Lutherbibel 1984 (LU84)
18

In Korinth

181Danach verließ Paulus Athen und kam nach Korinth 2und fand einen Juden mit Namen

18,2
Röm 16,3
Aquila, aus Pontus gebürtig; der war mit seiner Frau Priszilla kürzlich aus Italien gekommen, weil Kaiser Klaudius allen Juden geboten hatte, Rom zu verlassen. Zu denen ging Paulus. 3Und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und
18,3
Kap
arbeitete mit ihnen; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher. 4Und er lehrte in der Synagoge an allen Sabbaten und überzeugte Juden und Griechen. 5Als aber
18,5
Kap
Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen, richtete sich Paulus ganz auf die Verkündigung des Wortes und bezeugte den Juden, dass Jesus der Christus ist. 6Als sie aber widerstrebten und lästerten,
18,6
Kap
schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut komme über euer Haupt;
18,6
Kap
ohne Schuld gehe ich von nun an zu den Heiden.

7Und er machte sich auf von dort und kam in das Haus eines Mannes mit Namen Titius Justus, eines Gottesfürchtigen; dessen Haus war neben der Synagoge. 8

18,8
1. Kor 1,14
Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, kam zum Glauben an den Herrn mit seinem ganzen Hause, und auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.

9

18,9-10
Jer 1,8
Es sprach aber der Herr durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus:
18,9
1. Kor 2,3
Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! 10Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn
18,10
Joh 10,16
ich habe ein großes Volk in dieser Stadt. 11Er blieb aber dort ein Jahr und sechs Monate und lehrte unter ihnen das Wort Gottes.

12Als aber Gallio Statthalter in Achaja war, empörten sich die Juden einmütig gegen Paulus und führten ihn vor den Richterstuhl 13und sprachen: Dieser Mensch überredet die Leute, Gott zu dienen dem Gesetz zuwider. 14

18,14-15
Kap
Als aber Paulus den Mund auftun wollte, sprach Gallio zu den Juden: Wenn es um einen Frevel oder ein Vergehen ginge, ihr Juden, so würde ich euch anhören, wie es recht ist; 15weil es aber Fragen sind über Lehre und Namen und das Gesetz bei euch, so seht ihr selber zu; ich gedenke, darüber nicht Richter zu sein.
18,15
Joh 18,31
16Und er trieb sie weg von dem Richterstuhl. 17Da ergriffen sie alle Sosthenes, den Vorsteher der Synagoge, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl und Gallio kümmerte sich nicht darum.

Die Rückkehr nach Antiochia

18Paulus aber blieb noch eine Zeit lang dort. Danach nahm er Abschied von den Brüdern und wollte nach Syrien fahren und mit ihm Priszilla und Aquila. Zuvor

18,18
Kap
ließ er sich in Kenchreä sein Haupt scheren, denn er hatte ein Gelübde getan.

19Und sie kamen nach Ephesus und er ließ die beiden dort zurück; er aber ging in die Synagoge und redete mit den Juden. 20Sie baten ihn aber, dass er längere Zeit bei ihnen bleibe. Doch er willigte nicht ein, 21sondern nahm Abschied von ihnen und sprach:

18,21
Jak 4,15
Will’s Gott, so will ich wieder zu euch kommen. Und er fuhr weg von Ephesus 22und kam nach Cäsarea und
18,22
Kap
ging hinauf nach Jerusalem und grüßte die Gemeinde und zog hinab nach Antiochia.

Der Beginn der dritten Missionsreise

23Und nachdem er einige Zeit geblieben war, brach er wieder auf und durchzog nacheinander das galatische Land und Phrygien und stärkte alle Jünger.

Apollos in Ephesus

24Es kam aber nach Ephesus ein Jude mit Namen

18,24
1. Kor 3,5-6
Apollos, aus Alexandria gebürtig, ein beredter Mann und gelehrt in der Schrift. 25Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und redete brennend im Geist und lehrte richtig von Jesus, wusste aber nur von der
18,25
Kap
Taufe des Johannes. 26Er fing an, frei und offen zu predigen in der Synagoge. Als ihn Aquila und Priszilla hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus. 27Als er aber nach Achaja reisen wollte, schrieben die Brüder an die Jünger dort und empfahlen ihnen, ihn aufzunehmen. Und als er dahin gekommen war, half er denen viel, die gläubig geworden waren durch die Gnade. 28Denn er widerlegte die Juden kräftig und
18,28
Kap
erwies öffentlich durch die Schrift, dass Jesus der Christus ist.