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Petrus

Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.

Petrus stammte aus Betsaida, einer Ortschaft am nördlichen Ufer des Sees Gennesaret. Die Evangelien berichten, dass er – vermutlich nach seiner Heirat – in Kapernaum lebte (Markus 1,29) und als Fischer arbeitete, bevor er zusammen mit seinem Bruder Andreas von Jesus zum Jünger berufen wurde (Markus 1,16-18). Daraufhin lässt er alles stehen und liegen und folgt Jesus nach.
Im Jüngerkreis hat Petrus eine herausragende Stellung: Er wird als erster genannt, wenn die Apostel aufgezählt werden (Markus 3,16-19). Stellvertretend für die anderen ergreift er oft das Wort (Markus 8,29; Markus 10,28). Wie alle Jünger hoffte er auf das Kommen des Messias und sieht seine Erwartung in Jesus erfüllt. Doch er versteht zunächst nicht, dass Jesus ein Messias ist, dessen Weg ins Leiden und in den Tod führt, um die Menschen letztlich aus aller Todesnot zu befreien (Markus 8,31-33).
Der Name »Petrus« (= Stein) wird in Matthäus 16,18 von Jesus gedeutet: Petrus ist der »Fels«, d.h. das Fundament, auf dem Jesus seine Gemeinde erbauen wird. Damit ist nicht eine besondere Charakterstärke des Jüngers angesprochen (vgl. dagegen insbesondere Markus 14,66-72); vielmehr weist Jesus ihm eine Aufgabe zu: Er soll die Gute Nachricht weitersagen und dafür einstehen, dass sich die Gemeinde an dieser Botschaft orientiert (Matthäus 16,18).
Petrus ist der erste, dem der auferstandene Jesus erscheint (1. Korinther 15,4-5). Er wird zum Leiter der ersten christlichen Gemeinde, die in Jerusalem entsteht. Bei den damaligen Christen ist er eine der angesehensten Persönlichkeiten und weit über Jerusalem hinaus bekannt.


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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