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HERR, Herr

Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: HERR.

An den Stellen, an denen im Alten Testament das Wort HERR in dieser besondern Schreibweise zu finden ist, steht im hebräischen Test der Name Gottes: JHWH. Da in den ältesten hebräischen Texten nur Konsonanten überliefert sind, weiß man nicht mehr, wie der Name ausgesprochen wurde. Vieles spricht dafür, dass er Jahwe gelautet hat.
Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. Dieser Titel bzw. diese Anrede wird auch an anderen Stellen in der Bibel für Gott verwendet und wurde zum Ersatzwort für den Gottesnamen. Schon die ersten Übersetzungen des Alten Testaments haben diesen Brauch übernommen. Wenn im Neuen Testament ein Vers aus dem Alten Testament zitiert wird, der den Gottesnamen enthält, wird das genauso gemacht.
Im Neuen Testament wird auch Jesus als »Herr« angeredet bzw. bezeichnet. Zum einen war es damals genauso üblich wie heute, Männer mit »Herr« anzureden. Auf dem Hintergrund des Alten Testaments kommt aber eine weitere Bedeutung hinzu: Wenn Jesus Christus der Herr ist, dann begegnet in ihm Gott selbst den Menschen. Wie dies geschieht, kann man gut entdecken, wenn man bestimmte Texte aus dem Alten und Neuen Text miteinander vergleicht:

  • Jesaja 45,22-25 und Philipper 2,9-11
  • Jesaja 40,2 und Matthäus 3,3
  • Jesaja 13,6; 13,9; Joel 2,1; 2,11 und 1. Korinther 5,5; 2. Thessalonicher 2,2
  • Joel 3,5 und Apostelgeschichte 2,21; Römer 10,9-13
  • Joel 3,4; Amos 5,18 und1. Thessalonicher 5,2; 1. Korinther 1,8


(BasisBibel. Altes und Neues Testament, ​© 2021 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

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