem Gesagten kommt es vor allem auf eines an:Wir haben einen Hohepriester8,1 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle.,der sich an die rechte Seite8,1 rechte Seite: Die rechte Seite ist der Ehrenplatz. Gottes gesetzt hat.Er sitzt auf dem Thron der göttlichen Majestätin den Himmelshöhen.2Dort verrichtet er den Priesterdienst im Heiligtum –in dem Zelt der Begegnung8,2 Zelt der Begegnung: Hier das himmlische Vorbild des Zelts der Begegnung, in dem die Israeliten Gott verehrten, bevor es einen Tempel in Jerusalem gab.,das der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.

3Jeder Hohepriester8,3 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle. wird eingesetzt,um Gaben und Opfer8,3 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darzubringen.Daher muss auch unser Hohepriester etwas haben,das er darbringen kann.4Wenn er nun auf der Erde wäre,dann könnte er gar kein Priester sein.Denn hier gibt es bereits Priester,die Opfer darbringen, wie das Gesetz8,4 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. es verlangt.5Dabei dienen sie einer Nachbildungund einem Schatten der himmlischen Gegebenheiten.Denn als Mose8,5 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. daranging,das Zelt der Begegnung8,5 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. zu errichten,erhielt er eine Anweisung von Gott.Der sagte zu ihm8,5 sagte zu ihm: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 2. Mose/Exodus 25,40.:»Achte darauf,dass du alles nach dem Vorbild anfertigst,das ich dir auf dem Berg gezeigt habe.«6Nun hat unser Hohepriester aberein weit höheres Priesteramt angetreten.Er ist auch der Vermittler eines besseren Bundes8,6 besserer Bund: Besteht darin, dass Jesus Christus den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden gebracht und ihnen so den Zugang zu Gott eröffnet hat.,der auf der Grundlage besserer Zusagengeschlossen wurde.

Der neue Bund

7Wäre der erste Bund8,7 erster Bund: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 19–24. Damit verbunden sind Anweisungen zum Bau des Heiligtums für Gott und Anweisungen zum Dienst der Priester, vgl. 2. Mose/Exodus 25–40 und 3. Mose/Levitikus. fehlerlos gewesen,hätte kein zweiter geschlossen werden müssen.8Aber Gott tadelte sein Volk, als er sagte8,8 er sagte: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jeremia 31,31-34.:»›Es kommen Tage‹, spricht der Herr8,8 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht.,›da werde ich einen neuen Bund schließen –mit dem Volk von Israel8,8 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). und dem Volk von Juda8,8 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt..9Er wird nicht so sein wie der Bund,den ich mit ihren Vorfahren geschlossen8,9 mit ihren Vorfahren geschlossen: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 19–24. habe.Das war an dem Tag, als ich sie an der Hand nahm.Denn ich wollte sie aus dem Land Ägypten herausführen8,9 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..Doch sie haben nicht an meinem Bund festgehalten.Und ich habe mich nicht mehr um sie gekümmert‹,spricht der Herr.10›Und das ist der Bund, den ich nach diesen Tagenmit dem Volk von Israel schließen werde‹,spricht der Herr:›Ich lege mein Gesetz8,10 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. in ihren Sinnund werde es in ihre Herzen schreiben.Ich werde ihr Gott sein,und sie werden mein Volk sein.11Niemand wird mehr seinen Mitbürger belehrenoder zu seinem Bruder oder seiner Schwester sagen:Lerne den Herrn kennen!Denn sie alle werden mich kennen,vom Kleinsten bis zum Größten.12Dann werde ich gnädig umgehen mit ihrem Unrecht.An ihre Sünden8,12 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. werde ich nicht mehr denken.‹«13Wenn Gott von einem neuen Bund8,13 neuer Bund: Besteht darin, dass Jesus Christus den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden gebracht und ihnen so den Zugang zu Gott eröffnet hat. spricht,erklärt er damit zugleich den ersten Bund für veraltet.Was aber alt wird und betagt ist,das wird bald verschwinden.