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Juda (Südreich)

Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt.

Zunächst wurde mit Juda das Gebiet im Land der Bibel bezeichnet, in dem der gleichnamige Stamm Juda, einer der zwölf Stämme Israels, zu Hause war. Politisch gesehen kam dem Gebiet bis um etwa 1000 v. Chr. keine besondere Bedeutung zu. Dann wurde David in Hebron zum König von Juda gesalbt (2. Samuel 2,4) und er begann damit, die verschiedenen Stämme des Volkes in einem Königreich zu vereinen. Zum Zentrum dieses Königreichs machte er die Stadt Jerusalem im Gebiet von Juda. So rückte dieser Landstrich in eine politische Vormachtstellung. Doch nach dem Tod von Salomo, dem Sohn Davids, zerfiel das Königreich in zwei Teile: in ein Nordreich mit Namen Israel und in ein Südreich mit Namen Juda. 
Das Südreich konnte seine Grenzen bis zum Jahr 587/86 v. Chr. halten. Dann wurde es von den Truppen von Nebukadnezzar II., dem König von Babylonien, erobert. Er ließ die Stadt Jerusalem zerstören und integrierte die Region in die babylonische Provinz Samarien.
Mit der Eroberung des Babylonierreichs durch den Perserkönig Kyrus 539 v. Chr. erlangte Juda einen Teil seiner Selbständigkeit zurück: Jerusalem und der Tempel konnten wieder aufgebaut werden. Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. stand die Bezeichnung Juda in ihrer griechischen Form, Judäa, für das ganze Gebiet, das sich unter jüdischem Einfluss befand. Dies galt bis zur Herrschaft von Herodes dem Großen. Nach dessen Tod wurde sein Reich aufgeteilt. Zur Zeit von Jesus war das Gebiet schließlich eine römische Provinz, die von einem Statthalter verwaltet wurde.


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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