Lutherbibel 2017 (LU17)
8

81Saulus aber

8,1
Kap
hatte Gefallen an seinem Tode.

Die Verfolgung der Gemeinde in Jerusalem

Es erhob sich aber an diesem Tag eine große Verfolgung über die Gemeinde in Jerusalem; da

8,1
Kap
zerstreuten sich alle übers Land, über Judäa und Samarien, nur die Apostel nicht. 2Es bestatteten aber den Stephanus gottesfürchtige Männer und hielten eine große Klage über ihn. 3Saulus aber suchte die Gemeinde zu zerstören, ging von Haus zu Haus, schleppte Männer und Frauen fort und ließ sie ins Gefängnis werfen.
8,3
Kap

Philippus in Samarien

4Die nun zerstreut worden waren, zogen umher und predigten das Wort. 5

8,5
Kap
Philippus aber kam hinab in die Stadt Samariens und verkündigte ihnen Christus. 6Und das Volk neigte einmütig dem zu, was Philippus sagte, als sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. 7Denn
8,7
Kap
die unreinen Geister fuhren aus vielen Besessenen aus mit großem Geschrei, auch viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden gesund gemacht; 8und es kam große Freude auf in jener Stadt.

9Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und das Volk von Samarien in seinen Bann zog, weil er vorgab, er wäre etwas Großes. 10Und alle hingen ihm an, Klein und Groß, und sprachen: Dieser ist die Kraft Gottes, die die Große genannt wird. 11Sie hingen ihm aber an, weil er sie lange Zeit mit seiner Zauberei in seinen Bann gezogen hatte. 12Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen. 13Da wurde auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er die Zeichen und mächtigen Taten sah, die geschahen, geriet er außer sich vor Staunen.

14Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass

8,14
Kap
Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. 15Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. 16Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. 17Da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist.

18Als aber Simon sah, dass der Geist gegeben wurde, wenn die Apostel die Hände auflegten, bot er ihnen Geld an 19und sprach: Gebt auch mir diese Macht, dass jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfange. 20Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst,

8,20
Mt 10,8
Gottes Gabe werde durch Geld erlangt. 21Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott. 22Darum tu Buße für diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob dir vergeben werden möge das Trachten deines Herzens. 23Denn ich sehe, dass du voll bitterer Galle bist und verstrickt in Ungerechtigkeit. 24Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herrn für mich, dass nichts von dem über mich komme, was ihr gesagt habt.

25Als sie nun das Wort des Herrn bezeugt und geredet hatten, kehrten sie wieder um nach Jerusalem und predigten das Evangelium in vielen Dörfern Samarias.

Der Kämmerer aus Äthiopien

26Aber der Engel des Herrn redete zu

8,26
Kap
Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. 27Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer8,27 Andere Übersetzung: »Eunuch«. und Mächtiger am Hof der Kandake8,27 Titel der Königinnen von Äthiopien (Kusch)., der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war
8,27
Jes 56,6-7
nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. 28Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.

29Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen! 30Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? 31Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese (Jes 53,7-8): »Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. 33In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.« 34Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? 35Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.

36Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse?8,36 Vers 37 findet sich nur in einigen Handschriften: »Philippus aber sprach: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so kann es geschehen. Er aber antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist.« 38Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. 39Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen,

8,39
1. Kön 18,12
entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. 40Philippus aber fand sich in Aschdod wieder und zog umher und predigte in allen Städten das Evangelium, bis er nach
8,40
Kap
Cäsarea kam.

9

Die Bekehrung des Saulus

91

9,1
Kap
Saulus aber
9,1
Kap
schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger des Herrn und ging zum Hohenpriester 2und bat ihn um Briefe nach Damaskus an die Synagogen, dass er
9,2
Kap
Anhänger dieses Weges9,2 »Weg« ist in der Apostelgeschichte häufig eine Bezeichnung für das Christentum., Männer und Frauen, wenn er sie fände, gefesselt nach Jerusalem führe.

3

9,3
1. Kor 15,8
Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; 4und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? 5Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. 7Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden. 8Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen aufschlug, sah er nichts. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus; 9und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht.

10Es war aber ein Jünger in Damaskus mit Namen Hananias; dem erschien der Herr und sprach: Hananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. 11Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, die die Gerade heißt, und frage in dem Haus des Judas nach einem Mann mit Namen Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet 12und hat in einer Erscheinung einen Mann gesehen mit Namen Hananias, der zu ihm hereinkam und ihm die Hände auflegte, dass er wieder sehend werde. 13Hananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört über diesen Mann, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat; 14und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle gefangen zu nehmen, die deinen Namen anrufen. 15Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein

9,15
Gal 1,15-16
auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage
9,15
Kap
vor Heiden und
9,15
Kap
vor Könige und vor das Volk Israel. 16Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.
9,16
Mt 10,22
Lk 21,12-13
2. Kor 11,23-28

17Und Hananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest. 18Und sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend; und er stand auf, ließ sich taufen 19und nahm Speise zu sich und stärkte sich.

Saulus in Damaskus und Jerusalem

Saulus blieb aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. 20Und alsbald predigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser

9,20
Lk 1,35
3,22
22,70
Joh 1,49
11,27
Gottes Sohn sei. 21Alle aber, die es hörten, entsetzten sich und sprachen: Ist das nicht der,
9,21
Kap
der in Jerusalem alle vernichten wollte, die diesen Namen anrufen, und ist er nicht deshalb hierher gekommen, dass er sie gefesselt zu den Hohenpriestern führe? 22Saulus aber
9,22
Kap
gewann immer mehr an Kraft und trieb die Juden in die Enge, die in Damaskus wohnten, und bewies, dass dieser der Christus ist. 23Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat, dass sie ihn töteten. 24
9,24
2. Kor 11,32-33
Ihr Plan aber wurde Saulus bekannt. Sie bewachten Tag und Nacht auch die Tore, um ihn zu töten. 25Da nahmen ihn seine Jünger bei Nacht und ließen ihn in einem Korb die Mauer hinab.

26Als er aber nach Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jüngern zu halten; doch sie fürchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, dass er ein Jünger wäre.

9,26
Gal 1,17-19
27
9,27
Kap
Barnabas aber nahm ihn zu sich und führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie Saulus auf dem Wege den Herrn gesehen und dass der mit ihm geredet und wie er in Damaskus im Namen Jesu frei und offen gepredigt habe. 28Und er ging bei ihnen in Jerusalem ein und aus und predigte im Namen des Herrn frei und offen. 29Er redete und stritt auch mit den griechischen Juden; aber sie stellten ihm nach, um ihn zu töten. 30Als das die Brüder erfuhren, geleiteten sie ihn nach Cäsarea und schickten ihn weiter
9,30
Kap
nach Tarsus.

31So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes.

Petrus in Lydda

32Es geschah aber, als Petrus überall im Land umherzog, dass er auch zu den Heiligen kam, die in Lydda wohnten. 33Dort fand er einen Mann mit Namen Äneas, der hatte acht Jahre auf dem Bett gelegen, er war gelähmt. 34Und Petrus sprach zu ihm: Äneas, Jesus Christus macht dich gesund; steh auf und mach dir selber das Bett. Und sogleich stand er auf. 35Da sahen ihn alle, die in Lydda und in Scharon wohnten, und bekehrten sich zu dem Herrn.

Die Auferweckung der Tabita

36In Joppe war eine Jüngerin mit Namen Tabita, das heißt übersetzt: Gazelle. Die tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen. 37Es begab sich aber zu der Zeit, dass sie krank wurde und starb. Da wuschen sie sie und legten sie in das Obergemach. 38Weil aber Lydda nahe bei Joppe ist, sandten die Jünger, als sie hörten, dass Petrus dort war, zwei Männer zu ihm und baten ihn: Säume nicht, zu uns zu kommen! 39Petrus aber stand auf und ging mit ihnen. Und als er hingekommen war, führten sie ihn hinauf in das Obergemach und es traten alle Witwen zu ihm, weinten und zeigten ihm die Röcke und Kleider, die Tabita gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war.

40Und als Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabita,

9,40
Mk 5,41
steh auf! Und sie schlug ihre Augen auf; und als sie Petrus sah, setzte sie sich auf. 41Er aber gab ihr die Hand und ließ sie aufstehen und rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebendig vor sie. 42Und das wurde in ganz Joppe bekannt und viele kamen zum Glauben an den Herrn. 43Und es geschah, dass Petrus einige Zeit in Joppe blieb bei einem Simon, der ein Gerber war.

10

Der Hauptmann Kornelius

101Es war aber ein Mann in Cäsarea mit Namen Kornelius, ein Hauptmann der Kohorte, die die Italische genannt wurde. 2Der war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete immer zu Gott. 3Der hatte eine Erscheinung um die neunte Stunde am Tage und sah deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten; der sprach zu ihm: Kornelius! 4Er aber sah ihn an, erschrak und fragte: Herr, was ist? Der sprach zu ihm:

10,4
Tob 3,16-17
Deine Gebete und deine Almosen sind gekommen vor Gott, dass er ihrer gedenkt. 5Und nun sende Männer nach Joppe und lass holen Simon mit dem Beinamen Petrus. 6Der ist zu Gast bei einem
10,6
Kap
Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt. 7Und als der Engel, der mit ihm redete, hinweggegangen war, rief Kornelius zwei seiner Knechte und einen frommen Soldaten von denen, die ihm dienten, 8und erzählte ihnen alles und
10,8
Kap
sandte sie nach Joppe.

9Am nächsten Tag, als diese auf dem Wege waren und in die Nähe der Stadt kamen, stieg Petrus auf das Dach, zu beten um die sechste Stunde. 10Und als er hungrig wurde, wollte er essen. Während sie ihm aber etwas zubereiteten, kam eine Verzückung über ihn, 11und er sah den Himmel aufgetan und ein Gefäß herabkommen wie ein großes leinenes Tuch, an vier Zipfeln niedergelassen auf die Erde. 12Darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels. 13Und es geschah eine Stimme zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss! 14Petrus aber sprach: O nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines und Unreines gegessen.

10,14
3. Mose 11,1-47
Hes 4,14
15Und die Stimme sprach zum zweiten Mal zu ihm: Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht unrein.
10,15
Mk 7,15
Röm 14,14
16Und das geschah dreimal; und alsbald wurde das Gefäß wieder hinaufgenommen gen Himmel.

17Als aber Petrus noch ratlos war, was die Erscheinung bedeute, die er gesehen hatte, siehe, da fragten die Männer, von Kornelius gesandt, nach dem Haus Simons und standen schon an der Tür, 18riefen und fragten, ob Simon mit dem Beinamen Petrus hier zu Gast wäre. 19Während aber Petrus nachsann über die Erscheinung, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich; 20so steh auf, steig hinab und geh mit ihnen und zweifle nicht, denn ich habe sie gesandt.

21Da stieg Petrus hinab zu den Männern und sprach: Siehe, ich bin’s, den ihr sucht; aus welchem Grund seid ihr hier? 22Sie aber sprachen: Der Hauptmann Kornelius, ein frommer und gottesfürchtiger Mann mit gutem Ruf bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen von einem heiligen Engel, dass er dich sollte holen lassen in sein Haus und hören, was du zu sagen hast. 23Da rief er sie herein und beherbergte sie.

Am nächsten Tag machte er sich auf und zog mit ihnen, und einige Brüder aus Joppe gingen mit ihm. 24Und am folgenden Tag kam er nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen. 25Und als Petrus hereinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und betete ihn an. 26Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf,

10,26
Kap
auch ich bin ein Mensch. 27Und während er mit ihm redete, ging er hinein und fand viele, die zusammengekommen waren. 28Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. 29Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich geholt wurde. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt holen lassen.

30Kornelius sprach: Vor vier Tagen um diese Zeit betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem leuchtenden Gewand 31und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. 32So sende nun nach Joppe und lass herrufen Simon mit dem Beinamen Petrus, der zu Gast ist im Hause des Gerbers Simon am Meer. 33Da sandte ich sofort zu dir; und du hast recht getan, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott zugegen, um alles zu hören, was dir vom Herrn befohlen ist.

34Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit,

10,34
5. Mose 10,17
1. Sam 16,7
Röm 2,11
dass Gott die Person nicht ansieht; 35sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.
10,35
Joh 10,16
36Er hat das Wort dem Volk Israel gesandt und
10,36
Jes 52,7
Eph 2,17
Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alles.

37Ihr wisst, was in ganz Judäa geschehen ist,

10,37
Mt 4,12-17
angefangen von Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte, 38wie Gott Jesus von Nazareth
10,38
Lk 3,21-22
gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm. 39Und wir sind Zeugen für alles, was er getan hat im jüdischen Land und in Jerusalem. Den haben sie an das Holz gehängt und getötet. 40Den hat Gott auferweckt am dritten Tag und
10,40
1. Kor 15,4-7
hat ihn erscheinen lassen, 41
10,41
Joh 14,1922
nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher
10,41
Joh 15,16
erwählten Zeugen, die wir
10,41
Lk 24,3041-43
mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten. 42Und er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und zu bezeugen,
10,42
Kap
dass er von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und der Toten. 43Von diesem
10,43
Jes 53,5-6
Jer 31,34
bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.

44Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten.

10,44
Kap
45Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde;
10,45
Kap
46denn sie hörten, dass sie in
10,46
Kap
Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: 47Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? 48Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Da baten sie ihn, dass er noch einige Tage dabliebe.

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