Deutsche Bibelgesellschaft

Adam

Ursprünglich kein Eigenname, sondern das hebräische Wort für »Mensch«. Der Name erinnert an hebräisch adamah (»Erde«) und verweist so darauf, dass der Mensch aus dem Staub der Erde geschaffen wurde (1. Mose 2,7).

In der frühjüdischen Literatur steht Adam als Beispiel für die göttliche Zuwendung an Israel bzw. die Menschheit (Sir 49,14-16; Weish 10,1-2), ferner aufgrund seines freien Willens (Sir 15,14-15) als warnendes Beispiel für die Folgen des Ungehorsams. Ein Zusammenhang zwischen Adams Sünde und einem inneren Zwang zur Sünde für die Menschen nach Adam wird abgelehnt.

Für Paulus ist Adam das irdische Geschöpf (1. Kor 15,45-49), durch dessen prototypische Gebotsübertretung der Tod zur menschlichen Grundbestimmung geworden ist (1. Kor 15,20-22; Röm 5,12-21; vgl. 1. Mose 3,19). Christus aber hat der Sünde die Macht genommen; deshalb kann der Mensch, der an ihn glaubt, in Freiheit leben.

Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.4
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