Ort, an dem die Israeliten beim Auszug aus Ägypten von Gott vor den feindlichen Truppen des → Pharao gerettet wurden (2. Mose 15,4; vgl. auch 2. Mose 14). Für die Lokalisierung des Schilfmeerwunders bietet der Text unterschiedliche Anhaltspunkte: 2. Mose 14,1-2 bezieht sich auf die Sirbonische See an der Mittelmeerküste, 2. Mose 13,17-18 lässt an die Bitterseen denken (durch die heute der Suezkanal verläuft) und die griechische Übersetzung von 2. Mose 13,18 bezieht sich auf den Golf von Akaba bzw. das Rote Meer (vgl. Apg 7,26; Hebr 11,29). Die geografische Lokalisierung tritt jedoch hinter die theologische Botschaft der Erzählung zurück: Sie macht das Schilfmeerwunder zur grundlegenden Rettungserfahrung Israels beim Auszug aus Ägypten (Ps 136,13; vgl. auch Hos 11,1).