Von Schuld befreit – Festkleider für das Leben
Sacharja 3,1-10


Jeschua wird zum Zeichen dessen, was kommen wird: Gott wird seinen Knecht senden, den „Spross“. Und Gott wird die Sünde wegnehmen vom ganzen Land. Das Gericht Gottes, als das das Exil verstanden wurde, ist zu Ende.
Bibeltext(e)
Sacharja 3
Die vierte Vision: der Hohepriester Jeschua
Psalm 51
Offenbarung 7
In seiner vierten Vision sieht Sacharja den Hohepriester Jeschua stellvertretend für das ganze Volk vor Gericht stehen. Er wird angeklagt. Die schmutzigen Kleider sind ein Bild für Sünde, Schuld und die Last der Geschichte. Doch Gott greift ein: Er weist den Ankläger zurück, lässt Jeschua die schmutzigen Kleider abnehmen und ihn neu einkleiden. Jeschua wurde gerettet wie ein Scheit Holz aus dem Feuer. Die Sünde wird von ihm weggenommen. Jetzt kann er seiner priesterlichen Aufgabe wieder nachkommen. Er soll – so wird ihm gesagt – einen Lebenswandel nach Gottes Geboten führen, den Dienstpflichten nachkommen, die ihm als Priester obliegen, die Regeln durchsetzen, die das Geschehen am Tempel ordnen, und die wahre Gottesverehrung pflegen sowie Missstände verhüten. Wenn er diese Bedingungen erfüllt, wird er Zugang zur Ratsversammlung Gottes bekommen. Er bekommt die Kompetenzen eines Königs.
Jeschua wird zum Zeichen dessen, was kommen wird: Gott wird seinen Knecht senden, den „Spross“. Und Gott wird die Sünde wegnehmen vom ganzen Land. Das Gericht Gottes, als das das Exil verstanden wurde, ist zu Ende.
Das Priestertum am neu erbauten zweiten Tempel wird zur tragenden Institution des Volkes, bis der künftige endzeitlichen Herrscher im Namen Gottes kommen wird.
Für den Advent bedeutet diese Vision: Gott lädt ein, die eigene Schuld nicht zu verdrängen, sondern vor ihn zu bringen. Die Verwandlung beginnt dort, wo wir uns von Gott berühren lassen. Advent ist die Zeit, in der Gott uns neu einkleidet – mit Hoffnung, Würde und Frieden. Die neuen Kleider sind ein Zeichen dafür, dass Gottes Vergebung stärker ist als jede Anklage.
Impuls
Schuld ist ein Wort, das oft schwer wiegt und uns im Alltag begleitet – manchmal offen, manchmal verborgen. Advent ist die Zeit, in der Gott uns einlädt, neu zu beginnen: Er nimmt uns die alten, schmutzigen Kleider ab und schenkt uns Würde und Hoffnung. Das neue Gewand ist ein Zeichen dafür, dass du nicht auf das festgelegt bist, was war – sondern auf das, was werden kann. Gottes Vergebung ist stärker als jede Anklage.
- Wo spürst du Schuld oder Last, die dich bedrückt?
- Was würde es für dich bedeuten, von Gott neue „Festkleider“ zu bekommen?
- Wie kannst du heute einen Schritt auf Gott zugehen und seine Vergebung annehmen?
Gebet
Gott, du nimmst mir die Last der Schuld
und schenkst mir neue Würde.
Hilf mir, deine Vergebung anzunehmen
und mit Hoffnung und Freude neu zu beginnen.
Amen.