Die Vorstellung gehört in den Zusammenhang des sog. Heiligen → Krieges und bezieht sich auf die Kriegsbeute, die der menschlichen Verfügung entzogen wird und Gott als dem eigentlichen Kriegsherrn gehört. Die Übereignung alles Gebannten an Gott bedeutet die Vernichtung von Mensch und Tier sowie die Zerstörung der Siedlungen durch Feuer. Das Banngebot (5. Mose 7,1-3) muss unbedingt befolgt werden (vgl. 1. Sam 15,13-33). Wer Gebanntes an sich nimmt, wird mit dem Tod bestraft (Jos 7,1-26). Im Alten Testament begegnet die Bannvorstellung v. a. im Zusammenhang mit der Landnahme Israels (5. Mose 2,34; 3,6; Jos 11,16-23 u. ö.). Ob die Vollstreckung des Bannes in der Praxis durchgeführt wurde, geben die Texte nicht zu erkennen. Vielmehr verbindet sich mit dem Gebot, dass alle vorisraelitischen Bewohner auszurotten seien, die Absicht, Israel vor dem Einfluss fremder Völker und dem Abfall zu ihren Göttern zu schützen (5. Mose 13,13-19; 20,16-18).