Lutherbibel 2017 (LU17)
31

Die Heimkehr

311Zu derselben Zeit, spricht der HERR,

31,1
Kap
will ich der Gott aller Geschlechter Israels sein, und sie sollen mein Volk sein.

2So spricht der HERR: Das Volk, das dem Schwert entronnen ist, hat Gnade gefunden in der Wüste; Israel zieht hin zu seiner Ruhe. 3Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. 4Ich will dich wiederum bauen, dass du gebaut sein sollst, du Jungfrau Israel; du sollst dich wieder schmücken und mit Pauken ausziehen im fröhlichen Tanz. 5Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias; pflanzen wird man sie und ihre Früchte genießen. 6Denn es wird die Zeit kommen, dass die Wächter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Wohlauf, lasst uns hinaufziehen nach Zion zum HERRN, unserm Gott!

7Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: HERR, hilf deinem Volk, dem Rest Israels! 8Siehe, ich will sie aus dem Lande des Nordens bringen und

31,8
Jes 35,8-10
Hes 34,16
Mi 4,6-7
will sie sammeln von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen. 9Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn
31,9
2. Mose 4,22
2. Kor 6,18
ich bin Israels Vater und Ephraim ist mein erstgeborener Sohn.

10Höret, ihr Völker, des HERRN Wort und verkündet’s fern auf den Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird’s auch wieder sammeln und

31,10
Jes 40,11
wird es hüten wie ein Hirte seine Herde; 11denn der HERR wird Jakob erlösen und von der Hand des Mächtigen erretten. 12Sie werden kommen und auf der Höhe des Zion jauchzen und vor Freude strahlen über die Gaben des HERRN, über Getreide, Wein, Öl und junge Schafe und Rinder, dass ihre Seele sein wird
31,12
Jes 58,11
wie ein wasserreicher Garten und sie nicht mehr verschmachten sollen. 13Alsdann werden die Jungfrauen fröhlich beim Reigen sein, die junge Mannschaft und die Alten miteinander; denn ich will ihr Trauern in Freude verwandeln und sie trösten und sie erfreuen nach ihrer Betrübnis. 14Und ich will die Priester mit Fett vom Opfer laben, und mein Volk soll meiner Gaben die Fülle haben, spricht der HERR.

Die Klage hat ein Ende

15So spricht der HERR: Man hört Klagegeschrei und bittres Weinen in Rama:

31,15
1. Mose 35,16-20
Mt 2,18
Rahel weint über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder; denn es ist aus mit ihnen. 16Aber so spricht der HERR: Lass dein Schreien und Weinen und die Tränen deiner Augen; denn deine Mühe wird belohnt werden, spricht der HERR. Sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes, 17und es gibt
31,17
Kap
eine Hoffnung für deine Zukunft, spricht der HERR: Deine Kinder sollen wieder in ihre Heimat kommen.

18Ich habe wohl gehört, wie Ephraim klagt: »Du hast mich gezüchtigt, und ich wurde

31,18
Hos 10,10-11
gezüchtigt wie ein junger Stier, der noch nicht gezähmt ist. Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, HERR, bist mein Gott! 19Nachdem ich bekehrt war, tat ich Buße, und als ich zur Einsicht kam, schlug ich an meine Brust. Ich bin zuschanden geworden und stehe schamrot da; denn ich trage die Schande meiner Jugend.« 20Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn
31,20
Jes 49,15
sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum
31,20
Hos 11,8
bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR.

21Richte dir Wegzeichen auf, setze dir Steinmale und richte deinen Sinn auf die Straße, auf der du gezogen bist! Kehr zurück, Jungfrau Israel, kehr zurück zu diesen deinen Städten! 22Wie lang willst du in der Irre gehen, du abtrünnige Tochter? Denn der HERR wird ein Neues im Lande schaffen: Die Frau wird den Mann umgeben.

23So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: »Man wird dies Wort wieder sagen im Lande Juda und in seinen Städten, wenn ich ihr Geschick wenden werde: Der HERR segne dich, du

31,23
Sach 8,3
Wohnung der Gerechtigkeit, du heiliger Berg! 24Auch Juda samt allen seinen Städten soll darin wohnen, die Ackerleute und die mit Herden umherziehen; 25denn ich will die Müden erquicken und die Verschmachtenden sättigen.« 26Darüber bin ich aufgewacht und sah auf und hatte so sanft geschlafen.

Die neue Saat

27Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich das Haus Israel und das Haus Juda besäen will mit Menschen und mit Vieh. 28Und gleichwie ich über sie gewacht habe,

31,28
Kap
auszureißen und einzureißen, zu verderben und zu zerstören und zu plagen, so will ich über sie
31,28
Kap
wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR. 29
31,29
Hes 18,2
2. Mose 20,5
Klgl 5,7
Zu derselben Zeit wird man nicht mehr sagen: »Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Kindern werden die Zähne stumpf«, 30sondern ein jeder wird um seiner eigenen Schuld willen sterben, und wer saure Trauben isst, dem werden die Zähne stumpf.

Der neue Bund

31

31,31
Kap
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 32nicht wie der
31,32
2. Mose 24,3-8
5. Mose 26,16-19
Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie
31,32
Kap
gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; 33sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR:
31,33
Hes 11,19
Hebr 10,16-17
Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und
31,33
Kap
ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. 34Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn
31,34
Kap
ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Das unverbrüchliche Heil

35So spricht der HERR, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne der Nacht zum Licht bestellt; der das Meer bewegt, dass seine Wellen brausen – HERR Zebaoth ist sein Name –: 36Wenn jemals diese Ordnungen vor mir ins Wanken kämen, spricht der HERR, so müssten auch die Nachkommen Israels aufhören, ein Volk zu sein vor mir ewiglich.

31,36
Kap

37So spricht der HERR: Wenn man den Himmel oben messen könnte und den Grund der Erde unten erforschen, dann würde ich auch verwerfen alle Nachkommen Israels für all das, was sie getan haben, spricht der HERR.

38Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass die Stadt für den HERRN wieder gebaut werden wird vom Turm Hananel an bis ans Ecktor; 39und die Messschnur wird weiter geradeaus gehen bis an den Hügel Gareb und sich nach Goa hin wenden. 40Und das ganze Tal der Leichen und der Asche und die Hänge bis zum Bach Kidron, bis zu der Ecke am Rosstor im Osten, wird dem HERRN heilig sein. Und die Stadt wird niemals mehr eingerissen und abgebrochen werden.

32

Der Ackerkauf

321Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia im zehnten Jahr Zedekias, des Königs von Juda, das ist das achtzehnte Jahr Nebukadnezars. 2Damals

32,2
2. Kön 25,1-2
belagerte das Heer des Königs von Babel Jerusalem. Und der Prophet Jeremia lag gefangen im Wachthof am Hause des Königs von Juda, 3
32,3
Kap
wo Zedekia, der König von Juda, ihn hatte gefangen setzen lassen, indem er sagte: Warum weissagst du und sprichst: So spricht der HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hände des Königs von Babel, und er soll sie erobern, 4und Zedekia, der König von Juda, soll den Chaldäern nicht entrinnen, sondern dem König von Babel in die Hände fallen, dass er von Mund zu Mund mit ihm reden und Auge in Auge ihn sehen soll. 5Und
32,5
Kap
er wird Zedekia nach Babel führen; da soll er auch bleiben, bis ich ihn heimsuche, spricht der HERR; denn wenn ihr auch gegen die Chaldäer kämpft, soll euch doch nichts gelingen.

6Und Jeremia sprach: Es ist des HERRN Wort zu mir geschehen: 7Siehe, Hanamel, der Sohn Schallums, deines Oheims, wird zu dir kommen und sagen:

32,7
3. Mose 25,25
Rut 4,3-4
Kaufe du meinen Acker in Anatot; denn dir kommt es zu, ihn einzulösen und zu kaufen. 8Da kam Hanamel, meines Oheims Sohn, wie der HERR gesagt hatte, zu mir in den Wachthof und sprach zu mir: Kaufe doch meinen Acker in Anatot, der im Lande Benjamin liegt; denn dir kommt es zu, ihn zu erwerben und einzulösen; kaufe du ihn! Da merkte ich, dass es des HERRN Wort war, 9und kaufte den Acker von Hanamel, meines Oheims Sohn, in Anatot, und wog ihm das Geld dar, siebzehn Schekel Silber. 10Und ich schrieb einen Kaufbrief und versiegelte ihn und nahm Zeugen dazu und wog das Geld dar auf der Waage.

11Und ich nahm den versiegelten Kaufbrief nach Recht und Gewohnheit und die offene Abschrift 12und gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, in Gegenwart Hanamels, meines Vetters, und der Zeugen, die unter dem Kaufbrief geschrieben standen, und aller Judäer, die im Wachthof sich aufhielten, 13und befahl Baruch vor ihren Augen: 14So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, den versiegelten Kaufbrief samt dieser offenen Abschrift, und lege sie in ein irdenes Gefäß, dass sie lange erhalten bleiben. 15Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Man wird wieder Häuser,

32,15
Äcker und Weinberge kaufen in diesem Lande.

Jeremias Gebet

16Und als ich den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerijas, gegeben hatte, betete ich zum HERRN und sprach: 17Ach, Herr HERR, siehe, du hast Himmel und

32,17
Kap
Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgereckten Arm, und
32,17
1. Mose 18,14
Lk 1,37
es ist kein Ding vor dir unmöglich; 18der du
32,18
2. Mose 20,5-6
Gnade erweist vielen Tausenden und die Schuld der Väter kommen lässt auf das Haupt ihrer Kinder nach ihnen, du großer und starker Gott – HERR Zebaoth ist sein Name –, 19groß von Rat und mächtig von Tat, und deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder,
32,19
Kap
einem jeden zu geben nach seinen Wegen und nach der Frucht seines Tuns; 20der du in Ägyptenland hast Zeichen und Wunder getan bis auf diesen Tag an Israel und an den Menschen und hast dir einen Namen gemacht, wie es heute am Tage ist, 21
32,21
5. Mose 26,8-9
und hast dein Volk Israel aus Ägyptenland geführt durch Zeichen und Wunder, mit mächtiger Hand, mit ausgerecktem Arm und mit großem Schrecken, 22und hast ihnen dies Land gegeben, wie du ihren Vätern geschworen hattest, dass du es ihnen geben wolltest, ein Land, darin Milch und Honig fließt; 23aber als sie hineinkamen und es in Besitz nahmen, gehorchten sie deiner Stimme nicht, wandelten auch nicht nach deinem Gesetz, und alles, was du ihnen gebotest, dass sie es tun sollten, taten sie nicht; darum ließest du ihnen auch all dies Unheil widerfahren:

24Siehe, die Wälle reichen schon bis an die Stadt, dass sie erobert werde, und sie ist durch Schwert, Hunger und Pest in die Hände der Chaldäer gegeben, die gegen sie kämpfen; und wie du geredet hast, so ist’s geschehen; du siehst es ja selbst. 25Aber du, Herr HERR, sprichst zu mir: »Kaufe dir einen Acker um Geld und nimm Zeugen dazu«, obwohl doch die Stadt in die Hände der Chaldäer gegeben ist?

Gottes erste Antwort

26Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia: 27Siehe, ich, der HERR,

32,27
4. Mose 16,22
bin der Gott allen Fleisches,
32,27
sollte mir etwas unmöglich sein? 28Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hände der Chaldäer und in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, und er soll sie erobern. 29Und die Chaldäer, die gegen diese Stadt kämpfen, werden hereinkommen und die Stadt in Brand stecken und verbrennen samt den Häusern,
32,29
Kap
auf deren Dächern man dem Baal Räucheropfer gespendet und andern Göttern Trankopfer dargebracht hat, um mich zu erzürnen. 30Denn Israel und Juda haben von ihrer Jugend auf getan, was mir missfällt; ja, die Israeliten haben mich erzürnt durch ihrer Hände Werk, spricht der HERR. 31Denn seit diese Stadt gebaut ist, hat sie mich zornig und grimmig gemacht bis auf diesen Tag, dass ich sie von meinem Angesicht wegtun muss 32wegen all der Bosheit Israels und Judas, die sie getan haben, um mich zu erzürnen. Sie, ihre Könige, Oberen, Priester und Propheten, die Männer Judas und die Bewohner Jerusalems, 33haben mir
32,33
Kap
den Rücken und nicht das Angesicht zugekehrt, und obwohl ich sie stets lehren ließ, wollten sie nicht hören noch sich bessern. 34Dazu haben sie ihre Gräuelbilder in das Haus gesetzt, das nach meinem Namen genannt ist, dass sie es unrein machten,
32,34
Kap
35und haben
32,35
Kap
die Höhen des Baal gebaut im Tal Ben-Hinnom, um ihre Söhne und Töchter für den Moloch durchs Feuer gehen zu lassen, was ich ihnen nie geboten habe und mir nie in den Sinn gekommen ist, dass sie solchen Gräuel tun sollten, um Juda in Sünde zu bringen.

36Nun aber, so spricht der HERR, der Gott Israels, von dieser Stadt, von der ihr sagt, dass sie durch Schwert, Hunger und Pest in die Hände des Königs von Babel gegeben sei: 37Siehe, ich will sie

32,37
Kap
sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstoße in meinem Zorn, Grimm und großem Unmut, und will sie wieder an diesen Ort bringen, dass sie sicher wohnen sollen. 38Sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
32,38
Kap
39Und ich will ihnen
32,39
Hes 11,19
36,27
einerlei Sinn und einerlei Wandel geben, dass sie mich
32,39
5. Mose 6,24
fürchten ihr Leben lang, auf dass es ihnen wohlgehe und ihren Kindern nach ihnen. 40Und ich will
32,40
Kap
einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht ablassen will, ihnen Gutes zu tun, und will ihnen Furcht vor mir ins Herz geben, dass sie nicht von mir weichen. 41Es
32,41
5. Mose 30,9
soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und
32,41
Am 9,15
ich will sie in diesem Lande einpflanzen in beständiger Treue, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

42Denn so spricht der HERR: Gleichwie ich über dies Volk

32,42
Kap
all dies große Unheil habe kommen lassen, so will ich auch alles Gute über sie kommen lassen, das ich ihnen zugesagt habe. 43Und es sollen Äcker gekauft werden in diesem Lande, von dem ihr sagt: »Eine Wüste ist’s ohne Menschen und Vieh; es ist in die Hände der Chaldäer gegeben.« 44Man wird
32,44
Äcker um Geld kaufen und verbriefen, versiegeln und Zeugen dazu nehmen im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in den Städten Judas, in den Städten auf dem Gebirge, in den Städten des Hügellandes und in den Städten des Südlandes; denn
32,44
Kap
ich will ihr Geschick wenden, spricht der HERR.

33

Gottes zweite Antwort

331Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia zum zweiten Mal, als er noch

33,1
Kap
im Wachthof gefangen war: 2So spricht der HERR, der die Erde gemacht, sie gebildet und gegründet hat – HERR ist sein Name: 3Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt. 4Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, von den
33,4
Jes 22,10
Häusern dieser Stadt und von den Häusern der Könige Judas, die abgebrochen wurden, um Bollwerke zu machen zur Abwehr 5im Kampf gegen die Chaldäer und um sie zu füllen mit den Leichnamen der Menschen, die ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen habe, als ich mein Angesicht vor dieser Stadt verbarg um all ihrer Bosheit willen:

6Siehe, ich will sie

33,6
Kap
heilen und gesund machen und will ihnen dauernden Frieden gewähren. 7Denn
33,7
Kap
ich will das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und
33,7
Kap
will sie bauen wie im Anfang 8und will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben; und
33,8
Kap
will ihnen vergeben alle Missetaten, womit sie wider mich gesündigt und gefrevelt haben. 9Und das soll mein Ruhm und
33,9
Kap
meine Wonne, mein Preis und meine Ehre sein unter allen Völkern auf Erden, wenn sie all das Gute hören, das ich ihnen tue. Und sie werden sich verwundern und entsetzen über all das Gute und über all das Heil, das ich Jerusalem geben will.

10So spricht der HERR: An diesem Ort, von dem ihr sagt:

33,10
Kap
»Er ist wüst, ohne Menschen und Vieh«, in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems, die so verwüstet sind, dass niemand mehr darin ist, weder Menschen noch Vieh, 11wird man dennoch wieder hören
33,11
Kap
den Jubel der Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, die da sagen:
33,11
Esra 3,11
Ps 106,1
»Danket dem HERRN Zebaoth; denn der HERR ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich«, wenn sie Dankopfer bringen zum Hause des HERRN. Denn ich will das Geschick des Landes wenden, dass es werde, wie es im Anfang war, spricht der HERR.

12So spricht der HERR Zebaoth: An diesem Ort, der so wüst ist, dass weder Menschen noch Vieh darin sind, und in allen seinen Städten werden dennoch wieder Auen sein für die Hirten, die da Herden weiden. 13In den

33,13
Kap
Städten auf dem Gebirge und in den Städten des Hügellandes und in den Städten des Südlandes, im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in den Städten Judas sollen dennoch wieder die Herden gezählt aus- und einziehen, spricht der HERR.

Der ewige Bund mit David und den Leviten

14

33,14
Kap
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich das gnädige Wort erfüllen will, das ich zum Hause Israel und zum Hause Juda geredet habe. 15In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen gerechten
33,15
Sach 3,8
6,12
Spross aufgehen lassen; der soll Recht und Gerechtigkeit schaffen im Lande. 16Zu derselben Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem
33,16
5. Mose 33,28
sicher wohnen, und man wird es nennen »Der HERR ist unsere Gerechtigkeit«.

17Denn so spricht der HERR: Es soll David niemals fehlen an einem, der

33,17
2. Sam 7,12-13
1. Kön 2,4
9,5
Ps 89,30
auf dem Thron des Hauses Israel sitzt. 18Und den levitischen Priestern soll’s niemals fehlen an einem, der täglich vor meinem Angesicht Brandopfer darbringt und Speisopfer in Rauch aufgehen lässt und Opfer schlachtet.

19Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia: 20

33,20
Kap
So spricht der HERR: Wenn mein Bund mit Tag und Nacht aufhörte, dass nicht mehr Tag und Nacht wären zu ihrer Zeit, 21so würde auch mein Bund aufhören mit meinem Knecht David, dass er keinen Sohn mehr hätte als König auf seinem Thron, und mit den Leviten, den
33,21
4. Mose 25,12-13
Priestern, meinen Dienern. 22Wie man
33,22
1. Mose 15,5
22,17
des Himmels Heer nicht zählen noch den Sand am Meer messen kann, so will ich mehren die Nachkommen Davids, meines Knechts, und die Leviten, die mir dienen.

23Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia: 24Hast du nicht gemerkt, was diese Leute reden: »Die beiden Geschlechter, die der HERR auserwählt hatte, hat er verworfen«, und sie verachten mein Volk, als sei es kein Volk mehr in ihren Augen. 25So spricht der HERR: Wenn ich jemals meinen Bund nicht hielte mit Tag und Nacht noch die Ordnungen des Himmels und der Erde, 26so wollte ich auch verwerfen die Nachkommen Jakobs und Davids, meines Knechts, dass ich nicht mehr aus seinem Geschlecht Herrscher nähme über die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich will ihr Geschick wenden und mich über sie erbarmen.

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