Himmelfahrt mit Kindern


Himmlisch bis Wolkig: Ein Festtag für Kinder
An Christi Himmelfahrt mit Kindern über den Himmel, Jesus und Gott zu sprechen, ist gar nicht so einfach. Viele fragen sich: Wie kann ich Christi Himmelfahrt kindgerecht erklären und spannend erzählen? Auf dieser Seite finden Sie kindgerechte biblische Geschichten zu Christi Himmelfahrt, einfache Erklärungen für Kinder, passende Symbole sowie eine kreative Bastelidee für diesen Feiertag. So können Sie Himmelfahrt mit Kindern im Kindergarten, in der Grundschule, in der Kita oder in der Familie feiern und gemeinsam entdecken, was es bedeutet, dass Jesus „in den Himmel aufgenommen“ wird.
Was feiern wir eigentlich an Christi Himmelfahrt?
An Himmelfahrt feiern wir, dass Jesus Christus wieder zurück zu Gott geht. An Ostern ist Jesus zuerst gestorben. Die Jüngerinnen und Jünger waren ganz entsetzt und traurig. Doch dann ist Jesus nach drei Tagen auferstanden! Jesus hat sich seinen Freunden und Freundinnen gezeigt. Er hat ihnen wieder von Gott erzählt. Sie haben gemeinsam gegessen und es war fast wie früher. Doch nach 40 Tagen – an Christi Himmelfahrt – ändert sich für die Jüngerinnen und Jünger wieder alles. Jesus verabschiedet sich von seinen Freundinnen und Freunden. Dann steigt er in einer Wolke in den Himmel auf. Deswegen heißt das Fest heute auch Christi Himmelfahrt. Die Jünger und Jüngerinnen wissen erstmal gar nicht, was gerade passiert ist. Sie starren in den Himmel, wo Jesus vor ihren Augen verschwunden ist. Doch dann kommt Hilfe: zwei Männer in strahlend weißen Klamotten. Die beiden Männer – oder vielleicht auch Engel? – erklären den Jüngerinnen und Jüngern: Jesus hat seine Freunde und Freundinnen nicht einfach verlassen. Er ist zu Gott in den Himmel zurückgekehrt.
Die Männer versprechen den Jüngerinnen und Jüngern: Gott ist immer bei euch. Gottes Geist wird zu euch kommen. So geschieht es beim Pfingstfest.
Texte und Bilder zum Vorlesen und Nacherzählen
Aus: Komm, freu dich mit mir
Ab 3 Jahren: Jesus geht zum Vater



Die Jünger sind alle zusammen in Jerusalem. Sie freuen sich über das, was ihre Freunde aus Emmaus erzählt haben.
Auf einmal steht Jesus selbst unter ihnen. Alle erschrecken. Aber Jesus sagt: »Habt keine Angst! Menschen haben mich getötet. Aber Gott hat mich auferweckt.«
Die Jünger fragen Jesus: »Wirst du jetzt König über Israel und die ganze Welt?«
Jesus sagt: »Zuerst muss noch viel geschehen. Geht in alle Länder der Welt. Sagt den Menschen, dass Gott sie liebt. Erzählt ihnen von mir. So seid ihr meine Boten.«
Jesus geht mit seinen Jüngern auf den Ölberg.
Er sagt: »Ich gehe jetzt zu Gott. Aber ich bin immer bei euch. Ich schicke euch den Heiligen Geist. Der gibt euch Kraft und Mut.
Geht als meine Boten in die ganze Welt.«
Als Jesus das sagt, kommt eine Wolke und nimmt ihn auf. Die Jünger können Jesus nicht mehr sehen. Sie starren nach oben. Plötzlich sind da zwei Engel. Sie sagen: »Warum steht ihr hier und schaut nach oben? Jesus ist jetzt bei Gott, im Himmel. Er wird einmal wiederkommen. Tut, was er euch gesagt hat.«
Die Jünger gehen zurück nach Jerusalem.
Himmelfahrt zum Hören
Aus: Komm, freu dich mit mir. Audio-CD
Jesus geht zum Vater (Apostelgeschichte 1, Lukas 24)
Ab 6 Jahren: Himmelfahrt und Pfingsten
Aus: Die große Kinderbibel für alle. Texte: Christiane Herrlinger; Illustrationen: Mathias Weber, © 2022 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, S.234-236.
Ihr seid nicht allein!
Die Jünger von Jesus waren glücklich. Sie wussten: Jesus lebt! Vor wenigen Tagen waren sie alle noch traurig und verzweifelt gewesen. Denn Jesus war am Kreuz gestorben. Doch jetzt war alles anders. Jesus lag nicht mehr im Grab. Am Ostermorgen war er auferstanden. Nun kam Jesus immer wieder zu ihnen. Die Jünger konnten ihn sehen und mit ihm reden. Darüber waren sie sehr froh. Vierzig Tage lang zeigte sich Jesus seinen Jüngern. Doch dann kam der Tag, an dem die Jünger spurten: „Jesus wird fortgehen! Heute sehen wir ihn zum letzten Mal.“ Da wurden sie traurig. Doch Jesus machte ihnen Mut. Er sagte: „Ihr werdet nicht allein sein. Denn bald wird der Heilige Geist zu euch kommen und in euch sein. Gott hat es versprochen. Und nun macht er es wahr.“ Staunend fragten die Jünger: „Kommt jetzt die Zeit, in der Gott die ganze Welt regiert?“ Jesus antwortete: „Wann diese Zeit kommt, müsst ihr nicht wissen. Das entscheidet nur Gott.“ Jesus fuhr fort: „Wenn der Heilige Geist zu euch kommt, bekommt ihr Kraft. Er hilft euch. Dann könnt ihr meine Boten sein. Erzählt allen Menschen von Gott: zuerst hier in der Stadt Jerusalem und dann im ganzen Land und überall auf der Welt.“
Hinauf in den Himmel
Danach führte Jesus die Jünger zum Ölberg. Oben auf dem Berg hob er die Hände. Er segnete die Jünger. Auf einmal kam eine Wolke. Sie hüllte Jesus ein. Die Jünger reckten die Köpfe. Wo war Jesus? Sie konnten ihn nicht mehr sehen. Die Wolke stieg mit Jesus in den Himmel hinauf, immer weiter, bis sie schließlich verschwand. Die Jünger standen wie angewurzelt da und starrten ihr hinterher. Plötzlich standen zwei Männer neben ihnen. Sie trugen leuchtend weiße Kleidung. Die beiden sagten: „Warum schaut ihr nach oben? Ihr könnt Jesus nicht mehr sehen. Er ist jetzt bei Gott, dem Vater im Himmel. Aber er wird wiederkommen.“ Als die Jünger das hörten, bekamen sie neuen Mut. Voller Freude kehrten sie nach Jerusalem zurück. Von nun an blieben sie zusammen. Sie beteten und warteten auf den Heiligen Geist, den Jesus versprochen hatte. Auch Maria und die anderen Frauen waren bei ihnen.
Bastelidee für Kinder zu Christi Himmelfahrt
Auf einmal ist Jesus vor den Augen der Jünger verschwunden. Aber Jesus hat versprochen, dass er immer bei den Jüngern sein will, auch wenn sie ihn nicht sehen können. Kannst du dir das vorstellen?
Gibt es Sachen, die da sind, obwohl wir sie nicht sehen oder anfassen können?
Das ist wie bei einem Sonnenstrahl. Ein Sonnenstrahl ist mehr, als du siehst. Das kannst du auch spüren. Wenn ein Sonnenstrahl auf deine Haut fällt, wird es ganz warm. Kannst du dir vorstellen, dass in diesem Lichtstrahl ganz viele Farben eingeschlossen sind?
Du kannst eine bunte Welt von Licht und Farben entdecken, wenn du dir ein Farbfernrohr bastelst.
Du brauchst:
- eine leere Haushaltspapierrolle ein Stück farbige Folie
- Klebstoff
- ein Stück Schnur oder ein Gummiband
So wird’s gemacht:
Streiche Klebstoff rund um ein Ende der Rolle. Dann spannst du die Folie möglichst glatt über das Ende mit dem Klebstoff. Damit es auch ganz bestimmt hält, bindest du noch die Schnur herum oder befestigst das Ganze mit einem Gummiband. Schon ist dein Farbfernrohr fertig.
Damit kannst du die Welt um dich herum einmal ganz anders sehen. Vielleicht bastelst du gleich mehrere Fernrohre in verschiedenen Farben?
Der Himmel ist nicht nur da, wo die Wolken sind. »Das ist himmlisch«, sagen die Menschen, wenn sie etwas schön finden. Der Himmel ist auch überall da, wo Gott ist. Er ist Gottes Welt.Wenn du Gott vertraust, kannst du den Himmel entdecken. Dann ist Gott ganz nah. Und das ist wunderschön.
Lieber Gott,
weißt du, wann das Leben himmlisch ist? Wenn ich auf dem Kopf stehe oder in die Luft springe. Wenn Papa mich im Nacken krault oder Mama mich ganz lieb kitzelt. Wenn ich morgens aus dem Fenster schaue und die Sonne mir ins Gesicht scheint. Wenn ich auf dem Feld den Wolken hinterherschaue und der Wind mir um den Kopf pfeift und meine Haare durcheinander wirbelt. Dann ist einfach alles himmlisch. Lieber Gott, wo du bist, da ist der Himmel. Ich danke dir, dass du auch bei mir bist. Dann ist der Himmel hier und gar nicht weit fort. Es ist schön, dass du dich um uns Menschen kümmerst. Dann sind wir nie alleine. Und das ist einfach himmlisch!
Aus: Komm, freu dich mit mir
Biblische Symbole an Christi Himmelfahrt
Sind dir die beiden weißgekleideten Männer in der Geschichte aufgefallen? Hier findest du einen Hinweis, wer das gewesen sein kann! Und was bedeutet eigentlich die Wolke an Himmelfahrt?
Wolke

Zur Zeit Jesu dachten Menschen, dass der Himmel so etwas wie das Schloss Gottes ist. Im Himmel hat Gott sich einen Thron aufgestellt. Von dort aus bewacht und beschützt Gott die ganze Welt. Auch in Bibelgeschichten ist das Reich Gottes oben im Himmel: Die Engel in der Weihnachtsgeschichte fliegen etwa zurück in den Himmel, nachdem sie den Hirten ihre frohe Botschaft verkündet haben. Und Jesus? Auch er steigt an Himmelfahrt in den Himmel auf! Dabei wird er von einer Wolke umgeben. Die zeigt, dass Jesus jetzt nicht mehr sichtbar ist.
Gott ist eben nicht immer leicht zu erkennen. Vor allem wenn es einem selbst gerade nicht so gut geht. Aber nur weil man Gott gerade nicht spürt, heißt das nicht, dass Gott nicht da ist. Auch dann kannst du zum Beispiel zu Gott beten. Denn wenn wir beten, dann sprechen wir mit Gott.
Eine Wolke nahm Jesus auf, und er verschwand. Die Apostel starrten wie gebannt zum Himmel und schauten ihm nach. (Apostelgeschichte 1,9, BasisBibel 2021)
Engel

Wie sehen Engel eigentlich aus? Viele Menschen glauben an Schutzengel. Schutzengel können unsichtbar sein und trotzdem über Menschen wachen und sie begleiten. Aber manchmal begegnen uns Engel auch in Gestalt von Menschen. Wenn dir jemand unerwartet hilft, dich tröstet oder dir Mut macht. Menschen, die einfach genau zur richtigen Zeit für dich da sind. Dann ist diese Person in dem Moment ein Engel für dich.
Das griechische Wort für „Engel“ spricht man „angelos“ aus und es kann auch „Bote“ oder „Nachrichtenüberbringer“ bedeuten. In der Bibel sind Engel quasi die Postboten Gottes. Die Engel Gottes bringen den Menschen wichtige Nachrichten von Gott und helfen den Menschen. Und nicht nur das: Die frohe Botschaft der Bibel wird auch Evangelium genannt: Ev-angel-ium. Hörst Du den Engel darin?
Gott gibt mir Sicherheit,
mein himmlischer Vater gibt mir Schutz.
Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf Händen tragen,
damit du deinen Fuß nicht an einem Stein stößt.
(Psalm 91 aus: Wie lieb du mich hast. Psalmen. Für Kinder ausgewählt und nachgedichtet von Mathias Jeschke)