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Kadesch

Wüstenregion auf der Sinaihalbinsel, die nach der Oase Kadesch benannt ist.

Kadesch ist eine der wichtigsten Oasen im Norden der Sinaihalbinsel. Der Ort liegt zwischen der Wüste Sinai und der Wüste Negev. Die Region um die Oase kann auch als »Wüste Kadesch« bezeichnet werden (Psalm 29,8). Kadesch wird zur Unterscheidung von anderen gleichnamigen Orten auch Kadesch-Barnea genannt.
Im Alten Testament markiert Kadesch die südliche Grenze des Siedlungsgebietes des Volkes Israel (4. Mose/Numeri 34,4) und zugleich die Südgrenze des Stammesgebietes von Juda (Josua 15,3). Archäologen haben in Kadesch eine Festung ausgegraben, die vermutlich König Salomo im 10. Jh. v. Chr. errichten ließ.
In den Erzählungen von der Wüstenwanderung des Volkes Israel wird Kadesch mehrmals als Aufenthaltsort der Israeliten erwähnt:

  • Von Kadesch aus sendet Mose die Kundschafter in das Land Kanaan, die bei ihrer Rückkehr von der wunderbaren Fruchtbarkeit des Landes berichten (4. Mose/Numeri 13,25-26).
  • Mirjam, die Schwester von Mose, stirbt in Kadesch und wird hier begraben (4. Mose/Numeri 20,1).
  • Aus Kadesch schickt Mose auch Boten zum König von Edom. Sie sollen die Erlaubnis einholen, dass die Israeliten friedlich durch das Land der Edomiter ziehen dürfen. Doch der König von Edom verweigert das und verhindert den Duchzug mit militärischer Gewalt (4. Mose/Numeri 20,14-21).

In der Gegend von Kadesch sind wahrscheinlich auch die Orte Massa und Meriba (2. Mose/Exodus 17,7; 4. Mose/Numeri 20,13) zu suchen. Dort begannen die Israeliten an Gottes Hilfe zu zweifeln, weil sie kein Wasser mehr hatten. In Gottes Auftrag vollbringt Mose daraufhin ein Wunder: Als er mit seinem Stab auf einen Felsen schlägt, entspringt daraus eine Quelle.


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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