BasisBibel (BB)

Briefanfang

1. Timotheus 1,1-20

Absender und Empfänger

11Paulus1,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte., Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. von Christus Jesus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.im Auftrag von Gott, unserem Retter –und im Auftrag von Christus Jesus selbst,auf den wir hoffen.

2An Timotheus1,2 Timotheus: Begleiter des Paulus auf der zweiten und dritten Missionsreise.,der mein Sohn1,2 Sohn: Paulus stellt Timotheus als seinen rechtmäßigen Erben und Nachfolger vor. im Glauben1,2 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. ist.

Ich wünsche dir Gnade1,2 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,Barmherzigkeit und Frieden1,2 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.von Gott, dem Vater,und Christus Jesus1,2 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., unserem Herrn1,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt..

Timotheus soll gegen falsche Lehren vorgehen

3Damals, bei meiner Abreise nach Makedonien1,3 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich.,habe ich darum gebeten:Du solltest in Ephesus1,3 Ephesus: Bedeutende Hafenstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Sie liegt im Westen der heutigen Türkei. bleiben,um gewissen Leuten1,3 gewisse Leute: Menschen, die die Gute Nachricht von Christus in einer Art und Weise verkünden, der Paulus widerspricht. dortdie Verbreitung von falschen Lehren zu verbieten.4Sie sollen sich nicht mit erfundenen Geschichtenund endlosen Stammbäumen befassen.Denn das führt nur zu sinnlosen Gedankenspielereien.Es dient aber nicht dem Auftrag Gottes,den Glauben1,4 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. zu fördern.5Das Ziel der richtigen Lehre ist vielmehr Liebe.Sie erwächst aus reinem Herzen,gutem Gewissen und aufrichtigem Glauben.6Dieses Ziel haben einige aus dem Auge verlorenund sich auf leeres Geschwätz verlegt.7Sie wollen Gesetzeslehrer1,7 Gesetzeslehrer: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Lebensvorschriften des Alten Testaments war, vor allem der fünf Bücher Mose. sein.Aber sie verstehen nichts von dem,was sie sagen und was sie so selbstsicher behaupten.

8Wir wissen aber: Das Gesetz1,8 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. ist gut,wenn man es bestimmungsgemäß anwendet.9Man muss sich dabei nur im Klaren sein,an wen sich das Gesetz richtet:Es betrifft nicht die Gerechten1,9 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.,sondern die Gesetzlosen und Aufrührer,die Frevler1,9 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. und Sünder1,9 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet.;Menschen, die vor nichts Ehrfurcht habenund Gott fernstehen;Vater- und Muttermörder sowie Totschläger;10Leute, die in verbotenen sexuellen Beziehungen leben;Männer, die mit Männern schlafen;Menschenhändler, Lügnerund Menschen, die falsch schwören;außerdem alle anderen, die irgendetwas tun,was im Widerspruch zur unverfälschten Lehre steht.11Diese Lehre stimmt mit der Guten Nachricht1,11 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. überein,die mir anvertraut wurde.In ihr wird die ganze Herrlichkeit1,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.und Vollkommenheit Gottes offenbar.

Dank des Paulus für die erfahrene Gnade

12Ich danke Christus Jesus1,12 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., unserem Herrn1,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt.,der mir die nötige Kraft gegeben hat.Denn er hat mir sein Vertrauen geschenktund mich in seinen Dienst genommen1,12 in seinen Dienst genommen: Apostelgeschichte 9,1-19 erzählt davon, dass Jesus Christus dem Paulus in einer Vision erscheint. Er gibt ihm den Auftrag, die Gute Nachricht zu verkünden..13Dabei habe ich ihn früher verhöhnt und verfolgtund mich voll Überheblichkeit gegen ihn gestellt.Aber er hat mir sein Erbarmen geschenkt.Denn ungläubig, wie ich war,wusste ich nicht, was ich tat.14Ja, unser Herr schenkte uns Gnade1,14 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. über alle Maßen.Mit ihr schenkte er uns den Glauben1,14 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. und die Liebe,die aus der Verbundenheit mit Christus Jesus erwachsen.

15Auf das Wort1,15 das Wort: In diesem Vers wird nichts zitiert, aber eine ähnliche Aussage findet sich beispielsweise in Matthäus 9,13., das ich dir nun sage,kannst du dich verlassen.Es ist wert, von allen angenommen zu werden:Christus Jesus1,15 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. ist in diese Welt1,15 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. gekommen,um die Sünder1,15 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. zu retten.Und ich selbst bin der erste unter ihnen.16Aber gerade deshalbhat er mir sein Erbarmen geschenkt.Denn Christus Jesus wollte an mir als Erstembeispielhaft seine ganze Geduld zeigen.Sie gilt allen, die künftig zum Glauben1,16 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an ihn kommenund dadurch das ewige Leben1,16 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. empfangen.17Dem ewigen König,dem unvergänglichen, unsichtbaren und einzigen Gottgebührt die Ehre1,17 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht..Er regiert in Herrlichkeit1,17 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. für immer und ewig. Amen1,17 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«!

Verpflichtung des Timotheus auf seinen Auftrag

18Timotheus1,18 Timotheus: Begleiter des Paulus auf der zweiten und dritten Missionsreise., mein Sohn1,18 Sohn: Paulus stellt Timotheus als seinen rechtmäßigen Erben und Nachfolger vor., ich vertraue dir diese Lehre an.Nach wie vor gelten die prophetischen Worte1,18 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,die dir schon am Anfang zugesprochen wurden.Aus ihnen sollst du die nötige Kraft schöpfen,um den guten Kampf zu kämpfen.19Bewahre den Glauben1,19 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. und ein gutes Gewissen!Manche lehnen das abund haben in ihrem Glauben Schiffbruch erlitten.20Hymenäus und Alexander gehören dazu.Ich habe sie dem Satan ausgeliefert1,20 dem Satan ausgeliefert: Sie wurden aus der Gemeinde ausgeschlossen und waren dadurch nicht mehr vor schädlichen Einflüssen geschützt..Durch diese Strafe sollen sie lernen,Gott nicht mehr zu lästern1,20 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott..