BasisBibel (BB)
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Paulus ermahnt die Gemeinde, vorbereitet zu sein

91Eigentlich brauche ich euchüber die Hilfe für die Heiligen9,1 Hilfe für die Heiligen: Spendensammlung für die Gemeinde in Jerusalem. Ihre Mitglieder werden hier, wie im Neuen Testament üblich, als Heilige bezeichnet.gar nicht weiter zu schreiben.2Ich kenne doch euren guten Willen.Den Makedoniern9,2 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich. erzähle ich immer voller Stolz:Die Provinz Achaia9,2 Achaia: Römische Provinz im südlichen Teil des heutigen Griechenland mit der Hauptstadt Korinth. ist schon seit letztem Jahr bereit.Euer Einsatz hat die meisten von ihnen angespornt.3Ich habe die Brüder9,3 Brüder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde. zu euch geschickt.Denn ich möchte in dieser Sachenicht umsonst stolz auf euch gewesen sein.Seid also so gut vorbereitet,wie ich es behauptet habe.4Wenn ich mit den Makedoniern kommeund euch unvorbereitet finde,das wäre doch peinlich für uns –um nicht zu sagen: für euch.5Ich hielt es also für nötig, die Brüder zu bitten,schon einmal zu euch vorauszureisen.Sie werden die von euch angekündigte Spendebereits im Voraus einsammeln.Dann liegt nachher wirklicheine großzügige Spende bereitund nicht nur ein Betrag, der von Geiz zeugt.

Der Reichtum der Gemeinde kommt von Gott

6Das aber sage ich euch9,6 sage ich euch: Paulus knüpft an Gedanken aus Sprichwörter 11,24 an.:»Wer spärlich sät, wird spärlich ernten.Und wer reichlich sät, wird reichlich ernten.«7Jeder soll so viel geben,wie er sich selbst vorgenommen hat.Er soll es nicht widerwillig tun und auch nicht,weil er sich dazu gezwungen fühlt.Denn wer fröhlich gibt, den liebt Gott.8Gott aber hat die Macht,euch jede Gabe im Überfluss zu schenken.So habt ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeitalles, was ihr zum Leben braucht.Und ihr habt immer noch mehr als genug,anderen reichlich Gutes zu tun.9So heißt es ja in der Heiligen Schrift9,9 es heißt in der Heiligen Schrift: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 112,9.:»Er verteilt Spenden unter den Armen.Seine Gerechtigkeit9,9 Gerechtigkeit Gottes: Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen. steht fest für immer.«

109,10 Vers 10: In Vers 10 findet sich ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 55,10. Gott gibt den Samen zum Säenund das Brot9,10 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. zum Essen.So wird er auch euch den Samen gebenund eure Saat aufgehen lassen.Euer gerechtes9,10 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Handeln lässt er Ertrag bringen.11Er wird euch so reich machen,dass ihr jederzeit freigebig sein könnt.Und aus eurer Freigebigkeitentsteht Dankbarkeit gegenüber Gott,wenn wir eure Gaben überbringen.12Denn die Ausübung dieses Dienstes9,12 Ausübung dieses Dienstes: Meint die Spendensammlung für die Gemeinde in Jerusalem.lindert nicht nur den Mangel,an dem die Heiligen9,12 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. leiden.Sie ist auch deshalb so wertvoll,weil sie große Dankbarkeit gegenüber Gott bewirkt.13Weil ihr euch in diesem Dienst so bewährt habt,werden sie Gott loben.Denn daran sehen sie, dass ihr euch gehorsamzu der Guten Nachricht9,13 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Christus9,13 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. bekennt.Und an eurer Freigebigkeit merken sie,dass ihr mit ihnen und allen Gemeinschaft haltet.14Und wenn sie für euch beten,werden sie das voll Sehnsucht nach euch tun.Denn sie haben erkannt,dass Gott euch in so reichem Maßeseine Gnade9,14 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. geschenkt hat.15Dank sei Gott für seine Gabe,die so unbeschreiblich groß ist!
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Paulus wehrt sich gegen Vorwürfe

2. Korinther 10,1–12,18

Der Vorwurf der Schwäche

101Ich selbst, Paulus10,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte., bitte euch eindringlichbei der Freundlichkeit und Güte von Christus10,1 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus..Angeblich wirke ich ja schwach, wenn ich bei euch bin.Aber aus der Ferne scheine ich stark.2Fordert mich bitte nicht heraus,tatsächlich Stärke zu zeigen, wenn ich zu euch komme.Ich bin nämlich fest entschlossen,gegen gewisse Leute10,2 gewisse Leute: Mitglieder der Gemeinde in Korinth, mit denen Paulus im Streit liegt. vorzugehen.Sie werfen uns vor, dass menschliche Schwächeunsere Lebensführung bestimmt.3Wir leben zwar als schwacher Mensch,aber wir führen unseren Kampf nicht nach Menschenart.4Denn wir kämpfen nicht mit menschlichen Waffen.Vielmehr kämpfen wir mit Waffen,denen Gott die Macht verliehen hat,Festungen niederzureißen.Damit zerstören wir überhebliche Gedankengebäude5und jede Form von Hochmut,der sich gegen die Erkenntnis Gottes stellt.Auch unterwerfen wir alles Denkendem Gehorsam gegenüber Christus.6Wir sind bereit, jede Art von Ungehorsam zu bestrafen,wenn nur euer Gehorsam vollkommen wird.

Die Vollmacht des Paulus wird bestritten

7Seht doch den Tatsachen ins Auge!Wenn jemand den Anspruch erhebt,zu Christus10,7 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. zu gehören,sollte er bedenken: Das gilt auch für uns.Wir gehören genauso zu Christus wie er!8Wir könnten uns sogar noch mehr Stolz erlauben,ohne uns lächerlich zu machen.Schließlich hat Gott uns die Vollmacht verliehen,eure Gemeinde aufzubauen,aber nicht, sie zu zerstören.9Es soll nicht so aussehen,als wollte ich euch mit meinen Briefen Angst einjagen.10Gewisse Leute10,10 gewisse Leute: Mitglieder der Gemeinde in Korinth, mit denen Paulus im Streit liegt. sagen über mich:»Seine Briefe sind gewichtig und eindrucksvoll.Aber sein persönliches Auftreten ist kraftlosund seine Rede wenig überzeugend.«11Wer so denkt, dem gebe ich zu bedenken:Wie ich mich in meinen Briefen aus der Ferne zeige,so werde ich dann bei euch handeln.

Worauf man stolz sein darf

12Eines bringen wir allerdings nicht fertig:Wir wollen uns nicht mit denen vergleichenoder auf eine Stufe stellen,die sich selbst empfehlen.Das sind Leute ohne Verstand.Sie messen sich nur an sich selbstund vergleichen sich nur untereinander.13Wir dagegen verlieren in unserem Stolznicht jedes Maß.Unser Maßstab ist das Arbeitsgebiet,das Gott für uns bestimmt hat:Wir sollten bis zu euch gelangen.14Wir überschätzen uns nicht.Das wäre nur dann der Fall,wenn wir nicht bis zu euch gekommen wären.Aber wir sind ja mit der Guten Nachricht10,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Christus10,14 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.bis zu euch gelangt.15Wir verlieren also in unserem Stolz nicht jedes Maß,indem wir uns mit der Arbeit anderer schmücken.Andererseits hoffen wir,dass unter euch der Glaube10,15 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. weiter wächst.Dann können wir unser Arbeitsgebiet noch erweiternund doch innerhalb der uns gesteckten Grenzen bleiben.16Wir könnten dann sogar die Gute Nachrichtnoch weit über eure Grenzen hinaus verkünden.Dabei wollen wir uns wirklich nicht auf fremdem Gebietmit der Arbeit anderer schmücken.17Denn es gilt10,17 es gilt: Vers 17 nimmt einen Gedanken aus Jeremia 9,22-23 auf.:Wer auf etwas stolz sein will,soll auf den Herrn10,17 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. stolz sein.18Nicht wer sich selbst empfiehlt, gilt als bewährt,sondern wen der Herr empfiehlt.
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Die Gemeinde ist falschen Aposteln gefolgt

111Lasst es euch doch gefallen,dass ich mich einmal zum Narren mache!Aber das tut ihr ja schon.2Denn ich wache mit einer Eifersucht über euch,die von Gott kommt.Schließlich habe ich euch, bildlich gesprochen,mit einem einzigen Mann verlobt:Ich will euch als unberührte JungfrauChristus11,2 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. zur Braut geben.3Ich fürchte aber, dass es euch so gehen wird wie Eva11,3 Eva: Name der ersten Frau. 1. Mose/Genesis 3,1-13 erzählt, wie Eva von einer Schlange dazu verführt wurde, ein Gebot Gottes zu übertreten.:Sie wurde auf hinterlistige Weisevon der Schlange verführt.Genauso könnten eure Gedanken abgelenkt werdenvon eurer aufrichtigenund ungeteilten Hingabe an Christus11,3 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus..4Ihr lasst euch ja vieles gern gefallen:Da kommt einer und verkündet euch einen anderen Jesus,als wir ihn verkündet haben.Oder ihr empfangt einen anderen Geist,als ihr ihn schon empfangen habt.Oder ihr nehmt eine andere Gute Nachricht an,als ihr sie schon angenommen habt.

5Ich bin allerdings überzeugt,dass ich mich vor diesen »Superaposteln«nicht verstecken muss.6Ich bin vielleicht unzulänglich im Reden,aber bestimmt nicht in der Erkenntnis11,6 Erkenntnis: Meint die Erkenntnis der Bedeutung von Jesus Christus..Das haben wir euch allen gegenüberdoch wohl hinlänglich bewiesen.7Oder habe ich etwas Unrechtes getan,als ich selbst auf vieles verzichtet habe?Es ging doch darum,euch im Glauben zu stärken.Denn ich habe euch Gottes Gute Nachricht11,7 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. verkündet,ohne etwas dafür zu verlangen.8Andere Gemeinden habe ich regelrecht ausgeplündert.Für meinen Dienst an euchhabe ich mich von ihnen bezahlen lassen.9Während meines Aufenthalts bei euchsind manchmal meine Mittel knapp geworden.Doch ich bin niemandem zur Last gefallen.Vielmehr haben die Brüder11,9 Brüder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde.,die aus Makedonien11,9 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich. kamen, für Abhilfe gesorgt.Ich habe immer darauf geachtet,euch nicht zur Last zu fallen.Und ich werde auch künftig darauf achten.10Bei Christus11,10 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., ich sage die Wahrheit!Darauf bin ich wirklich stolz,und niemand in der ganzen Provinz Achaia11,10 Achaia: Römische Provinz im südlichen Teil des heutigen Griechenland mit der Hauptstadt Korinth.kann mir das nehmen.11Verhalte ich mich etwa so,weil ich euch nicht liebe?Gott weiß es!

12Ich werde mich auch weiter so verhalten wie bisher.Diese Leute warten doch nur auf eine Gelegenheit,sich mit uns auf eine Stufe zu stellen.Worauf sie selbst so stolz sind,das wollen sie auch uns nachweisen.Aber eine solche Gelegenheitwerde ich ihnen nicht liefern.13Denn diese Leute sind falsche Apostel.Es sind Betrüger,die sich für Apostel11,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. von Christus11,13 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ausgeben.14Das ist nicht einmal verwunderlich.Denn auch der Satan11,14 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. gibt sichfür einen Engel des Lichts11,14 Engel des Lichts: Für Paulus sind Engel des Lichts Boten Gottes. aus.15Es ist also nichts Besonderes, wenn seine Diener sichfür Diener der Gerechtigkeit ausgeben.Aber am Ende wird es ihnen so ergehen,wie es ihren Taten entspricht.

Paulus lobt sich selbst, wie es Narren tun

16Ich sage es noch einmal:Niemand soll mich für einen Narren halten.Wenn ihr das doch tut,dann lasst mich auch den Narren spielen.Dann kann ich mich wenigstensauch einmal selbst loben.17Was ich jetzt sage, ist nicht im Sinne des Herrn.Ich rede wie ein Narr,aber das liegt in der Natur des Eigenlobs.18Weil so viele ihre äußeren Vorzüge loben,will auch ich es einmal tun.19So klug wie ihr seid,lasst ihr euch doch die Narren gerne gefallen.20Denn ihr lasst euch ja einiges gefallen:Man behandelt euch wie Sklaven11,20 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden.,beutet euch aus und macht euch gefügig.Ihr ertragt überhebliches Auftretenund lasst euch sogar ins Gesicht schlagen.21Zu meiner Schande muss ich sagen,dass wir dazu nun wirklich zu schwach waren.

Jetzt rede ich einmal als Narr:Worauf auch immer sich jemand beruft,darauf kann ich mich auch berufen.22Diese Leute sind Hebräer11,22 Hebräer: Menschen jüdischen Glaubens, die aus der Provinz Judäa und den angrenzenden Gebieten stammen und Hebräisch sprechen.? Ich auch.Sie sind Israeliten11,22 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.? Ich auch.Sie sind Nachkommen Abrahams11,22 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25.? Ich auch.23Sie sind Diener von Christus11,23 Diener von Christus: Bezeichnung für eine Person, die Christus als ihren Herrn anerkennt. In seinem Auftrag und mit seiner Vollmacht verkündet sie das Wort Gottes.?Jetzt rede ich wie ein Verrückter:Ich bin es noch viel mehr!Ich habe mich weit mehr abgemüht.Ich war öfter im Gefängnis.Ich habe viel mehr Schläge bekommen.Ich war immer wieder in Lebensgefahr.

24Von den Juden11,24 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. habe ich fünfmaldie »vierzig weniger einen Peitschenhiebe«11,24 »vierzig weniger einen Peitschenhiebe«: Strafe, die von einer Synagogen-Gemeinde verhängt werden konnte. Die Höchstzahl von 40 Peitschenhieben durfte 5. Mose/Deuteronomium 25,3 zufolge nicht überschritten werden. Damit dies nicht versehentlich geschah, wurde ein Peitschenhieb abgezogen. bekommen.25Dreimal wurde ich von den Römernmit Stöcken geschlagen11,25 mit Stöcken geschlagen: Strafe, die von römischen Gerichten verhängt wurde., einmal gesteinigt.Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten.Einen Tag und eine Nacht trieb ich auf dem offenen Meer.26Ich war oft auf Reisen.Dabei drohten mir Gefahrendurch reißende Flüsse und Räuber.Meine Landsleute wurden mir ebenso gefährlichwie andere Völker.Gefahr drohte in der Stadt,in der Wüste und auf dem Meer.Und auch falsche Brüder wurden mir gefährlich.27Ich nahm Mühe und Anstrengung auf mich.Oft musste ich ohne Schlaf auskommen.Ich litt Hunger und Durst,häufig hatte ich tagelang nichts zu essen.Ohne warme Kleidung war ich der Kälte schutzlos ausgesetzt.

28Davon abgesehen,ist da auch noch die tägliche Belastung:die dauernde Sorge um alle Gemeinden.29Ist hier jemand schwach,ohne dass ich es mit ihm bin?Kommt jemand zu Fall,ohne dass ich vor Mitgefühl brenne?30Wenn man sich schon selbst loben muss,dann will ich mich für meine Schwäche loben.31Der Gott und Vater des Herrn Jesus11,31 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. weiß,dass ich nicht lüge. –Er sei in Ewigkeit gelobt.

32In Damaskus11,32 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste. ließ der Statthalter des Königs Aretas11,32 Aretas: In den Jahren 9 v. Chr. bis 40. n. Chr. König des südöstlich der Provinz Judäa gelegenen Königreichs der Nabatäer. Zeitweise herrschte er auch über die Stadt Damaskus.sogar die Stadt bewachen, um mich festzunehmen.33Ich wurde in einem Korb durch ein Fenster11,33 in einem Korb durch ein Fenster: Vom Aufenthalt des Paulus in Damaskus und seiner Flucht erzählt Apostelgeschichte 9,19-25.außen an der Stadtmauer hinuntergelassen.So entkam ich seinem Zugriff.