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Epheser 5,8b-14 | 8. Sonntag nach Trinitatis | 21.07.2024

Einführung in den Epheserbrief

Die aktuellen Fragen, die in der Exegese des Epheserbriefs behandelt werden, drehen sich vor allem das Verhältnis von Ekklesiologie und Christologie sowie um die Vorstellungen zur Eschatologie.

1. Verfasser

In der Exegese herrscht große Einigkeit darüber, dass der Epheserbrief nicht von Paulus verfasst wurde. Dagegen sprechen die von den authentischen Paulusbriefen abweichende eigene Sprachgestalt (z.B. die Vorliebe für überlange Sätze) sowie theologische Weiterentwicklungen, besonders in Christologie und Kosmologie (z.B. Christus, der das All zusammenfasst Eph 1,10), Soteriologie (Gott hat uns mit auferweckt und eingesetzt im Himmel in Christus 2,6), Ekklesiologie (die über die einzelne Gemeinde hinaus wachsende Kirche als Leib mit Christus als Haupt, 1,22) und die Bedeutung der apostolischen Tradition, die die Existenz der Kirche garantiert (2,20). Hinzu kommt die weitgehende Abhängigkeit des Eph vom (früheren) Kolosserbrief, bis hin zu wörtlichen Übernahmen. Der namentlich unbekannte Verfasser des Eph fühlt sich der paulinischen Tradition verpflichtet (z.B. 2,8) und will sie in seiner eigenen Zeit, vermutlich zwischen 80 und 90 n. Chr., und unter anderen Umständen erneut zur Sprache bringen. Auch der Aufbau des Briefes entspricht im Wesentlichen den authentischen Paulusbriefen, vor allem mit der Aufteilung in einen eher grundlegend-lehrhaften und einen daraus Konsequenzen ziehenden paränetischen Hauptteil. Ungewöhnlich ist aber das Nebeneinander einer ausführlichen Eulogie und Danksagung im Eingangsteil (1,3-14. 15-23) und das Fehlen von Grüßen am Schluss.

2. Adressaten

Der Eph ist nach 1,1 und der Briefüberschrift ein Schreiben an die Christen in Ephesus. Allerdings fehlt die Ortsangabe in 1,1 in den ältesten Handschriften, und es finden sich keinerlei nähere Angaben zu den Adressaten; persönliche Notizen oder Grüße fehlen, die Mahnungen bleiben allgemein. Konkrete Probleme, die die Abfassung erklären könnten, werden nicht angesprochen. Nach 1,15; 3,2f.; 4,21 scheinen sich Verfasser und Adressaten nicht einmal persönlich zu kennen. Dass die Empfänger in Ephesus beheimatet seien, geht aus dem Text nirgends hervor. Der Eph ist deshalb vielfach als Traktat, theologische Abhandlung oder auch als „Rundschreiben“ bezeichnet worden. Diese Auffassung hat wegen der Allgemeinheit des Schreibens viel für sich. Ein „situationsloses Schreiben“ ist Eph dennoch nicht, auch wenn wir seine Situation nicht mehr im Detail rekonstruieren können. Offensichtlich hat sich der Verfasser aber veranlasst gesehen, grundlegende Gedanken über die christliche Existenz und die Kirche aufzuschreiben und dabei besonders die Einheit der Kirche hervorzuheben. Die frühe Verbreitung des Schreibens im westlichen Kleinasien spricht dafür, dass die Adressaten hier zu suchen sind. Von daher lag die Provinzhauptstadt Ephesus als zugeschriebene Adresse nahe, nicht zuletzt  deshalb, weil Paulus selbst sich längere Zeit in der Stadt aufgehalten hatte.

3. Entstehungsort

Was für die Adressaten gilt, gilt auch für den Entstehungsort des Schreibens. Das westliche Kleinasien ist ein Entwicklungszentrum des frühen Christentums, wie z.B. die in Offb 2f. genannten Städte (darunter auch Ephesus) belegen. Vermutlich ist das Schreiben in diesem Umkreis entstanden. Dass der Verfasser den Kol gekannt, geschätzt und verwendet hat, unterstreicht dies (Kolossä lag etwa 170 km östlich von Ephesus).

4. Wichtige Themen

Theologie, Christologie, Kosmologie und Ekklesiologie sind wichtige Themen des Eph - und sie sind eng miteinander verbunden. Der Kosmos besteht aus zwei Räumen, Erde (4,9) und Himmel (1,3.10; 2,6). Im himmlischen Bereich befinden sich die Engel, die Äonen, die Mächte und Gewalten (1,21; 2,7), zum Bereich der Erde gehört alles Vorfindliche, hier hat der Äon dieser Welt seinen Ort (2,2), und der Weltherrscher regiert (6,12). In Christus und durch ihn ist aber alles, was im Himmel und auf Erden ist, „zusammengefasst“, (1,10), und es gibt nichts mehr, was Christus nicht unterworfen wäre (1,23). Dies gilt nicht zuletzt für Juden und Heiden, die durch einen „Zaun“ getrennt waren (2,14). Aber auch dieser Zaun ist durch Christus aufgehoben, Gemeinschaft und Einheit sind möglich geworden. In der Kirche wird dies erkannt und geglaubt. Insofern ist sie Christi Leib, Christus ist in ihr gegenwärtig, sie repräsentiert die „Fülle Christi“. Deshalb kann auch, was vor Christus Juden und Heiden voneinander schied, nicht mehr trennen (2,11-13). Durch Christus, durch sein Blut gehören beide gleichermaßen zum „Leib Christi“ und haben Zugang zum himmlischen Bereich (2,6.18); dies aber nicht im Gegensatz zur Welt, sondern im Blick auf die Welt und mit der Aufgabe, allen Menschen und kosmischen Mächten das Geheimnis Gottes zu verkündigen und vorzuleben (3,10; im Blick auf den Apostel 6,19f.).

Dies wird mit Hilfe verschiedener Bilder zum Ausdruck gebracht. Neben der Kirche als „Leib Christi“ wird sie auch als „Bauwerk“, in dem die Christen Wohnrecht haben, und als  „Tempel“ bezeichnet (2,19-22). Das Bauwerk ist jetzt schon existent (2,19f.), aber es wird auch noch daran gebaut, damit alle zur Erkenntnis des Sohnes Gottes kommen (4,11ff.). Im Rahmen der Haustafel wird das Verhältnis von Mann und Frau auf Christus und die Kirche gedeutet (5,25-32). Die verschiedenen Bilder zeigen, dass die Kirche nicht mit Sachstandsbeschreibungen zu erfassen ist, sondern als geglaubte Größe weit über ihre sichtbare Existenz hinaus reicht. Der Verfasser des Eph ist damit der erste christliche Theologe, der explizit eine Vorstellung von dem Phänomen Kirche entwickelt. Umstritten ist, ob der Eph damit die theologische Konzeption einer Universalkirche entwirft oder sich nach wie vor auf die Versammlung der Glaubenden bezieht, sodass die einzelnen Glaubenden im Blick bleiben. Beide Positionen sehen m.E. etwas Richtiges. Im Vergleich mit den unbestrittenen Paulusbriefen hat zweifellos bereits eine Entwicklung hin zur Kirche als einer die Ortsgemeinden überschreitenden Größe stattgefunden. Die Christen aller Gemeinden bauen gemeinsam an dem Bau weiter, der auf dem von den Aposteln und Propheten garantierten Fundament ruht und dessen Eckstein Christus ist (2,20). Die wachsende Zahl der Gemeinden führt aber auch zu Differenzen, und das macht die starke Mahnung zur Einheit verständlich (4,1-6). Christus ist das Haupt der Gemeinde, aber ist auch Herrscher über das  All (einschließlich aller gegenwärtig noch ungläubigen Menschen und überpersönlichen Mächte). Was in der Kirche schon erkannt wird, soll auch vor der Welt bekannt werden. Diesem Ziel dient die Einheit der Christen - und darauf liegt der Akzent, und (noch) nicht auf der Idee einer universalen Kirche im Sinne einer Heilsagentur.

Deshalb ist die Ekklesiologie auch nicht, wie oft vertreten wurde, das eine, zentrale Thema des Eph. Ohne die Christologie (und die damit verbundenen soteriologischen Aussagen) wären die Aussagen über die Kirche ihrer Grundlage beraubt. Was in der Kirche erkannt, geglaubt und von ihr in die Welt getragen wird, ist nicht in erster Linie eine Lehre von der Kirche, sondern ein Bekenntnis zu Christus (vor allem 1,3-14), der das ganze All zusammenhält. Ohne Christus als Eckstein und die apostolische Tradition (2,20) gäbe es die Kirche nicht. Ihre Aufgabe ist es, das von Christus erwirkte Heil für die ganze Welt zu verkündigen und durch ihr Handeln zu bezeugen.

Der ganze zweite Hauptteil des Eph und damit die Hälfte des Schreibens befasst sich mit der Lebensführung der Adressaten. Das hat Auswirkungen auf das Verständnis der Ekklesiologie. Gerade weil die Kirche das Geheimnis Gottes als Grundlage (1,10) und den Gottesgeist als Angeld hat (1,14), steht sie in der Gefahr, „geistlich abzuheben“ und sich über die Welt zu erheben (vgl. 2,8-10), die aber doch auch mit allem Drum und Dran von Christus zusammengehalten wird (1,10). Die umfangreiche Paränese ist deshalb die andere, notwendige Seite der ekklesiologischen Medaille. Die Lebenspraxis soll nicht nur dem Glauben der Christen entsprechen, sondern dazu helfen, den Menschenkindern (3,5) das Geheimnis Gottes zu erschließen.

Dass alles, was es im Himmel und auf Erden gibt, alle Menschen, alle Mächte und Gewalten, die von den Christen schon erkannte und geglaubte Erlösung in Christus ebenfalls erkennen und in das Gotteslob (1,3-14) einstimmen, steht freilich noch aus. Im Bild gesprochen: Der Leib Christi muss noch wachsen (4,15). Zwar sind die Christusgläubigen schon mit auferweckt und im Himmel eingesetzt (2,6), aber Vielen ist dieses Geheimnis noch fremd und unerschlossen, und Mächte und Gewalten kämpfen dagegen an (6,10). Insofern fehlt auch die Dimension der Zukunft im Eph nicht (formelhaft in 1,21). Es ist allerdings keine qualitativ andere und ganz neue Zukunft, sondern eine, die in Gottes Willen schon vor aller Zeit beschlossen ist und auf die die Christusgläubigen deshalb mit gutem Grund und fester Zuversicht hoffen können.

5. Besonderheiten

Das Schreiben ist mit dem Kol eng verwandt, und zwar im Blick auf den Gesamtaufbau (Eph 1-3 entspricht weitgehend Kol 1f., Eph 4-6 großenteils Kol 3f.) sowie den Textbestand und die Abfolge der einzelnen Aussagen; die Haustafeln sind vergleichbar (Eph 5,21-6,9; Kol 3,18-4,1) und es gibt etliche fast wörtliche Übereinstimmungen (z.B. Eph 1,1f. und Kol 1,1f.; Eph 6,21f. und Kol 4,7f.). Hinzu kommen große Ähnlichkeiten in theologischen Aussagen, vor allem zur Christologie (Christus als Haupt des Leibes = der Kirche 1,22; 4,15; 5,23; Kol 1,18; 2,19); zur Kosmologie (1,10.20-22) und zur bereits erfolgten Auferweckung der Christen (2,5.7; Kol 2,12f.; 3,1). Offensichtlich sind beide Briefe eng miteinander verwandt. Allgemein wird die literarische Abhängigkeit des Eph vom Kol angenommen. Für die Interpretation des Eph ist deshalb immer auch der Kol zu berücksichtigen.

Literatur:

  • Sellin, Gerhard: Der Brief an die Epheser, KEK, Göttingen 2008.
  • Lindemann, Andreas: Der Epheserbrief, ZBK NT 8, Zürich 1985.
  • Gese, Michael: Der Epheserbrief (BNT), Neukirchen-Vluyn 32022.

A) Exegese kompakt: Epheser 5, 8b-14  ̶

Die Abgrenzung der Predigtperikope ist unter exegetischen Gesichtspunkten problematisch (siehe unten). Deshalb wird hier der ganze Abschnitt 5,3-14 wiedergegeben.

3Πορνεία δὲ καὶ ἀκαθαρσία πᾶσα ἢ πλεονεξία μηδὲ ὀνομαζέσθω ἐν ὑμῖν, καθὼς πρέπει ἁγίοις, 4καὶ αἰσχρότης καὶ μωρολογία ἢ εὐτραπελία, ἃ οὐκ ἀνῆκεν, ἀλλὰ μᾶλλον εὐχαριστία. 5τοῦτο γὰρ ἴστε γινώσκοντες, ὅτι πᾶς πόρνος ἢ ἀκάθαρτος ἢ πλεονέκτης, ὅ ἐστιν εἰδωλολάτρης, οὐκ ἔχει κληρονομίαν ἐν τῇ βασιλείᾳ τοῦ Χριστοῦ καὶ θεοῦ. 6Μηδεὶς ὑμᾶς ἀπατάτω κενοῖς λόγοις· διὰ ταῦτα γὰρ ἔρχεται ἡ ὀργὴ τοῦ θεοῦ ἐπὶ τοὺς υἱοὺς τῆς ἀπειθείας. 7μὴ οὖν γίνεσθε συμμέτοχοι αὐτῶν· 8ἦτε γάρ ποτε σκότος, νῦν δὲ φῶς ἐν κυρίῳ· ὡς τέκνα φωτὸς περιπατεῖτε 9– ὁ γὰρ καρπὸς τοῦ φωτὸς ἐν πάσῃ ἀγαθωσύνῃ καὶ δικαιοσύνῃ καὶ ἀληθείᾳ – 10δοκιμάζοντες τί ἐστιν εὐάρεστον τῷ κυρίῳ, 11καὶ μὴ συγκοινωνεῖτε τοῖς ἔργοις τοῖς ἀκάρποις τοῦ σκότους, μᾶλλον δὲ καὶ ἐλέγχετε. 12τὰ γὰρ κρυφῇ γινόμενα ὑπ’ αὐτῶν αἰσχρόν ἐστιν καὶ λέγειν, 13τὰ δὲ πάντα ἐλεγχόμενα ὑπὸ τοῦ φωτὸς φανεροῦται, 14πᾶν γὰρ τὸ φανερούμενον φῶς ἐστιν. διὸ λέγει·

ἔγειρε, ὁ καθεύδων,

καὶ ἀνάστα ἐκ τῶν νεκρῶν,

καὶ ἐπιφαύσει σοι ὁ Χριστός.

Epheser 5:3-14NA28Bibelstelle anzeigen

Übersetzung

Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habgier soll bei euch nicht einmal genannt werden, wie es sich Heiligen geziemt, auch (nicht) Schändlichkeit und dummes Geschwätz und Witzeleien, was sich nicht gehört, sondern vielmehr Danksagung. Dies nämlich sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habgieriger, das ist ein Götzendiener, Erbteil hat an der Herrschaft des Christus und Gottes. Niemand verführe euch mit leeren Worten; wegen solche Dinge kommt nämlich der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Werdet also nicht ihre Mitgenossen.

Denn ihr wart einst Finsternis; nun aber (seid ihr) Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit, 10 indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, 11 und nicht teilnehmt an den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern sie vielmehr aufdeckt. 12 Denn was im Verborgenen von ihnen geschieht, schändlich ist es (davon auch nur) zu reden. 13 Das alles aber, wenn es aufgedeckt wird, wird vom Licht offenbar gemacht; 14 alles nämlich, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb sagt man: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, und aufleuchten wird dir Christus.

1. Fragen und Hilfen zur Übersetzung

V. 11: ὑπʼ αὐτῶν kann sich auf die „Werke der Finsternis“ (V. 11) oder die „Söhne des Ungehorsams“ in V. 6 beziehen. Letztere werden als Bezugsgröße angenommen, weil man dann den Bezug zu Menschen hätte, die die „Werke der Finsternis“ vollbringen. Aber τὰ … γινόμενα (das Entstandene, das Gewordene) spricht eher dafür, an die Werke der Finsternis zu denken.

V. 13f.: ὑπὸ τοῦ φωτὸς kann sich auf das Vorangehende (alle Aufgedeckte unter dem Licht) oder auf φανεροῦται (wird vom Licht sichtbar gemacht) beziehen. Der Bezug zum Prädikat (φανεροῦται) liegt näher.

2. Literarische Gestalt

Die Abgrenzung der Perikope 5,8b-14 ist exegetisch betrachtet problematisch. Der Teilvers 8b ist klar als Konsequenz aus dem „Einst-Jetzt-Schema“ V. 8a zu erkennen (ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn). Dass dieses Schema bereits in 2,2f.11.13 begegnet und in 4,8 wieder aufgenommen ist, weist auf seine Bedeutung für den ganzen Brief hin. Aber nicht nur der erste Teil von V. 8 gehört eigentlich zur Perikope hinzu, sondern der ganze Abschnitt von V. 3 an. Das zeigt sich an der Wiederaufnahme von V. 3 in V. 12, an der Variation von V. 7 in V. 11, aber auch daran, dass die „fruchtlosen Werke der Finsternis“ (V. 11), die aufgedeckt werden sollen, die Aussagen in V. 3-5 voraussetzen. Die Abgrenzung der Predigtperikope legt den Akzent ganz auf die jetzige Existenz der Adressaten „im Licht“. In den Hintergrund rückt damit der Aspekt, dass die Adressaten einst selbst in der Finsternis waren. Die „Werke der Finsternis“ (V. 11) sind nicht nur Werke von anderen, sondern waren ebenso Teil des eigenen Lebens; sie sollen aber  ̶  das ist die Grundintention des paränetischen Abschnitts insgesamt  ̶  das Verhalten der Christen nicht mehr bestimmen. Deshalb steht den beiden Negativreihen in V. 3.5. in V. 9 eine Liste mit positiven Verhaltensweisen gegenüber und überdies die Aufforderung, jedes Verhalten zu prüfen.

3. Literarischer Kontext

Im Rahmen der frühchristlichen „Bekehrungsreligion“ hat das Einst-Jetzt-Schema einen festen Platz. Es bezieht sich darauf, dass die Adressaten vor ihrer Hinwendung zu Christus einer ganz anderen Lebensorientierung folgten, die nun aber, unter dem „Licht Christi“, als grundsätzlich verfehlt erkannt wird. Das bedeutet nicht, dass die Adressaten vor ihrer Bekehrung alle ein moralisch verwerfliches Leben geführt hätten. Unzucht, Sittenlosigkeit und Habgier (πορνεία, ἀκαθαρσία, πλεονεξία 5,3, sowie εἰδωλολάτρης V. 5) dienen vielmehr als Beispiele für die in der Rückschau erkannte grundlegend falsche Orientierung, die in V. 8a mit dem Stichwort „Finsternis“ zusammengefasst ist. Nun aber, im Herrn, sind die Christen „Kinder des Lichts“, und daraus ergibt sich folgerichtig die Mahnung, als Kinder des Lichts zu wandeln (V. 8b) und sich von Christus erleuchten zu lassen (V. 14). Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit beschreiben ein Verhalten, das dem Licht angemessen ist. Das ist natürlich kein vollständiger Katalog, der das geforderte Verhalten konkret beschreibt; es geht vielmehr darum, Verhaltensmöglichkeiten anhand dieser dem Licht angemessenen „Großbegriffe“ zu prüfen. Im Verhältnis zur Welt und des eigenen Verhaltens geht es um Aufdecken, um Klärung und Prüfung. Eine Gemeinschaft mit den „Werken der Finsternis“ ist dabei ausgeschlossen. Auch wenn in V. 6 von den „Kindern des Ungehorsams“ die Rede ist, geht es V. 11f. nicht um die Abgrenzung von Menschen, sondern, wie die neutrischen Formulierungen zeigen, von verkehrten Werken, die im Licht Christi offenbar werden und die die Christen auch aus ihrer eigenen Vergangenheit (V. 8a) kennen. Im Hintergrund stehen ein Abschnitt aus dem Kol (3,5-8) und vergleichbare Zusammenstellungen (z.B. 1Kor 5,10f.).

In V. 14 schließt ein Zitat den Abschnitt ab. Es ist offensichtlich durch die Schlusswendung ἐπιφαύσει σοι ὁ Χριστός veranlasst, die den Gedanken von V. 8a aufnimmt (φῶς ἐν κυρίῳ). Die ersten beiden Wendungen des Zitats (schlafen  ̶  aufwachen  ̶  aufstehen von den Toten) passen auf den ersten Blick nicht hierzu, erklären sich aber dadurch, dass Schlaf und Tod mit Dunkelheit assoziiert sind, Aufwachen und Aufstehen dagegen mit einer Hinwendung zum Licht (vgl. in biblischer Tradition z.B. Spr 7,9; Dtn 31,16; Ps 91,5; Hi 10,21f.). Licht ruft dementsprechend auch die Konnotation von Erkenntnis hervor (vgl. in philosophischer Tradition z.B. das Sonnengleichnis bei Platon, Politeia VI 508, und später Plotin, Enneade 6.9.4). Dass die Christen im Licht Christi die Werke der Finsternis aufdecken sollen, nimmt faktisch diese Gedanken auf. Die genaue Herkunft des Zitats ist allerdings kaum zu ermitteln. Weder für einen apokalyptischen Weckruf noch für eine gnostische Rückbesinnung auf das wahre Selbst oder die Erleuchtung durch einen Erlösergott in den Mysterien gibt es eindeutige Belege. Auch ein frühchristlicher Taufhymnus hat sich nicht verifizieren lassen. Der Verfasser hat das ihm bekannte Zitat hier eingefügt, weil die Schlusswendung Christus als Licht und als Lichtgeber anspricht und vermutlich auch, weil die Formulierung seinem Sprachgefühl entspricht.

4. Schwerpunkte der Interpretation

Dass von Unzucht, Unreinheit, Habgier nicht einmal die Rede sein soll (V. 12), greift V. 3f. auf. Dort ist mit μηδὲ ὀνομαζέσθω der Übergang zu dem dummen Geschwätz V. 4 geschaffen. In V. 12 bringt die Wendung αἰσχρόν ἐστιν καὶ λέγειν zum Ausdruck, dass dafür wirklich kein Platz in der christlichen Gemeinde ist. Der Schwerpunkt des kleinen Abschnitts ist aber ein anderer. Zunächst werden den „Werken der Finsternis“ in eher allgemeiner Formulierung Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit gegenübergestellt; sie werden sodann mit der Aufforderung, das Handeln daran zu prüfen, was vom Herrn her angemessen und gut ist, wobei der Maßstab eben in Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit liegt. Wer diesem Maßstab folgt, kann sich nicht auf die Werke der Finsternis einlassen, sondern wird sie vielmehr aufdecken (V. 11) und sich dabei vom Licht leiten lassen, das in Christus aufscheint (V. 14). Hierin liegt die paränetische Hauptaussage des Abschnitts.

V. 13.14a setzen einen anderen Akzent, der um die Begriffe verborgen, aufdecken / offenbaren und Licht kreist. Einerseits soll das im Verborgenen Geschehene (also die Werke der Finsternis) möglichst gar nicht angesprochen, andererseits aber aufgedeckt werden. Und V. 14a fügt an, dass alles, was offenbar wird, Licht ist. Wie können die fruchtlosen Werke der Finsternis nun aber als Licht bezeichnet werden? Zum Verständnis wichtig ist die Frage, wer als Licht und als dessen Urheber angesehen wird. Nach V. 8b.11 sollen die Christen, als Licht, das sie sind, die Werke der Finsternis aufdecken. Aber sie sind nicht aus sich selbst Licht, sondern „Licht im Herrn“, und am Ende von V. 14 ist von Christus die Rede, der als Licht aufscheint. Im Licht dieses Herrn wird alles, auch das (einst und jetzt) Verborgene, werden auch die Werke der Finsternis offenbar. Nicht als solche sind die „Werke der Finsternis“, die es offenbar weiter gibt, nun Licht; sie sind es aber insofern, als sie „im Licht des Herrn“ erkennbar werden als das, was sie sind. Das sollen die Christen ansprechen, das sollen sie prüfen (vgl. Röm 12,2; Phil 1,10; 1Thess 5,21) und, wenn nötig, aufdecken (V. 11 μᾶλλον δὲ καὶ ἐλέγχετε). Die Orientierung an Christus bewirkt eine umfassend neue Sicht auf die eigene Vergangenheit (das Einst-Jetzt-Schema wirkt sich auf den ganzen Abschnitt aus), auf die Welt und auf das eigene Handeln. Den Christusgläubigen ist ein Licht aufgegangen, das ihnen nun auch weiterhin leuchten wird.

Wichtig ist, dass ab V. 8 die Adressaten nicht den „Kindern des Ungehorsams“ gegenübergestellt werden, sondern den  „fruchtlosen Werken der Finsternis“. Es geht nicht um eine Opposition bestimmten Menschen, sondern einem bestimmten Verhalten gegenüber, von dem die Christen sich fernhalten sollten, das ihnen aber aus ihrer eigenen Vergangenheit nicht unbekannt ist.

5. Theologische Perspektivierung

Licht und Dunkelheit sind grundlegende Elemente der Welterfahrung und dementsprechend im antiken Judentum, bei Griechen und Römern und auch im NT Grundmetaphern zur Deutung der Welt: Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm (1Joh 1,5; Jak 1,17). Die Christen sind entsprechend Kinder des Lichts (1Thess 5,5), und den Werken der Finsternis stehen die Waffen des Lichts (Röm 13,12) gegenüber.

Der Glaube an Christus eröffnet eine neue Perspektive, die die eigene Vergangenheit, die gegenwärtige Welt und das eigene Handeln in neuem Licht erscheinen lässt. Die Lichtmetapher prägt den ganzen Abschnitt, bezieht sich auf das Handeln und dessen Beweggründe (wandelt im Licht; Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit) und steht für die glaubende Existenz insgesamt (ihr seid Licht). Die Christen sind Licht, weil sie von Christus als dem Licht erleuchtet werden. Im Hintergrund steht eine erkenntnistheoretische Überlegung, die schon von Empedokles und Aristoteles formuliert worden war: Gleiches wird nur von Gleichem erkannt. Weil die Christen durch Christus erleuchtet sind, können sie das Licht erkennen und ins Dunkel der Welt bringen.

Das sollen sie auch tun. Der vorgeschlagene Predigttext setzt mit einem Imperativ ein: Führt euer Leben als Kinder des Lichts. Dieser Imperativ setzt aber den unmittelbar vorangehenden Zuspruch „ihr seid Licht in dem Herrn“ voraus. Dieser Zuspruch ist außerordentlich groß und zugleich für das Verständnis der Predigtperikope unerlässlich. Ohne Christus als Quelle des Lichts und ohne sowohl die Erfahrung als auch den Maßstab von Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit wären die Christen mit ihrem „Prüfauftrag“ (V. 10) heillos überfordert. Ihnen ist zuerst selbst „ein Licht aufgegangen“, und nur deshalb können sie Licht sein. Deshalb sollte zumindest die zweite Aussage von V. 8a (ihr seid Licht in dem Herrn) zum Predigttext hinzugenommen werden. Wenn einer Predigt nur Eph 5,8 (ab νῦν δὲ φῶς ἐν κυρίῳ) bis 14 zugrunde gelegt werden, stehen die Lichtmetaphorik und die Wirkungen des Lichts im Vordergrund. Geht man von dem ganzen Abschnitt 5,3-14 aus, verschieben sich die Akzente; dann kommt zum einen das konkrete Handeln paränetisch stärker in den Blick und zum anderen die christliche Existenz in ihrer Geschichtlichkeit (einst   ̶ jetzt). Exegetisch betrachtet wäre das vorzuziehen, homiletisch betrachtet vielleicht nicht.

B) Praktisch-theologische Resonanzen

Die Hinzuziehung weiterer Verse 5, 3-8a mag „erstaunen“. Erhält der Text doch dadurch zwei Schwerpunkte (paränetische und ästhetisch-ethisch). Gerade diese Doppelheit ermöglicht verschiedene Zugriffe, so dass die Frage nach dem Predigttext abhängig sein dürfte von dem Fokus, der gesetzt wird. Eine Beschränkung auf Eph 5,8b-14 betont die Bedeutung des vor allem in anthropologischer Hinsicht zu entfaltenden Lichts. Die Behandlung des gesamten Abschnitts 5,3 ̶ 14 profiliert die Veränderung christlicher Existenz in paränetischer Rahmung, die aber nicht im Sinne einer sicheren Erwartungshaltung missverstanden werden darf. 

1. Persönliche Resonanzen

Die Gegenüberstellung von Licht und Finsternis wird nicht aus gnostischen oder gnostizistischen Strömungen abgeleitet, sondern aus einer metaphorischen Interpretation. Es geht weniger um die diabolischen Mächte der Finsternis und die Gegenmächte des Lichts als vielmehr darum, wie das Licht  zu den Menschen kommt. Als Grunderfahrung oder Grundmetapher zur Deutung von Welt durchdringt die Gott zugeschriebene Lichtmetaphorik weite Teile des Neuen Testaments (1Joh 1,5; Jak 1,17; 1Thess 5,5; Röm 13,12).

Die Attribuierung des Lichts an die Christen greift eine erkenntnistheoretische Überlegung der Antike auf. Insofern Gleiches nur von Gleichem erkannt wird, gilt, dass die Christen, die durch Christus erleuchtet sind, das Licht erkennen und ins Dunkel der Welt bringen können. Verstehe ich die Exegese richtig, so bedeutet dies, dass Christus die Christen erleuchtet, so dass sie das Licht erkennen können. Nur: Wenn Christus mit dem Licht identisch, dann impliziert diese Überlegung eine Tautologie. Wenn ich die Aussage als Metapher verstehe, dann muss ich fragen, welche Substitute sich ggf. finden lassen. Grundsätzlich wird man sich – und möglicherweise auch den Hörerenden – den Unterschied zwischen einem Zugang zum Text, der mit erkenntnistheoretischem Besteck erfolgt, und einem Ansatz, der sich auf emotional konnotierte (religiöse) Lichtmetaphorik einlässt, zu verdeutlichen haben.

2. Thematische Fokussierung

Der Text setzt stark auf implizite Perspektivenwechsel. Betrifft dies im ersten Teil (Eph 5,3-8a) die Abwendung der Heiligen, derer, die im Licht des Herrn sind, von einer Orientierung am ursprünglichen Zustand, der Unreinheit, Habgier und allerlei lasterähnlicher Dinge, so fokussiert der zweite Teil (Eph 5,8b-14) Werke, die im Verborgenen unfruchtbar und schändlich wirken, so lange sie nicht vom Licht offenbar gemacht worden sind. Die neue Perspektive, die der Glaube an Christus eröffnet, lässt nicht nur die eigene Vergangenheit, die gegenwärtige Welt und das eigene Handeln in neuem Licht erscheinen. Insofern die Lichtmetapher das Handeln des Menschen rahmt, dem sie positive Attribute des Lichts (Wandel im Licht; Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit) zuerkennt, könnte sich das Licht auch als das Unterpfand einer tragfähigen Hoffnung erweisen, die den Bedrängnissen der Gegenwart ein positives Gegenüber entgegenstellt. Insofern den Christen das Licht sein zugesprochen ist, sind sie von einem Licht erfüllt, das die Gegenwart von der Zukunft her erleuchten kann. Das Licht bringt zum Ausdruck, wie man sich fühlen könnte, wenn aktuelle die Trübsal und Bedrängnis von den Menschen abgefallen sind. In all den Kämpfen und dem Ringen um einen eigenen Standpunkt in den Debatten der Gegenwart (u.a. Klimakrise gegen Lockerung der Heizungsverordnungen, Problematik von Krieg und Frieden in der Ukraine, Wunsch nach starken Männern oder Frauen in demokratischen Gesellschaften) werden Christen daran erinnert, dass ihr Umgang mit Widerfahrnissen ein spezifischer ist. Sie wissen, dass sich immer neue Perspektiven einstellen, da sie selbst den Wechsel zwischen Licht und Finsternis erfahren haben oder aufgefordert wurden, sich zu ihm zu verhalten. Das Switchen zwischen Einst und Jetzt liegt schließlich auch dem Hymnus (V. 14) zugrunde. 

3. Theologische Aktualisierung

Der Anspruch des Textes besteht darin, die Christen aufzufordern, negative Vorkommnisse nicht zum Dauerthema zu machen. Dies geschieht nicht mit der Absicht, jeglichen Zwist oder Streitigkeiten auszublenden oder „auszusitzen“, sondern soll zum Ausdruck zu bringen, dass in der christlichen Gemeinde weder für Unzucht – das schließt vergangene und aktuelle Missbrauchsfälle ein –, Unreinheit, Habgier noch für dummes Geschwätz irgendein Raum vorhanden ist. Der Anspruch lässt stereotype Mahnungen und einfache Paränesen hinter sich und greift über engstirnige, kleinlich moralistische Forderungen hinaus. Ähnlich verhält es sich mit den „Werken der Finsternis“: Sofern man sich daran orientiert, was der Herr fordert, ist es nicht möglich, sich auf Werke der Finsternis einzulassen. Man wird mit ihnen so umgehen, dass sie als Werke der Finsternis offenbar gemacht werden.

Die Gewärtigkeit des Perspektivenwechsels im Spiegel der damit korrelierenden, aber nicht zeitlich determinierten Ansage, mitten im Licht zu sein, ist ein Gedanke, der den Duktus der Predigt begleiten kann. Die Orientierung an Christus eröffnet eine neue Sicht auch auf die eigene Vergangenheit, die Welt und das eigene Handeln. Es ist „ein Licht aufgegangen“, das den Christusgläubigen weiterhin leuchten wird.

4. Bezug zum Kirchenjahr

Der Text nötigt mir distanzierte Vorsicht ab, da die Art seines Insistierens auf Perspektivenwechseln immer mit dem Ausmitteln einer Balance zwischen assertorischer Rede und reflektiertem Umgang mit dieser Redeform einhergeht. So besteht die Gefahr, von Gott zu verlangen, dass er direkt in den Verlauf der Gegenwart eingreift und eine geschichtsmächtige Wendung der Ereignisse herbei führt. Ein solches Handeln ist Gott zwar unbedingt zuzutrauen. Seine sichere Erwartung ist aber nur um den Preis möglich, dass die Enttäuschung bei einem Ausbleiben umso größer ist. Gerade, weil ich gewiss bin, dass Gott in der Geschichte handelt, ist mir in höchstem Maße bewusst, dass ich sein Handeln immer erst im Nachhinein als solches identifizieren kann. Insofern scheint mir der Verweis auf die Orientierung an Zukunft eröffnenden und Vergangenheit bewältigenden Momenta (statt Momentum) fast sachgemäßer und religiös angemessener als die Vorstellung, hier könne etwas im Voraus geändert werden. Die Menschen sind eingeladen, sich für das Wirken des Lichts zu öffnen, d.h. sich auf die Veränderungen, die das Licht, wenn es da ist, mit sich bringt, einzulassen.

5. Anregungen

„Ein Licht aufgehen“: Den Christusgläubigen ist ein Licht aufgegangen, das ihnen auch weiterhin leuchten wird. Ein Kanon, der die Predigt unterbricht, kann dies verdeutlichen: Wach auf, der du schläfst…. bzw. ein Mitternachtsruf: Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Möglichkeit, etwas, das sie belastet, zu beenden oder zumindest zu verändern. Welche alternativen Verhaltensweisen, Veränderungen oder auch Perspektivenwechsel kommen Ihnen in den Sinn und was würden Sie am liebsten tun? Welche Konsequenzen hätte ihre Entscheidung?

Autoren

  • Prof. Dr. Peter Mülller (Einführung und Exegese)
  • Prof. Dr. Antje Roggenkamp (Praktisch-theologische Resonanzen)

Permanenter Link zum Artikel: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/500052

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