Deutsche Bibelgesellschaft

Sekundäranalyse, qualitative

Andere Schreibweise: secondary analysis, qualitative

(erstellt: Februar 2026)

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1. Sekundäranalysen als empirische Forschungsstrategie

Bei einer Sekundäranalyse handelt es sich um eine empirische Forschungsstrategie, mit der bereits erhobene Daten einer Primärstudie neu ausgewertet werden. Charakteristisch ist also die Trennung der Datenerhebung von der -auswertung (Medjedović, 2022, 274). Während sich der Ansatz der Sekundäranalyse in den Sozialwissenschaften bereits stark etabliert hat, ist sie in der religionspädagogischen Forschung zwar durchaus gängige Praxis, wird jedoch nicht als solche benannt und methodologisch reflektiert. Insofern können hier die Erkenntnisse aus der Sozialforschung (→ Qualitative Sozialforschung in der Religionspädagogik) für die weiteren Überlegungen leitend sein. Dabei wird vorrangig die qualitative Sekundäranalyse beleuchtet, die von ihren methodologischen Prämissen oftmals voraussetzungsreicher ist als ihr quantitatives Pendant.

1.1. Begriffliche Definition

Grundprämisse einer Sekundäranalyse ist, „dass den im Rahmen eines spezifischen Forschungsprojekts erhobenen Daten genügend Potenzial innewohnt, um weitere Forschungsfragen zu bedienen“ (Medjedović, 2010, 59). Gerade qualitative Daten besitzen einen großen Reichtum, der häufig unausgeschöpft bleibt und der durch eine Sekundäranalyse offengelegt werden kann. Hierbei werden alle oder ein Teil der Daten der Primärstudie je nach Form der Sekundäranalyse unter der gleichen (Re-Analyse) oder einer neuen Fragestellung ausgewertet (1.2). Eine solche Weiter- bzw. Wiederverwendung von Daten kann entweder selbst, von anderen Kollegen oder von Dritten vorgenommen werden. Sekundäranalysen werden zum Beispiel zur Veranschaulichung in der akademischen Lehre, für Qualifikationsarbeiten oder für Forschungsprojekte angewendet. Damit einher gehen zahlreiche methodologische Voraussetzungen, die es zu bedenken gilt (2.1. und 2.2.).

Die Nutzbarkeit der Daten hängt von deren Informationsgehalt, Qualität und Passung ab (Medjedović, 2010, 59f.). Es muss also geprüft werden, inwiefern die angewandte Methodik und die behandelten Themen der Primärstudie zum Anliegen der Sekundäranalyse passen (3).

Die Verbreitung und Nutzung von Sekundäranalysen hängt eng mit der Etablierung von Archiven und einem standardisierten Forschungsdatenmanagement zusammen, was im Bereich der qualitativ-empirischen Forschung in Deutschland immer noch zahlreiche Desiderate aufweist (4).

1.2. Formen der Sekundäranalyse

Bei Sekundäranalysen unterscheidet man wie bei Primärstudien zunächst grundsätzlich zwischen quantitativen und qualitativen Vorgehensweisen. Darüber hinaus lassen sich nach Heaton fünf Formen der Sekundäranalyse ausmachen (2008, 39):

  • Supra analysis: Eine Supra-Analyse oder transzendierende Analyse verwendet die Daten der Primärstudie für „neue theoretische, empirische oder methodologische Fragestellungen“ (Witzel/Medjedović/Kretzner, 2008, 21). Sie geht also über den Rahmen der Primärstudie hinaus und weist daher die größte inhaltliche Distanz zur Primärstudie auf.
  • Supplementary analysis: Die ergänzende Analyse bleibt inhaltlich näher bei der Primärstudie, indem einzelne Fragen untersucht werden, die in der Primärstudie zwar gestellt, aber nicht oder nicht ausreichend bearbeitet wurden. Hierfür können Teile der Daten, sogenannte Subsamples, oder der gesamte Datensatz verwendet werden.
  • Re-analysis: Die Re-Analyse weist die größte Nähe zur Primärstudie auf, da sie keine neuen Fragestellungen oder Themen untersucht, sondern die Primärdaten reanalysiert, also daraufhin überprüft, ob die Originalergebnisse vertrauenswürdig oder in Frage zu stellen sind oder widerlegt werden können.

Bei der ergänzenden Analyse werden je nach Datenzusammenstellung noch zwei Untergruppen unterschieden. Die amplified analysis (erweiterte Analyse) kombiniert zwei oder mehrere Primärstudien, „um über die Datensätze hinweg gemeinsame (Vergleichsfunktion der Sekundäranalyse für eine zusätzliche Evidenz) oder divergierende Themen (Ergänzungsfunktion) zu analysieren“ (Witzel/Medjedović/Kretzner, 2008, 21). Aus dieser Vorgehensweise ergibt sich der Vorteil, dass man ein größeres Sample erhält und sich auf diese Weise auch sekundäranalytische Längsschnittstudien erstellen lassen, die bestimmte Phänomene oder Themen über mehrere Zeiträume hinweg untersuchen (Beckmann, 2015, 311f.). Hierbei muss jedoch eine Vergleichbarkeit der Untersuchungspopulationen gewährleistet sein (Netscher/Trixa, 2019, 140). Die assorted analysis (kombinierte Analyse) ergänzt die Sekundäranalyse um eine eigene Datenerhebung, also um eine weitere Primärstudie (Richter/Mojescik, 2021, 4).

Die unterschiedlichen Formen der Sekundäranalyse können darüber hinaus auch anhand der Art der Datengewinnung differenziert werden. Hierbei wird zwischen einer formalen und einer nonformalen Nutzung unterschieden. Ein formaler Datenzugriff liegt dann vor, wenn die Daten mithilfe von öffentlichen oder institutionellen Archiven wiederverwendet werden, ohne selbst an der Primärstudie beteiligt gewesen zu sein. Bei einer nonformalen Nutzung werden die Daten aus der Primärstudie an wissenschaftlich Tätige weitergegeben. Hyman (1972) und Richter (2017, 121) schlagen für die nonformale Nutzung selbst erhobener Daten ohne Beteiligung weiterer Personen den Begriff der Semi-Sekundäranalyse vor.

1.3. Abgrenzung zur Meta-Analyse

Die Klassische Meta-Analyse, wie sie von Glass (1976) eingeführt wurde, ist neben der Primär- und der Sekundäranalyse ein dritter Forschungstyp. Hierbei werden nicht Originaldaten ausgewertet, sondern bereits publizierte empirische, sogenannte aggregierte, Daten analysiert mit dem Ziel der Zusammenfassung und Beschreibung von Verteilungen (Weiß/Wagner, 2022, 861). Sie hat das Anliegen, „den empirischen Forschungsstand zu einer Fragestellung zu bestimmen und zu genaueren und sichereren Schlussfolgerungen zu gelangen, als es mit einer oder nur wenigen Studien oder mit einem einzelnen Datensatz möglich wäre“ (Weiß/Wagner, 2022, 862). Dagegen verfolgt die Sekundäranalyse ein anderes Anliegen, da sie entweder unter der gleichen oder durch ergänzende oder gänzlich neue Fragstellungen eine oder mehrere Primärstudien neu auswertet. Hier geht es weniger um die Integration oder Zusammenschau von Forschungsergebnissen, sondern vielmehr um neue Perspektiven im Sinne der Validierung oder Ergänzung (Medjedović, 2014, 20). Zudem wird die Datenanalyse anhand von Rohdaten vorgenommen.

1.4. Vorkommen in der Religionspädagogik

In der religionspädagogischen Forschung scheint der Begriff der (qualitativen) Sekundäranalyse weithin unbekannt zu sein. So führen einschlägige Handbücher zum empirischen Forschen (→ Empirie) in der → Religionspädagogik diese Forschungsstrategie nicht eigens auf (Unser/Riegel, 2022; Pirner/Rothgangel, 2018). Gleichwohl ist gerade die Semi-Sekundäranalyse eine gängige Praxis bei der Vergabe von Qualifikationsprojekten. Beispielsweise ist die Studie von Caspary (2016) zum Umgang mit konfessioneller Differenz im Religionsunterricht das Ergebnis einer erneuten Datenanalyse der Evaluationsstudie zum baden-württembergischen Modellversuch zur konfessionellen Kooperation (Kuld u.a., 2009). Daneben lassen sich zahlreiche weitere solcher Semi-Sekundäranalysen in der empirischen Religionspädagogik aufzählen (u.a. Kindermann, 2017; Leven, 2019).

Eine besondere Form der Sekundäranalyse ist die quantitative Studie von Gennerich (2010), bei der er selbst von einer Re-Analyse spricht (Gennerich, 2010, 46). Hierbei hat er unterschiedliche Datensätze, die teilweise aus Datenarchiven (formaler Zugang) oder von Autoren und Autorinnen der Primärstudien (nonformaler Zugang) bereitgestellt wurden oder die aus eigenen Studien stammten, mithilfe eines statistischen Verfahrens neu ausgewertet. Sein Anliegen war es, die „Rezeptionsaffinität der im Feld differenzierbaren Schüler­gruppen für unterschiedliche theologische Interpretationslinien“ (Gennerich, 2010, 46) zu ermitteln und sie in ein religionspädagogisches Modell einzuordnen. Insofern handelt es sich hier um eine Supra-Analyse. Für die religions­pädagogische Forschungslandschaft stellt sie ein absolutes Novum dar, da es sich um eine quantitative Sekundäranalyse handelt, die neben dem nonformalen Zugang ihre Daten auch über den formalen Zugang in Form von Datenarchiven gewonnen hat, was in der religionspädagogischen Forschung eher unüblich ist.

Schließlich entsteht aktuell eine Studie von Elisabeth Fock, die die unter­schiedlichen Körperkonzepte von Jugendlichen untersucht und dabei auf die Daten der Primärstudie „Anthropologie von Jugendlichen“ von Bederna (2010; 2011; 2012; 2014) zurückgreift. Dabei handelt es sich um eine ergänzende Analyse, insofern ein in der Primärstudie unbearbeiteter thematischer Aspekt neu ausgewertet wird. Die Daten sind durch einen nonformalen Zugang ohne Beteiligung an der Primärstudie gewonnen worden. Auch sie kann in diesem Sinne als einmalig herausgestellt werden, da die Forscherin der Sekundäranalyse an der Datenerhebung nicht beteiligt war und eine große zeitliche Distanz zwischen Primärstudie und Sekundäranalyse besteht. Insofern sind methodologische und datenschutzrechtliche Überlegungen von großer Bedeutung.

2. Methodologische Voraussetzungen

Eine Sekundäranalyse enthält zahlreiche epistemologische und datenschutzrechtliche Voraussetzungen. Es muss daher gut abgewogen werden, unter welchen Bedingungen eine Sekundäranalyse sinnvoll und verantwortbar erscheint.

2.1. Epistemologische Voraussetzungen

Im sozialwissenschaftlichen Diskurs herrscht eine stark polarisierende Debatte, ob Daten, die immer schon „soziale und kontextuell eingebettete Produkte“ (Medjedović, 2022, 274) sind, außerhalb ihres Erhebungskontexts überhaupt ausgewertet werden können. Die schärfste Kritik äußern Mauthner, Parry und Backett-Milburn (1998), die auf Grundlage eigener sekundäranalytischer Versuche die grundsätzliche Unmöglichkeit postulierten, „den ursprünglichen Status, den die Primärforschenden hatten, wiederherzustellen“ (Medjedović, 2022, 275). Dahinter liegt ein Verständnis von Daten, das sie als „Produkt der reflexiven und durch verschiedene kontextuelle Umstände geprägten Beziehung zwischen Forschenden und Forschungssubjekten“ (Witzel/Medjedović/Kretzner, 2008, 15) kennzeichnet. Der erneute Zugriff auf Daten, bei deren Erhebung man womöglich nicht selbst beteiligt gewesen ist, lasse eine gewisse Distanz zwischen Sekundärforschenden und dem Datenmaterial entstehen. Womöglich könnten je nach Qualität der Transkription manche Kontexte nicht richtig gedeutet werden, es seien zu wenig Informationen über das methodische Design vorhanden oder es ließen sich manche Zusammenhänge nicht richtig interpretieren, da man die Interaktionen im Feld selbst nicht mehr nachvollziehen könne. Seitdem auch die Weiterverwendung eigener Daten unter der Strategie der Sekundäranalyse subsumiert wird, ist diese Kritik zumindest teilweise hinfällig, da die Sekundärforschenden an der Feldforschung beteiligt waren. Darüber hinaus handelt es sich hier eher um ein praktisches als ein epistemologisches Problem, das sich auch in Primäranalysen stellt. Fielding (2004) stellt deshalb heraus, dass der Zugang und der Nachvollzug kontextueller Effekte in beiden Fällen die Datenauswertung erschwerten und daher eine Sekundäranalyse nicht grundsätzlich in Frage zu stellen sei, sondern vielmehr praktische Herausforderungen mit sich bringe (Medjedović, 2022, 275). In eine ähnliche Richtung gehen die Überlegungen von van den Berg (Van den Berg, 2005, 23) und Moore (2006). Es geht schließlich nicht darum, das „originäre Forschungsprojekt vollständig nachzubilden. Vielmehr sei die Sekundäranalyse als neuer Prozess der Rekontextualisierung und Rekonstruktion von Daten zu verstehen“ (Medjedović, 2022, 275).

2.2. Datenschutzrechtliche Voraussetzungen

Eine viel größere Herausforderung in der qualitativen Forschung sind die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen, an denen sich eine weitere Kritik an Sekundäranalysen entzündet. Denn bei der Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Angaben braucht es die informierte Einwilligung der Befragten zur Erhebung, Speicherung und Verarbeitung. Im besten Falle schließt das auch die Nachnutzung im Rahmen einer Sekundäranalyse mit ein, da dann keine weitere Einwilligung erforderlich ist (Netscher/Trixa, 2019, 142). Hier ist eine Sekundärnutzung der Daten recht einfach möglich.

Wenn Probanden zur Verwendung ihrer Daten nur für die Forschungszwecke der Primärstudie zugestimmt haben, ist eine Sekundärnutzung der Daten aufgrund der Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (§ 4 Abs. 1 DSGVO) zunächst nicht möglich. Sie finden gemäß dem Erwägungsgrund in § 26 Satz 4 DSGVO keine Anwendung, wenn die betreffenden Personen durch Pseudonymisierung oder Anonymisierung nicht identifizierbar sind. Anonymisierung meint die Veränderung von personenbezogenen Daten, sodass sie nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer Person zugeordnet werden können. Dagegen wird unter Pseudonymisierung die Veränderung der personenbezogenen Daten mithilfe von Pseudonymen verstanden, wobei hier den Forschenden zusätzliche Informationen wie eine Schlüsseldatei vorliegen und so eine Identifikation grundsätzlich möglich wäre. Gerade bei einem kleinen Sample und einem hohen Detailreichtum an persönlichen Informationen in den Interviewtexten verschärft sich diese Problematik und verlangt eine umso sorgfältigere Anonymisierung, da hier eine Re-Identifizierung recht einfach möglich wäre (Witzel/Medjedović/Kretzner, 2008, 17; Opitz, 2005, 15). Entsprechend sind eigene Anonymisierungsverfahren entwickelt worden, die die Nutzbarkeit der Daten bei gleichzeitiger Anonymisierung gewährleisten sollen (Richter/Kwelik/Müller/Severing, 2021). Eine andere Möglichkeit neben der mitunter sehr aufwändigen Anonymisierung besteht darin, die Interviewpersonen im Nachhinein um die Weiternutzung zu bitten, falls dies aufgrund des Alters der Daten noch möglich ist. Dies können nur die Primärforschenden initiieren, um die Anonymität der Teilnehmenden zu gewährleisten (Kelder, 2005, 46).

Insgesamt gilt, dass neben dem Schutz der Probanden durch geeignete Anonymisierungsverfahren auch der Schutz der Primärforschenden in Form des Urheberrechts zu berücksichtigen ist (Medjedović, 2022, 279).

2.3. Kritische Würdigung

Neben all diesen Voraussetzungen und Herausforderungen lassen sich zahlreiche Vorteile aufzählen, die eine (qualitative) Sekundäranalyse rechtfertigen.

2.3.1. Ressourcensparung durch die erneute Nutzung von bereits erhobenen Daten

Als zentraler Vorteil einer Sekundäranalyse kann die Einsparung finanzieller und zeitlicher Ressourcen genannt werden, was gerade für Forschende in der Qualifizierungsphase interessant sein könnte. Über die sekundäre Nutzung von Daten erhalten sie „Zugriff auf qualitativ hochwertige und umfangreiche Datensätze“ (Medjedović, 2010, 21) und können eine wissenschaftliche Studie auf sehr hohem Niveau durchführen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an der starken Verbreitung von Semi-Sekundäranalysen in der religionspädagogischen Forschung. Zudem kann angesichts knapper Forschungsgelder, schwer zugänglicher Populationen oder bei seltenen Ereignissen (Medjedović, 2010, 17; Witzel/Medjedović/Kretzer, 2008, 12f.) die Sekundäranalyse der vorteilhaftere Weg sein, da die erforderlichen Daten schneller und kostensparender verfügbar sind. Dabei profitieren bei sensiblen Forschungsthemen gerade auch die potenziell zu Befragenden, die vor einer „Überbefragung“ (Medjedović, 2010, 17) geschont werden.

2.3.2. Sekundäranalysen als Gütekriterium empirischen Forschens

Sekundäranalysen können als wichtiges Gütekriterium empirischen Arbeitens angesehen werden. Sie sind nämlich wichtig, „um qualitative Forschung der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit zugänglich zu machen und darüber wissenschaftliche Gütestandards qualitativer Forschung fest zu etablieren“ (Medjedović, 2022, 278). Damit sind sie auch Vehikel der Qualitätssicherung, durch ein sauberes Forschungsdatenmanagement den Zugriff für alle Beteiligten der Forschungsgruppe und Dritte zu ermöglichen (Medjedović, 2010, 22).

Zudem sind Sekundäranalysen ein wichtiges Mittel zur Verifikation und Validierung. Denn sie beinhalten immer ein Moment des Nachvollziehens und Prüfens der Primärstudie (Witzel/Medjedović/Kretzer, 2008, 16). Vor allem bei der Re-Analyse, deren explizites Anliegen die Validierung der Primärstudie ist, können „empirische Befunde geprüft und die Adäquatheit der angewandten Erhebungs- und Auswertungsmethoden ermittelt werden“ (Medjedović, 2010, 23). Eine solche Verifikation darf jedoch nicht als echte naturwissenschaftliche Replikation oder Falsifizierung missverstanden werden. Vielmehr ist die Re-Analyse eine ergänzende Sicht, die die Datenanalyse und -auswertung nochmals in ein neues Licht stellt.

Abschließend ist allerdings einzuwenden, dass die Forderung nach Transparenz und intersubjektiver Nachvollziehbarkeit auch eine Hürde für Primärforschende darstellen kann. Damit würde eine unerwünschte Wirkung auf die Qualität von Interviews entfaltet, wenn sich die Forschenden aufgrund einer möglichen Überprüfung von außen „in ihrem Verhalten, ihren Äußerungen und ihrer emotionalen Beteiligung in der Erhebungssituation stärker kontrollierten und zurücknähmen“ (Witzel/Medjedović/Kretzer, 2008, 16).

2.3.3. Neuer Erkenntnisgewinn und Ausschöpfung des Potenzials von Daten

In qualitativen Daten steckt ein Analysepotenzial, das im Rahmen einer Primärstudie oftmals nicht ausgeschöpft wird. Hier kann eine Sekundäranalyse durch die „Anwendung neuer theoretischer Gesichtspunkte oder veränderter Forschungsperspektiven auf ‚alte‘ Daten […] neue Erkenntnisse und Theorien generieren“ (Witzel/Medjedović/Kretzer, 2008, 13). Zudem sind die Primärforschenden durch den engen Bezug zum Forschungsfeld bei der Datenerhebung in die Daten verstrickt, während bei der Sekundärnutzung eine gewisse Distanz einhergeht, durch die weitere Aspekte oder Erkenntnislücken aufgedeckt werden können. Primär- und Sekundäranalyse sind dann Teil eines kumulativen Forschungsprozesses (Medjedović, 2010, 17f.; Witzel/Medjedović/Kretzer, 2008, 13).

Vor allem mit Blick auf quantitative Daten erhöht sich der Erkenntnisgewinn auch dadurch, dass man durch erweiterte und kombinierte Analysen multiple Datensätze zu gemeinsamen oder divergierenden Themenkomplexen analysiert, um dadurch eine größere Vergleichbarkeit zum Beispiel auf transkultureller oder transnationaler Ebene zu erzielen (Medjedović, 2010, 18). Oder aber es können Langzeitphänomene mithilfe von unterschiedlichen Datensätzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten untersucht bzw. Längs- und Querschnittstudien genutzt werden, um „Wissen über allgemeine Prozesse und Strukturen des sozialen und psychologischen Wandels“ (Medjedović, 2010, 18) zu akkumulieren. Schließlich lassen sich dadurch auch Konzepte und Hypothesen von Primärstudien überprüfen, verallgemeinern und Theorien entwickeln (Witzel/Medjedović/Kretzer, 2008, 13).

2.3.4. Sekundäranalysen als Ideengeber

Sekundäranalysen ermöglichen als weiteren Vorteil eine methodische Inspiration für neue Primärstudien und sind damit wertvolle Ideengeber. Das gilt gerade für Forschende mit wenig Vorerfahrungen, „um bei der Formulierung des eigenen Forschungsproblems, der Planung des konkreten Forschungsdesigns und der Wahl der Methoden behilflich zu sein“ (Witzel/Medjedović/Kretzer, 2008, 13).

2.3.5. Mehrwert für die Lehre

Als letzten Vorteil sind die enormen Leistungen von Sekundäranalysen für die Lehre herauszustellen, die nicht unterschätzt werden dürfen. So können Studierende anhand bereits erhobener Daten nicht nur methodische Fertigkeiten kennenlernen und einüben, sondern auch „die Theoriebildung entlang des empirischen Originalmaterials kritisch nachvollziehen“ (Medjedović, 2010, 20).

3. Methodisches Vorgehen bei einer Sekundäranalyse

Neben all diesen methodologischen Abwägungen, die eine Sekundäranalyse befürworten oder kritisch beurteilen, hängt deren Überzeugungskraft und damit auch das erfolgreiche Gelingen vom methodischen Vorgehen ab, das sich von einer Primärstudie zwar nicht grundlegend unterscheidet, aber einige Eigenheiten aufweist. Für eine quantitative Sekundäranalyse geben Netscher und Trixa (2019) gute Hinweise.

3.1. Zugang und Auswahl der Daten

Im ersten Schritt wird das Datenmaterial ausgewählt. Als Grundlage dienen Meta- und Kontextdaten der Primärstudie „wie Hinweise zur Methode, Fragenkatalog, soziodemographische Daten, Memos, Fallbeschreibungen, Postskripta, Dokumentationen, Erhebungsinstrumente, Projektbeschreibung“ (Beckmann, 2015, 309). Hieran lassen sich erste Entscheidungen zur Nützlichkeit der Primärstudie(n) für das eigene Forschungsvorhaben treffen (Medjedović, 2022, 273; Beckmann, 2015, 309f.). Gerade bei einem formalen Zugriff auf Daten durch Archive entscheidet maßgeblich der Zugang zum Archivgut über das Auffinden geeigneter Daten. Das impliziert die Vollständigkeit der Datensätze, eine aussagekräftige Studienbeschreibung und eine sinnvolle Verschlagwortung. Erst auf dieser Grundlage lassen sich geeignete Primärstudien mit nicht allzu hohem Aufwand auffinden und die Passung beurteilen (Houben/Eckert, 2022, 19).

Schließlich hängt eine Nachnutzung auch von den rechtlichen und analytischen Bedingungen der Daten ab. Diese müssen beispielsweise in der Transkription eine entsprechende Qualität und eine gewisse inhaltliche Tiefe aufweisen. So eignen sich vor allem offene Designs wie biographisch-narrative oder problemzentrierte Interviews, während standardisierte → Leitfadeninterviews enge Antworten erzeugen und damit wenig Interpretationsspielraum lassen (Beckmann, 2015, 312). Zudem sollte das methodische Design ausreichend dokumentiert und für Dritte nachvollziehbar sein. Schließlich müssen alle Verwertungs- und Nutzungsrechte geklärt sein (Medjedović, 2022, 277; Netscher/Trixa, 2019, 138f.).

3.2. Passung der Daten

In einem nächsten Schritt gilt es, die Passung der Daten (data fit) zu gewährleisten. Diese kann sichergestellt werden, indem eine „enge Verzahnung von Forschungsinteresse, theoretischen Konzepten und Methode(n)“ (Houben/Eckert, 2022, 11) zwischen Primärstudie und Sekundäranalyse erzeugt wird. Dabei können folgende Fragen, die an die Sekundäranalysen quantitativer Daten angelehnt sind, behilflich sein (Medjedović, 2022, 278):

  • Was ist das Anliegen der Studie und ihr konzeptioneller Rahmen?
  • Welche Inhalte wurden tatsächlich behandelt?
  • Wie wurden die Daten erhoben (Methoden, → Stichprobe/Sampling)?
  • Zu welchem Zeitpunkt wurden die Daten erhoben (Aktualität)?
  • Wer hat die Daten erhoben (Qualität)?

Um diese Fragen beantworten zu können, braucht es den Kontext der Primärstudie, der mithilfe einer „Literaturstudie von Primärforschungspublikationen, von Primärforschungsmeta- und Kontextdaten und [der] Sichtung sowie Auswertung von Stichprobeninterviews der Primärstudien“ (Beckmann, 2015, 311) erschlossen werden kann.

Daneben ist die Kompatibilität zwischen Erhebungs- und Auswertungsmethode in der Primär- und Sekundärstudie ein wichtiger Bestandteil des data fits. Die Auswertungsmethode der Sekundäranalyse sollte nämlich einerseits zu den eigenen Forschungsfragen passen und andererseits zum methodischen Erhebungsdesign der Primärstudie (Beckmann, 2015, 312). Und schließlich wird die Passung der Daten auch durch die Auswahl bzw. Selektion des Datensatzes beeinflusst. Im Prozess des Sortings wird der Datensatz der Primärstudie passend zur Fragestellung der Sekundäranalyse selektiert und nur geeignete Teile werden neu zusammengestellt, die auf die festgelegten Themen und Inhalte eingehen. Das so entstandene Subsample kann auch durch weitere Daten(-sätze) anderer oder eigener Primärstudien ergänzt werden (Medjedović, 2010, 60).

3.3. Kontextsensitivität in der Datenanalyse

Die auf diese Schritte folgende Datenanalyse sollte sich vor allem durch Kontextsensitivität auszeichnen. Sie gilt als „Grundpfeiler qualitativer Forschung“ (Medjedović, 2022, 275), weil Handlungen und Kommunikation immer kontextabhängig sind. Da bei einer Sekundäranalyse der unmittelbare Bezug zum Kontext fehlt, ist eine kontextsensitive Analyse erforderlich. Dabei können fünf Formen von Kontextwissen unterschieden werden (Medjedović, 2022, 275-277; Medjedović, 2010, 58f.):

  • Kommunikativer Kontext: Kontext in der (kommunikativen) Interaktion selbst, der durch ausführliche Transkripte oder Audioaufnahmen zugänglich ist. Gerade für Einzelfallanalysen ist dieser Kontext wichtig. Dabei ist zu beachten, dass die Transkription von Interviews immer bereits eine Kokonstruktion des Primärforschenden darstellt. Je mehr Details und Hintergrundinformationen man durch Video-/Audioaufnahmen erhält, desto eher lassen sich Argumente und Gesprächsverlauf nachvollziehen (Van den Berg 2005, 47).
  • Situationaler Kontext: soziale Situation, Raum und Zeit sowie räumliche Bedingungen des Gesprächs. Zudem sind das gemeinsame Hintergrundwissen wie Alter, Geschlecht, soziale Klasse, die Beziehungen zueinander oder die Anwesenheit Dritter eingeschlossen, was in den Interviews selbst nicht explizit zur Sprache gebracht wird, aber durch Feld- und Interviewnotizen erschlossen werden kann.
  • Extra-situationaler Kontext: institutioneller, kultureller, soziopolitischer und historischer Kontext.
  • Lokale Kultur: Praxis oder Fachsprache des jeweiligen Fachs bzw. innerhalb einer Institution oder „einer sozialen oder beruflichen Schicht oder eines geografischen Gebiets“ (Medjedović, 2022, 276).
  • Projektkontext: projektspezifischer Erhebungskontext der Primärstudie wie methodische Entscheidungen, theoretische Vorannahmen, institutioneller Hintergrund. Hierfür kann einerseits auf Publikationen in Fachzeitschriften zu Methodik und Durchführung zurückgegriffen werden, andererseits geben die Projektdokumente „wie etwa Anträge, Berichte, Leitfäden, Arbeitspapiere, Forschungstagebücher, Memos“ (Medjedović, 2022, 277) noch mehr Aufschluss darüber.

4. Desiderate und mögliche Weiterentwicklungen

Da die Forschungsstrategie der Sekundäranalyse und deren Potenzial in der Religionspädagogik weithin unbekannt sind, stehen noch viele Desiderate an, die im sozialwissenschaftlichen Diskurs bereits breit ausgeführt worden sind (Houben/Eckert, 2022, Medjedović, 2022; Netscher/Trixa, 2019; Opitz, 2005). Dabei lassen sich knapp drei Bereiche skizzieren, die einer Weiterentwicklung bedürfen, um Sekundäranalysen für die Religionspädagogik fruchtbar zu machen:

  • Archivierung und Bereitstellung der Daten durch Primärforschende: Solange in der empirisch-religionspädagogischen Forschung Daten erhoben, aber nicht archiviert werden, werden sich Sekundäranalysen kaum etablieren können. Denn der Vorteil von Archiven ist, dass die Daten „ready to use“ (Houben/Eckert, 2022, 10) vorliegen, also meist transkribiert und in hoher Qualität. Außerdem sind datenschutzrechtliche Bestimmungen geklärt. Darüber hinaus bräuchte es ein zentrales Datenarchiv mit einem Online-Datennachweissystem, das das Auffinden und den Zugang zu Primärdaten erleichtert (Medjedović, 2022, 273).
  • Umfassendes Forschungsdatenmanagement: Um das Auffinden und die Beurteilung der Nutzbarkeit von Primärstudien zu erleichtern, ist ein sorgfältiges Forschungsdatenmanagement sowohl in der Primärstudie als auch anschließend in der Sekundäranalyse erforderlich. Das schließt unter anderem die Organisation und Handhabung der Daten (z.B. Benennung der Daten), die Datensicherung, die Verteilung von Zuständigkeiten sowie die umfassende Dokumentation der Forschungsdaten mit ein. Im Rahmen der Sekundäranalyse bedeutet das, den Prozess des Auffindens der Daten ausführlich zu beschreiben und die Passung der Daten nachvollziehbar zu begründen. Zudem müssen rechtliche Aspekte abgewogen werden (Netscher/Trixa, 2019, 149).
  • Kontextsensible Aufbereitung der Daten durch Primärforschende: Gesprächssituationen sind ein kommunikatives und prozesshaftes Geschehen, dessen Interaktionen Primärforschende so ausführlich wie möglich festhalten müssen. Sprachliche Glättungen oder Auslassungen interaktiver Details bzw. ganzer Passagen erschweren die Nachvollziehbarkeit des kommunikativen Kontexts innerhalb einer Sekundäranalyse. Ebenso sollten die Gesprächssituation und die Umstände der Teilnehmergewinnung beschrieben sowie Beobachtungsprotokolle geführt werden. Auch die spezifische Situation der Interviewenden und deren implizit vorhandenes Forschungswissen sollten in den Metadaten der Primärstudie aufgeführt werden. Selbstverständlich schließt das auch die ausführliche Explikation des methodischen Vorgehens mit ein (Houben/Eckert, 2022, 54-56). Insgesamt bräuchte es „Standards hinsichtlich einer geeigneten Datenaufbereitung“ (Medjedović, 2022, 273), an denen sich zukünftige Forschungspraxis und die Übernahme in Archive orientieren können.

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