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Christliche Symbole im Alltag: 45/52

Die späten Sommermonate gelten als Hochsaison in der Erntezeit. Kein Bild ist hier so eindrücklich, wie das der reifen Frucht oder des vollen Korns. Dass sie alle aus einem winzigen Samen gewachsen sind, vergisst man oft. Bei einem normalen Wachstumsverlauf ist dies ein natürlicher Vorgang: aus einem einzelnen Samenkorn entsteht vielfach Frucht. Im Neuen Testament wird dieser natürliche Vorgang in einem Vergleich aufgegriffen: das Gleichnis vom Sämann. Von den Gleichnissen Jesu ist es wohl das Bekannteste. Darin wir der ausgestreute Samen mit dem Wort Gottes verglichen. Fällt es auf einen fruchtbaren Boden, vermehrt es, sich indem es sich weit ausbreitet. Diejenigen, die das Wort hören, verstehen und für sich annehmen, sind der gute Boden.

Der aber auf das gute Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach. (Matthäus 13,23, Lutherbibel 2017)

Bibeltext(e)

Vom Sämann

3Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach:

Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. 4Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen’s auf. 5Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7Anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen empor und erstickten’s. 8Anderes fiel auf das gute Land und brachte Frucht, etliches hundertfach, etliches sechzigfach, etliches dreißigfach. 9Wer Ohren hat, der höre!

Vom Sinn der Gleichnisse

10Und die Jünger traten hinzu und sprachen zu ihm: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? 11Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist’s gegeben, zu wissen die Geheimnisse des Himmelreichs, diesen aber ist’s nicht gegeben. 12Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat. 13Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht. 14Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt Jes 6,9-10: »Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet nicht erkennen. 15Denn das Herz dieses Volkes ist verfettet, und mit ihren Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie geschlossen, auf dass sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, dass ich sie heile 16Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören. 17Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben’s nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben’s nicht gehört.

Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann

18So hört nun ihr dies Gleichnis von dem Sämann: 19Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Böse und reißt hinweg, was in sein Herz gesät ist; das ist der, der an den Weg gesät ist. 20Der aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden; 21aber er hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so kommt er alsbald zu Fall. 22Der aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der trügerische Reichtum ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht. 23Der aber auf das gute Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.

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Text im Bild: Ähre

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