Lutherbibel 1984 (LU84)
13

Der Beginn der ersten Missionsreise

131Es waren aber in Antiochia in der Gemeinde

13,1
Kap
Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene und Manaën, der mit dem Landesfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus. 2Als sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk,
13,2
Kap
zu dem ich sie berufen habe. 3Da fasteten sie und
13,3
Kap
beteten und legten die Hände auf sie und ließen sie ziehen.

Auf der Insel Zypern

4Nachdem sie nun ausgesandt waren vom Heiligen Geist, kamen sie nach Seleuzia und von da zu Schiff nach Zypern. 5Und als sie in die Stadt Salamis kamen, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden; sie hatten aber auch

13,5
Kap
Johannes als Gehilfen bei sich.

6Als sie die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hieß Barjesus; 7der war bei dem Statthalter Sergius Paulus, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus zu sich und begehrte, das Wort Gottes zu hören. 8Da widerstand ihnen der Zauberer Elymas – denn so wird sein Name übersetzt – und versuchte, den Statthalter vom Glauben abzuhalten. 9Saulus aber, der auch Paulus heißt, voll Heiligen Geistes, sah ihn an 10und sprach: Du Sohn des Teufels, voll aller List und aller Bosheit, du Feind aller Gerechtigkeit, hörst du nicht auf, krumm zu machen die geraden Wege des Herrn? 11Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt über dich, und du sollst blind sein und die Sonne eine Zeit lang nicht sehen! Auf der Stelle fiel Dunkelheit und Finsternis auf ihn, und er ging umher und suchte jemanden, der ihn an der Hand führte.

12Als der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig und verwunderte sich über die Lehre des Herrn.

In Antiochia in Pisidien

13Paulus aber und die um ihn waren, fuhren von Paphos ab und kamen nach Perge in Pamphylien.

13,13
Kap
Johannes aber trennte sich von ihnen und kehrte zurück nach Jerusalem. 14Sie aber zogen von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien und gingen am Sabbat in die Synagoge und setzten sich. 15Nach der
13,15
Kap
Lesung des Gesetzes und der Propheten aber schickten die Vorsteher der Synagoge zu ihnen und ließen ihnen sagen: Liebe Brüder, wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so sagt es.

16Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach: Ihr Männer von Israel und ihr Gottesfürchtigen13,16 Siehe Sach- und Worterklärungen., hört zu! 17Der Gott dieses Volkes Israel hat unsre Väter erwählt und das Volk groß gemacht, als sie Fremdlinge waren im Lande Ägypten, und

13,17
2. Mose 12,3740-41
14,8
mit starkem Arm führte er sie von dort heraus. 18Und vierzig Jahre lang ertrug er sie in der Wüste
13,18
Ps 106,13-33
19und
13,19
5. Mose 7,1
vernichtete sieben Völker in dem Land Kanaan und
13,19
Jos 14,2
gab ihnen deren Land zum Erbe; 20das geschah in etwa vierhundertfünfzig Jahren. Danach gab er ihnen
13,20
Ri 2,16
Richter bis zur Zeit des
13,20
1. Sam 3,20
Propheten Samuel. 21Und von da an
13,21
1. Sam 8,5
baten sie um einen König; und Gott gab ihnen
13,21
1. Sam 10,21-24
Saul, den Sohn des Kisch, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, für vierzig Jahre. 22Und als er diesen verstoßen hatte, erhob er David zu ihrem König, von dem er bezeugte (1. Sam 13,14): »Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der soll meinen ganzen Willen tun.« 23Aus dessen Geschlecht hat Gott,
13,23
Jes 11,1
wie er verheißen hat, Jesus kommen lassen als Heiland für das Volk Israel, 24nachdem Johannes, bevor Jesus auftrat, dem ganzen Volk Israel die Taufe der Buße gepredigt hatte.
13,24
Lk 3,3
25Als aber Johannes seinen Lauf vollendete, sprach er:
13,25
Joh 1,20
Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet; aber siehe, er kommt nach mir,
13,25
Mk 1,7
Lk 3,16
Joh 1,27
dessen Schuhriemen zu lösen ich nicht wert bin.

26Ihr Männer, liebe Brüder, ihr Söhne aus dem Geschlecht Abrahams und ihr Gottesfürchtigen, uns ist das Wort dieses Heils gesandt. 27Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Oberen haben,

13,27
Joh 16,3
weil sie Jesus nicht erkannten, die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, mit ihrem Urteilsspruch erfüllt. 28Und obwohl sie nichts an ihm fanden, das den Tod verdient hätte,
13,28
Mt 27,22-23
baten sie doch Pilatus, ihn zu töten. 29Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn von dem Holz und
13,29
Mt 27,59-60
legten ihn in ein Grab. 30Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten;
13,30
Kap
31und er ist
13,31
Kap
an vielen Tagen denen erschienen, die mit ihm von Galiläa hinauf nach Jerusalem gegangen waren; die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk. 32Und wir verkündigen euch die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, 33dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte; wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht (Ps 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.« 34Dass er ihn aber von den Toten auferweckt hat und ihn nicht der Verwesung überlassen wollte, hat er so gesagt (Jes 55,3): »Ich will euch die Gnade, die David verheißen ist, treu bewahren.« 35Darum sagt er auch an einer andern Stelle (Ps 16,10):
13,35
Kap
»Du wirst nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.« 36Denn nachdem David zu seiner Zeit dem Willen Gottes gedient hatte, ist er entschlafen und zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen. 37Der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen.

38So sei euch nun kundgetan, liebe Brüder, dass euch durch ihn Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet,

13,38
Röm 8,3-4
39ist der
13,39
Röm 10,4
gerecht gemacht, der an ihn glaubt. 40Seht nun zu, dass nicht über euch komme, was in den Propheten gesagt ist (Hab 1,5): 41»Seht, ihr Verächter, und wundert euch und werdet zunichte! Denn ich tue ein Werk zu euren Zeiten, das ihr nicht glauben werdet, wenn es euch jemand erzählt.«

42Als sie aber aus der Synagoge hinausgingen, baten die Leute, dass sie am nächsten Sabbat noch einmal von diesen Dingen redeten. 43Und als die Gemeinde auseinanderging, folgten viele Juden und gottesfürchtige Judengenossen dem Paulus und Barnabas. Diese sprachen mit ihnen und ermahnten sie, dass sie bleiben sollten in der Gnade Gottes.

44Am folgenden Sabbat aber kam fast die ganze Stadt zusammen, das Wort Gottes zu hören. 45Als aber die Juden die Menge sahen, wurden sie neidisch und widersprachen dem, was Paulus sagte, und lästerten. 46Paulus und Barnabas aber sprachen frei und offen:

13,46
Kap
Euch musste das Wort Gottes zuerst gesagt werden; da ihr es aber von euch stoßt und haltet euch selbst nicht für würdig des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden. 47Denn so hat uns der Herr geboten (Jes 49,6): »Ich habe dich zum Licht der Heiden gemacht, damit du das Heil seist bis an die Enden der Erde.«

48Als das die Heiden hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und alle wurden gläubig,

13,48
Röm 8,29-30
die zum ewigen Leben bestimmt waren. 49Und das Wort des Herrn breitete sich aus in der ganzen Gegend. 50Aber die Juden hetzten die gottesfürchtigen vornehmen Frauen und die angesehensten Männer der Stadt auf und stifteten eine Verfolgung an gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet. 51Sie aber
13,51
Kap
schüttelten den Staub von ihren Füßen zum Zeugnis gegen sie und kamen nach Ikonion. 52Die Jünger aber wurden erfüllt von Freude und Heiligem Geist.

14

In Ikonion

141Es geschah aber in Ikonion, dass sie wieder in die Synagoge der Juden gingen und so predigten, dass eine große Menge Juden und Griechen gläubig wurde. 2Die Juden aber, die ungläubig blieben, stifteten Unruhe und hetzten die Seelen der Heiden auf gegen die Brüder. 3Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und

14,3
Kap
ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände. 4Die Menge in der Stadt aber spaltete sich; die einen hielten’s mit den Juden und die andern mit den Aposteln. 5Als sich aber ein Sturm erhob bei den Heiden und Juden und ihren Oberen und sie sie misshandeln und steinigen wollten,
14,5
2. Tim 3,11
6merkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, nach Lystra und Derbe, und in deren Umgebung 7und predigten dort das Evangelium.

In Lystra

8Und es war ein Mann in Lystra, der hatte schwache Füße und konnte nur sitzen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können. 9Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, dass

14,9
Mt 9,28
er glaubte, ihm könne geholfen werden, 10sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher. 11Als aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch:
14,11
Kap
Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen. 12Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte. 13Und der Priester des Zeus aus dem Tempel vor ihrer Stadt brachte Stiere und Kränze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk.

14Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien: 15Ihr Männer, was macht ihr da?

14,15
Kap
Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen;
14,16
Kap
17und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. – 18Und obwohl sie das sagten, konnten sie kaum das Volk davon abbringen, ihnen zu opfern.

19Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und

14,19
2. Kor 11,25
2. Tim 3,11
steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus und meinten, er wäre gestorben. 20Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt.

Die Rückkehr nach Antiochia in Syrien

Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe; 21und sie predigten dieser Stadt das Evangelium und machten viele zu Jüngern. Dann kehrten sie zurück nach Lystra und Ikonion und Antiochia, 22stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu bleiben, und sagten: Wir müssen durch viele

14,22
Röm 5,3-5
1. Thess 3,3
Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. 23Und sie setzten in jeder Gemeinde Älteste ein,
14,23
Kap
beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren. 24Und sie zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien 25und sagten das Wort in Perge und zogen hinab nach Attalia.

26Und von da fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia,

14,26
Kap
wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren zu dem Werk, das sie nun ausgerichtet hatten. 27Als sie aber dort ankamen, versammelten sie die Gemeinde und verkündeten, wie viel Gott durch sie getan und wie er den Heiden
14,27
1. Kor 16,9
die Tür des Glaubens aufgetan hätte. 28Sie blieben aber dort eine nicht geringe Zeit bei den Jüngern.

15

Die Apostelversammlung in Jerusalem

151Und einige kamen herab von Judäa und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst nach der Ordnung des Mose, könnt ihr nicht selig werden.

15,1
Gal 5,2
2Als nun Zwietracht entstand und Paulus und Barnabas einen nicht geringen Streit mit ihnen hatten, ordnete man an,
15,2
Gal 2,1
dass Paulus und Barnabas und einige andre von ihnen nach Jerusalem hinaufziehen sollten zu den Aposteln und Ältesten um dieser Frage willen. 3Und sie wurden von der Gemeinde geleitet und zogen durch Phönizien und Samarien und erzählten von der Bekehrung der Heiden und machten damit allen Brüdern große Freude.

4Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie empfangen von der Gemeinde und von den Aposteln und von den Ältesten. Und sie verkündeten, wie viel Gott durch sie getan hatte. 5Da traten einige von der Partei der Pharisäer auf, die gläubig geworden waren, und sprachen: Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz des Mose zu halten. 6Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, über diese Sache zu beraten.

7Als man sich aber lange gestritten hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Männer, liebe Brüder, ihr wisst, dass Gott vor langer Zeit unter euch bestimmt hat, dass

15,7
Kap
durch meinen Mund die Heiden das Wort des Evangeliums hörten und glaubten. 8Und Gott, der die Herzen kennt, hat es bezeugt und ihnen den Heiligen Geist gegeben wie auch uns, 9und er hat keinen Unterschied gemacht zwischen uns und ihnen, nachdem er ihre Herzen gereinigt hatte durch den Glauben. 10Warum versucht ihr denn nun Gott dadurch, dass ihr
15,10
Mt 23,4
Gal 5,1
ein Joch auf den Nacken der Jünger legt, das weder unsre Väter noch wir haben tragen können? 11Vielmehr glauben wir,
15,11
Gal 2,16
Eph 2,4-10
durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden, ebenso wie auch sie. 12Da schwieg die ganze Menge still und hörte Paulus und Barnabas zu, die erzählten, wie große Zeichen und Wunder Gott durch sie getan hatte unter den Heiden.

13Danach, als sie schwiegen, antwortete

15,13
Kap
Jakobus und sprach: Ihr Männer, liebe Brüder, hört mir zu! 14Simon hat erzählt, wie Gott zum ersten Mal die Heiden gnädig heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen zu gewinnen. 15Und dazu stimmen die Worte der Propheten, wie geschrieben steht (Am 9,11-12): 16»Danach will ich mich wieder zu ihnen wenden und will die zerfallene Hütte Davids wieder bauen, und ihre Trümmer will ich wieder aufbauen und will sie aufrichten, 17damit die Menschen, die übrig geblieben sind, nach dem Herrn fragen, dazu alle Heiden, über die mein Name genannt ist, spricht der Herr, 18der tut, was von alters her bekannt ist.« 19Darum meine ich, dass man denen von den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht Unruhe mache, 20sondern ihnen vorschreibe, dass sie sich enthalten sollen
15,20
3. Mose 19,4
von Befleckung durch Götzen und
15,20
3. Mose 19,29
von Unzucht15,20 Siehe Sach- und Worterklärungen. und vom Erstickten und
15,20
3. Mose 3,17
vom Blut. 21Denn Mose hat von alten Zeiten her in allen Städten solche, die ihn predigen, und
15,21
Kap
wird alle Sabbattage in den Synagogen gelesen.

Die Beschlüsse der Apostelversammlung

22Und die Apostel und Ältesten beschlossen samt der ganzen Gemeinde, aus ihrer Mitte Männer auszuwählen und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas mit dem Beinamen Barsabbas und Silas, angesehene Männer unter den Brüdern. 23Und sie gaben ein Schreiben in ihre Hand, also lautend:

Wir, die Apostel und Ältesten, eure Brüder, wünschen Heil den Brüdern aus den Heiden in Antiochia und Syrien und Zilizien. 24Weil wir gehört haben, dass einige von den Unsern, denen wir doch nichts befohlen hatten, euch mit Lehren irregemacht und eure Seelen verwirrt haben, 25so haben wir, einmütig versammelt, beschlossen, Männer auszuwählen und zu euch zu senden mit unsern geliebten Brüdern Barnabas und Paulus, 26Männer, die ihr Leben eingesetzt haben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus. 27So haben wir Judas und Silas gesandt, die euch mündlich dasselbe mitteilen werden. 28Denn es gefällt dem Heiligen Geist und uns, euch weiter keine Last aufzuerlegen als nur diese notwendigen Dinge: 29dass ihr euch enthaltet vom Götzenopfer und vom Blut und vom Erstickten und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, tut ihr recht. Lebt wohl!

Die Benachrichtigung der Gemeinde in Antiochia

30Als man sie hatte gehen lassen, kamen sie nach Antiochia und versammelten die Gemeinde und übergaben den Brief. 31Als sie ihn lasen, wurden sie über den Zuspruch froh. 32Judas aber und Silas, die selbst

15,32
Kap
Propheten waren, ermahnten die Brüder mit vielen Reden und stärkten sie. 33Und als sie eine Zeit lang dort verweilt hatten, ließen die Brüder sie mit Frieden gehen zu denen, die sie gesandt hatten.15,33 Vers 34 findet sich erst in der späteren Überlieferung: »Es gefiel aber Silas, dort zu bleiben.« 35Paulus und Barnabas aber blieben in Antiochia, lehrten und predigten mit vielen andern das Wort des Herrn.

Der Beginn der zweiten Missionsreise

36Nach einigen Tagen sprach Paulus zu Barnabas: Lass uns wieder aufbrechen und nach unsern Brüdern sehen in allen Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündigt haben, wie es um sie steht. 37Barnabas aber wollte, dass sie auch

15,37
Kap
Johannes mit dem Beinamen Markus mitnähmen. 38Paulus aber hielt es nicht für richtig, jemanden mitzunehmen, der sie
15,38
Kap
in Pamphylien verlassen hatte und nicht mit ihnen ans Werk gegangen war. 39Und sie kamen scharf aneinander, sodass sie sich trennten. Barnabas nahm Markus mit sich und fuhr nach Zypern. 40Paulus aber wählte Silas und zog fort, von den Brüdern der Gnade Gottes befohlen. 41Er zog aber durch Syrien und Zilizien und stärkte die Gemeinden.